Gut am Arbeitgeber finde ich
- Die intensive und informationsreiche Schulung damit man am Ende eigenständiger arbeiten konnte.
- Den TT (Kollegen die als Helfer in einem Teamsraum abgestellt wurden), man war also nie alleine, aber die haben auch den Stress gemerkt und abbekommen.
- Die KB (Wissensdatenbank), sehr nützlich für alle Infos, hat nur oft die Kunden nicht interessiert, wenn man diese zugesendet hat.
- Splitschicht
- Kollegen
- 100% Homeoffice
- Die Arbeitssoftware war aber gut, es gab eigentlich nur ein Haupttool + 1-2 andere die man nur wenig genutzt hat und sonst Links oder Google.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- zu viele Tage am Stück arbeiten, macht doch maximal 5 Tage, man hat doch auch noch ein Leben
- negative Surveys
- Max. 1 x Wochenende pro Monat, das kriegt jeder hin, auch welche mit Kind, darf nicht nur die gleichen benachteiligen.
- Leistungsbezogenes Gehalt, wer der länger dabei ist, kriegt gleich viel wie ein neuer. Hab auch mal gehört, dass bei Mindestlohnerhöhung der Projektzuschlag verringert wird um das auszugleichen. Dem Mitarbeiter echt sehr bitter und untreu gegenüber.
- Sorgt für mehr Wohlbefinden bei den Mitarbeitern, kein Wunder, dass so viele eine schlechte mentale Gesundheit bekommen und viele dadurch krank sind. Gibt Kollegen die regelmäßig krank (min. 1 x pro Monat) sind aber man duldet es, einerseits nett für ihn aber dann werden andere Kollegen gekündigt/nicht verlängert, weil man Werte nur minimal nicht erreicht hat, aber sonst nie krank war und immer pünktlich, etc.
- macht die Buchhaltung anständig und zahlt korrekt aus.
- mehr Benefits
- führt Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld ein
Verbesserungsvorschläge
- Behandelt die Mitarbeiter mehr wie Menschen und nicht wie Roboter oder Zahlen.
- Weniger Arbeitsanweisungen, es gibt nämlich viel zu viele und es kommen mehr dazu als welche wieder genommen werden.
- Kümmert euch endlich mal um die roten Surveys der Kunden die entweder nichts in die Begründung schreiben oder die Beschwerde nicht an den Mitarbeiter geht + erhöht den Bonus damit es sich auch lohnt und es einen Motiviert. Da beschwert sich jeder schon seit Jahren drüber...
- Kriegt die Bildschirmpausen hin, baut da doch wenigstens mal etwas ein um sich automatisch einzureihen, man hat es oft schwer bei hohem Arbeitsaufkommen immer auf aktualisieren zu gehen um einen der begehrten wenigen Slots zu bekommen. Jeder will auch zu den gleichen Zeiten Pause machen.
- Für Kollegen mit einer 35 Std. Woche oder einem Tag mit etwas über 6 Std Arbeit, sodass einem eine Mittagspause zusteht, wird vor und nach der Mittagspause eine für 1 Std. die Bildschirmpause verboten, so hat man dann weniger Zeit eine zu machen und es wird nicht angepasst, z. B. anstatt überall 1 Std. - 30 Min.
- Viele Arbeitsanweisungen machen einem die Arbeit schwer, man muss auf zu viel achten und das wichtige geht dabei unter, die Qualität des Services, das merken die Kunden.
Arbeitsatmosphäre
Anfangs war noch alles gut bis dann aber im 1 Quartal 2024 Kollegen freigestellt wurden oder die Verträge nicht verlängert wurden. Das hat auch kürzlich beförderte Teamleiter getroffen, welche dann wieder runter zu normalen Mitarbeitern gestuft wurden und der Rest des jeweilige Teams wurde auf andere aufgeteilt. Viele Krankheitsausfälle, schlechte Dienstplanung, man hat immer nach Fehlern gesucht bei Qualitätskontrollen, manche haben den kleinsten Fehler abgewertet, gerne gearbeitet hat man da auf Dauer nicht.
Es gab mal ein Bewertungslink für den Arbeitgeber ausgefüllt von Mitarbeitern, dadurch hat die Firma eine Auszeichnung als guten Arbeitgeber verloren, soll wohl nur Deutschland so negativ getroffen haben und den Rest im Ausland nicht, sagt meiner Meinung nach sehr viel aus.
Ab dem oben genannten Zeitraum nur noch mehr Arbeitsaufkommen und dauerhaft 2-3 Chats, was sehr anstrengend und fordernd ist. Dann im Juni noch mehr Mitarbeiter gegangen und noch mehr Arbeit für die die noch da sind + noch mehr Teamleiter runtergestuft oder welche komplett gekündigt. Vermutungen liegen nahe, dass die Arbeit ins Ausland gehen soll.
