Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit April 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 1.4.2026
Bei TERRITORY zeigen die Bewertungen ein gespaltenes Bild. Während der Kollegenzusammenhalt überwiegend positiv bewertet wird, mit Beschreibungen wie "großartige Kollegen" und "guter Teamgeist", gibt es erhebliche Kritik in anderen Bereichen. Besonders negativ fallen die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten auf, wo Mitarbeiter:innen berichten, dass externe Schulungen selten genehmigt werden und Beförderungen eher auf Verbindungen als auf Kompetenz basieren. Die Kommunikation wird ebenfalls kritisch gesehen - trotz einiger positiver Stimmen bemängeln viele Beschäftigte fehlende Transparenz, verspätete Informationsweitergabe und eine unzureichende Kommunikation bei schwierigen Themen, was für eine Kommunikationsagentur besonders problematisch erscheint.
Die Work-Life-Balance wird unterschiedlich bewertet, wobei ...
Zusammenfassung nach Kategorie
Für eine Kommunikationsagentur zeigen die Bewertungen bei TERRITORY im Bereich Kommunikation überraschend erhebliche Mängel. Mitarbeiter:innen kritisieren, dass wichtige Informationen oft nicht oder zu spät weitergegeben werden. Es wird bemängelt, dass die Geschäftsführung bei schwierigen Themen keine ehrliche Kommunikation pflegt, Mitarbeiter:innen im Unklaren lässt oder sogar in Angst versetzt, wie im Fall von Entlassungen. Einige beklagen, dass Entscheidungen ohne Teameinbindung getroffen und Kritik ignoriert wird, was offene Gespräche verhindert. Nur wenige Mitarbeiter:innen berichten positiv über einen guten Austausch und klare Zielsetzungen, wobei selbst diese mehr Transparenz wünschen.
Bei TERRITORY zeigen sich deutliche Defizite im Bereich Karriere und Weiterbildung. Mitarbeiter:innen berichten, dass externe Weiterbildungen selten genehmigt werden, während die Führungsebene selbst an Seminaren an Eliteuniversitäten teilnimmt. Besonders kritisch wird gesehen, dass Beförderungen weniger auf Kompetenz und Wissen basieren, sondern vielmehr auf persönlichen Verbindungen. Weiterbildungsmöglichkeiten existieren zwar theoretisch, müssen jedoch in der eigenen Freizeit absolviert werden und erhalten kaum Unterstützung vom Unternehmen. Einige Mitarbeiter:innen empfinden das Unternehmen zwar als geeignet für Quereinsteiger:innen, beklagen jedoch gleichzeitig, dass man "um jeden Cent betteln" müsse. Statt Mitarbeiter:innen weiterzubilden, scheint die Tendenz eher dahin zu gehen, diese zu entlassen und zu ersetzen.
Die Vergütung bei TERRITORY wird von Mitarbeiter:innen als durchschnittlich eingestuft, wobei einige Bewertungen darauf hindeuten, dass die Gehälter am unteren Ende des Branchendurchschnitts liegen. Einige Nutzer:innen kritisieren, dass Leistung, Verantwortung und Expertise nicht ausreichend honoriert werden und dass Gehaltserhöhungen oft erst bei Kündigungsdrohungen erfolgen. Die Sozialleistungen werden als minimal beschrieben, und es wird bemängelt, dass wenig in die finanzielle oder berufliche Sicherheit der Mitarbeiter:innen investiert wird. Zudem wird von einer inkonsistenten Beförderungspolitik berichtet, bei der ein angeblicher Beförderungsstopp für manche Kolleg:innen nicht galt, was für Unmut sorgte.
Bei TERRITORY wird der Kollegenzusammenhalt insgesamt positiv bewertet. Mehrere Mitarbeiter:innen schätzen ihre Kolleg:innen sehr und beschreiben sie als großartig, wobei die gemeinsame Arbeit als angenehm und unterhaltsam empfunden wird. Die Teamarbeit wird als eine Stärke angesehen, wobei sich die Mitarbeiter:innen in verschiedenen Bereichen gegenseitig unterstützen. Allerdings gibt es auch einige kritische Stimmen, die darauf hinweisen, dass die Qualität der Zusammenarbeit vom jeweiligen Team abhängen kann. Vereinzelt wird auch bemängelt, dass ein neues Management eine Atmosphäre der Angst geschaffen und die zuvor gute Teamarbeit beeinträchtigt habe, während schwache Führung zu Misstrauen und Wettbewerb unter den Kolleg:innen geführt hätte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
kununu Score: 3,1Weiterempfehlung: 47%
Score-Details
110 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Mehr Schein als Sein!
2,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Territory in Hamburg gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt Weihnachten Schoki-Weihnachtsmänner
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlechte Wertschätzung!
Verbesserungsvorschläge
Haltet doch mal an dem Fest was für die Firma gut ist und der Firma gut tut.
Zwischen Schein und Sein: Missmanagement und mangelnde Transparenz - Die wahre Realität hinter der Fassade
1,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei TERRITORY MEDIA GmbH in München gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Siebträger-Kaffeemaschine und die Kantine
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alle vom Unternehmen dargestellten USPs, da diese in der Realität nicht vorhanden sind bzw. nicht umgesetzt werden!
Siehe Bewertung oben!
Von einem Einstieg bei Territory Media kann ich ganz klar nur Abraten!
