Bei Tebit kann man viel lernen – über Technik, über Geduld und insbesondere über Frustrationstoleranz.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Produkte und technischen Aufgaben können interessant sein. Außerdem gibt es viele gute und engagierte Kollegen. Gerade deshalb ist es schade, wenn Motivation durch Führungsentscheidungen verloren geht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlende Wertschätzung langjähriger Erfahrung, teilweise mangelhafte Kommunikation und Entscheidungen, bei denen Mitarbeiter eher vor vollendete Tatsachen gestellt als einbezogen werden.
Besonders bemerkenswert ist die Fähigkeit, Veränderungen grundsätzlich als Fortschritt darzustellen – unabhängig davon, wie sie beim betroffenen Mitarbeiter ankommen.
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeiter nicht nur verwalten, sondern mit ihnen sprechen.
Langjährige Erfahrung und Loyalität tatsächlich honorieren und nicht nur dann hervorheben, wenn sie gerade gebraucht werden.
Entscheidungen transparent erklären und Zusagen beziehungsweise Aussagen verlässlich behandeln.
Vielleicht könnte man außerdem einmal ausprobieren, ob Wertschätzung tatsächlich zur Mitarbeiterbindung beiträgt. Wäre zumindest ein interessantes Pilotprojekt.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre hängt stark von den direkten Kollegen ab. Von Unternehmensseite entsteht dagegen eher der Eindruck, dass Motivation und Wertschätzung keine besonders hohe Priorität haben. Wer lange genug dabei ist, lernt vor allem, seine Erwartungen anzupassen.
Image
Außenwirkung und Wahrnehmung innerhalb des Unternehmens können durchaus zwei unterschiedliche Dinge sein. Hochglanz und Realität sind eben nicht immer identisch.
Work-Life-Balance
Grundsätzlich abhängig vom jeweiligen Bereich und der Position. Hier gibt es sicherlich schlechtere Arbeitgeber. Allerdings hilft eine vernünftige Work-Life-Balance wenig, wenn die Motivation während der Arbeitszeit kontinuierlich sinkt.
Karriere/Weiterbildung
Karriereplanung kann überraschend unkompliziert sein: Man übernimmt jahrelang Verantwortung, sammelt Erfahrung und stellt irgendwann fest, dass die weitere Entwicklung offenbar auch rückwärts funktionieren kann.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt mag auf den ersten Blick ordentlich erscheinen. Entscheidend ist aber auch, wie sich langjährige Leistung, Erfahrung und zusätzliche Verantwortung langfristig auswirken. Genau dort entsteht schnell Ernüchterung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen sicherlich vorhanden. Beim Sozialbewusstsein gegenüber den eigenen Mitarbeitern besteht aus meiner Sicht noch erhebliches Entwicklungspotenzial.
Kollegenzusammenhalt
Einer der besseren Punkte. Viele Kollegen halten zusammen und versuchen gemeinsam, das Beste aus der Situation zu machen. Das ist vermutlich auch notwendig.
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrung wird gerne genutzt. Ob sie auch entsprechend wertgeschätzt wird, ist eine andere Frage. Langjährige Betriebszugehörigkeit schützt jedenfalls nicht davor, dass Verantwortung, Aufgaben oder Perspektiven plötzlich ganz anders bewertet werden.
Vorgesetztenverhalten
Entscheidungen über Mitarbeiter hinweg statt gemeinsam mit ihnen. Langjährige Erfahrung und geleistete Verantwortung scheinen bei wichtigen Entscheidungen nur begrenzt eine Rolle zu spielen. Wertschätzung sieht anders aus.
Arbeitsbedingungen
Technisch grundsätzlich ordentlich. Gute Maschinen und interessante Produkte können allerdings eine schlechte Unternehmenskultur nur begrenzt ausgleichen.
Kommunikation
Kommunikation funktioniert nach einem interessanten Prinzip: Entscheidungen werden getroffen und anschließend darf der Mitarbeiter versuchen nachzuvollziehen, warum. Transparenz sieht für mich anders aus.
Gleichberechtigung
Hier habe ich persönlich keine gravierenden Unterschiede wahrgenommen.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit selbst kann durchaus interessant und anspruchsvoll sein. Gerade technisch gibt es spannende Aufgaben. Das Problem ist weniger die Tätigkeit als das Umfeld, in dem sie ausgeführt wird