Image
Es gibt halt die Fanboys und die Hater... unter den Mitarbeitern war die Firma aber alles andere als Positiv. Man hat oft von Kollegen gehört wie unzufrieden sie waren. Viele Negative Aussagen über die Firma und Vorgesetzte, aber auch über Kunden. Kam ein schlechtgelaunter Kunde rein, wusste man eigentlich schon der wird einem eine schlechte Bewertung geben und man wollte ihn am besten direkt los werden. Die Kunden lassen sich auch schlecht bestrafen, aber oft haben die Kunden Ihren Frust einfach nur ausgelassen.
Work-Life-Balance
Ich verstehe nicht wie es legal sein kann einen Mitarbeiter mehr als 5 Tage am Stück arbeiten zu lassen, leider kam das hier mehr als 1 x im Monat vor. Ich habe davon gehört, dass Mitarbeiter 9 oder auch mal 10 Tage am Stück gearbeitet haben, aber maximum war oft 8 Tage. Ebenfalls mal gehört, dass Kollege 8 Tage arbeitete, 2 Tage frei hatte, wieder 2 Tage arbeitete, wieder 2 Tage frei und dann wieder 8 Tage arbeiten sollte. Wer denkt, dass das normal ist oder man darauf Lust hat? Bei 8 Tagen hatte ich dafür nicht mal ein zusätzlichen Tag als Ausgleich bekommen.
Am Wochenende arbeitete man auch oft, meist waren es 2 Wochenenden, aber nach einiger Zeit waren es auch oft 3 und dann mehrfach die selben Kollegen. Da merkt man wie gut die Planung mit dem Dienstplan läuft oder wie viele eine Ausnahme wegen etwas haben. Wenn man sich beschwert, dann wird es aufs selten frei Wochenende gelegt, weil da immer Mitarbeiter gefragt sind.
Was gut war, es gab sogenannte Splitschichten, also von 8-12 und dann von 16-20 Uhr arbeiten und dazwischen Freizeit. Man hat, sofern das für den Tag gesucht wurde, sogar pro Tag 10€ mehr bekommen. Wenn man das jeden Tag macht, kommt da was zusammen.
Karriere/Weiterbildung
Man bekommt nach einer Zeit von ca. 3 Monaten immer das nächste Seminar, bis man die 2 anderen Themen durch hat. Also alle 3 Monate noch mehr Sachen die man lernen und drauf haben muss, weniger wird es nicht. Und wenn man von den ganzen Infos mal was nicht angewendet/vergessen hat und die Quality den Fall prüft, wird es direkt abgewertet. So lastet also sehr viel Druck auf den Schultern, Spaß macht das so auf Dauer nicht. Bei der Menge an Mitarbeitern ist es schwer sich abzuheben und höher als Level 2 support oder Teamleitung geht es in der Regel nicht, was eigentlich nichts ist, nur mehr Arbeit für minimal mehr Geld.
Gehalt/Benefits
Grundgehalt war nicht Mindestlohn, aber auch nicht viel höher, die Projektzulage hat dann noch viel ausgemacht, so ist man eigentlich auf ein OK Grundgehalt gekommen. Aber bei den Strapazen hat es das nicht ausgeglichen und keiner Zahlt einem den psychischen Schaden zurück. Ein Bonus gab es auf Kundenbewertungen, welche man oft nicht beeinflussen konnte, weil Kunden sogar meist wahllos schlecht bewertet haben und die Firma da nichts gegen getan hat, Hauptsache den mickrigen zweistelligen Bonus nicht auszahlen. Sonst nur Corporate Benefits und Mitarbeiterrabatt von ca. 10-20%.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gab einige Artikel wie Kopfhörer und Stift, die immer irreparabel sind, weil die so klein und fein von der Verarbeitung her sind, dass da keine Luft zum Reparieren ist. Kunden haben dann immer neue bekommen, wenn die 1 Jahr Garantie noch nicht vorbei war. Manchmal hatte man den Eindruck Kunden haben bewusst Grauzonen ausgenutzt um neue Artikel über die Versicherung bekommen.
Kollegenzusammenhalt
Das war eins der guten Dinge... die Kollegen hatten quasi das gleiche Leid und man hat sich untereinander gerne geholfen. Es war quasi Mitarbeiter vs. Arbeitgeber. Es gab einige Gruppenverteilungen, aber viele waren als Einzelgänger unterwegs, was aber normal im Homeoffice ist. Es gibt für Chatties einen Raum in Teams, den man aufsuchen kann zum nebenbei Reden, was super ist, man aber nur nutzen kann wenn nicht viel los ist. Das gibts leider noch nicht all zu lange, gut dass es eingeführt worden ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Hierzu eher was allgemeines mit/über Kollegen. Es gab oft Kollegen, die eine spezielle Schichtpräferenz aus bestimmten Gründen hatten, sei es Kinder oder Gesundheitliche Dinge. Auf der einen Seite gut vom Unternehmen, dass es da so drauf achtet, anderseits für die Kollegen die es ausgleichen nicht so gut. Da muss mehr Balance her, denn so entsteht Unzufriedenheit und unter Umständen Stress, weil man z. B. viel am Wochenende arbeitet.