Verbesserungsvorschläge
Schulung der Führungskräfte Es sollte ein systematisches Programm für Führungskräfte eingeführt werden, das darauf abzielt, diese in den Bereichen wertschätzende Führung und Kommunikation mit Mitarbeitenden weiterzubilden. Dies würde dazu beitragen, die Arbeitsatmosphäre zu verbessern und das Vertrauen zwischen Führungsebene und Mitarbeitenden zu stärken.
Offizieller Ausgleich für Überstunden Es wäre sinnvoll, ein transparentes und faires System zur Kompensation von Überstunden einzuführen, sei es durch eine entsprechende Auszahlung oder durch die Gewährung von Freizeit. Auf diese Weise könnten die Mitarbeitenden für ihre Mehrarbeit wertgeschätzt werden.
Anpassung des Gehaltsmodells Das Grundgehalt sollte an die Anforderungen und den Druck der Arbeit angepasst werden, um sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden für ihre Leistung fair entlohnt werden. Zudem wäre es ratsam, die aktuellen Bonuspräsentationen abzuschaffen und stattdessen klare, messbare und individuelle Ziele für die persönliche Weiterentwicklung und Leistung einzuführen.
Arbeitsatmosphäre
Spannungen & hoher Stress durch unrealistische Deadlines Die Arbeitsatmosphäre war von Spannung geprägt. Es gab häufig Situationen, in denen unrealistische Deadlines gegenüber Kunden kommuniziert wurden. Dieser ständige Zeitdruck erschwerte eine produktive und selbstständige Arbeitsweise.
Problematische Fehlerkultur & unzureichendes Feedback Entstandene (kleine) Fehler wurden nicht als normaler Teil des Arbeitsprozesses akzeptiert, sondern übermäßig negativ bewertet. Anstatt konstruktiv mit Fehlern umzugehen, wurden sie zum Anlass genommen zu kritisieren, anstatt Lösungen zu suchen und aus ihnen zu lernen.
Mangelnde Unterstützung durch die Führungskräfte Die Unterstützung durch die Führungskräfte ließ stark zu wünschen übrig. Bei schwierigen Aufgaben oder Unsicherheiten erlebte man oft destruktive Reaktionen. In einigen Fällen wurden Mitarbeitende sogar lauthals angeschrien.
Toxisches Arbeitsumfeld Das Arbeitsumfeld war insgesamt toxisch für die eigene Gesundheit, da der ständige unnötige Stress, die fehlende Unterstützung und die negative Fehlerkultur zu einem hohen Maß an Frustration, emotionaler Erschöpfung und psychischer Belastungen führte.
Image
Diskrepanz zwischen Außenwahrnehmung und Realität Nach außen hin vermittelt Territory Media ein positives Image, das bei Kunden und Partnern teilweise noch gut ankommt. Innerhalb des Unternehmens herrscht jedoch eine ganz andere Realität.
Unzufriedenheit der Mitarbeitenden Die internen Herausforderungen stehen in starkem Kontrast zur nach außen gezeigter Professionalität.
Unglaubwürdigkeit in der Markenkommunikation Das Unternehmen verkauft Kunden Konzepte und Strategien, die es selbst nicht umsetzt oder lebt. Besonders im Bereich des Employer Brandings (EVP) fehlen klare Ansätze und eine konsequente Umsetzung.
Fehlende Authentizität Die Diskrepanz zwischen dem kommunizierten Image und der gelebten Realität hat bei mir persönlich zu einem Vertrauensverlust geführt.
Work-Life-Balance
Umgang mit Arbeitszeiten Die Arbeitszeiten überschritten regelmäßig den üblichen Rahmen, besonders in intensiven Phasen wie Pitches oder Kundenterminen, beliefen sich aber auf fast tägliche Mehrarbeit. Dabei wurde oft in Frage gestellt, warum die Arbeit nicht in der vorgegebenen Zeit erledigt wurde und das obwohl spontane Anrufe mit neuen Aufgaben kurz vor 18:00 Uhr keine Seltenheit waren. Ein Verlassen des Büros um 18:00 Uhr führte häufig zu kritischen Kommentaren der Vorgesetzten.
Umgang mit Überstunden Die Zeiterfassung erfolgte über eine Excel-Liste, jedoch ohne aktive Kontrolle oder Auswertung. Überstunden wurden weder vergütet noch ausgeglichen, und es fehlte an Wertschätzung für den zusätzlichen Einsatz. Eine flexible Feierabendgestaltung war kaum möglich. Auch frühere Feierabende aufgrund von Überstunden waren selten und nicht systematisch geregelt.
Urlaubsregelungen Die Urlaubsplanung war schwierig, da Überschneidungen mit Kollegen nicht erlaubt waren und zwischen den Urlauben mindestens zwei Tage Abstand gehalten werden mussten.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten Einmal im Jahr konnte man zu einem Seminar gehen. Diese Maßnahme kann ich jedoch nicht als wirkliche Förderung der persönlichen oder beruflichen Entwicklung wahrnehmen.
Fehlende Karrierechancen – perfektionierte Hinhaltetaktik Die Karrierechancen sind sehr begrenzt und wachsen nur sehr langsam. Es wurde der Eindruck erweckt, dass der berufliche Aufstieg nicht von der eigenen Leistung abhing, sondern vielmehr an langwierige Prozesse und unangenehme Gespräche gebunden war.
