Außer Haus aber ohne Rückkehr.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den Obstkorb.
Arbeitsatmosphäre
Ich würde das ganze als spannend bezeichnen und 2025 war definitiv ein Lektion, da ich diese Firma und die Kollegen am Standort schon lange kenne oder zumindest zu kennen glaubte. Sobald du kein Geld mehr reinbringst, bist du nichts und Aussagen darüber, dass man sich doch etwas überlegen solle und ob es noch das richtige für einen sei, fallen schnell. Den Kollegen, die mehr Provision einfahren, sei es gegönnt aber damit möchte ich nur verdeutlichen, wie schnell Dinge sich ändern können, egal wie lange man schon Teil von etwas ist. Anstatt dass man wirklich zu Kenntnis nimmt, wie alle, oder zumindest die meisten wirklich Fleiß hineinstecken, wird nur auf KPIs gestarrt und wenn die nicht passen, steigert sich das bereits existierende Micromanagement umso mehr. Flexible Arbeitszeiten, wie sie einem (und den Neuen) versprochen werden, gibt es nicht. Außer, du verstehst dich privat gut mit den Führungskräften. Die Kollegen, die noch da sind, halten ihren Kopf so gut es geht über Wasser aber lange wird das auch nicht mehr gut gehen. Dennoch wünsche ich den übrigens alles gute.
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Unter den Kunden ist auch schon bekannt, dass wir nicht den besten Umgang haben. Oder sie verweigern die Zusammenarbeit weil andere Kollegen einen Mitarbeiter kurz nachdem er zu einer Firma vermittelt wurde, wieder weg vermittelt wurde . Aber natürlich erst, nachdem die Rückzahlungsfrist abgelaufen ist.
Work-Life-Balance
Wenn es nicht läuft, soll man einfach mehr arbeiten. Alles natürlich ohne Zeiterfassung, auch wenn die in Deutschland schon längst Pflicht ist. Für die Work-Life-Balance ist also jeder selbst verantwortlich - kein Wunder, dass ab der Mindestuhrzeit sich das Büro schlagartig leert - und da sind die Führungskräfte auch ganz vorne mit dabei.
Karriere/Weiterbildung
Man kann durch Beförderungen ein besseres Fixum und gute Provision bekommen. Aktuell ist das aber mehr als unrealistisch, selbst für wirklich erfahrenen Kollegen. Jeder Monat ist ein Kampf aber es wird einem ja immer so schön gepredigt, wie gut das möglich ist - die Führungskräfte haben ja früher auch "hart gebillt".
Gehalt/Benefits
45k sind enorm wenig, vor allem wenn man bedenkt, dass man in oder nah bei Stuttgart wohnt und die Mietpreise sich nicht auf einen einstellen. Die Führungskräfte die früher zwar mit weniger angefangen haben und sich damit gerne brüsten, vergessen, dass man damals auch andere Lebenshaltungskosten hatte. Wenn man überlegt, dass so ein großes Unternehmen nicht mal das D-Ticket mitfinanziert aber einzelne Personen Autos und Tiefgaragenstellplätze auf Kosten der Firma bekommen - was soll man dazu noch sagen...
Kollegenzusammenhalt
Viel Flurfunk und manchmal wirkt es so, als würden manche nur mit einem reden wollen, um neue Infos zu bekommen und diese so schnell wie möglich und aufgeplustert weiterzugeben. Und vielleicht noch ein nettes Add-on: wenn Kollegen untereinander Wetten abschließen, wer als nächstes geht, dann weiß man ja schon, in welchem Haifischbecken man schwimmt. Ein paar ehrliche Seelen gibt es aber die halten sich entsprechend zurück.
Umgang mit älteren Kollegen
Wirklich ältere Kollegen gibt es kaum aber die werden immer respektvoll behandelt.
Vorgesetztenverhalten
Ich erinnere mich noch, wie uns letztes Jahr immer wieder gesagt wurde, wir sollen uns an Fokuszeiten und Vorgaben halten. Schön, dass sie dem selbst nicht nachkommen und u.a. sehr sehr gerne am Handy sind und das in sogenannten "Business Calls". Verbesserungsvorschläge oder leicht widersetzendes Verhalten werden gar nicht gerne gesehen.Für seinen Seelenfrieden sagt man also am Besten zu allem "Ja" und "Amen"
Arbeitsbedingungen
Überdimensioniertes neues Büro aber wirklich mitgedacht hat man bei der Ausstattung auch nicht immer. Ja es gibt ein Fitnessraum aber selbst bei dem fragt man sich manchmal, wer den entworfen und mit Geräten versehen hat. Das Geld hätte man sich lieber sparen und in mehr Mikrowellen investieren könne. Ein Apparat für alle... Aber gut auszusehen scheint nun mal mehr Wert zu sein.
Kommunikation
Abgänge werden kommuniziert aber wenn es vermieden werden kann, geschieht nicht mal das.
Gleichberechtigung
Ist gegeben. Mit oder ohne Bildungshintergrund, jeder kann einsteigen. Es fällt aber auf, dass Frauen diesen Beruf weniger ausüben und dann fallen auch mal gerne Sprüche wie "ja, da muss mal wieder eine Frau her"...
Kulturell versucht man auch offen zu sein aber nur oberflächlich. Auf Fotos sieht es auf jeden Fall schön aus.
Interessante Aufgaben
Die technologische Spezialisierung ist spannend aber der Job selbst ist ein Hamsterrad und wenn sie Neuen etwas anderes erzählen, tut mir das leid. Individualität und eigene Gestaltung gibt es nicht.