Potenzial vorhanden – Umsetzung mangelhaft
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Zusammenarbeit mit den Kollegen und Kolleginnen, sowie die abwechslungsreichen Aufgabenbereiche tragen maßgeblich zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre bei. Über die Jahre wurden zudem bereits einige sinnvolle Verbesserungen umgesetzt, darunter die minutengenaue Zeiterfassung, die Reduzierung der verpflichtenden Pausenzeit von einer Stunde auf 30 Minuten sowie die Einführung eines Obstkorbs.
Diese Entwicklungen zeigen, dass Veränderungen möglich sind und positive Impulse gesetzt werden können. Dennoch gibt es weiterhin Potenzial, um den Arbeitsalltag moderner, effizienter und mitarbeiterfreundlicher zu gestalten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Was mich wirklich fassungslos macht: Mehrmals im Jahr werden von Mitarbeitern liebevoll ausgesuchte, selbst bezahlte und gepflegte Pflanzen einfach entsorgt – ohne jede Vorwarnung. Nach Feierabend werden sie klein geschnitten und im Restmüll beseitigt, als wären sie wertlos. Für mich fühlt sich das respektlos, entmutigend und völlig unverständlich an. Die Geschäftsführung scheint dies nach mehrfachen Beschwerden allerdings nicht zu interessieren!
Verbesserungsvorschläge
Für den langfristigen Erfolg des Unternehmens ist nicht nur das Unternehmen selbst entscheidend, sondern vor allem die Menschen, die täglich dazu beitragen. Eine moderne, motivierende Arbeitskultur sollte deshalb die Bedürfnisse der Mitarbeitenden stärker in den Mittelpunkt stellen. Dazu gehören unter anderem:
• Faire und transparente Vergütung
• Einfachere und effizientere Arbeitsprozesse und klare Zuständigkeiten
• Kostenloses Wasser
• Attraktive Zusatzleistungen z. B. Zuschüsse für Fitnessstudio, Gesundheitsangebote, ÖPNV.
• Akzeptanz und Förderung von Homeoffice – Vertrauen in die Mitarbeiter
• Ergonomische und einheitliche Ausstattung
• Moderne Arbeitszeitmodelle
• Klare Entwicklungsperspektiven und regelmäßige Feedbackgespräche
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt von starken Unterschieden: Während einige Teams ein konstruktives Miteinander pflegen, herrschen andernorts Unsicherheiten durch unklare Kommunikation und mangelnde Führungskultur. Entscheidungswege, Verantwortlichkeiten und Erwartungen sind oft wenig transparent, was zu Frustration und Uneinigkeit führt.
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Eine negative Bewertung und schon folgen prompt reihenweise belanglose „Alles super!“-Rezensionen. Diese spontane Begeisterung kommt wirklich immer genau im richtigen Moment.
Work-Life-Balance
Trotz beworbener Gleitzeit ist die Flexibilität eingeschränkt, da Anwesenheit von 8:30 bis 16:00 Uhr Pflicht ist. Auch das Thema Homeoffice wird kritisch betrachtet. Während viele Unternehmen diesen Bereich kontinuierlich ausbauen, wird er hier zunehmend eingeschränkt und regelmäßig infrage gestellt. Gesundheitsfördernde Angebote fehlen vollständig, und der Wunsch nach einer 35 Stunden Woche wird seitens der Geschäftsführung kaum ernst genommen. Die 28 Urlaubstage sind nicht zeitgemäß (24.12. und 31.12. werden als volle Urlaubstage angerechnet). In manchen Abteilungen führt die Arbeitslast zudem zu erheblichen Überstunden. Positiv hervorzuheben ist jedoch die minutengenaue Arbeitszeiterfassung und private Termine können unkompliziert über „privat abwesend“ gestempelt werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
PV-Anlage und immer mehr E-Autos als Firmenfahrzeug. Mülltrennung existiert nicht.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt ist sehr unterschiedlich ausgeprägt: Einige Abteilungen arbeiten eng und unterstützend zusammen, während in anderen der Teamgeist schwächer wirkt. Manche Mitarbeiter sind stark in alten Arbeitsweisen verhaftet und wenig offen für Veränderungen. Gleichzeitig gibt es aber viele hilfsbereite Mitarbeiter, die abteilungsübergreifend unterstützen und mit ihrem Wissen gerne weiterhelfen.