Mangelnde Flexibilität & Anerkennung Als Agentur hätte man erwartet, dass die Arbeitsleistung anerkannt wird. Doch der berufliche Aufstieg wurde absichtlich hinausgezögert, bis Mitarbeitende fast an dem Punkt waren, das Unternehmen zu verlassen. In diesen Fällen wurde dann widerwillig eine Lösung gefunden, die jedoch meist nicht im Einklang mit den Erwartungen der Mitarbeitenden stand und nur durch falsche Versprechungen (nie eingehalten wurden) zu Stande gekommen sind.
Teilnahme an Arbeitsveranstaltungen Eine Teilnahme an Messen/ Veranstaltungen auf die Vermarkter oder Kunden eingeladen haben wurde nicht gewährleistet. Zumindest nicht während der Arbeitszeit (nur gegen Urlaub!).
Gehalt/Sozialleistungen
Grundgehalt und finanzielle Perspektive Das Grundgehalt ist definitiv unzureichend und stand weder im Verhältnis zu den Arbeitszeiten, dem Druck, noch den belastenden Verhaltensweisen der Führungskräfte. Im Vergleich zum Branchendurchschnitt bewegt sich das Gehalt in der unteren Hälfte und reicht insbesondere in einer teuren Stadt wie München kaum aus, um ohne familiäre Unterstützung oder Nebenjobs über die Runden zu kommen.
Bonusstruktur Der Bonus setzte sich aus zwei Komponenten zusammen: einem persönlichen Teil und der Unternehmensperformance. Der persönliche Anteil war an eine sehr umfangreiche Präsentation gekoppelt, die von den Mitarbeitenden zu einem bestimmten Thema erstellt und vor dem gesamten Unternehmen gehalten werden musste. Die Präsentation während der Arbeitszeit zu erstellen, war zeitlich nicht machbar. Dieser gesamte Prozess ist aus persönlicher Sicht wenig sinnvoll für die eigene Entwicklung und kann eher als unangemessen formelles, fast verschultes System kritisiert werden. Kein Mehrwert aus Sicht des Arbeitnehmers!
Zuverlässigkeit bei der Auszahlung Positiv hervorgehoben wurde die pünktliche Auszahlung des Gehalts, die stets zum Monatsende erfolgte.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Keine Informationen in dieser Hinsicht – Es ist jedoch nie etwas zur Sprache gekommen!
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war grundsätzlich sehr gut – zumindest dachte ich das zunächst. Doch im Laufe der Zeit zeigte sich, dass die Zusammenarbeit durch die Führungskräfte negativ beeinflusst/ manipuliert wurde. Mitarbeiter wurden häufig gegeneinander ausgespielt, was das Vertrauen in einige Kollegen mit der Zeit kaputt gemacht und zu Konflikten geführt hat. Viele der Kollegen waren sehr nett, hilfsbereit und kompetent. Umso trauriger ist es, dass dieses Potenzial ungenutzt geblieben ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Einstellungspolitik Das operativ arbeitende Team bestand ausschließlich aus jungen Mitarbeitenden. Ältere Arbeitnehmer wurden nicht eingestellt, was dazu führte, dass keine diversere Altersstruktur im Team vorhanden war. Lediglich die Führungsriege war älter.
Wertschätzung langjähriger Kollegen Langjährigere Mitarbeitende, die durch ihre Leistung und Erfahrung überzeugten, wurden nicht ausreichend geschätzt. Statt ihnen Aufstiegsmöglichkeiten zu bieten, wurde aktiv verhindert, dass sie mehr Verantwortung übernehmen konnten. Es entstand der Eindruck, dass langjährige Mitarbeitende systematisch klein gehalten wurden.
Unterdrückung von Eigeninitiative Eigenständiges Denken und Vorschläge zur Verbesserung wurden nicht gefördert. Stattdessen wurde erwartet, dass Mitarbeitende Anweisungen ohne Hinterfragen ausführen, wodurch Potenziale für Innovation und Weiterentwicklung ungenutzt blieben.
Vorgesetztenverhalten
Fehlende Führungsqualität & Konfliktfähigkeit: Vorschläge wurden persönlich aufgefasst, Konflikte nicht direkt geklärt, sondern hinter dem Rücken der Betroffenen ausgetragen. Es fehlte an konstruktiver Kommunikation. Aussagen wurden geleugnet und ein „Buhmann“ gesucht – der Fehler lag immer bei den Mitarbeitenden. Jour fix-Termine dienten oft nur dem „Berieseln“, nicht dem Austausch. Es gab gravierende Defizite in den Führungskompetenzen.
Unangemessene Kommunikation & Verhalten: Kritische Aussagen einer Führungsperson über Geschlecht, Aussehen oder Intelligenz von Mitarbeitenden waren problematisch. Zudem kam es wiederholt vor, dass Führungskräfte Mitarbeitende anschrieen.
Respektloser Umgang bei Kündigungen: Anstatt ein offenes Gespräch über die Gründe der Kündigung zu führen, wurde man unprofessionell abgefertigt. Die mangelnde Kompetenz der Führungskräfte, sowohl im Arbeitsalltag als auch im Umgang mit Kündigungen, zeigt sich darin, dass innerhalb eines Monats mehrere Personen aus einem kleinen Team das Unternehmen verließen.
