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Stadt 
Leverkusen
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Veraltete Strukturen und Prozesse

2,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 im Bereich Administration / Verwaltung bei Stadt Leverkusen in Leverkusen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

1. Weiterbildungsmöglichkeiten: Es gab eine Vielzahl von Weiterbildungsangeboten, und interessante Seminare konnten problemlos besucht werden. Diese Möglichkeit zur fachlichen Weiterentwicklung war ein klarer Vorteil und wurde von mir positiv wahrgenommen.

2. Gleichberechtigung: In Bezug auf ältere Kollegen und Frauen gab es einen respektvollen und gleichberechtigten Umgang. Die Arbeitsatmosphäre war hier von Fairness geprägt, was sich positiv auf das Miteinander auswirkte.

3. Kollegiale Zusammenarbeit: Der Umgang mit älteren Kollegen war überwiegend gut. Es gab einen gewissen Zusammenhalt im Team, auch wenn die Arbeitsbelastung hoch war, und Unterstützung wurde innerhalb des Teams gewährt.

4. Engagierter jüngerer Chef: Mein jüngerer Vorgesetzter war sehr engagiert und bemühte sich, ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen. Obwohl seine Möglichkeiten oft begrenzt waren, war er stets darum bemüht, die bestmögliche Unterstützung zu bieten.

5. Interessante Aufgaben: Die Aufgaben, die mir zugeteilt wurden, waren inhaltlich interessant und boten mir die Gelegenheit, mein Wissen in verschiedenen Bereichen zu erweitern. Auch wenn die Arbeitsbelastung oft hoch war, empfand ich die Aufgaben als herausfordernd und abwechslungsreich.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

1. Fehlende Kommunikation und Unterstützung: Die Kommunikation innerhalb des Teams und zwischen den Hierarchieebenen war oft unzureichend. Dies führte zu Missverständnissen und einer ineffizienten Arbeitsweise. Besonders problematisch war die mangelnde Unterstützung bei der Einrichtung meines Arbeitsplatzes, wodurch ich einen Monat lang ohne Arbeitslaptop arbeiten musste.

2. Unzureichende Arbeitsbedingungen und Ausstattung: Die Ausstattung war in vielen Bereichen unzureichend, besonders für Mitarbeitende im Außendienst. Zudem war der Datenschutz oft nicht gewährleistet, da sensible Kundendaten nicht ausreichend geschützt waren, was inakzeptabel ist.

3. Fehlende Flexibilität bei Arbeitszeiten: Die Arbeitszeiten waren veraltet, und Homeoffice war kaum möglich. Zudem gab es keinerlei Gefahrenzulage, was im Außendienst besonders fragwürdig ist.

4. Unprofessionelles Verhalten des Vorgesetzten: Besonders negativ war das Verhalten des Leiters des Referats an meinem letzten Arbeitstag. Nachdem ich mich korrekt mit meinem direkten Vorgesetzten und der Chefin auf das Auslaufen meines Vertrags geeinigt hatte (da ich bereits woanders unterschrieben hatte), wurde ich von deren Vorgesetzten an meinem letzten Tag zu einem Gespräch in sein Büro zitiert. Statt eines professionellen Abschieds wurde mir vorgeworfen, das ich unzulänglich sei aufgrund der offenen Kritik die ich an der Organisation äußerte (nicht flexibel genug), und er versuchte, mich schlechtzumachen, indem er betonte, dass ich gekündigt worden sei dies war ihm ein besonderes Anliegen. Es war völlig unprofessionell, eine junge Mitarbeiterin an Ihrem letzten Tag alleine in sein Büro zu rufen und derart anzugreifen und davor vor anderen in der Referatsbesprechung zu diskreditieren (er sprach offen vor dem ganzen Referat in meiner Abwesenheit sein Frust über mich aus). Diese letzte Stunde war eine völlig unnötige und unangemessene Erfahrung, die den gesamten Eindruck von meiner Zeit dort trübte.

