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Bewertung

Kündigungswelle, die zweite

2,6
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Staffbase GmbH in Chemnitz gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Auf Mitarbeiter*innen hören. Offene und ehrliche Kommunikation ohne Start-up-Cringe. Und idealerweise aufwachen, bevor die KI-Blase platzt.

Arbeitsatmosphäre

Ich persönlich habe untereinander fast ausschließlich respektvollen Umgang erlebt.

Allerdings haben die Kündigungswellen 2023 (~90 Betroffene) und nun 2025 (~40) ihren Teil dazu beigetragen, dass ein Klima der Ungewissheit und Angst herrscht.

Kommunikation

Grundsätzlich ist man bemüht, aber ich bin dennoch vom unangenehmen und klischeehaften Start-up-Korpsgeist abgestoßen. In den großen Meetings redet man mit Angestellten so, als würde man ihnen ein Produkt verkaufen wollen.

Kollegenzusammenhalt

Man findet viele nette Kolleg*innen, einige negative Erfahrungen wurden mir von anderen berichtet.

Work-Life-Balance

War zumindest bei mir bis zuletzt sehr gut. Man konnte beliebig zwischen Büro und Home Office wechseln, zwischendrin private Termine ohne lange Absprache wahrnehmen, es gab quasi keine Überstunden und bei Urlaubsanträgen keine langen Diskussionen. Die freien Freitage jeden August sind ein außergewöhnlicher und ansprechender Bonus.

Vorgesetztenverhalten

Kann sehr wechselhaft sein. Die direkten Vorgesetzten haben von der aktuellen Kündigungswelle erst kurz vor knapp erfahren, daher wurden zuvor mit den Betroffenen noch Weiterbildungen besprochen und Pläne für 2026 vereinbart. C- und VP-Level simulieren häufig Engagement und sind nicht willens, langfristige und sichere Pläne zu erarbeiten. Einige von ihnen haben absolut kein Vertrauen und die nicht-leitenden Angestellten und blockieren aktiv sinnvolle Initiativen.

Interessante Aufgaben

Mal so, mal so. Eigentlich hätte ich hier eine gute Wertung vergeben wollen, aber die kürzliche Priorisierung von KI-Themen lässt das nicht mehr zu.

Gleichberechtigung

Das Umfeld ist allgemein ziemlich divers.

Arbeitsbedingungen

Bis vor kurzem war wenigstens das Büro in Dresden gut, da es ausreichend viele Rückzugsmöglichkeiten gab. Ansonsten werden häufig alle Mitarbeiter*innen in einen einzigen großen Raum gepfercht, der sich Büro schimpft. Ist man vor Ort, stören einen die laut geführten Meetings, ist man zuhause, stören einen die Hintergrundgeräusche der Kolleg*innen im Büro. Konzentration adé.

Full-Remote-Stellen werden mittlerweile nicht mehr angeboten, obwohl man während der Pandemie damit gute Erfahrungen machte.

Hier fehlt es, neben vielem anderen, an grundsätzlichem Verständnis für Neurodiversität.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das übliche Greenwashing. Man postuliert öffentlich eine Initiative für Klimaneutralität, aber konzentriert sich anschließend auf eindeutig umweltschädliche Technologie – sogenannte KI.

Immerhin fliegt man nicht mehr sämtliche Mitarbeiter*innen aus verschiedenen Kontinenten fürs jährliche Treffen ein (weil dafür das Geld fehlt).

Gehalt/Benefits

Ist okay, gerade für Chemnitz / Leipzig / Dresden. Luft nach oben ist immer.

Die betriebliche Altersvorsorge sollte stärker bezuschusst werden.

Image

Mag innerhalb der Branche okay sein, aber die Präsentation wirkt nach außen häufig peinlich. Wer arbeitet schon gerne bei einem Unternehmen, das sogenannte KI völlig planlos in alles einbaut? Self-Awareness? Fehlanzeige.

Karriere/Weiterbildung

Man wird angehalten, jährliche Zielvorgaben zu vereinbaren. Einzelne können aus dem Raster fallen, weil man sich zu starr an einige wenige Karrierepfade hält.

Das eigentlich fest zugesicherte Budget für die persönliche Weiterbildung („Growth Budget“) von 1000 € wird 2026 vollständig pausiert, da man sich unternehmensweit auf die Weiterbildung im KI-Bereich fokussieren möchte …


Umgang mit älteren Kollegen

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.