Früher gerne hier gearbeitet – heute überwiegen die negativen Erfahrungen
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war vor einigen Jahren noch sehr gut. Nachdem mein damaliger Teamleiter das Unternehmen verlassen hatte, hat sie sich aus meiner persönlichen Sicht jedoch deutlich verschlechtert. Besonders belastend empfand ich, dass unter Kollegen immer wieder selbst Kleinigkeiten bei den neuen Vorgesetzten thematisiert bzw. weitergetragen wurden. Dadurch entstand für mich zunehmend ein Klima des Misstrauens, in dem eine entspannte und kollegiale Zusammenarbeit kaum noch möglich war. Das Verhältnis zu einigen Kollegen hat darunter ebenfalls stark gelitten.
Image
Das Image des Unternehmens hat sich aus meiner persönlichen Sicht in den letzten Jahren verschlechtert. Früher hatte ich einen deutlich positiveren Eindruck von STAR. Durch verschiedene Entwicklungen und Veränderungen innerhalb des Unternehmens hat sich diese Wahrnehmung bei mir jedoch zunehmend ins Negative verändert.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war in meinem Team sehr gut. In diesem Punkt kann ich nichts Negatives berichten. Arbeitszeiten und private Belange ließen sich aus meiner Erfahrung gut miteinander vereinbaren.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten sind grundsätzlich vorhanden, beispielsweise in Form von Excel-Schulungen oder vergleichbaren fachlichen Angeboten.
Die Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten habe ich dagegen als sehr begrenzt erlebt. Aus meiner Sicht gab es innerhalb meines Bereichs kaum realistische Möglichkeiten, sich hierarchisch oder fachlich deutlich weiterzuentwickeln. Wer gezielt den nächsten Karriereschritt sucht, findet bei STAR meiner Erfahrung nach nur wenige Perspektiven.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich als deutlich unterdurchschnittlich. In meinen mittlerweile 18 Jahren Berufserfahrung habe ich persönlich noch nie für ein vergleichbar niedriges Gehalt gearbeitet.
Auch bei der weiteren Gehaltsentwicklung habe ich während meiner Zeit im Unternehmen keine positiven Erfahrungen gemacht. Gehaltserhöhungen gab es in meinem Fall nicht. Zusätzlich wurden weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld gezahlt. Insgesamt sehe ich beim Thema Vergütung daher deutlichen Verbesserungsbedarf. Benefits - Jobrad.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sehr bemüht.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war für mich einer der größten Kritikpunkte. In meinem direkten Team habe ich erlebt, dass sich innerhalb der kleinen Gruppe unterschiedliche Lager gebildet haben und einzelne Mitarbeiter teilweise negativ dargestellt wurden. Ein wirklicher Zusammenhalt war dadurch aus meiner Sicht kaum vorhanden.
Wichtig ist mir dabei zu betonen, dass sich diese Erfahrung ausschließlich auf mein damaliges Team mit vier Personen bezieht. Über den Zusammenhalt in anderen Teams oder Bereichen des Unternehmens kann und möchte ich keine Aussage treffen.
Umgang mit älteren Kollegen
Zum Umgang mit älteren Kollegen im Sinne des Lebensalters kann ich nur eingeschränkt etwas sagen. Kritisch erlebt habe ich jedoch den Umgang mit langjährig beschäftigten Mitarbeitern. Im Zuge von Umstrukturierungen wurden nach meiner Wahrnehmung auch Kollegen mit teilweise sehr langer Betriebszugehörigkeit betriebsbedingt gekündigt.
Gerade bei Mitarbeitern, die über viele Jahre zum Unternehmen gehört und entsprechend viel Erfahrung eingebracht hatten, hat dies bei mir einen negativen Eindruck hinterlassen. Ich hätte mir hier einen wertschätzenderen Umgang mit langjährigen Beschäftigten gewünscht.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten habe ich sehr zwiespältig erlebt. Auf der einen Seite habe ich gerade bei privaten Belangen, die sich nicht immer problemlos mit der Arbeitszeit vereinbaren ließen, viel Verständnis und Unterstützung erfahren. Hier wurden mehrfach pragmatische Lösungen gefunden, was ich ausdrücklich positiv hervorheben möchte.
Auf der anderen Seite hatte ich jedoch zunehmend das Gefühl, fachlich aus bestimmten Themen und Abstimmungen ausgeschlossen zu werden. Es kam vor, dass die anderen drei Teammitglieder in Themen eingebunden waren, während ich außen vor blieb. Besonders irritierend war für mich, dass teilweise selbst Kollegen in Teilzeit stärker über bestimmte Arbeitsthemen informiert und involviert waren als ich als Vollzeitkraft.
Für mich war dabei nicht nachvollziehbar, dass dies an fehlender fachlicher Kompetenz gelegen haben könnte, da ich meinen Wissensstand in vielen relevanten Bereichen mindestens auf vergleichbarem Niveau gesehen habe. Die wiederholte Erfahrung, bei bestimmten Themen nicht einbezogen zu werden, empfand ich auf Dauer als belastend und demotivierend.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt gut. Das notwendige Equipment war vorhanden, es standen ausreichend Büroräume zur Verfügung und die Arbeitsplätze sowie die Räumlichkeiten waren stets sauber und gepflegt.
Kommunikation
Die Kommunikation an sich verlief in der Regel problemlos und Gespräche waren grundsätzlich möglich. Allerdings hatte ich häufig den Eindruck, dass angesprochene Themen, Hinweise oder Verbesserungsvorschläge nur selten zu konkreten Veränderungen geführt haben. Dadurch entstand mit der Zeit das Gefühl, dass vieles zwar angehört wurde, letztlich aber ohne wirkliche Konsequenz blieb.
Gleichberechtigung
In meinem direkten Team habe ich Gleichberechtigung nicht durchgehend erlebt. Aus meiner persönlichen Wahrnehmung wurden einzelne Kollegen in bestimmten Situationen deutlich bevorzugt, während andere weniger berücksichtigt wurden. Das hat bei mir den Eindruck einer ungleichen Behandlung hinterlassen.
Diese Einschätzung bezieht sich ausdrücklich nur auf mein damaliges Team. Über die Gleichberechtigung in anderen Teams oder im gesamten Unternehmen kann ich keine Aussage treffen.
Interessante Aufgaben
Interessante oder abwechslungsreiche Aufgaben gab es aus meiner Sicht kaum. Die Tätigkeit war überwiegend sehr monoton und von wiederkehrenden Abläufen geprägt. Viele Aufgaben bestanden darin, immer wieder die gleichen Prozesse abzuarbeiten, sodass auf Dauer nur wenig Abwechslung oder neue fachliche Herausforderung vorhanden war.