Verbesserungsvorschläge

1. Effizientere Nutzung von Ressourcen: Der hohe Papierverbrauch und die mangelnde Einführung einer papierlosen Arbeitsweise belasten sowohl das Arbeitsumfeld als auch die Umwelt. Eine digitale Lösung zur Reduzierung des Papierverbrauchs könnte sowohl die Effizienz steigern als auch die Umweltbilanz verbessern.

2. Verbesserung der IT-Infrastruktur: Die veralteten Systeme, die oft nur sporadisch funktionierten, erschwerten die Arbeit. Eine zeitgemäße und stabile IT-Infrastruktur ist dringend erforderlich, um die Arbeitsabläufe zu optimieren und Fehlerquellen zu minimieren.

3. Bessere Kommunikation und Zusammenarbeit: Die unzureichende Kommunikation innerhalb des Teams und zwischen den verschiedenen Hierarchieebenen führte zu Missverständnissen und ineffizientem Arbeiten. Eine klarere und strukturiertere Kommunikation könnte die Arbeitsatmosphäre deutlich verbessern.

4. Bessere Arbeitsbedingungen und Ausstattung im Außendienst: Insbesondere die fehlende adäquate Ausstattung für Mitarbeitende im Außendienst ist ein erhebliches Manko. Eine bessere Ausstattung und die Bereitstellung geeigneter Arbeitsmaterialien würden die Effizienz und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden erheblich steigern.

5. Datenschutz und Vertraulichkeit: Der Umgang mit sensiblen Kundendaten muss dringend verbessert werden, um den Datenschutz zu gewährleisten. Eine Überprüfung der aktuellen Prozesse und die Implementierung besserer Schutzmaßnahmen sind notwendig, um die Vertraulichkeit zu wahren.

6. Gehalt und Zusatzleistungen: Das Gehalt im Rahmen des TVöD ist zwar akzeptabel, aber eine zusätzliche Gefahrenzulage für Mitarbeitende im Außendienst wäre aufgrund der Risiken in diesem Bereich angebracht. Die fehlende Zulage sollte überprüft und ggf. angepasst werden.

7. Bessere Integration und Wertschätzung für Mitarbeitende: Insbesondere im Hinblick auf die Diversität und die unterschiedlichen Hintergründe der Mitarbeitenden sollte das Unternehmen verstärkt auf Wertschätzung und Inklusion achten. Der Umgang mit verschiedenen Kulturen und persönlichen Entscheidungen könnte verbessert werden, um ein inklusiveres Arbeitsumfeld zu schaffen.

Arbeitsatmosphäre

Arbeitsatmosphäre:
Die Atmosphäre variiert stark je nach Abteilung. Insgesamt gibt es jedoch viel Flurfunk, was auf Dauer belastend sein kann. Besonders auffällig ist das Fehlen junger Kolleg*innen, was sich sowohl im Arbeitsklima als auch in der Offenheit gegenüber Vielfalt zeigt. Wer nicht ins "klassische Bild" passt – sei es aufgrund eines Migrationshintergrunds oder durch persönliche Lebensentscheidungen wie vegetarische Ernährung – muss mit unangebrachten Kommentaren rechnen. Auch bei betrieblichen Veranstaltungen besteht ein unausgesprochener Druck zur Teilnahme, unabhängig davon, ob man sich dabei wohlfühlt oder nicht.