Arbeitsbedingungen
Moderne Arbeitsumgebung Das Büro ist modern gestaltet und zeichnet sich durch einen Industriestil aus. Die Arbeitsplätze sind mit jeweils zwei Computerbildschirmen ausgestattet, wobei jedoch nicht alle Geräte funktionieren.
Lärmpegel & störendes Verhalten Der Lärmpegel im Büro war teilweise sehr belastend, insbesondere wenn bestimmte Führungskräfte lautstark telefonieren. Oft wurden Gespräche auf offener Fläche mit Lautsprecher, ohne Rücksicht auf die Umgebung geführt, wodurch die Konzentration anderer beeinträchtigt wurde. Während solche Verhaltensweisen toleriert werden, kommt es gleichzeitig vor, dass andere Mitarbeitende für ihr eigenes Telefonverhalten von der oben beschriebenen Führungskraft kritisiert werden, bspw. aufgrund von Lautstärke oder Tonfall.
Clean-Desk-Policy Eine Clean-Desk-Policy verlangt, dass Mitarbeitende am Ende des Arbeitstages alle persönlichen Gegenstände, einschließlich der Docking-Stationen, in ihren Spinden verstauen.
Begrenzte Kapazitäten & Platzmangel Es wird erwartet, dass man mind. zwei Tage pro Woche im Büro arbeitet. Allerdings gibt es nicht genügend Plätze für alle Anwesenden.
Kommunikation
Mangelnde Transparenz Die Kommunikation war nicht transparent. Wichtige Entscheidungen für das Team wurden häufig erst mitgeteilt, nachdem sie bereits getroffen waren. Vor vollendete Tatsachen gestellt! Geäußerte Kritik wurde oberflächlich behandelt und nicht weiter vertieft, insbesondere zur Mitarbeiterzufriedenheit wurde nicht transparent kommuniziert und erst recht nicht gehandelt.
Konstruktive Kritik nicht möglich Konstruktive Kritik wurde nicht ernst genommen, was zu dem Gefühl führte, dass man nicht gehört wurde und nur als rein ausführende Kraft ohne Raum für Eigeninitiative gesehen wird. Die Führungskräfte konnten mit konstruktiven Vorschlägen überhaupt nicht umgehen. Im Gegenteil, es wurde immer persönlich genommen. Ein Austausch auf Augenhöhe war nicht möglich und man musste stark aufpassen, was man überhaupt anspricht. Irgendwann hat man stagniert und nichts mehr gesagt.
Widersprüchliche Anforderungen Auf der einen Seite wurde eigenverantwortliches Arbeiten gefordert, während gleichzeitig eine ständige Kontrolle durch die Bereichsleitung stattfand. Eingriffe in operative Prozesse und das ständige Überprüfen von Arbeitsabläufen untergruben die Selbstständigkeit.
Gleichberechtigung
Das Thema lässt sich nur schwer beurteilen. Es ist jedoch festzustellen, dass der Großteil der Führungskräfte in höheren Etagen männlich und älter ist. Für eine Karriereentwicklung ist es erforderlich, eine enge Beziehung zu diesen Führungskräften aufzubauen und in vielen Fällen deren Meinungen zu teilen, unabhängig davon, wie destruktiv oder degradierend diese sein mögen. Initiativen für Gleichberechtigung von Frauen und Männern konnte ich nicht wahrnehmen.
Interessante Aufgaben
Monotone Aufgaben für alle Hierarchieebenen Die Aufgabenbereiche waren wenig differenziert und änderten sich kaum, unabhängig vom Berufslevel. Diese fehlende Differenzierung der Aufgaben lieferte keine Weiterentwicklungsperspektive.
Unzureichendes Trainee-Programm Es fand weder ein Bereichswechsel statt, noch gab es eine Ansprechperson. Stattdessen wirkte es eher als die Möglichkeit für Territory, billige Arbeitskräfte zu gewinnen, die nicht gefördert und eingearbeitet wurden. Das Lernen erfolgte größtenteils durch die Kollegen oder durch Eigeninitiative. Eine klare Struktur zur Weiterbildung und Unterstützung durch Führungskräfte war nicht vorhanden. Ein Einstieg als Trainee ist absolut sinnfrei!
Langsame Beförderungen & begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten Das Aufstiegstempo war langsam und es gab keine erkennbare Anerkennung von Leistung oder Fortschritt, was zur Stagnation führte.
Fehlende Vielfalt Die Aufgaben waren weder abwechslungsreich noch wurden Mitarbeitende ermutigt, kreativ zu denken oder innovative Lösungen zu finden. Dies reduzierte die Motivation zur Weiterentwicklung.
Arbeitgeberbewertung nach zwei Jahren – Zufrieden und motiviert
4,5
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei TERRITORY GmbH in Köln gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich arbeite nun seit zwei Jahren bei TERRITORY und bin insgesamt sehr zufrieden. Besonders schätze ich die Vielfalt an Kunden und Projekten, die meinen Arbeitsalltag abwechslungsreich und spannend gestalten. Dadurch gibt es immer wieder neue Herausforderungen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung.
Ein großes Plus ist die Flexibilität, die mir hier geboten wird. Die Führungskräfte haben viel Verständnis für individuelle Bedürfnisse und ermöglichen eine gute Balance zwischen Arbeit und Privatleben. Das trägt erheblich zur Motivation und Zufriedenheit im Job bei.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ein kleiner Wermutstropfen ist das Zeit-Tracking, das manchmal als zusätzlicher Zeitaufwand empfunden wird. Allerdings ist es nachvollziehbar, dass dies für die Projektsteuerung und Abrechnung notwendig ist.
