team SE Logo

team 
SE
Bewertung

Es war einmal ein Unternehmen...und wenn es nicht gestorben ist, dann "lebt" es noch heute...

1,6
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2026 bei team SE gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hat in den letzten Jahren durch eine starke Fluktuation massiv gelitten. Durch ständige und anhaltende Umstrukturierungen, ist kaum noch ein Teamzusammenhalt möglich. Vorgesetzte halten ihr Wort oft nicht, dazu später mehr. Es wird so gut wie jede Aufgabe zu einem Politikum, behaftet mit einem Hochmaß an psychologischer Taktiererei. "Wir sind Team in allem was wir tun" war mal eine gelebte DNA. Jetzt ist es nur noch eine Worthülse geworden, da man eine Führung erlebt, die stark auf "Buschfunk" und "Nasenfaktor" durch persönliche Empfindungen setzt.

Kommunikation

In Bezug auf Kommunikation unter den Abteilungen war team noch nie gut. Sie reden viel von Kommunikation, doch nicht einmal eine Abteilung die den Namen trägt kann professionell kommunizieren. So ist der Alltag davon geprägt, andere Mitarbeiter:innen und Abteilungen zu schneiden und Verantwortungen so lange im Hause durchzureichen und nicht zu erfüllen, bis sich die Aufgaben letztlich verlieren. Es geht in erster Linie erst einmal darum, zu analysieren, wer überhaupt zuständig ist und ob diese Person in ihrer Position überhaupt eine Aufgabe auslösen darf. Kollegiales und Abteilungsübergreifendes Miteinander ist so gut wie nicht vorhanden.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist mittlerweile ebenfalls geprägt von Misstrauen und Missgunst. Es geht darum, wer möglichst viel Verbindung zu einflussreichen Vorgesetzten hat und somit möglichst frühzeitig die besten Informationen hat. Ein Großteil der Kollegen:innen hat innerlich gekündigt, was an der Gesamtentwicklung des Konzerns nur allzu deutlich wird. Die "Boston Consulting Group" ist nicht umsonst seit langer Zeit konzernweit aktiv. Es wird den Mitarbeitenden kommuniziert, dass es nur der Neuausrichtung und Prozessoptimierung des Konzernes gilt, doch in anderen Unternehmen kommt "BCG" oft erst dann, wenn es tatsächlich ernst wird um eine Company. Hierzu kann sich ja jeder gerne seine eigene Meinung bilden...

Work-Life-Balance

Es ist grundsätzlich alles gut unter einen Hut zu bekommen. Allerdings setzten sich Führungskräfte anfänglich dafür ein, dass es kein mobiles Arbeiten gibt, was kläglich beim Betriebsrat gescheitert ist. Es macht den Anschein, als wenn jede/r Bereichsleitung seine persönliche Ansicht zu diesem Thema durchsetzen möchte. Das schafft ein Ungleichgewicht innerhalb der Abteilungen, weil subtil Druck auf die Arbeitnehmer ausgeübt wird, die mobiles Arbeiten wählen. Anfänglich stellten diese sich vom Signal durch ihre Entscheidung für ein mobiles Arbeiten gegen die Führung — mittlerweile hat es sich innerhalb der team SE ein wenig gelegt, da die Vielzahl der Mitarbeitenden das mobile Arbeiten für sich in Anspruch nimmt.

Vorgesetztenverhalten

Personen in Führungspersonen mit viel Expertise und Erfahrung werden vom Unternehmen im Recruiting - Prozess als wertvoll und wichtig gesehen und dann mit großen Versprechungen ins Unternehmen geholt. Die jahrelange Erfahrung durch die Betriebszugehörigkeit zeigt allerdings, dass auch nach vielen Jahren eine Vielzahl von Zusagen nicht erfüllt werden. "Man kann sich einfach nicht mehr daran erinnern und hat es seinerzeit anders gesagt oder gemeint...". Mitarbeitergespräche sind vertraglich fixiert, werden aber gut und gerne mal ausgesetzt. Es reichen also keine 12 Monate des laufenden Jahres, um ein vertraglich verpflichtendes und im Grundsatz beiderseits wichtiges Mitarbeitergespräch abzuhalten. Stattdessen wird es auf mehrfache Nachfrage beispielsweise im März des Folgejahres "erledigt", mit 1 Std. angesetzt und Führungskräfte mit Sitz und Büro n Flensburg, wählen eher den Weg der Teilnahme per Videocall. Überlege gerne kurz selbst, ob das ein Signal der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden ist...Ich persönlich empfinde es als schwach und unangebracht. Eine gesunde Reflexion und Selbstkritik wäre den verbleibenden Führungskräften sehr ans Herz zu legen.

Interessante Aufgaben

Es gibt interessante Aufgaben. Allerdings gerät man mit erfolgreichen Umsetzungen eher in den neidvollen Fokus von Führungskräften, die in der aktuellen angespannten Situation des Unternehmens, krampfhaft um ihre eigene Sichtbarkeit im Konzern kämpfen. Hier gilt es eher, den wachsamen Blick auf der persönlichen Karriereleiter im Blick zu haben, als den Erfolg und die Entwicklung in einem Team zu feiern.

Gleichberechtigung

Mittlerweile gibt es eher ein Ungleichgewicht für das als persönlich männlich definierte Geschlecht, da bei Neubesetzungen, sowie bei Umstrukturierungen massiv darauf geachtet wird, dass die Frauenquote als Zeichen eines modernen und gesellschaftlich modern ausgerichtetes Unternehmen im Rahmen der Außenwirkung eingehalten wird. Bis zum aktuellen Tag hat sich die Frauenquote allerdings noch nicht in der Ebene der Vorstände durchgesetzt...

