Bis vor ein paar Wochen war alles in Ordnung. Und jetzt?
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war, bis zum Start der neuen Filialleitung, ganz gut. Seitdem aber die eine neue Führungskraft in der Filiale ist, geht es mit der Stimmung stark nach unten. ich gehe inzwischen nicht mehr mit Lust zur Arbeit sondern eher mit starken Bauchschmerzen. Mir tut der Stellvertreter leid, der zwischen den Stühlen sitzt und unheimlich viel schlucken muss. Wie lange das noch gut gehen wird?
Image
Das Unternehmen versucht sich ein Image aufzubauen. Wenn man aber das Image als Arbeitnehmer leben soll, muss es von ganz oben vorgelebt und nicht nur mit leeren Phrasen gefüllt werden. Das sorgt nicht für ein umdenken bei Mitarbeitern.
Work-Life-Balance
Da kann man sich nicht drüber beschweren. Wenn man mal etwas privates (Arzttermin o.s.) zu erledigen hat, wird darauf Rücksicht genommen.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt Weiterbildungen aber ob diese karrierefördernd sind? Es gibt aber ein gutes Beispiel an unserem stellvertretenden Filialleiter, welcher es vom Lager bis zu seiner jetzigen Position geschafft hat. Und dazu ist er auch noch ein ganz netter Kerl.
Gehalt/Benefits
Als Verkäufer kann man ganz gut Geld verdienen (Provisionsgeschäft). Viele andere arbeiten aber meist an einer gewissen Gehaltsgrenze. Beispiel Lager, härtester Job, geringster Verdienst. Mit Fairness hat das oftmals nicht viel zu tun. Bei Urlaubs-/Weihnachtsgeld wird oftmals mit der schlechten Konjunktur im Handel argumentiert und nicht gezahlt. Wenn es was gibt, reicht es gerade mal, nach Abzügen, für ein nettes Essen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man arbeitet daran.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist eigentlich auch ganz gut, leider wird dieser gerade überschattet durch verschiedene Umstände und herausgefordert durch die neue Führung.
Umgang mit älteren Kollegen
Da kann man bisher auch nichts schlechtes zu sagen
Vorgesetztenverhalten
Wir haben über einen langen Zeitraum, vieles selber gestalten und teilweise auch entscheiden dürfen. Seitdem die neue Filialleitung da ist, wird alles kontrolliert (was ja auch in Ordnung ist). Allerdings werden in einigen Prozessen Dinge besprochen, die entweder nicht umsetzbar oder nachvollziehbar sind. Es wird zwar nach der eigenen Meinung gefragt, auf diese wird aber nicht eingegangen und einfach über den Kopf hinweg entschieden. Zu welchen Lasten das geht, ist vermutlich allen klar.
Es wird zumindest nicht mit gutem Beispiel vorangegangen. Wir arbeiten uns den Buckel krumm. Und die neue Führungskraft macht sich nicht die Finger schmutzig. Das kennen wir aus der Vergangenheit ganz anders.
Arbeitsbedingungen
Die Bedingungen sind schon sehr gewöhnungsbedürftig. Die Arbeitsplätze im Verkauf sind alles, nur nicht ergonomisch. Viele haben Rückenprobleme und leiden stark aufgrund der Bedingungen. Da helfen selbst Gummimatten nicht so viel. Ebenso sind die Klimabedingungen richtig schlecht bei gewissen Witterungen (Hitze). Man wird regelrecht gegart, besonders im 1. OG. Die Verkäufer dort haben den schwersten Job in der Zeit aber es interessiert keinen aus der Zentrale. Ist aber an allen Standorten das Gleiche.
Kommunikation
Der Informationsfluss in der Filiale ist eigentlich ganz gut. Es wird miteinander ( unter den Kollegen) kommuniziert. Seitens der Filialleitung wird auch kommuniziert, nur leider auch viel ohne sachlichen (beruflichen) Hintergrund.
Gleichberechtigung
Da kann man bisher nichts schlechtes zu sagen.
Interessante Aufgaben
Es war ganz klar aufgeteilt und auch in der Verteilung der Arbeitsaufgaben einigermaßen gerecht verteilt. Inzwischen wird dieses etwas verwaschen und Frauen sollen teilweise eine harte, körperliche Arbeit durchführen, welche selbst für Männer schon sehr anstrengend sowie fordernd ist. Das wird unweigerlich zu einem höheren Krankenstand sorgen.

