Zeit für den Wandel: Echte Wertschätzung statt Ego-Spiele und Ja-Sager-Mentalität
Verbesserungsvorschläge
Das Potenzial ist da – jetzt muss die Kultur folgen.
Das Unternehmen hat an sich einen wirklich coolen und sinnvollen Auftrag. Dass wir aktiv daran arbeiten, Stuttgart bis 2035 klimaneutral zu machen, ist eine großartige Vision, hinter der das Team voll steht. Aber: Ein grüner Fußabdruck nach außen bringt wenig, wenn die interne Kultur im Gestern feststeckt.
Kultur leben, nicht nur plakatieren: Werte dürfen nicht nur auf dem Papier oder im Intranet stehen. Die Geschäftsleitung muss diese Werte vorleben. Dazu gehört eine klare Kommunikation und konsequentes Handeln – auch wenn es mal unangenehm ist.
Professionalität statt schlechter Behandlung: Wenn es nicht passt, müssen Lösungen her (Coaching oder Trennung). Unzufriedenheit durch schlechte Behandlung oder Ignoranz „abzuhaken“, vergiftet das Klima für alle.
Ego-Spiele beenden: Machtkämpfe und Statusgehabe haben in einem modernen Arbeitsumfeld keinen Platz mehr. Fokus auf die Sache und den gemeinsamen Auftrag, nicht auf das eigene Ego.
Den Menschen sehen: Die Belegschaft ist bereit für einen echten Wandel. Sie wünschen ein Miteinander, das von echter Wertschätzung und radikaler Ehrlichkeit geprägt ist.
Das Unternehmen muss sich endlich bewusst werden, dass der nachhaltige Erfolg von der Kraft und dem Engagement der gesamten Mitarbeiterschaft abhängt – und nicht von den Befindlichkeiten einzelner Egos.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat in den letzten Monaten drastisch nachgelassen. Wo früher vielleicht noch Teamgeist herrschte, dominieren heute massive Unruhe und eine tiefe Unzufriedenheit, die durch fast alle Abteilungen spürbar ist.
Für mich sind die Gründe zurückzuführen auf:
-Führung & Entscheidungsstau: Es herrscht eine lähmende Unentschlossenheit.
-Fehlende Konsequenz aus Feedback
- Unruhe durch die Geschäftsleitung: Die GF agiert leider nicht als Ruhepol, sondern ist oft selbst der Ursprung von Unruhe und Hektik. Anstatt Sicherheit zu vermitteln, wird Druck weitergegeben.
-Umgangston: Für mein Empfinden herrscht teilweise ein Tonfall, der schlichtweg nicht mehr als menschlich oder wertschätzend bezeichnet werden kann.
Work-Life-Balance
Kernarbeitszeit, 30 Tage Urlaub, Überstundenkonto, Home Office Regelung, alles ist vorhanden.
Karriere/Weiterbildung
Konzept hierfür wird ausgearbeitet und soll auch weiter ausgebaut werden.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt untereinander ist wirklich gut. Man unterstützt sich gegenseitig, wo es nur geht – besonders dann, wenn es durch fehlende Entscheidungen von oben mal wieder hektisch wird.
Vorgesetztenverhalten
Ein schwieriges Feld. Man trifft hier auf eine ausgeprägte „Ja-Sager“-Mentalität: Viele Führungskräfte haben keine eigene Meinung, vergraben ihre Persönlichkeit und eifern der Geschäftsleitung nach, anstatt ihren Standpunkt und die eigene Persönlichkeit zu leben, das finde ich sehr traurig. Die Geschäftsleitung scheint mit einigen Führungskräften zwar unzufrieden zu sein, wählt aber den falschen Weg: Statt konsequenter Trennung oder echter Unterstützung dominiert ein herablassender Umgangston. Probleme werden nicht gelöst, sondern durch schlechte Behandlung ausgesessen. Schade, dass einige so mit sich umgehen lassen.
Kommunikation
Der Flurfunk funktioniert hervorragend und ist oft die einzige Möglichkeit, zeitnah zu erfahren, was im Unternehmen wirklich passiert. Wenn man Informationen braucht, erfährt man sie eher zwischen Tür und Angel als in einem geplanten Meeting. In vielen Bereichen versickern wichtige Themen schlichtweg auf der Führungsebene. Man merkt den Führungskräften die Überlastung deutlich an – oft fehlt ihnen schlicht die Kapazität (oder der Fokus), relevante Informationen strukturiert an das Team weiterzugeben. Innerhalb der Teams funktioniert die Kommunikation meistens ganz gut.
Interessante Aufgaben
super interessante Aufgaben, sehr viel Gestaltungsspielraum.

