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Förch 
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Bewertung

Es fehlt an gelebter Inklusion, fairer Struktur und echtem Team-Schutz

1,8
Nicht empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Förch GmbH & Co.KG in Neuenstadt am Kocher gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der verlässliche Zusammenhalt und der Austausch mit einer Handvoll enger Kolleginnen und Kollegen im unmittelbaren Arbeitsumfeld. Diese menschliche Unterstützung im Alltag macht die Arbeit trotz der schwierigen Rahmenbedingungen erträglich und sorgt für die nötigen Lichtblicke im Job.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dass bei offensichtlichen Spannungen und Konflikten im Team von Vorgesetztenseite weggeschaut wird, statt aktiv zu vermitteln. Zudem fehlt es an spürbarer Wertschätzung und zeitgemäßen Strukturen, um die Motivation langfristig zu erhalten. Auch das Thema Barrierefreiheit wird in der Praxis im Gebäude leider nicht konsequent zu Ende gedacht: Während die Pflichtkriterien formal erfüllt sind, fehlen im Alltag automatische Innentüren oder ergonomische Hilfen (wie gut greifbare Treppengeländer). Zudem ist eine einzige barrierefreie Toilette im Erdgeschoss bei insgesamt vier Stockwerken absolut unzureichend geplant und stellt für Betroffene im Alltag eine unnötige Hürde dar.

Verbesserungsvorschläge

Umgang mit Konflikten: Ich würde mir wünschen, dass das Management bei Unstimmigkeiten oder Spannungen im Team aktiver hinschaut und betroffene Mitarbeitende spürbar unterstützt, statt Situationen auszusitzen.
​Gehaltsstruktur überprüfen: Eine Anregung zur Selbstreflexion: Es wäre sinnvoll, ein Konzept zu entwickeln, das die Gehaltsentwicklung von langjährigen, loyalen Kräften fair mit den marktbedingten Einstiegsgehältern von Neueinstellungen abgleicht, um Frustration zu vermeiden.
​Weiterbildung flexibler sehen: Es wäre schön, wenn die Eigeninitiative von motivierten Angestellten bei Schulungen als Chance gesehen und etwas unbürokratischer unterstützt wird, auch wenn ein Thema mal über den Tellerrand hinausgeht.

Arbeitsatmosphäre

​Die Arbeitsatmosphäre ist leider von einem sehr respektlosen Umgang geprägt. Es finden regelmäßige Ausgrenzungen und verbales Mobbing unter Kolleginnen und Kollegen statt, die das Arbeitsklima massiv vergiften. Besonders enttäuschend ist das Verhalten der Vorgesetzten: Missstände und gezielte Schikanen werden ignoriert, selbst wenn sie in offiziellen Jahresgesprächen aktiv und deutlich angesprochen werden. Statt einzugreifen und die Mitarbeitenden zu schützen, wird das Problem ausgesessen oder verschlimmert sich nach der Ansprache sogar. Dies führt dazu, dass Betroffene die Motivation verlieren und mit Angst zur Arbeit kommen. Ein absolut unprofessionelles und psychisch belastendes Umfeld.

Image

Nach meiner Wahrnehmung passt das Bild, das nach außen vermittelt werden soll, nicht zur gelebten Realität im Unternehmen. Die aktuellen Sparmaßnahmen, der ungleiche Umgang mit Kürzungen und vor allem das ungelöste Konfliktmanagement im Team werfen intern ein sehr negatives Licht auf das Gesamtbild. Wenn die internen Probleme die tägliche Arbeitsqualität so stark belasten, leidet das Image als Arbeitgeber massiv. Hier gibt es intern sehr viel aufzuarbeiten.

Work-Life-Balance

​Was nützen theoretische Arbeitszeiten, wenn man die giftige Atmosphäre und die Sorgen um die Situation im Team jeden Tag mit nach Hause nimmt? Durch das ungelöste Mobbingproblem und das Desinteresse der Vorgesetzten ist die psychische Belastung so hoch, dass ein Abschalten in der Freizeit kaum noch möglich ist. Man geht mit Bauchschmerzen zur Arbeit und nimmt den Frust und die Hilflosigkeit mit ins Privatleben. Unter einer gesunden Work-Life-Balance verstehe ich etwas völlig anderes.

