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tecis 
Finanzdienstleistungen 
AG
Bewertung

Zu spät erkannt, was abgeht - Leider

1,4
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei tecis in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Versuch Menschen in der Rentenvorsorge zu unterstützen und beim Investieren zu begleiten ist ehrenwert. Auch die Bereitschaft des Konzerns mit der Zeit zu gehen und Investmentbasiert und innovativ Konzepte zu entwickeln finde ich sehr gut. Die Dienstleistung im Vergleich zu Banken und Versicherern auf jeden Fall über dem Standard. Allerdings fehlt dem Berater für echte Finanzberatung die Freiheit der Entscheidung, da tecis selbst viel vorweg nimmt. Der Berater wird so entmündigt die Produkte selbst zu wählen und wird zum Verkäufer aus dem tecis Sortiment.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Prozesse der Kundengewinnung (Nur Netzwerk)
Kosten der Produkte für den Kunden
Vertriebspartner zahlen für Beratung an sich selbst Vertriebskosten
Vergütung der Vertriebspartner
Alle lukrativen Geschäftszweige "sollen" an andere Berater abgegeben werden, sodass ein messbarer Verdienst fast nur über Rentenversicherungen und BU Versicherungen entstehen
Unehrliche Kommunikation
Rechtsstellung der Vertriebspartner
Kunden gehören dem Konzern und dürfen bei Wechsel oder Kündigung nicht direkt mitgenommen werden (Auch nicht Familie, Ehepartner und engste Freunde)
Personen die dem Vermögen der Kunden und dem Ruf des Konzerns schaden, werden nicht entfernt und erfahren kaum echte Konsequenzen.

Verbesserungsvorschläge

Andere Vertriebe im Swiss Life Konzern haben seriösere Prozesse der Kundengewinnung und bieten kostenlose Altersvorsorge für Vertriebspartner und deren Familie an.
Ich denke, dass nicht am Umsatz beteiligte, angestellte Manager die Führungskräfte im Personalkontakt schulen und in den Prozessen überwachen sollten. Die Führungskräfte sollten standardmäßig in Personalführung und anderen sozialen Kompetenzen ausgebildet sein. Nicht jeder, der einen anderen zur Unterschrift auf einem Handelsvertretervertrag motivieren kann sollte langfristig Führungskraft sein. Wer sich als ungeeignet herausstellt, sollte aus der Führung entfernt werden und für etwas eingesetzt werden, dass seinen Talenten entspricht. Recruiting durch echte Angestellt mit Fixgehalt und Erfolgsboni könnten hilfreich sein.

Arbeitsatmosphäre

Je nach Teambereich unterschiedlich 0-3 Sterne. Meiner Erfahrung nach erhält man Hilfe nur gegen Geld. Wer nicht mitverdient, hilft meist nicht. Dazu gibt es allerdings auch einige Ausnahmen.

Kommunikation

Unehrlich, manipulativ, verblendet, kein bisschen Wertschätzung, außer du bringst ihnen mehr Geld als die anderen. Am Anfang hörst du nur "geiler Typ", "Maschine" und sowas weiter. Aber vom Tschaka Tschaka abgesehen, sind es oft nur unprofessionelle Sprüche und gelegentlich Sexualisierung von Kolleginnen.

Kollegenzusammenhalt

Je nach Team verschieden. Gelegentliche Tipps bekommt man von einigen. Echte Unterstützung aber bekommt man nur gegen Geld.

Work-Life-Balance

Life kannst du dann erstmal für ein paar Jahre vergessen. Du sollst dein gesamtes Netzwerk in allen Lebensbereichen und Hobbys zum Kunden oder Vertriebspartner gewinnen. Dabei wirst du Freunde und Familie abschrecken und teilweise langfristig gegen dich einnehmen. Besonders da durch den Druck zum Partnerwachstum oftmals völlig ungeeignete Kandidaten eingestellt werden.

Vorgesetztenverhalten

Gibt meiner Erfahrung nach nur sehr wenige gute. Die meisten manipulieren und belügen dich. Das merkst du aber erst, wenn du selbst eine Zeit lang Führungskraft bist und das dann alle von dir erwarten.

Interessante Aufgaben

Es gibt viel zu lernen und eine große Auswahl an Produkten zum Verkauf. Meistens sind die Produkte im Anlagebereich nicht konkurrenzfähig, aber es gibt immerhin Auswahl. (Nettopolice/ Reduzierte Abschlusskosten/ 5% Ausgabeaufschlag?)