Ex-Werkstudent/inHat bis 2025 im Bereich Design / Gestaltung bei TERRITORY in Köln gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Benefits, Office, Teamzusammenhalt, Onboarding
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Gehalt, Vorgesetztenverhalten, Hierachie
Verbesserungsvorschläge
Schult eure Führungskräfte
Image
Extern gut, intern eher weniger
Gehalt/Sozialleistungen
Ich habe ein absolut lächerliches Übernahmeangebot Angebot erhalten nach meinem Werkstudium.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Design wurde ich vom etwas älteren Art Direktor bzw Design Lead kontrolliert, mir wurde nichts zugetraut, alles abgesprochen und schlecht geredet. Einmal habe ich eine Aufgabe von dieser Person bekommen, welche ich seines Erachtens nicht gut gemacht habe. Anstatt mir konstruktives Feedback zu geben, hat er das angeblich schlechte Design genommen, die Farben geändert und dem Kunden präsentiert.
Vorgesetztenverhalten
Am ersten Arbeitstag war meine Bezugsperson krank, was nicht weiter schlimm war da ich von einer anderen Person ein Onboarding bekommen habe. Jedoch hat sich diese Bezugsperson, mein sogenannter Betreuer 3 Monate nachdem ich bereits da war zum ersten Mal bei mir gemeldet. Ich habe viel Verständnis gegenüber viel Arbeit aber eine Nachfrage etwas früher wäre nett gewesen. Ich habe alles nötige von meinem Team gezeigt bekommen
Arbeitsbedingungen
Schönes Office, gemeinsames Frühstück
Interessante Aufgaben
Ich habe als Werkstudentin klassische Werkstudi-Jobs bekommen und nichts spannendes oder herausforderndes.
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 bei Territory in Gütersloh gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Darüber hinaus fällt mir leider nichts ein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In meiner Erfahrung wirkte das Unternehmen in vielen Bereichen unprofessionell und unorganisiert. Kurz bevor ich mich dazu entschied zu kündigen, bemerkte ich, dass mein Name in einer wichtigen Projektliste, die zur Planung genutzt wurde, fehlte, während alle anderen eingetragen waren. Als ich dies bei meiner Vorgesetzten ansprach, erhielt ich die Erklärung, dass mein Name aufgrund von Umstrukturierungen "übersehen" wurde. Als ich schließlich kündigte, wurde mir mitgeteilt, dass auch über eine mögliche Entlassung meiner Person nachgedacht worden war. Diese Situation verstärkte meinen Eindruck, dass Wertschätzung und Organisation in diesem Unternehmen verbesserungswürdig sind.
Verbesserungsvorschläge
Es wäre hilfreich, den erfahrenen Kolleg*innen zu verdeutlichen, dass ihre lange Betriebszugehörigkeit nicht bedeutet, dass sie automatisch die Führung für alle anderen übernehmen sollten. Einige Verhaltensweisen empfand ich als unangemessen und teilweise wenig unterstützend. Statt den Austausch zu suchen und hilfreiche Tipps zu geben, wurde bei kleineren Problemen häufig direkt der Vorgesetzte eingeschaltet. Es wäre daher sinnvoll, das Bewusstsein für professionelles Verhalten und echten Teamgeist am Arbeitsplatz zu stärken.
Arbeitsatmosphäre
In der Regel trifft man auf einige freundliche und hilfsbereite Kolleginnen, was das Arbeitsklima positiv beeinflussen kann. Allerdings habe ich festgestellt, dass nicht jeder, der oder die freundlich wirkt, es auch ernst meint. Zu Beginn meiner Tätigkeit im Projektmanagement war das Arbeitsumfeld von einigen chaotischen Strukturen geprägt. Die Zusammenarbeit mit den Teamleads war in einigen Fällen herausfordernd. Besonders auffällig war, dass eine Person häufig den Vorgesetzten konsultierte, was die Abläufe verkomplizierte. Zunächst wurde der Wunsch nach weniger Projektmanagement geäußert, doch als dies umgesetzt wurde, führte es dennoch zu Unzufriedenheit. Diese widersprüchlichen Erwartungen trugen zu einem angespannten Arbeitsklima bei.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance hing stark von der jeweiligen Führungskraft ab. Zu Beginn kontrollierte meine erste Vorgesetzte sehr genau, wann Pausen gemacht wurden, und stellte infrage, wenn ich einmal früher eine Pause einlegte – ein Verhalten, das sich meiner Meinung nach negativ auf das Arbeitsklima auswirkte. Nachdem sie das Unternehmen verließ, bekam ich zwei neue Vorgesetzte, denen die Work-Life-Balance wichtiger erschien, und dadurch verbesserte sich die Situation spürbar. Allerdings wurde ich auch während Krankheitsfällen mehrfach kontaktiert und sogar telefonisch angerufen, was für mich zusätzlichen Druck erzeugte und die Erholung erschwerte.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb meines Teams habe ich einen guten Zusammenhalt und eine positive Atmosphäre wahrgenommen. Im Projekt hingegen hatte ich den Eindruck, dass es eher wie ein Konkurrenzkampf wirkte, bei dem es häufig mehr darum ging, andere schlecht dastehen zu lassen, anstatt gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Umgang mit älteren Kollegen
Es wäre aus meiner Sicht sinnvoller, das Verhalten der erfahrenen Kolleginnen gegenüber neuen Mitarbeitenden zu betrachten. Meiner Erfahrung nach war dieses Verhalten leider oft nicht besonders positiv.