Karriere/Weiterbildung

Für meinen Geschmack zu viel Bürokratie statt echter Förderung
Ich finde es sehr schade, wie hier mit dem Thema Weiterbildung umgegangen wird. Von Vorgesetztenseite wird zwar oft betont, man solle Angebote nutzen, aber nach meiner persönlichen Erfahrung sieht die Praxis anders aus: Sobald man echtes Interesse zeigt und sich weiterentwickeln möchte, wird das Engagement für meinen Geschmack viel zu schnell gebremst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Weiterbildungen oft sehr restriktiv abgelehnt werden, wenn sie nicht zu 100 % in das aktuelle Aufgabengebiet passen. Ich finde, hier wird viel Potenzial und Motivation von engagierten Mitarbeitenden unnötig liegengelassen, statt eine echte Karriereentwicklung zu unterstützen.

Gehalt/Benefits

Dass bei freiwilligen Sozialleistungen und Events der Rotstift angesetzt wird, ist nachvollziehbar und wird mitgetragen. Meine Beobachtung beim Grundgehalt ist jedoch eine andere: Es fehlt an einer transparenten und leistungsorientierten Struktur. Durch marktbedingte höhere Einstiegsgehälter für neue Mitarbeitende entsteht eine spürbare Kluft zu loyalen Angestellten, die schon länger im Unternehmen sind. Wenn langjährige Erfahrung und das Einarbeiten neuer Kollegen finanziell nicht ausreichend gewürdigt werden, führt das verständlicherweise zu Frustration und unnötiger Fluktuation. Hier wird ein nachhaltiges Konzept zur Gehaltsanpassung benötigt, um bestehende Mitarbeitende fair zu halten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Technik gut gemeint, in der Praxis für das Wohlbefinden schwierig
Das Gebäude läuft über eine vollautomatische Steuerung. Das ist energetisch vielleicht gut gedacht, schränkt das persönliche Wohlbefinden im Alltag aber stark ein. Die Bewegungsmelder im Großraumbüro empfinde ich als unpraktisch – im Winter sitzt man bei längerer Arbeitszeit plötzlich im Dunkeln. Zwar gab es nach Hinweisen Versuche, das grelle Licht zu justieren, aber eine manuelle, flexible Regelung pro Bereich wäre für das Team gesünder. Auch die automatische Belüftung sorgt leider oft für schlechte Luftqualität und Kopfschmerzen. Positiv hervorzuheben ist, dass die Kühlung im Sommer gut funktioniert und es eher zu kühl als zu warm ist, was das Arbeiten bei Hitze erträglich macht.

Kollegenzusammenhalt

Von Teamgeist oder Zusammenhalt kann hier leider keine Rede sein. Statt sich gegenseitig zu unterstützen, herrscht ein Klima, in dem gezieltes Mobbing und das Lächerlichmachen von Einzelnen im Team geduldet oder sogar aktiv betrieben werden. Anstatt dass die Gemeinschaft aufsteht und Schikanen stoppt, schauen viele weg oder machen mit. Ein solidarisches und respektvolles Miteinander auf Augenhöhe ist in dieser Gruppendynamik absolut nicht vorhanden.

Umgang mit älteren Kollegen

Man merkt im Alltag leider eine gewisse Resignation bei langjährigen bzw. älteren Kollegen. Es wirkt so, als würde die wertvolle Berufserfahrung nicht richtig geschätzt oder aktiv eingebunden, was verständlicherweise zu Frustration führt. Hier sollte mehr getan werden, um erfahrene Mitarbeitende zu motivieren und zu halten, statt sie gedanklich innerlich kündigen zu lassen.

Vorgesetztenverhalten

​In dieser Kategorie versagen die Vorgesetzten auf ganzer Linie. Wenn Mitarbeitende in offiziellen Jahresgesprächen aktiv um Hilfe bitten und systematisches Mobbing durch Kollegen melden, muss eine Führungskraft sofort handeln. Hier passiert jedoch das genaue Gegenteil: Die Missstände werden toleriert und ausgesessen, wodurch sich die Situation für die Betroffenen im Anschluss sogar noch verschlimmert. Es fehlt jegliche Führungskompetenz, um das Team zur Ordnung zu rufen und Schwächere zu schützen. Man wird mit seinen Problemen von den Führungskräften komplett im Stich gelassen.

