71 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
71 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


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71 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Zuerst 3 Monate geghostet, ohne dass meine Bewerbung jemals gelesen wurde (Status im Bewerberportal einsehbar), trotz Kontaktversuch keine Antwort und keine Review meiner Unterlagen. Nach 3 Monaten Standardabsage (Status im Bewerberportal von Application Submitted sofort zu Absage). Ich finde es sehr schade, wenn man Zeit in eine Bewerbung steckt, wenn sie nicht einmal gelesen und wird.
Im Rahmen eines Kennenlernwochenendes wurde ich von BCG nach München eingeladen. Insgesamt ein schöner Workshop, bei dem man Unternehmen und Stadt kennenlernt. Leider hat der Besuch mehr Fragen hinterlassen als beantwortet.
Los ging es mit einer Fragerunde. Hier wurde der Karriereverlauf vom Associate bis zum Partner vorgestellt. Auch dass BCG ein Jahr fördert, in dem man seinen Doktortitel machen kann, interessierte mich. Was für ein Doktor oder welche Hochschulkooperation das denn sei, die nur ein Jahr in Anspruch nimmt?
"Das ist dann natürlich nicht die höchste Forschungsarbeit." hieß es dann.
Das Publikum waren überwiegend männliche Studenten aus der BWL und während eines Wochenendes bekam man hier eine Reihe sexistischer Aussagen zu hören:
"Wo sind denn heute Abend die Chicks?"
"Manche Mädels kriegen den Job echt nur geschenkt wegen Gender Equality."
Nach der Veranstaltung erreichten mich dann über die Whatsapp-Gruppe auch noch Nachrichten sexueller Art, die weit unter die Gürtellinie gingen.
Was nun BCG damit zu tun hat oder dafür kann? BCG hat für dieses Wochenende eine gewisse Fürsorgepflicht für die Teilnehmer und hat diese Gäste anscheinend ohne eingehendere Prüfung eingeladen. Auch hat BCG nicht im Vorfeld oder zu Beginn gewisse Spielregeln und Rahmenbedingungen für das Miteinander erklärt, sondern erwartet, dass die Teilnehmer das bereits von Haus aus mitbringen. Auch eine spezielle Ansprechperson oder anonyme Meldemöglichkeit, denen ich diese belästigende Nachrichten hätte vorlegen können, wurde nicht näher vorgestellt. Nach diesem Wochenende wurde mir eines deutlich klar: Firmen wie BCG & Co. ziehen sehr stark ein bestimmtes Klientel an, das sich evtl. durch herausragende Leistung, aber weniger durch Sozialempathie auszeichnent. Und diese Art von Zielgruppe, die sich durch männliche Dominanz im Beratungsgeschäft überlegen fühlt, wird einem dann im weiteren Berufsleben den Alltag "bereichern".
Der größte Witz der Veranstaltung war ein Seminar, in dem wir darüber informiert wurden, dass BCG klimaneutral sei. Das hat BCG natürlich selbst untersucht. Warum sollte BCG das auch extern und unabhängig prüfen lassen? Wenn einem im nächsten Seminar dann von einem frisch gebackenen Familienvater erzählt wird, dass er jede Woche von München erst nach Paris und dann nach Südafrika fliegt, wo er ein Logistikprojekt betreut, ist das Green Washing offensichtlich. Ganz abgesehen davon, welche Familienwerte das Unternehmen mit der ständigen Abwesenheit eines Familienvaters in den ersten Lebenswochen seines Kindes nach außen vermittelt.
Selbst aus Bewertungen von Angestellten geht hervor, wie unglaubwürdig diese Behauptung zur Klimaneutralität angesichts der vielen Inlandsflüge ist. Im Austausch mit einem Berater am Sonntagmorgen sinnierte dieser sogar darüber, ob er heute nochmal schnell nach Wien fliegen sollte, auch wenn er eh schon am nächsten Morgen für die Arbeit nach München zurückfliegen müsste. Klimaneutral, ja? Dass die Jobs eh überwiegend im Home Office erledigt werden können, hat man BCG anscheinend auch noch nicht verraten.
Am letzten Abend führte der Betreuer unseres Workshops mit jedem von uns ein kurzes Feedbackgespräch - außer mir. Auch wenn ich häufiger durch kritisches Hinterfragen der Wochenarbeitszeit und der Lernkurve beim debilen Erstellen von PowerPoint-Präsentationen für Kunden signalisiert hatte, dass man mich für diesen Job erst überzeugen muss, fand ich dieses Verhalten unfair und unangemessen. Höflicher Umgang mit Bewerbern sieht anders aus.
Rückblickend betrachtet bin ich nun froh, mich damals gegen das Consulting entschieden zu haben. Ich verdiene nun ähnlich gut bzw. besser und muss für meine 80-90k nur moderate 30-35 Wochenstunden arbeiten. Regelmäßig 50-60 Wohenstunden zu schuften, andauernd erst gegen 22/23 Uhr Feierabend zu haben so wie hier alle Angestellten berichten und sich dabei ständig wie ein Paket verschicken zu lassen, wäre für mich sinnbefreite Arbeit. Die (etwas bitteren) Geschichten über leere Kühlschränke an einem Sonntag oder überteuerte Wohnungen in der Münchner Innenstadt, die bei dem Job ständig leerstehen, sagen einiges über Sinn und Unsinn dieses Workaholismus aus.
Mit über 10 Jahren Berufs-, Führungs- und Branchenerfahrung bekommt man nicht einmal die Chance und wird zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.
Wenn man nicht gerade von einer Target Uni kommt, hat man anscheinend eh kaum Chancen.