Vorgesetztenverhalten
Zu Beginn empfand ich das Verhalten meiner Vorgesetzten als wenig förderlich, was sich meiner Meinung nach negativ auf meine Arbeit auswirkte. Später hatte ich jedoch zwei neue Vorgesetzte, die ebenfalls noch nicht lange im Unternehmen waren. Mit beiden war die Zusammenarbeit deutlich angenehmer – sie waren offen, unterstützend und haben eine positive Arbeitsatmosphäre geschaffen. Mit ihnen habe ich sehr gerne zusammengearbeitet.
Arbeitsbedingungen
In Ordnung.
Kommunikation
Es wird zwar viel kommuniziert, jedoch habe ich oft den Eindruck gewonnen, dass es an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit den Themen fehlt. Anregungen oder Verbesserungsvorschläge wurden meiner Erfahrung nach häufig mit der Aussage "Das haben wir schon immer so gemacht" beantwortet, was für mich den Austausch gelegentlich unproduktiv wirken ließ.
Gehalt/Sozialleistungen
Für Berufseinsteiger*innen direkt nach dem Studium kann das Gehalt akzeptabel sein. Aus meiner Sicht ist es jedoch für Personen mit mehr Erfahrung oder besseren Alternativen im Vergleich eher unterdurchschnittlich.
Interessante Aufgaben
Könnte besser sein.
Image
Karriere/Weiterbildung
Gleichberechtigung
1Hilfreichfindet das hilfreich3Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Inkompetente, toxische Führung | Kreation kaum vorhanden | Frauen an die Macht
1,6
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Marketing / Produktmanagement bei Territory in Hamburg gearbeitet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Bei einigen Personen fragt man sich wirklich, wie sie jemals zu ihrer Position gefunden haben.
Verbesserungsvorschläge
Stellt Leute mit fachlicher Kompetenz ein. Testet eure Führung und tauscht diese gegebenenfalls aus. Zahlt ordentlich um Talente zu bekommen. Denn mit einem schlechten Image bekommt ihr die nur mit mehr Gehalt. Macht unbefristete Verträge. Lügt eure Mitarbeiter:innen nicht an. Kommuniziert offen und ehrlich.
Arbeitsatmosphäre
Wenn du deine Pappenheimer gefunden hast, kann es auch mal nett und witzig sein.
Image
Bevor ich hier angestellt war, habe ich bereits in einer anderen Agentur mit dieser arbeiten müssen. Wir hatten uns damals bereits über deren Qualität und Standing bei unseren Kunden lustig gemacht. Nachdem ich dann selbst hier angestellt war, hab ich es nochmals besser verstanden und bin froh weg zu sein. Ich frag mich, warum ich jemals den Vertrag unterschrieben hatte.
Work-Life-Balance
Es wird indirekt viel (ab)verlangt. Allerdings mündlich, nicht schriftlich. Also aufpassen! Man kommt hier gut auf seine 80 Stunden pro Woche.
Karriere/Weiterbildung
Nope.
Gehalt/Sozialleistungen
Im Branchenvergleich unterbezahlt. Hinzu kommt, dass man als Werber:in eh wenig verdient.
Kollegenzusammenhalt
Leider nicht wirklich vorhanden.
Umgang mit älteren Kollegen
Hatte kaum Berührung mit Älteren.
Vorgesetztenverhalten
Es war nie klar und wurde nie eindeutig kommuniziert, wer denn eigentlich (d)ein:e Vorgesetzte:r ist. Laut Titel und innerhalb einer entsprechenden Gruppe, sollte es eigentlich klar sein – war es aber nicht. Und wenn Leute Führung zugesprochen bekamen, wurde diese auch gern mal vor der zuschauenden Belegschaft aberkannt.
Arbeitsbedingungen
Gut: Auch wenn man viel arbeitet, so kann man sich diese Zeit gut einteilen. Ebenso war zumindest zu meiner Zeit Homeoffice zu jeder Zeit möglich. Schlecht: Im Office selbst hat man keine eigenen Büros und sitzt "modern" immer auf einen neuen Platz und Etage. Man loggt sich immer wieder in ein langsames Wlan und Anschlüsse passen an einigen Monitoren nicht. Es dauert entsprechend, bis man sich täglich eingerichtet hat und "konzentriert" arbeiten kann.
Kommunikation
Nein.
Gleichberechtigung
Frauenquote bedeutet hier, dass Männer nichts zu sagen haben. Es kommt hier nicht auf deine Skills an, sondern welches Geschlecht du hast.
Interessante Aufgaben
Anfangs ja, doch nachhaltig betrachtet nein.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
1Hilfreichfindet das hilfreich1Zustimmenstimmt zuMeldenTeilen
Toxic Leader, teilweise wird am Wochenende gearbeitet! Aufpassen!
1,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Design / Gestaltung bei Territory in Gütersloh gearbeitet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ungeschulte UX Designer, unzureichendes Software Know-how, Software komplett veraltet, Agentur ist weder fortschrittlich noch für Neues offen.