Arbeitsbedingungen

Modernes Gebäude, aber nach meinem Empfinden nicht zu Ende gedacht
Das Gebäude ist mit rund vier Jahren sehr neu und die Ausstattung ist grundsätzlich gut. Ich empfinde es jedoch im Alltag als sehr schade, dass die Barrierefreiheit für mein Gefühl nicht konsequent durchdacht wurde. Ich persönlich erlebe die schweren Innentüren ohne Automatik und die eckigen, klobigen Treppengeländer als unpraktisch und unergonomisch, wenn man auf Halt angewiesen ist. Auch dass bei vier Stockwerken nur im Erdgeschoss eine barrierefreie Toilette vorhanden ist, macht den Alltag für mein Empfinden unnötig hürdenreich. Hier wurde nach meiner Wahrnehmung leider mehr Wert auf die Optik als auf echte, praktische Inklusion gelegt.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen ist mangelhaft. Es wird zwar viel geredet, aber nicht konstruktiv miteinander umgegangen. Besonders kritisch ist die Kommunikation von unten nach oben: Wenn schwerwiegende Probleme wie Mobbing oder Schikanen im Team in offiziellen Jahresgesprächen offen angesprochen werden, verpufft das völlig. Es gibt kein echtes Feedback, keine spürbaren Konsequenzen und keinerlei lösungsorientierten Dialog. Ernsthafte Sorgen der Mitarbeitenden werden ignoriert oder ausgesessen, was jegliches Vertrauen in die Kommunikation mit der Führungsebene zerstört.

Gleichberechtigung

​In der Praxis zeigt sich eine eher klassische Struktur: Die Führungsebene ist primär männerlastig geprägt und Frauen sind in höheren Positionen kaum vertreten. Es fehlt an transparenten, klar definierten Karrierepfaden und transparenten Auswahlprozessen für interne Aufstiegschancen. Hier besteht definitiv Potenzial für mehr zeitgemäße Förderung und Chancengleichheit.

Interessante Aufgaben

Rein fachlich sind die Aufgaben eigentlich abwechslungsreich und bieten Potenzial. Man könnte sich hier gut einbringen. Das große Aber ist jedoch das mentale Umfeld: Die psychisch extrem belastende Dynamik im Team und das Wegschauen der Vorgesetzten ziehen alles nach unten. Man kann sich auf die eigentlich interessanten Aufgaben gar nicht richtig konzentrieren, weil die Energie komplett dafür draufgeht, die toxische Stimmung zu ertragen. Schade um die eigentlich gute Arbeit.

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Arbeitgeber-Kommentar

Philipp Keicher, HR Business Partner
Philipp KeicherHR Business Partner

Sehr geehrte Führungskraft,

zunächst einmal vielen Dank dafür, dass Sie sich die Zeit genommen haben Ihr ehrliches Feedback zu hinterlassen und Ihre Sorgen zu äußern.

Es tut uns sehr leid zu lesen, welche Erfahrungen Sie gemacht haben. Insbesondere die von Ihnen geschilderten Themen rund um respektlosen Umgang, Mobbing, fehlendes Eingreifen von Führungskräften und mangelnde Wertschätzung entsprechen in keiner Weise unseren Unternehmenswerten und unserem Anspruch an Zusammenarbeit. Ein wertschätzendes, faires und sicheres Arbeitsumfeld hat für uns oberste Priorität, um unserem Anspruch als Familienunternehmen gerecht zu werden.

Wir wollen Ihre Bewertung ungern ohne Taten stehen lassen, weshalb wir sehr an einem vertrauensvollen Austausch interessiert sind. Ich denke, dass wir Ihnen als HR als vertrauensvoller Partner zur Seite stehen können. Daher der dringende Appell, sich bitte bei mir zu melden, sodass wir dafür sorgen können, dass Sie wieder gerne zu FÖRCH kommen. Einen vertrauensvollen Umgang sichere ich Ihnen zu.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Stammhaus
Philipp Keicher

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.