Umgang mit älteren Kollegen

Eine große Anzahl dem Unternehmen verbundener älterer Mitarbeitender mit einem Hochmaß an Expertise und Erfahrung innerhalb des Unternehmens, sowie in den Tätigkeitsfeldern des Konzerns, verlassen das Unternehmen. Hier wurde bereits von Seiten des Beraters - der Boston Consulting Group - im Vorfeld ein fester Faktor für mögliche Aufhebungsverträge in Abstimmung mit dem Konzernbetriebsrat und den Vorständen ermittelt und festgehalten. Häufig werden Positionen die bis zuletzt von mehrjährig etablierten Mitarbeitenden ausgeführt, entwickelt und gesteuert wurden, durch sehr junge Mitarbeitende weiter verfolgt. Eine Entwicklung, die einem Großteil der Mitarbeitenden in Zukunftssorge treibt, da sie daran zweifeln, ob es sich langfristig positiv auf die Entwicklung des Unternehmens und deren Prozesse auswirkt, wenn jahrelange Erfahrungen und Expertisen wegfallen.

Arbeitsbedingungen

Ein Neubau allein reicht nicht aus. Großraumbüros mit teilweise starkem Durchlauf und zusätzlicher Belastung durch extreme Lautstärke und Unruhe, sind täglicher Bestandteil der Umfragen und Aufgaben des Betriebsrats. Die psychische Belastung nimmt dadurch massiv zu da die Konzentration leidet. Hierüber gibt es bereits diverse Meldungen bei Betriebsräten und dem medizinischen Dienst "MediTÜV". Bisher sind nur marginale Anpassungen umgesetzt worden, da die Räumlichkeiten keine allzu große Möglichkeit für Verbesserungen zulassen. Auch die gläsernden Büros der Führungskräfte sind ein nicht durchdachter Teil des Innenraumkonzeptes. Es liegt psychologisch nur allzu sehr auf der Hand, dass intensive Gespräche zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden die von allen anderen Kolleg:innen der Abteilung jederzeit sichtbar wahrgenommen werden, Raum für massive Spekulationen innerhalb der Teams bieten. Eine gängige Optimierung von Seiten der Führungskräfte ist es daher, solch gelagerte Gespräche in den späteren Nachmittag zu verschieben, damit ein Großteil der Mitarbeitenden sich nicht mehr im Gebäude befindet. Es wurde und wird also ganz genau so wahrgenommen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ist Ökostrom von team ein Produkt, welches auch als Ökostrom genau so aus der Steckdose kommt? Nein, natürlich nicht. Wird es als solches vermarktet wenngleich die gesetzliche Regularien dahingehend allzu bekannt sind und es jederzeit ein Mischprodukt bleibt? Ist HVO100 die Lösung oder sind die Produkteigenschaften hinreichend bekannt und aufgeklärt? Wie lautet nochmal die CO2 - Bilanz des Unternehmens? Wie sieht es um den Fuhrpark aus? Eine Nachhaltigkeitskampagne mit dem Namen GREETEAM wurde seit Jahren auf Eis gelegt und nicht weiter bedient. Generell muss gesagt werden, dass eine Company - bestehend aus Tankstellen, Schmierstoff- und Heizölvertrieb - keine besonders authentische und glaubwürdige Umweltkampagne geben kann. Dieser Tatsache ist man sich in Teilen bewusst. Aus diesem Grund engagiert man sich nun eher für soziale Projekte wie zB. "Kicken mit Herz", dem Kinderhospiz usw., was im Kontext der vorangegangenen Ausführungen ganz klar als ein positiver Ansatz weiterverfolgt werden sollte.

Gehalt/Benefits

Gehaltsanpassungen werden durch die Führungskräfte als mindestens drei Jahre als eingefroren kommuniziert, wenngleich der Vorstand kommuniziert, dass sie möglich sind...So gibt es tatsächlich Mitarbeitende die teilweise nur knapp über dem Mindestlohn in ihrer Position arbeiten.

Image

Die Gesamtmarke team ist durch ihre Berührungspunkte im täglichen Leben durch ihre Tankstellen und Baumärkte durchaus als positiv zu bewerten. Allerdings ist es bezogen auf die Verwaltung innerhalb der team SE deutlich wahrzunehmen, dass der Ruf mittlerweile vorauseilt und die aktuell anhaltende Umstrukturierung ihren Tribut einfordert, was neue Fachkräfte und Talente angeht. Auch die Bewertungen und Erfahrungsberichte auf dieser Plattform zeigen mittlerweile eine komplett andere Richtung und eine durchaus Besorgnis erregende Entwicklung. Auf so gut wie jede kritische Bewertung, folgt urplötzlich eine maximal positive Bewertung. Interessant. Will man auf diesem Weg den Score künstlich hochhalten? Die Zertifikate als Top Job ausgezeichnete Unternehmung werden doch eh käuflich erworben....

Karriere/Weiterbildung

Lediglich interne Weiterbildungen werden durchgeführt, wie zB Workshops für Führungskräfte oder Azubitage. Welchen Effekt haben diese Maßnahmen? Gelten sie eher dem Aufrechterhalten der aktuellen DNA und dem internen Etablieren und Sensibilisieren der Mitarbeitenden durch ihre Führungskräfte? Sind sie eine Initiative der internen Kommunikation um sich subtil unterbewusst zu erklären und so für ein einheitliches Verständnis der Umstände und Situationen zu sorgen? Ansonsten wäre es daran, festzustellen, welchen nachhaltigen Wert diese Maßnahmen haben, da dem auch nicht unerhebliche Kosten gegenüberstehen.

1Hilfreichfindet das hilfreich9Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.