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfte prüfen, ehrlich sein, nicht hinter dem Rücken ausspionieren (Beobachtung bzw. direktes verfolgen von Tätigkeiten).
Arbeitsatmosphäre
Eher toxisch
Work-Life-Balance
Schlecht, Überstunden werden als normal bewertet
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kein Bewusstsein
Karriere/Weiterbildung
Ungenügend
Vorgesetztenverhalten
Schlecht und völlig überfordert. Nie auf Seiten der MA. Unfair, arrogant.
Arbeitsbedingungen
Schlechtes Equipment
Gehalt/Sozialleistungen
Mangelhaft
Interessante Aufgaben
Eintönig, man wird eher verheizt
Image
Kollegenzusammenhalt
Kommunikation
Gleichberechtigung
1Hilfreichfindet das hilfreich2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Arbeitgeber-Kommentar
Hallo,
vielen Dank für Deine Bewertung, auch wenn diese leider fast durchgängig schlecht für uns ausfällt. Ich freue mich aber, dass zumindest der Kollegenzusammenhalt aus Deiner Sicht satte vier Sterne erhält, auch wenn Du Deinen Kolleg:innen gleichzeitig fachlich leider ein sehr schlechtes Zeugnis ausstellst ("ungeschult").
Wir werden Deine Rückmeldung dazu nutzen, um ein kritisches Auge auf unsere Weiterbildungen und Ausstattung im Fachbereich zu werfen und würden uns freuen, wenn Du hier ebenfalls aktiv an einer Verbesserung mitwirken würdest. Du hast es in der Hand!
Beste Grüße, Carola
Zum Geld verdienen war es ok und tot gemacht hat man sich auch nicht.
3,4
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2022 im Bereich PR / Kommunikation bei Territory in Gütersloh gearbeitet.
Zwischen interner und externer Wahrnehmung liegen Welten
2,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei TERRITORY MEDIA GmbH in München gearbeitet.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mitarbeiterrabatte auf hauseigene Bücher, günstige Kantine, gefiltertes Sprudelwasser aus dem Hahn und Saftschorlen sowie Obst.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie vermutlich überall, gibt es auch hier Fälle von mehr oder weniger offenem Mobbing. Mehr als einen untätigen Zuhörer in den Teamleitungen fand man allerdings nicht. Es wurde nichts dagegen unternommen und auch trotz mehrfacher Beschwerden durch verschiedene Mitarbeiter über immer dieselben Personen wurden keine weiteren Schritte gegen diese eingeleitet oder Konsequenzen auch nur in Erwägung gezogen.
Verbesserungsvorschläge
Ihr gebt den Mitarbeitern die Chance, sich zu äußern - aber zuhören und sich etwas zu Herzen nehmen, ist ein gewaltiger Unterschied. Ich weiß aus mehreren Quellen, dass sie viele Probleme angesprochen haben und nicht eines davon hat es thematisch in die "höhere Ebene" geschafft. Daher ist nicht das Zuhören das Problem, sondern das Verstehen, Reflektieren und Umsetzen.
Arbeitsatmosphäre
Bemüht locker und freundlich, um den Schein zu wahren, wer aber zwischen den Zeilen liest, bemerkt schnell die Unaufrichtigkeit, die sich durch alle Ebenen zieht. Es gab durchaus (sehr!) gute und motivierte Kollegen hier, die aber von der Falschheit und Ellbogenmentalität anderer überschattet wurden.
Image
Territory hielt sich zu meiner Zeit noch mit dem einst guten Image über Wasser, weshalb ich über LinkedIn und XING vermutlich auch viele Recruiter-Anfragen erhielt, aber statt einen anderen Kurs einzuschlagen, wurde das sinkende Schiff stur weiter gegen den Eisberg gerammt.
Image intern: ** Image extern: ****
Work-Life-Balance
Lol.
Zu meiner Zeit gab es noch keine Zeiterfassung, d.h. ich arbeitete oft wochenlang 50-60h/W. Dem Vorgesetzten war dies gleichermaßen bekannt wie auch egal - Hauptsache, das Ergebnis stimmte. Überstunden fielen somit zahlreich an und die Bereitschaft dafür war nicht nur erwünscht, sondern wurde auch vorausgesetzt - damals noch vollkommen unbezahlt und ohne Freizeitausgleich, trotz eigentlich gesetzlicher Vorgaben. Ein Grund hierfür war die chronische Unterbesetzung, da Aufgaben bei wegfallenden Kollegen ja schließlich auch einfach auf vorhandene Mitarbeiter umverteilt werden konnten, ohne aktiv nach Ersatz zu suchen.
Inzwischen gibt es die besagte Zeiterfassung (seit es Pflicht ist) und die entstandenen Überstunden können wohl auch abgebaut werden. Aus Quellen weiß ich jedoch, dass dieser Abbau nur zu Zeiten möglich ist, die dem Arbeitnehmer nichts nützen... Und ich persönlich warte heute noch auf das versprochene Sommerloch 2020/21.
Karriere/Weiterbildung
Karriere machte der, der nicht selten dazu bereit war, bis weit nach 20 Uhr im Büro zu bleiben (im Home Office bekam das ohnehin niemand mit, selbst wenn es regelmäßig vorkam). Weiterbildungsmaßnahmen waren kaum vorhanden. Es gab zwar eine Art „Bertelsmann Academy“, aber diese bestand aus lieblosen Online-Sessions ohne Mehrwert. Im besten Fall schaute man sich diese außerhalb der regulären Arbeitszeit an, denn sie hatten ohnehin keinerlei Auswirkung auf irgendetwas.
