Wertschätzung endet offenbar dort, wo schwierige Entscheidungen beginnen!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv in Erinnerung bleiben mir der frühere Teamzusammenhalt, die familiäre Atmosphäre und die gemeinsamen Teamevents. Das Miteinander war lange eine große Stärke des Unternehmens. Leider ist dieses Gefühl in den vergangenen Monaten spürbar verloren gegangen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ aufgefallen sind vor allem die fehlende Transparenz und die mangelhafte Kommunikation der Führungsebene. Insbesondere die wiederholten Kündigungswellen wurden schlecht begleitet: Mitarbeitende wurden im Unklaren gelassen, ob sie betroffen sind, was zu erheblicher Verunsicherung und einer belastenden Arbeitsatmosphäre geführt hat. Teilweise wurden Zugänge gesperrt, bevor die Betroffenen offiziell informiert waren.
Der Eindruck, unangenehme Entscheidungen lieber durch die Zustellung per Post zu kommunizieren, anstatt das persönliche Gespräch zu suchen, hinterlässt den Eindruck mangelnder Verantwortung und Wertschätzung im Umgang mit Mitarbeitenden.
Der Umgang mit diesen Situationen hat viel Vertrauen zerstört, das Miteinander spürbar verschlechtert und dem Unternehmensimage nachhaltig geschadet. Besonders enttäuschend ist, dass aus den Kommunikationsfehlern der ersten Kündigungswelle offenbar keine Konsequenzen gezogen wurden und sich dieselben Probleme bei der zweiten Kündigungswelle erneut wiederholt haben.
Verbesserungsvorschläge
Vor allem die Kommunikation in schwierigen Situationen sollte dringend verbessert werden. Bereits nach der ersten Kündigungswelle wurde nur unzureichend informiert. Bei der zweiten Kündigungswelle wiederholte sich dieses Muster: Nach einer allgemeinen Ansprache wussten viele Mitarbeitende nicht, ob sie selbst betroffen waren oder nicht. Diese Unsicherheit hätte durch eine transparente und zeitnahe Kommunikation vermieden werden können. Es hinterlässt keinen wertschätzenden Eindruck, wenn Menschen nach jahrelanger Arbeit, erst ausgesperrt werden und anschließend per Post von ihrer Kündigung erfahren. Schwierige Entscheidungen gehören zum Arbeitsalltag. Führung zeigt sich jedoch darin, Verantwortung zu übernehmen und diese offen, respektvoll und direkt zu kommunizieren.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat in den letzten Monaten deutlich unter der anhaltenden Unsicherheit gelitten. Durch die wiederholten Kündigungswellen und die fehlende klare Kommunikation entstand bei vielen Mitarbeitenden das Gefühl, nicht zu wissen, wie es weitergeht und ob sie selbst betroffen sind. Diese Ungewissheit führte zu Anspannung, Verunsicherung und einem spürbaren Verlust an Vertrauen innerhalb der Belegschaft.
Kommunikation
Die Kommunikation war insbesondere in Bezug auf die Kündigungswellen aus meiner Sicht unzureichend. Bereits nach der ersten Kündigungsrunde wurden Mitarbeitende nicht ausreichend informiert. Bei der zweiten Kündigungswelle wiederholte sich dies: Nach einer allgemeinen Ansprache wussten viele nicht, ob sie selbst betroffen waren oder nicht. Dadurch entstand unnötige Unsicherheit und Verunsicherung in der gesamten Belegschaft. Zudem halte ich es für problematisch, wenn Mitarbeitende zunächst von ihren Zugängen ausgeschlossen werden und erst anschließend oder sogar erst durch die Post von ihrer Kündigung erfahren. Gerade in solchen Situationen sind Transparenz, zeitnahe Informationen und ein direkter, Respektvoller Umgang besonders wichtig.
Kollegenzusammenhalt
Gerade in den herausfordernden letzten Monaten haben sich viele gegenseitig unterstützt, aufgefangen und füreinander eingesetzt. Dieser Teamgeist hat die schwierige Situation deutlich erträglicher gemacht und ist tatsächlich das Einzige, was ich wirklich vermissen werde.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war aus meiner Sicht von mangelnder Transparenz geprägt. Wichtige Entscheidungen wurden nur unzureichend kommuniziert, was zu Unsicherheit und Vertrauensverlust geführt hat.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Durch die angespannte Gesamtsituation und die wiederkehrende Unsicherheit rückten Umwelt- und Sozialbewusstsein zunehmend in den Hintergrund. Der Fokus lag verständlicherweise auf den internen Herausforderungen.
Image
Das Unternehmensimage hat durch die angespannte Situation und die wiederholten Kündigungswellen deutlich gelitten. Bereits die erste Kündigungswelle hat dem Ansehen geschadet, die zweite hat den Vertrauensverlust weiter verstärkt.