Der Spirit ist leider weg. Die tollen Kolleg:innen auch.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Work-Life-Balance und die Kolleg:innen im Team.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider alles andere was nicht als gut angegeben ist.
Verbesserungsvorschläge
Das soll nicht plakativ wirken aber mir fällt nichts anderes ein als:
Alles
leider
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre im Team im Tagesgeschäft ist echt super. Das hört man eigentlich aus jedem Team. Sobald es aber in Richtung Teamleitung, bzw. Vorgesetze und Account Management geht, hört das leider auf. Alter-Weißer-Mann-Mentalitäten in jungen Teams kombiniert mit exakten Vorstellungen wie Aufgaben zu erledigen sind (obwohl es mindestens 100 Lösungswege geben könnte) sind leider keine Seltenheit. Fairness und Vertrauen gibt es nicht. Dafür bekommt man zu hören, was man gerne hören möchte. Umgesetzt wird dann das Gegenteil, egal wie hoch die rote Flagge hängt.
Kommunikation
Leider gibt es zu viele Das-hätte-eine-Mail-sein-können/müssen-Meetings. Wichtige Information gibt es frühstens bevor man ins kalte Wasser geworfen wird. Es gibt zu wenig Input vom Account über das was läuft, oder demnächst laufen wird/könnte.
Man muss nicht in jede Entscheidung involviert werden, aber frühzeitig seine Aufgaben abschließen oder pausieren zu können, bevor es Hals über Kopf ein neues Projekt gibt, wäre wirklich notwendig.
Kollegenzusammenhalt
Das ist m.M.n. eine der wenigen, heute noch vorhandenen Stärken der STF Gruppe. Auch hier gilt aber wieder: mit Ausnahme von Teamleitungen bzw. Account Management.
Innerhalb des Teams gibt es wirklich tollen Kollegialen Zusammenhalt. Man baut sich immer gegenseitig auf oder reitet die Welle in den seltenen Situationen, in denen es mal läuft.
Work-Life-Balance
Die andere Stärke der STF Gruppe. Leider gibt es hier und da Meetings, welche teilweise (weit) außerhalb der Kernarbeitszeit sind. Davon abgesehen wurde bei der Arbeitszeitbuchung immer vertraut. Arbeitsbeginn und -Ende sind selbst zu entscheiden. Urlaub wurde immer genehmigt. Überstunden konnten so gut wie immer selbst organisiert abgebummelt oder ausgezahlt werden. Lediglich die Büroanwesenheitspflicht von zwei Tagen die Woche stoßen sauer auf. Corona hat doch gezeigt, dass es auch ohne geht. Es gibt diese und jene Kolleg:innen und manche leisten zuhause einfach deutlich mehr. Oder können zuhause mehr leisten. Eine Reduzierung oder Erhöhung der Wochenstunden in neuen Lebenssituationen wäre jederzeit möglich gewesen und ist auch bei Kolleg:innen so umgesetzt worden.
Vorgesetztenverhalten
Leider werden absolut unrealistische Zeiten für Ziele gesetzt. Wer einmal schärfstes Micromanagement erfahren möchte, sollte es bei der STF probieren. Nachvollziehbare Entscheidungen suchte ich leider vergebens. Konfliktsituationen werden mit Zuckerrohr und Peitsche (im übertragenden Sinne) ausgelebt. Die Peitsche ist leider das bevorzugte Mittel
Interessante Aufgaben
Gibt es leider gar nicht mehr. Es werden überwiegend Akademiker:innen für Fließbandarbeiten eingestellt. Ansonsten wird die Arbeit nach Skills verteilt und nicht nach Men/Women-Power. Da kann man leider den kürzeren ziehen und deutlich mehr Arbeit bekommen.
Gleichberechtigung
Kann ich nicht direkt beurteilen, da ich diese Situationen so nicht erlebt habe. Mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass die STF da schon versucht modern zu sein.
Umgang mit älteren Kollegen
So und so. Hatte ich zwar wenig, aber es gab Fälle von Treue und Schwärmen gegenüber der Fähigkeiten und Leistungsbereitschaft der Älteren, aber auch das runterzählen der Tage zur Rente hinterm Rücken der betroffenen Personen.
Arbeitsbedingungen
Eins vorne weg: es gibt moderne und schöne Büros. Diese sind leider eine absolute Seltenheit. Der Großteil der Büros erinnert eher an Raufaser-Zahnarztwartezimmer. Die Arbeitsgeräte waren durchschnittlich bis schlecht/langsam. Es kann sein, dass man beim Kundenprojekt ein 8 Jahre altes Notebook als Arbeitsmittel bekommt und damit große Datensätze bearbeiten. KI ist Woodoo und wird gemieden. Man könnte ja aus versehen angenehm arbeiten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mehr Schein als Sein. In jedem Townhall wird Energiewende gepredigt. Bekommt man dann einen Firmenwagen, verbrennt dieser Benzin. Aber ein E-Auto könnte ich im Büro sowie nicht aufladen.
Es wird dann eher gemeckert, dass man in einem E-Auto ja nicht von A nach B kommt. Auch wenn die Wege von Büro zu Büro bzw. von Stadt zu Stadt mit einem Mittelklasse E-Auto locker erreichbar wären.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt kommt pünktlich. Das ist der einzig gute Punkt. Die Mitarbeitenden werden mit nicht Branchen gerechten Anlehnungen an Tarifverträgen sehr klein gehalten. Perspektive zu Gehaltserhöhungen? Waren einmal.
Image
Das sind meine persönlichen Erfahrungen. Aber Gutes von Kollegen zur Firma habe ich zuletzt 2022 gehört.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung werden in höchstem Maße vermieden. In mehrjähriger Unternehmenstreue gab es nicht eine Weiterbildung. Selbst aussuchen in welchem Bereich man weitergebildet wird kommt gar nicht gut an.