Gleichberechtigung

Alle dürfen Umsatz machen, jeder hat die gleichen Chancen, wenn er ein gutes Netzwerk mitbringt.

Umgang mit älteren Kollegen

Es wird eigentlich nur bis 30 eingestellt, außer in Ausnahmefällen. Mit den wenigen Kollegen, die lange bleiben wollen gehen aber alle nett und respektvoll um.

Arbeitsbedingungen

Jeder ist auf sich gestellt. Aber man kann immer jemanden Fragen, der einen Rat ausspricht. Mitbestimmung und eigene Prozesse sind allerdings kaum möglich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Der Erfolg steht immer an erster Stelle. "Dann muss der XY eben seine Flex (Rentenversicherung) erhöhen" und andere Kommentare sind im Vorfeld zu Beförderungen typisch. Der Kundennutzen wird zwar ständig betont, aber ich konnte nur wenige Berater kennenlernen, die an diesem Leitmotiv wirklich festhalten und danach handeln.

Gehalt/Benefits

Im Branchenvergleich ist tecis für Anfänger und Quereinsteiger meiner Meinung nach der klare Verlierer beim Thema Vergütung. An Anfänger werden nur knapp 10% der marktüblichen Provisionen für selbstständige Berater ausgezahlt, da die "Führungskräfte" mitfinanziert werden müssen. Auch langjährige Berater und Führungskräfte verdienen im Schnitt oft weniger als Akademiker im Einstiegsgehalt und kommen daher einer Nebenbeschäftigung nach. Außerdem muss man ggf. Provisionen anteilig zurückzahlen, sobald der Kunde (innerhalb von 5Jahren!) die Verträge kündigt. Aber auch in den höchsten Positionen bekommt man nur 75% der eigenen Provision.

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Schlechter Ruf ab Tag 1. Google mal tecis. Schau dir die Dokumentationen an. Sprich mit tatsächlich Selbstständigen. Geh die Kommentare auf Reddit durch. In einem akademisch gebildeten Umfeld wirst durch tecis in Verruf kommen.
Die meisten Bewertungen auf dieser Seite sind gefälscht. Ich habe mehrfach falsche Bewertungen hier abgegeben. Dazu wurden wir mehrfach vom Management aufgefordert.
Eine Führungskraft in unserem Bereich hat maßgeblich in Clubs, über Dating-Apps - im Fokus junge, naive Frauen - zum Kauf von Versicherungen gedrängt und war in sehr vielen Fällen nicht in einer professionellen Beziehung zu ihnen. Dazu gibt es eine Menge dokumentierte Fälle auf Reddit. Explizit ist zu erwähnen, dass es auch seriös arbeitende Teams im Bereich gibt. Allerdings wirst du nie mit den Idealen der Firma sondern immer mit den Verfehlungen von Beratern, den Kosten und anderen Themen kämpfen, die maßgeblich den Ruf ausmachen.

Karriere/Weiterbildung

Interne Zahlen sagen das nur einer aus Dutzenden Kandidaten es schafft wirklich als Berater Fuß zu fassen. Und von denen schafft es wieder um nur einer aus vielen sich als Führungskraft zu behaupten. Von den Führungskräften verdient auch kaum jemand Geld. Tatsächlich verdienen, mit wenigen berühmten Ausnahmen, meistens die Positionen am meisten, die am wenigstem Beratung durchführen.
Versprochen wird oft, dass durch den Abschluss der 34d und 34f Lizenz die Chancen im Bewerbungsverfahren steigen. Das ist erwiesenermaßen nicht richtig. Damit erhält man exklusiv die Chance im Finanzbereich Endkundenberatung zu machen oder im Versicherungsinnendienst zu arbeiten.
Allerdings vergebe ich indirekt 2 Sterne, da man durch den Kontakt zu Gesellschaften und die teilweise hervorragenden Schulungskonzepte der Konzerngruppe einiges für seine eigenen Finanzen lernen kann. Allerdings ist das gelernte mit einem "Fact-Check" zu prüfen.
Das Gerücht geht um, dass einige Schulungskonzepte nicht mehr finanziert wurden, da die Anfänger durch die Teilnahme oft besser ausgebildet waren, als die Führungskräfte und das die Führung gefährdet hat.

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