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten wirkt insgesamt widersprüchlich. Auf der einen Seite fehlt es häufig an klarer Kommunikation und es werden teils unrealistische Erwartungen gestellt. Auf der anderen Seite zeigen sich manche Führungskräfte ausschließlich positiv und offen. Zwischenmenschliche Konflikte im Team werden oft ignoriert, und auch bei schwerwiegendem Fehlverhalten wird nur selten konsequent gehandelt.
Arbeitsbedingungen
Einige Mitarbeiter erhalten ergonomische Möbel wie höhenverstellbare Tische oder passende Bürostühle, während andere mit deutlich weniger geeigneter Ausstattung auskommen müssen. Viele Büros sind überbelegt, was konzentriertes Arbeiten erschwert. Hinzu kommt, dass teilweise mit veralteter Software gearbeitet wird, die regelmäßig ausfällt oder nicht zuverlässig funktioniert. Dadurch entstehen unnötige Verzögerungen und zusätzlicher Frust im Arbeitsalltag. Auch die räumlichen Bedingungen sind problematisch: Im Altbau herrscht im Sommer oft extreme Hitze, während es im Winter spürbar zu kalt ist. Immerhin gibt es teilweise Klimaanlagen.
Teambuilding Maßnahmen und Firmenveranstaltungen finden außerhalb der regulären Arbeitszeit statt – häufig am Wochenende oder erst nach Feierabend. Zwar gelten diese Termine offiziell als freiwillig, doch in der Praxis entsteht oft der Eindruck, dass eine Teilnahme erwartet wird. Dadurch fühlen sich viele Mitarbeitende faktisch verpflichtet, ihre Freizeit dafür zu opfern.
Kommunikation
Kommunikation gleich Null. Es werden Entscheidungen der Geschäftsführung getroffen, die nie kommuniziert werden und nur über Umwege an uns Mitarbeiter gelangen.
Gehalt/Benefits
Sowohl Gehaltsgespräche als auch die Auszahlung des Weihnachtsgeldes erfolgen ohne einheitliche Kriterien, was zu einer als ungerecht empfundenen Verteilung führt. Gleichzeitig gibt es Beschäftigte, die überdurchschnittlich verdienen und deren Vergütung kaum noch im Verhältnis zur Realität steht. Andere hingegen müssen sich für ihre Krankheitstage rechtfertigen oder regelrecht um eine angemessene Anpassung ihres Gehalts bemühen.
Weitere finanzielle Zusatzleistungen sind begrenzt. Neben der optionalen betrieblichen Altersvorsorge bestehen lediglich geringe steuerliche Vorteile sowie inzwischen die Möglichkeit zum Bikeleasing. 1x wöchentlicher Obstkorb, der für die Anzahl an Mitarbeitern nicht ausreicht.
Gleichberechtigung
Na ja, nur eine weibliche Abteilungsleitung und keine weibliche Person in der Geschäftsführung.
Interessante Aufgaben
Offene Stellen werden häufig intern verteilt, obwohl die betroffenen Mitarbeiter weder die zeitlichen Kapazitäten noch die notwendigen Voraussetzungen für zusätzliche Aufgaben mitbringen. Das führt nicht nur zu Verzögerungen und Unsicherheiten, sondern erhöht auch den Druck auf alle Beteiligten. Sinnvoller wäre es, qualifizierte Fachkräfte einzustellen, die diese Tätigkeiten gelernt haben und direkt kompetent übernehmen können, anstatt vorhandene Mitarbeiter doppelt zu belasten.