Vom Miteinander zum Gegeneinander – wie Arbeitsklima wirklich wirkt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meine Erfahrung war insgesamt sehr negativ. Das Unternehmen wirkt intern stark hierarchisch, konfliktreich und wenig modern. Mangelnde Wertschätzung, offenes Mobbing, fehlende Unterstützung sowie unprofessionelles Führungsverhalten prägen das Klima. Ohne tiefgreifende Veränderungen in Führung, Kultur und Strukturen wird sich daran vermutlich wenig ändern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre empfand ich als dauerhaft belastend. Wertschätzung ist quasi nicht vorhanden, stattdessen herrschen Misstrauen, Druck und ein sehr hierarchisches Klima. Homeoffice wird nur ungern gesehen, oft mit der Unterstellung verbunden, man würde darin ohnehin nicht richtig arbeiten. Das Gefühl, ständig unter Beobachtung zu stehen, war stark präsent.
Image
Nach außen wirkt das Unternehmen modern und bürgernah, intern erlebte ich jedoch eine große Diskrepanz: Hierarchien, Misstrauen und Konflikte prägen das tatsächliche Arbeitsumfeld.
Work-Life-Balance
Durch ständige Meetings, kurzfristige Anforderungen und fehlende Flexibilität wird die Work-Life-Balance häufig unnötig belastet.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung wird selten aktiv gefördert. Karriere hängt weniger von Leistung ab als von persönlichen Beziehungen und Wohlwollen einzelner Führungskräfte. Transparente Laufbahnen existieren kaum.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung liegt im üblichen kommunalen Rahmen. Allerdings empfinde ich die Gehaltsstrukturen als intransparent, unfair und teilweise willkürlich. Warum bestimmte Personen mehr verdienen als andere, ist nicht nachvollziehbar und wird auch nicht erklärt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen stellt man sich positiv dar, intern spürt man davon wenig.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt ist schwach und stark von Grüppchenbildung geprägt. Lästereien sind an der Tagesordnung und geschehen teilweise sogar offen. Unterstützung bei Fragen oder Einarbeitung findet kaum statt; man wird eher alleingelassen. Die Atmosphäre wirkt dadurch feindselig und unprofessionell.
Ich habe wiederholt Situationen erlebt, die ich persönlich klar als Mobbing empfinde. Dieses Verhalten findet öffentlich statt, wird ausgesprochen und teilweise sogar von der Führungskraft befeuert. Beschwerden oder der Versuch, Missstände anzusprechen, führen zu keinerlei Konsequenzen – im Gegenteil: Es entsteht der Eindruck, dass die Führung selbst Teil des Problems ist. Für betroffene Mitarbeitende gibt es keinerlei Schutz oder Unterstützung. Das hat zu einer spürbar hohen Fluktuation geführt.
Umgang mit älteren Kollegen
neutral
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten wirkt autoritär, unreflektiert und oft willkürlich. Kritik wird nicht sachlich, sondern häufig persönlich und verletzend geäußert. Mitarbeitergespräche haben wenig mit konstruktivem Feedback zu tun – sie geraten stattdessen schnell zu persönlichen Angriffen. Entscheidungen sind nicht nachvollziehbar und wirken stark abhängig von Sympathien statt von Leistung.
Unterstützung durch Personalabteilung & Betriebsrat
In sensiblen Personalthemen fühlte ich mich weder von der Personalabteilung noch vom Betriebsrat ausreichend unterstützt. Anliegen wurden zögerlich oder formalistisch behandelt, ohne echtes Interesse daran, Probleme zu lösen oder Beschäftigte zu schützen.
Arbeitsbedingungen
Die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen wirken veraltet. Digitalisierung wird nur langsam vorangetrieben. Homeoffice, moderne Arbeitsmodelle oder Flexibilität werden eher als Belastung denn als Chance betrachtet.
Kommunikation
Kommunikation erfolgt überwiegend von oben nach unten und meist in Form von Monologen. Rückfragen oder eigene Meinungen wirken unerwünscht. In den fast täglichen, endlosen Meetings redet fast ausschließlich die Führungskraft – produktiv ist das selten. Informationen werden außerdem oft spät, unvollständig oder widersprüchlich weitergegeben.
Gleichberechtigung
neutral
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind grundsätzlich sinnvoll, allerdings wird eigenständiges oder innovatives Arbeiten durch starre Prozesse und übermäßige Kontrolle ausgebremst. Kaum etwas darf ohne Rücksprache entschieden werden, wodurch viele Abläufe unnötig blockiert werden.