Besser geht es wirklich nicht - bester Auswahltag aller MBB/T2 Unternehmensberatungen
Dauer des Prozesses:
Der Bewerbungsprozess hat sich insgesamt über 3 Monate gezogen. Recruiter war extrem unkoordiniert, Terminplanung war ein absolutes Chaos, es wurde sich nie an zeitliche Commitments gehalten, keine Entschuldigung für Verzögerungen von Seiten des Recruiters.
Zwischen Recruiter, Peer und Teamlead Interview vergingen jeweils mehrere Wochen und das ohne gutes Expectation Management. Nach jeder Interview Runde gab es fixe Commitments "Wir melden uns morgen" oder "Bis Ende der Woche" - dann jedes Mal komplette Funkstille. Ich musste mich bei jeder Runde aktiv nach einem Update erkundigen. Keinerlei Entschuldigung vom Recruiter, stattdessen jedes Mal nur roboterhafte Antworten und erneutes zeitliches Aufschieben. Man wurde regelrecht hingehalten.
Fehlende Menschlichkeit / Interview nach Script:
Recruiter sowie Peer-Interview waren jedes Mal komplett Ablauf nach Script. Man hätte genauso gut mit einer KI sprechen können. Nach "Hello, how are you" folgte ohne Überleitung direkt "Can you tell me about a time when..." und dann wurde einfach nur das Interview Script mit den klassischen 54 Fragen Katalog runtergebetet. Auf konkrete Rückfragen wurde jedes Mal perplex mit dem Wiederholen der identischen Frage reagiert. Man hatte das Gefühl als würde man mit Robotern statt mit echten Menschen sprechen. Erst das finale Teamlead Interview nach 3 (!) Monaten fand auf Augenhöhe als "echter" Austausch / Gespräch statt und war sehr sympathisch.
Fehlende interne Kommunikation:
Recruiter und Hiring Manager haben Stellenbeschreibung und Teamstruktur komplett konträr geschildert. Intern scheint die Kommunikation also genauso gut zu laufen wie extern.
Ich bereue, dass ich nicht eher auf die Red Flags reagiert habe und mich vorzeitig aus dem Bewerbungsprozess zurückgezogen habe. Mangelnde Wertschätzung für Zeit und Aufwand der Kandidat*innen.
- KI erkennt bei ansprechend designten CVs nur 50% der Angaben und lässt manche komplett heraus; unglaublich nervig, das alles im Nachhinein nochmal händisch ergänzen und korrigieren zu müssen
- fügt eine Verknüpfung zu LinkedIn hinzu, dann muss man seine ganzen Skills nicht alle nochmal einzeln bei euch eintippen und angeben
- programmiert die Vorschläge dafür so, dass nicht dauernd Deutsche und Englische Begriffe gemischt oder doppelt angezeigt werden; dafür viel lieber, dass nicht immer nur alphabetisch die ersten 5 zur Auswahl stehen, sondern alle
- zeigt eure offenen Stellen auf der Website ohne dass man sich erstmal einen Account anlegen muss
- zuletzt: erklärt bitte mal zum einen transparent, zum anderen aber vor allem überhaupt und VORHER, warum ich von mir mit etlichen Jahren Berufserfahrung nochmal mein Abiturzeugnis von vor einzwei Jahrzehnten gefordert wird !?
- Nachtrag: Und fügt bitte eine Option ein, dass ich meine Unterlagen - wie von euch wörtlich gefordert - direkt im Portal nachreichen kann, ohne ausschließlich meine ganze Bewerbung zurückziehen zu können und den ganzen Hickhack nochmal von Anfang an durchlaufen zu müssen ... Herrimhimmel, hätte echt niemals erwartet, dass es SO viele Kritikpunkte gibt.
Angenehmes Gespräch, aber Teil eines respektvollen Umgangs sollte eine Rückmeldung statt Ghosting sein.
I applied for a position at BCG, fully meeting all listed prerequisites as a highly qualified candidate with a strong track record of excellence. Despite this, I was not even invited to a first-round interview.
While I understand that selection is competitive, the process felt neither transparent nor entirely merit-based. More clarity on selection criteria would improve fairness for all candidates.
Diversity and inclusion are important, but fairness should apply to everyone. I hope BCG takes steps toward a more objective and transparent hiring process in the future.
Vielleicht nach 8 Runden anrufen und absagen? Eine E-Mail, von einer do not reply Adresse, ist sowas von frech.
Alleine, dass man drei Monate warten muss, zeigt dass BCG nicht mehr das ist was es mal war - und die Huette intern ordentlich brennen muss, wenn Sie nicht mal den Recruiting Prozess hinbekomme. Ich bin super happy, dass ich abgelehnt worden bin!
Die Möglichkeit hinzufügen die eigenen Bewerbungsunterlagen zu aktualisieren.
Kann doch nicht sein, dass wenn ich Bewerbungsunterlagen nachreichen will ich nur die Möglichkeit habe meine Bewerbung zurückzuziehen und damit automatisch aus dem Bewerbungsprozess auszuscheiden.
Habe dem entsprechenden Ansprechpartner für Studentenjobs meine nachgereichten Unterlagen zugesendet. Keine einzige Antwort erhalten, nach über 2 Wochen dann eine Absage erhalten ohne ein Feedback - ich solle doch Rücksicht haben, dass man bei der schieren Menge an Bewerbern keine individuellen Feedbacks geben könne.
Die Anforderungen auf eurer Seite erfülle ich problemlos, euer Bewerbungsverfahren hat mir nicht geholfen - ich weiß weder welche Qualifikationen mir hier gefehlt haben noch welche ich mir aneignen sollte.
Ziemlich enttäuschend für ein angeblich so hoch angesehenes, elitäres Unternehmen.
So verdient kununu Geld.