Image

Image:
Das negative Image der Ausländerbehörde ist leider gerechtfertigt. Aufgrund der Arbeitsweise, des Umgangs mit Mitarbeitenden und der ineffizienten Strukturen wird die Behörde oft mit wenig positivem Ansehen wahrgenommen. Dies hat Auswirkungen auf das Image der Mitarbeitenden, die häufig mit den negativen Assoziationen der Institution in Verbindung gebracht werden.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance:
Eine ausgewogene Work-Life-Balance war in meinem Arbeitsbereich kaum gegeben. Die Arbeitszeiten wirkten überholt und starr – Homeoffice war so gut wie nicht möglich, flexible Arbeitszeiten ebenfalls Mangelware. Die tägliche Arbeitsorganisation erinnerte eher an vergangene Jahrzehnte: Arbeitsmaterialien mussten pünktlich um 7:40 Uhr abgeholt werden, begleitet vom Klang einer Glocke, die an eine Kuhglocke erinnerte – das Ganze wirkte eher wie ein Museumsbesuch als wie ein moderner Arbeitsplatz. Die Dokumentenvergabe und interne Abläufe schienen seit den 1950er Jahren unverändert. Überstunden wurden selten kompensiert; viele Kolleg*innen in meiner Abteilung hatten regelmäßig 40+ Überstunden angesammelt. In meinem Bereich gab es einen Tag in der Woche, an dem wir bis 18 Uhr arbeiten mussten, was die Work-Life-Balance stark einschränkte. Zudem wurde mir beim Bewerbungsgespräch Teilzeit als Option angeboten, aber als ich später darum bat, wurde diese Bitte abgelehnt, was enttäuschend war. Es fühlte sich an, als wäre dies nur eine leere Zusicherung. Natürlich kann dies in anderen Bereichen anders aussehen.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen:
In Bezug auf Weiterbildungen gab es erfreulicherweise viele Möglichkeiten. Wenn interessante Seminare angeboten wurden, war es kein Problem, daran teilzunehmen. Die Institution förderte die Weiterbildung der Mitarbeitenden und bot zahlreiche Veranstaltungen an, um sich fachlich weiterzuentwickeln. Dies war definitiv ein positiver Aspekt des Arbeitsumfelds.

Gehalt/Benefits

Gehalt:
Das Gehalt war im Rahmen des TVöD, was grundsätzlich akzeptabel ist. Allerdings bleibt es insgesamt unter dem, was für die Anforderungen und den Arbeitsaufwand angemessen wäre. Besonders kritisch ist das Fehlen einer Gefahrenzulage, die im Außendienstbereich, insbesondere in diesem Sektor, mehr als gerechtfertigt wäre. Angesichts der Risiken, die mit der Arbeit verbunden sind, ist dies eine fragwürdige Entscheidung.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt:
Der Umgang mit Ressourcen war äußerst ineffizient. Besonders auffällig war der hohe Papierverbrauch, da Dokumente häufig mehrfach ausgedruckt werden mussten. Eine papierlose oder zumindest papierreduzierte Arbeitsweise war nicht implementiert, was sowohl unnötige Ressourcen verschwendete als auch die Umwelt unnötig belastete.

Kollegenzusammenhalt

Kollegenzusammenhalt:
Die Zusammenarbeit unter Kolleg*innen hängt stark vom jeweiligen Team ab. In meinem Fall war das Team klein und deutlich überfordert, was zu einem unausgeglichenen Arbeitsverhältnis führte. Aufgaben, die niemand übernehmen wollte, wurden bevorzugt an neue Mitarbeitende weitergegeben – in meinem Fall regelmäßig an mich. Kritik oder Probleme wurden hinter dem Rücken der Vorgesetzten häufig lautstark geäußert, doch offen anzusprechen wagte es kaum jemand. Wer sich dennoch traut, Missstände offen zu benennen, muss damit rechnen, von Kolleg*innen im Stich gelassen zu werden. Loyalität gilt in erster Linie der Führung – selbst dann, wenn offenkundig Fehler vorliegen.

Umgang mit älteren Kollegen

Umgang mit älteren Kollegen:
Der Umgang mit älteren Kollegen war stets respektvoll und wertschätzend. Ihre Erfahrung und ihr Wissen wurden anerkannt, und es gab eine gute Zusammenarbeit über alle Altersgruppen hinweg.

