Personalleitung: Fachlich untauglich und menschlich enttäuschend
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kolleg:innen arbeiten weitgehend solidarisch und unterstützen einander in stressigen Phasen.
Das Unternehmen bietet grundsätzlich interessante Projekte mit Potenzial für Weiterentwicklung.
Die technischen Ressourcen und Tools sind im Großen und Ganzen zeitgemäß und ausreichend vorhanden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Personalleitung ist fachlich überfordert und zeigt kein echtes Interesse an Mitarbeiter:innen.
Kommunikation und Informationsfluss sind chaotisch und intransparent.
Klare Prozesse und Verantwortung werden nicht definiert, was zu Frust und Unsicherheit führt.
Work-Life-Balance wird nur auf dem Papier gepflegt, Überstunden werden stillschweigend erwartet.
Feedback- und Entwicklungsgespräche finden kaum oder inhaltsleer statt.
Solange die verantwortliche Personalerin fachlich überfordert bleibt und menschlich kein Vertrauen aufbaut, kann ich das Unternehmen nicht weiterempfehlen.
Verbesserungsvorschläge
Fachlich qualifiziertes HR-Personal einstellen und regelmäßige Schulungen zu Recruiting, Onboarding und Performance-Management anbieten.
Empathie- und Kommunikationstrainings für die Führungskräfte durchführen.
Regelmäßige, strukturierte Meetings mit klarer Agenda und Protokoll einführen.
Ein zentrales Informations-Board (z. B. in Confluence oder MS Teams) für laufende Projekte und Entscheidungen pflegen.
Zuständigkeiten und Eskalationswege für typische HR-Prozesse schriftlich festhalten und kommunizieren.
Standard Operating Procedures (SOPs) für häufige Abläufe erstellen und zugänglich machen.
Kontingente für Home-Office und Gleitzeit verbindlich festlegen.
Überstunden transparent erfassen und gegebenenfalls ausbezahlen oder in Freizeit ausgleichen.
Halbjährliche Mitarbeitergespräche mit klaren Entwicklungszielen einführen.
Anonyme Feedback-Kanäle (z. B. digitale Umfragen) einrichten, um tatsächliche Stimmung abzubilden.
Regelmäßige, informelle Austauschformate (z. B. Mittagspausen-Runden, After-Work-Events) organisieren, um den Zusammenhalt zu stärken.
Workshops oder Retrospektiven anbieten, in denen Erfolge und Herausforderungen offen besprochen werden können.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung im Team ist dauerhaft angespannt. Klare Richtlinien fehlen, wodurch Unsicherheit und Frust dominieren. Wertschätzung oder positive Rückmeldungen sind selten, stattdessen herrscht eine Kultur des Schweigens und Versteckspiels.
Work-Life-Balance
Offiziell wird sie hochgehalten, doch in der Praxis gilt: Wer länger im Büro bleibt, erhält Lob – Absprachen zu Überstunden oder Home-Office sind eine Farce. Urlaub wird ungern genehmigt und nach Rückkehr wird man mit noch mehr Arbeit überhäuft.
Kollegenzusammenhalt
Eigentlich gut untereinander, doch aufgrund der fehlenden Unterstützung durch HR bleiben viele Konflikte ungelöst. Kolleg:innen helfen sich zwar, können aber die Defizite der Führung nicht ausgleichen. Freundschaftliche Atmosphäre leidet unter permanentem Stress.
Vorgesetztenverhalten
Die direkten Führungskräfte stehen oft ratlos da und verweisen auf “Vorgaben von oben”. Konstruktives Feedback findet nicht statt; stattdessen werden Probleme nach unten durchgereicht. Verantwortung wird abgeschoben, Lob ist ein Fremdwort.
Kommunikation
Informationen kommen entweder verspätet oder gar nicht an. E-Mails werden ignoriert, Meetings verlaufen chaotisch ohne Agenda und Protokoll. Wichtige Entscheidungen werden hinter verschlossenen Türen getroffen, Kommunikation mit der Personalleitung ist zum Desasterniveau gesunken.
Interessante Aufgaben
Abwechslung wäre möglich, doch durch schlechte Organisation und fehlende Zielvorgaben bleiben Aufgaben einseitig repetitiv. Projekte werden immer wieder unterbrochen oder neu priorisiert, sodass man nie wirklich inhaltlich vorankommt.