Als geldwertes Bonusziel aktualisierten Mitarbeiter seit Jahren bestehende Präsentationen für ihren jeweiligen Fachbereich und trugen diese den Kollegen vor. Externe Maßnahmen tendierten gegen Null, kosten ja schließlich Geld.
Teamleitung werden konnte hingegen jeder, der nur lange genug dabei war, dem Vorgesetzten unterwürfig die Füße küsste und das Privatleben hintanstellte, um es der Agentur zu opfern. Soziale Stärke spielte dabei leider eine sehr untergeordnete Rolle, die gerade für Teamleitungen eigentlich eine Grundvoraussetzung sein sollte. Toll für den eigenen Lebenslauf, aber völlig unnütz für die unterstellten Mitarbeiter.
Gehalt/Sozialleistungen
Je nach Verhandlungsgeschick ist das Gehalt für die Agenturbranche bestenfalls durchschnittlich. Mickrige Gehaltserhöhungen nach einer Beförderung fühlten sich mehr nach Hohn als Lohn an.
Positiv zu erwähnen ist jedoch der Jahresbonus, der sich aus drei Faktoren zusammensetzte: 1) eigene Performance (25%), 2) Team-Performance (25%), 3) Unternehmens-Performance (50%). Ich hatte damals nur 100% Auszahlung miterlebt und kann damit somit zufrieden sein.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
... Mülltrennung? Was direkt von der Spülmaschine neutralisiert wurde, die auch mit nur drei Gläsern angeschmissen wurde.
Positiv zu bewerten waren die zwei Social Days pro Jahr, die man sich nehmen kann, um bei sozialen Projekten zu unterstützen. Aber bitte nicht am Stück, sondern die 16 Stunden möglichst umständlich auf 4-8 Nachmittage aufgeteilt, damit es sich für die Agentur nur wie ein früher Feierabend anfühlt. Wie nützlich diese "Social Hours" dann für die gewählte Einrichtung tatsächlich sind, sei mal dahingestellt.
Kollegenzusammenhalt
Ohne die top Kollegen, mit denen man sich über die zahlreichen Missstände in dieser Agentur austauschen konnte, wäre ich schon viel früher gegangen. Was hier zusammenschweißte, war somit aber nur ein gemeinsames Feindbild und weniger ein echtes Miteinander.
Umgang mit älteren Kollegen
Kaum vorhanden, sie wurden jedoch, soweit ich das subjektiv beurteilen konnte, weder bevorzugt behandelt noch benachteiligt. Insgesamt ist das Unternehmen aber eher jung. Es versteht sich als Ausbildungsbetrieb in der Hoffnung, sich kompetente, loyale Mitarbeiter heranzuzüchten - die die Agentur wiederum nur als Sprungbrett in die Branche nutzen und schnell Reißaus nehmen, sobald ein anderes Unternehmen mit besseren Konditionen anklopft, daher vermutlich auch die geringe Zahl älterer Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Je nach Abteilung gab es die Wahl zwischen: a) non-PC Kommentaren, die natürlich, wenn man sie nur in einem lustigen Tonfall sagte, bitte auch als Scherz wahrgenommen werden mussten. Beliebte Themen waren Partner- oder Kinderlosigkeit, aber auch das Gewicht. b) einem Choleriker sondergleichen, der Mitarbeiter gerne mal minutenlang und vor versammelter Mannschaft derart niedermachte, dass man mit dem Betroffenen fast mitweinen wollte. c) absoluter Inkompetenz, die das eigene Team gegeneinander ausspielte und Schuldige für eigene Fehler benannte, um selbst gut dazustehen und die Illusion von Kompetenz aufrechtzuerhalten.
Arbeitsbedingungen
Neues Bürogebäude, funktionierende Hard- und Software, jedoch unfähige IT, sobald es nicht mehr ausreichte, den Laptop einmal runter- und wieder hochzufahren. Verstärktes Home Office wurde Corona-bedingt toleriert, wobei durch die (Vorschlaghammer-)Blume schon oft mitschwang, dass es eher unerwünscht war.
Kommunikation
Nur vordergründig vorhanden. Mitspracherechte wurden nach außen hin zwar jedem zugestanden, aber eigentlich waren die Entscheidungen längst gefallen und das Gefühl der Mitsprache sollte nur dazu führen, das dahinterstehende "Du hast sowieso keine andere Wahl" zu verschleiern.
Gleichberechtigung
Ich habe keine Probleme beim Thema Jung vs. Alt oder Mann vs. Frau bemerkt. Die GF ist männlich, aber Teamleitungen sind vermehrt weiblich, wobei Mediaplanung insgesamt auch einfach eine eher weibliche Branche ist.
Interessante Aufgaben
Stark team- und kundenabhängig. Sehr viel Copy-Paste und eintönige Präsentationen mit unmenschlichen Deadlines standen an der Tagesordnung. Eigenständiges Denken und Handeln wurde nur anerkannt, wenn man das Rad dabei nicht neu erfand, sondern sich stur in den gewohnten Bahnen bewegte.
Lasst euch von den farbenfrohen Stellenausschreibungen nicht täuschen: Was hier genannt wird, macht nur einen verschwindend geringen Teil des Daily Doings aus.
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