Sparmaßnahmen, zu viel Druck und wenig Wertschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zurzeit fällt es mir schwer, viele positive Aspekte zu nennen. Besonders hervorheben möchte ich jedoch den starken Zusammenhalt unter den Kollegen.
Dass das Gehalt pünktlich überwiesen wird, sollte für jeden Arbeitgeber selbstverständlich sein und zählt für mich daher nicht zu den besonderen Stärken des Unternehmens.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Früher herrschte ein entspanntes und teilweise sogar familiäres Arbeitsklima. In den vergangenen etwa sechs Monaten hat sich die Stimmung jedoch deutlich verschlechtert. Die Sparmaßnahmen sind in allen Bereichen spürbar. Viele Mitarbeiter wirken unzufrieden und denken teilweise über einen Wechsel nach.
Das neue Arbeitszeitmodell, durch das selbst die ohnehin geringen Nachtzuschläge weiter reduziert werden, empfinde ich als ein falsches Signal. Gleichzeitig fallen immer mehr Überstunden an, die lediglich auf dem Zeitkonto gutgeschrieben werden. Mehr Arbeit bei gleichzeitig geringerem finanziellen Ausgleich – das kann auf Dauer nicht funktionieren.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen hat grundsätzlich großes Potenzial. Der Erfolg hängt jedoch stark von den Mitarbeitern ab – unabhängig von Bereich oder Position. Daher sollte deutlich mehr Wert auf Wertschätzung und faire Rahmenbedingungen gelegt werden.
Früher gab es kleinere Gesten wie Geschenke zu Feiertagen oder im Sommer Obst und Eis für die Mitarbeiter. Solche Dinge sind inzwischen seltener geworden, was sich spürbar auf die Stimmung auswirkt.
Ein transparenteres und einheitliches Vergütungssystem, idealerweise auf tariflicher Basis, würde aus meiner Sicht viele Probleme lösen.
Ebenso wäre es wichtig, Führungskräfte stärker nach kommunikativen und sozialen Kompetenzen auszuwählen. Eine bessere Gesprächskultur zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten würde die gesamte Arbeitsatmosphäre deutlich verbessern...
Arbeitsatmosphäre
In letzter Zeit hat sich das Arbeitsumfeld leider spürbar verschlechtert, was auch vielen Kollegen aufgefallen ist. Der ständige Stress und der Druck von oben wirken sich negativ auf die Arbeitsmoral aus. Die Haltung einiger Führungskräfte hat sich verändert, wodurch viele Mitarbeiter zunehmend unmotiviert wirken.
Image
Nach außen wirkt vieles sehr positiv und motivierend, insbesondere über soziale Medien. Im Arbeitsalltag entsteht jedoch teilweise ein anderes Bild: viele Mitarbeiter wirken unzufrieden und denken über einen Wechsel nach.
Work-Life-Balance
Eine gute Work-Life-Balance ist schwer zu halten, wenn man den Stress und Druck von der Arbeit mit nach Hause nimmt. Die Arbeitszeit wurde in letzter Zeit erhöht, ohne dass dies entsprechend ausgeglichen wird. Überstunden werden häufig nur dem Zeitkonto gutgeschrieben, anstatt fair vergütet zu werden. Zusätzlich wird zunehmend an Zuschlägen gespart, was sich negativ auf die Mitarbeiter auswirkt.
Gehalt/Benefits
Wie allgemein bekannt ist, gehört Förch nicht zu den Unternehmen mit überdurchschnittlicher Bezahlung. Durch fehlende Zuschläge ist das Gehalt häufig nicht besonders wettbewerbsfähig. Außerdem kommt es vor, dass Mitarbeiter ohne entsprechende Qualifikation mehr verdienen als Kollegen, die seit Jahren im Unternehmen arbeiten und eine abgeschlossene Ausbildung haben. Auch bei den Zusatzleistungen liegt die Konkurrenz Förch deutlich voraus. Langfristig ist es aus meiner Sicht keine gute Strategie, an den eigenen Mitarbeitern zu sparen.
Kollegenzusammenhalt
Glücklicherweise versuchen die Kollegen weiterhin, sich gegenseitig zu motivieren und sich Mut zu machen. Ohne diesen kollegialen Zusammenhalt wüsste ich nicht, wie die Produktion überhaupt noch funktionieren würde.
Umgang mit älteren Kollegen
Nach meinem Eindruck werden ältere Mitarbeiter bei Förch grundsätzlich respektvoll behandelt.
Vorgesetztenverhalten
Meistens werden Entscheidungen vom Management getroffen und anschließend umgesetzt, ohne die Belegschaft ausreichend einzubeziehen. Einige Führungskräfte kommunizieren in einer Art und Weise, die von vielen Mitarbeitern als respektlos empfunden wird. Insgesamt wirkt die Führungsebene teilweise stark unter Druck, was sich auch auf die Mitarbeitenden überträgt.
Arbeitsbedingungen
Im Lager ist es teilweise sehr staubig. Da die Mitarbeiter jedoch am Ende jeder Schicht gründlich reinigen, sehe ich darin kein größeres Problem.
Die Maschinen und Arbeitsgeräte sind größtenteils modern und für die tägliche Arbeit gut geeignet. Falls einmal etwas kaputtgeht, wird es in der Regel schnell repariert oder ersetzt.
Kommunikation
Viele Informationen werden entweder gar nicht oder erst im allerletzten Moment an die Mitarbeiter weitergegeben.
Interessante Aufgaben
Im Bereich Logistik/Lager sind die Aufgaben naturgemäß oft monoton und wiederholen sich. Auch wenn Motivation und der Wunsch nach Weiterentwicklung vorhanden sind, wird dies im Unternehmen nur begrenzt gefördert oder wahrgenommen.


