Früher gut, aktuell jedoch ohne klare Perspektive
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv ist aktuell vor allem die Möglichkeit zum Homeoffice. Einige Kolleginnen und Kollegen schätze ich fachlich und persönlich sehr. Weitere Vorteile, die es früher gab, sind inzwischen jedoch größtenteils weggefallen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht fehlt es zunehmend an Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden. Zudem gibt es kaum nennenswerte zusätzliche Leistungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld.
Auch die Weiterbildungsmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Das Gehalt erscheint mir im Vergleich zum Stuttgarter Arbeitsmarkt nicht wettbewerbsfähig. Bei der Aufgabenverteilung erhalten engagierte Mitarbeitende häufig zusätzliche Aufgaben, während andere spürbar weniger belastet werden.
Verbesserungsvorschläge
Die interne Kommunikation muss sich deutlich verbessern. Insbesondere sollte die Geschäftsführung transparenter und ehrlicher über die tatsächliche Lage des Unternehmens informieren. Zudem entsteht der Eindruck, dass das Verhältnis zwischen Management und operativen Mitarbeitenden unausgewogen ist. Eine Überprüfung der Führungsstruktur wäre sinnvoll, um wieder effizienter zu arbeiten.
Leistungen, Loyalität und Erfahrung der Mitarbeitenden sollten stärker anerkannt und entsprechend berücksichtigt werden. Gerade langjährige und engagierte Mitarbeitende sollten nicht als selbstverständlich angesehen, sondern gezielt wertgeschätzt und weiterentwickelt werden.
Arbeitsatmosphäre
Früher war die Arbeitsatmosphäre deutlich besser. Seitdem die Inhaberfamilie weniger präsent ist, hat sich das Betriebsklima aus meiner Sicht spürbar verschlechtert. Es ist aktuell eher negativ geprägt und es fehlt an Wertschätzung.
Teilweise entsteht zudem der Eindruck, dass Vorgesetzte nicht immer ausreichend mit den tatsächlichen Aufgaben und Herausforderungen im Arbeitsalltag vertraut sind.
Image
Nach außen genießt das Unternehmen nach wie vor einen guten Ruf und präsentiert sich stark am Markt. Intern nehme ich die Arbeitsrealität und die Abläufe jedoch deutlich kritischer wahr.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance funktioniert für einen Teil der Mitarbeitenden weiterhin gut. Für diejenigen, die regelmäßig zusätzliche Aufgaben übernehmen, ist die Situation jedoch deutlich schwieriger.
Mobiles Arbeiten ist weiterhin möglich. Gleichzeitig fehlt mir teilweise die Transparenz über die tatsächliche Verfügbarkeit einzelner Teammitglieder.
Karriere/Weiterbildung
Die Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung empfinde ich als sehr begrenzt.
Für jüngere Mitarbeitende kann das Unternehmen kurzfristig als Einstieg oder Sprungbrett dienen. Für erfahrene Mitarbeitende sehe ich aktuell jedoch keine klare Perspektive für eine langfristige Entwicklung.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist aus meiner Sicht seit längerer Zeit nur unzureichend weiterentwickelt worden und erscheint im Vergleich zum regionalen Arbeitsmarkt nicht wettbewerbsfähig.
Es fehlen sowohl regelmäßige Gehaltsanpassungen als auch zusätzliche Leistungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Dies wirkt sich aus meiner Sicht zunehmend auf die Mitarbeiterbindung aus.
Auch ich stelle mir inzwischen die Frage, welche langfristige Perspektive für mich im Unternehmen besteht, wenn sich an diesen Punkten nichts verändert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Thema wird über das interne Portal kommuniziert. Im Arbeitsalltag habe ich davon persönlich jedoch bisher nur begrenzt konkrete Maßnahmen wahrgenommen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt hat sich im Vergleich zu früher verschlechtert.
Im Team haben sich teilweise kleinere Gruppen gebildet. Gleichzeitig ist die Arbeitsbelastung nicht gleichmäßig verteilt. Einige Kolleginnen und Kollegen übernehmen einen großen Teil der gemeinsamen Aufgaben, während bei anderen für das Team teilweise nicht transparent ist, wann und in welchem Umfang sie verfügbar sind bzw. welchen Beitrag sie leisten.
Aus meiner Sicht fehlt es hier an klarer Führung und Steuerung. Dadurch verlagert sich die zusätzliche Belastung zunehmend auf engagierte Mitarbeitende, was sich negativ auf die Motivation im Team auswirkt.
Umgang mit älteren Kollegen
Der alltägliche Umgang ist respektvoll und unterscheidet sich aus meiner Sicht nicht von dem mit anderen Mitarbeitenden. Allerdings habe ich den Eindruck, dass zu wenig getan wird, um erfahrene Kolleginnen und Kollegen langfristig im Unternehmen zu halten und ihr wertvolles Know-how zu sichern.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Sicht fehlt es teilweise an einem ausreichenden Verständnis für die tatsächliche Arbeit und die Herausforderungen im Projekt.
Im Team gibt es ein Transparenzproblem bei der Aufgabenverteilung und Erreichbarkeit. Bei einigen Kolleginnen und Kollegen ist für das Team teilweise nicht nachvollziehbar, wann sie arbeiten, Urlaub haben oder krankheitsbedingt fehlen und welchen Beitrag sie aktuell zu den gemeinsamen Aufgaben leisten.
Diese Situation wurde bereits gegenüber dem Team Manager angesprochen. Aus meiner Sicht fehlt es bisher jedoch an einer konsequenten Klärung und Steuerung. Dadurch bleibt zusätzliche Arbeit letztlich bei denjenigen hängen, die ihre Aufgaben zuverlässig übernehmen.
Von einer Führungskraft würde ich erwarten, dass Zuständigkeiten und Erwartungen klar definiert und die Arbeitsverteilung regelmäßig überprüft werden. Wenn sich solche Probleme über längere Zeit nicht lösen lassen, sollte auch die Personalabteilung unterstützend eingebunden werden.
Kritisches Feedback wird meiner Erfahrung nach nicht immer offen aufgenommen. Teilweise entsteht der Eindruck, dass eher die Rückmeldung „alles läuft gut“ gewünscht ist.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen haben sich spürbar verschlechtert. An manchen Arbeitsplätzen fehlt es an funktionsfähiger Ausstattung, sodass der Arbeitsplatz im Homeoffice teilweise besser ausgerüstet ist als im Büro.
Das Kantinenessen von Hofmann wird zunehmend teurer, während frühere zusätzliche Angebote wie beispielsweise Obst weggefallen sind.
Mitarbeiter-Events finden kaum noch statt oder wirken schlecht organisiert.
Kommunikation
Die Kommunikation ist aus meiner Sicht häufig nicht transparent und teilweise wenig verlässlich. Entscheidungen werden nicht ausreichend vermittelt, und wichtige Informationen erreichen die Mitarbeitenden teilweise verspätet oder gar nicht.
Gleichberechtigung
In diesem Bereich habe ich bislang keine negativen Erfahrungen gemacht und empfinde den Umgang als insgesamt neutral und angemessen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben und Projekte sind grundsätzlich interessant, in manchen Bereichen jedoch etwas monoton.
Allerdings fehlt mir aus heutiger Sicht eine klare langfristige Perspektive.