Vorgesetztenverhalten

Vorgesetztenverhalten:
Das Verhalten der Vorgesetzten war sehr unterschiedlich und reicht von engagiert bis absolut untragbar. Mein direkter stellvertretender Vorgesetzter war jung, motiviert und hat sich trotz vieler Einschränkungen sehr bemüht – ihm waren oft schlicht die Hände gebunden. An dieser Stelle: Ihre Talente werden an diesem Ort definitiv verschwendet. Die zweite Führungskraft war eher mittelmäßig engagiert, häufig selbst im Homeoffice, ohne wirkliches Entgegenkommen. Offen geäußerte Anliegen wurden selten ernst genommen, stattdessen hieß es pauschal, man müsse „flexibler“ sein. In einem Konflikt mit einem Kollegen wurde ich als einzige einbestellt – mit der unausgesprochenen Botschaft, ich müsse mich „anpassen“. Besonders enttäuschend war, dass dies unter Frauen geschah, was ein zusätzlich bitteres Geschmäckle hatte.

Der Hauptgrund für meine Bewertung mit nur einem Stern ist jedoch das Verhalten des Leiters des Referats. Sein Auftreten war von Machtspielchen, Respektlosigkeit und unangemessenen Kommentaren geprägt. Er kommentierte das äußere Erscheinungsbild von Mitarbeitenden, bestand auf das „Sie“, während andere ihn duzten – man müsse sich das „Du“ erst verdienen.

Arbeitsbedingungen

Arbeitsumgebung:
Die Arbeitsumgebung entsprach leider nicht den grundlegenden Standards, die man von einer modernen Institution erwarten würde. Datenschutz wurde in keiner Weise gewahrt – in einem Raum arbeiteten mehrere Kunden gleichzeitig mit zwei Sachbearbeitern, sodass sämtliche Gespräche und Daten von allen Anwesenden gehört werden konnten. Diese mangelnde Vertraulichkeit ist nicht nur unprofessionell, sondern auch ein ernstes Sicherheitsrisiko.

Zudem war die Ausstattung inakzeptabel. Ich hatte anfangs keinen eigenen Arbeitsplatz und musste mich erst intensiv darum bemühen, ein Büro zu erhalten – ein Umstand, der bei einer Fachkraft nicht erwartet werden sollte. Die technischen Systeme waren veraltet und funktionierten oft nur sporadisch, was die Arbeit deutlich verkomplizierte. Die IT-Infrastruktur folgte eher dem Zufallsprinzip als einer klaren Strategie. Besonders problematisch war die mangelhafte Ausrüstung für Mitarbeitende im Außendienst, die ohne die nötigen Ressourcen und Hilfsmittel arbeiten mussten. All diese Faktoren erschwerten eine effiziente und professionelle Arbeitsweise erheblich.

Kommunikation

Kommunikation:
Die Kommunikation ist stark verbesserungswürdig – sowohl innerhalb der Teams als auch auf Führungsebene. Zuständigkeiten sind häufig unklar, da mehrere Hierarchieebenen innerhalb eines Referats existieren, die sich gegenseitig die Verantwortung zuschieben. Entscheidungen werden oft hinausgezögert oder gar nicht getroffen. In meinem Fall war die Kommunikation so schlecht, dass am Tag meiner Einstellung niemand darüber informiert war, dass ich beginnen sollte. Aufgrund dieser strukturellen Probleme musste ich über einen Monat auf meinen Arbeitslaptop warten. Informationen zu neuen Aufgaben oder Überstunden werden häufig kurzfristig oder gar nicht kommuniziert – stattdessen wird eine sofortige Umsetzung einfach vorausgesetzt.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung:
Das Unternehmen legt Wert auf Gleichberechtigung und sorgt dafür, dass alle Mitarbeitenden, unabhängig vom Geschlecht, respektiert und gleich behandelt werden.

Interessante Aufgaben

Aufgaben:
Die Aufgaben sind definitiv interessant und vielfältig, jedoch werden diese oft nicht adäquat verteilt. Besonders im Bereich der Ausländerbehörde kommt es regelmäßig vor, dass einer Mitarbeitender die Arbeit von mehreren Stellen übernehmen muss. Dies führt nicht nur zu Überlastung, sondern sorgt auch dafür, dass wichtige Aufgaben entweder untergehen oder nicht in der erforderlichen Qualität ausgeführt werden können. Die Arbeitsbelastung wird dadurch erheblich erhöht, ohne dass dafür eine entsprechende Unterstützung oder Entlastung erfolgt.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.