Vorgesetztenverhalten
Die Teamleiter waren oft ganz ok, aber mit einigen anderen, die man bei Vertretung um Hilfe gebeten hat, haben unfreundlich geschrieben oder ewig lange zum Antworten gebraucht oder hatten selbst keine Zeit.
Von einen der Abteilungsleiter (ACCM nennt man die auch), der für Chat zuständig war, kann man nichts gutes erzählen. Man wird schikaniert, aus Taten aus der Vergangenheit leidet man drunter, man bekommt keine Antwort oder kriegt eine emotionslose oder kalte Antwort. Wenn es einem nicht gut geht und man sich krank abmeldet, dann muss man glück haben, dass es an dem Tag Kontingent für Überstundenausgleich gibt, sogar wenn man welche auf dem Konto hat, wird es einem vom ACCM nicht genehmigt, Schikane nennt man das. Man schießt sich damit doch selbst ins eigene Bein, da kommt man dann mit mehr Krankheitsausfall wieder als man eigentlich weg wäre.
Arbeitsbedingungen
Es war alles super streng, man durfte nicht mal einen Stift und Zettel auf dem Tisch haben, wegen Datenschutz, weil man sich ja Kundendaten aufschreiben könnte, is ja nicht so, dass man es auf dem eigenen Arbeitsgerät machen konnte. Thema Handy, strengstens untersagt, aber hat trotzdem jeder genutzt, selbst einer von Quality meinte es is ihm egal und hats in die Kamera gehalten. Dann gibts in Regelmäßigen Abständen Kamerakontrollen wo man sein Zimmer zeigen muss, dann kommen auch mal Kommentare, wenn man was im Hintergrund stehen hat. Die Tür muss auch zu sein, obwohl man alleine wohnt, auch Bildschirm nicht zum Fenster und so. War viel zu Überkontrolliert, man musste auch trotz verifizierten Kunden sich immer private Daten geben lassen und durfte nur in seine eigenen bearbeiteten Fälle nochmal reinschauen und das auch mit Grund.
Es gibt keinen Betriebsrat und habe mal gehört, dass die Firma es quasi erschwert hat einen zu gründen.
Es gab einmal ein großes Teammeeting mit vielen Mitarbeitern und höheren Vorgesetzten, da wurde über vieles gesprochen aber nicht über das wichtigste wie es weiter geht, wegen den ganzen Kündigungen, fand auch außerhalb der Arbeitszeiten statt.
Kommunikation
Es wird viel zu viel kommuniziert, hier Veränderungen, da Anpassungen von Arbeitsanweisungen. Die Menge an Informationen, die man sich merken musste wurde immer mehr und es ist nichts weniger geworden. Man sagte immer kannst es ja da und da nachschauen, aber wie viel soll man in der Wissensdatenbank oder Emails alles nachschauen. Selbst auf dem Bildschirmhintergrund, den man nicht selbst verändern konnte, standen Infos für Kunden.
Anders wiederum war die Firma nicht transparent genug, es gab Kollegen die viel zu spät informiert wurden, dass es keine Vertragsverlängerung gibt (Vermutlich wollte man Krankmeldungen vermeiden, dann muss man einfach besser zu den Mitarbeitern sein damit sich keiner krank meldet)
Nach Erstellung dieser Bewertung: TP sperrt diese Bewertung und markiert Wörter, die klar auf das Projekt weisen und der Grund dafür ist "unwahr". Nun ist man in der Beweispflicht oder man löscht es, was ein Unsinn. Projekt handelte um bekannten Smartphone (beginnend mit i) und Computerhersteller, welcher O und S im Namen des Betriebssystems hat. Nimmt die Kritik einfach mal an und arbeitet an eurem Verhalten.
Gleichberechtigung
Kollegen mit denen man sich besser verstanden hat, hatten oft ein Vorteil bei self trainings. Oft ist es so, dass diese morgens gemacht werden und man von wem dafür angesprochen wird, dann hat man recht fix am Vormittag schon keine Möglichkeit mehr dazu, weil es wieder an die Line gehen muss. Das macht sich dann bemerkbar, wenn die Kollegen darüber sprechen und diese einen andern Stand haben als man selbst.
Die einen haben mehr am Wochenende gearbeitet als die anderen.
Interessante Aufgaben
Oft nur die gleichen Fälle... Kunden machen von Versicherung gebrauch und das oft im grauen Bereich, also bewusst Handy kaputt machen um ein neues zu bekommen. Oder etwas funktioniert nicht, ist aber aus der Garantie raus und Kunde ist verärgert, weil man nicht helfen kann, oder Kunden muss man alles doppelt und dreifach erzählen, weil die auch nie die gesendeten Artikel lesen oder alles gemacht bekommen haben wollen. Für die Hardware ATV gabs nicht mal wirklich eine Schulung und für alte Dinge auch nicht. Sonst war das interessant was schnell ging, um die Zeit zu drücken. Für Nacharbeit hatte man nur 30 Sek. Zeit, man hat zwar oft alles währenddessen notiert, aber trotzdem wenig. Am Ende des Tages war es alles Fließbandarbeit und man wollte nur Zahlen sehen.