Aktuell in einer schwierigen Position, besser wirds aber nicht nur durch äußere Faktoren.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Benefits, firmeninterne Kommunikation und das Umweltbewusstsein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlende Prozesse und die Garagen-Mentalität.
Verbesserungsvorschläge
Projekte systematisieren, Requirement-Engineering betreiben und Ergebnisse dokumentieren. Nach Sparmaßnehmen auch mal den Workload reduzieren und bei den Projekten straffen.
Arbeitsatmosphäre
Die Firma gibt es nun schon über zwanzig Jahre, einige sind jedoch nicht aus dem Garagen-Startup-Gedanken heraus gekommen. Gerade wenn es um vernünftige Prozesse wie Requirements, Rollout und Dokumentation geht darf man hier wirklich nichts erwarten, weil es hier nichts gibt. Wer nach Arbeit mit System sucht wird leider enttäuscht. Initiativen von diesen werden von Team-Leads ggf auch gesehen und für gut befunden, aber dann nicht weiter getrieben. Teamübergreifend gibt es gar nichts, da macht jedes Team das ganz anders. Retrospektiven, die zeitweise echt sinnvoll gewesen wäre, gab es in meinem Team nicht.
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Nach meiner Erfahrung kennt kein "Normalo" diese Firma.
Work-Life-Balance
Eher rückschrittlich. 40/h Woche für das Gehalt dass hier gezahlt ist ziemlich unterdurchschnittlich.
Bei Home-Office bzw. sogar full-remote gab es vor einer Weile mal Teams, die das wirklich gelebt haben. Diese wurden aber mittlerweile vollständig zerschlagen und gerade in der Entwicklung setzt man mittlerweile wieder auf drei Tage pro Woche vor Ort. Wird aber von den Team-Leads teilweise nicht wirklich forciert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
TOMRA ist ein Recyclingunternehmen. Das merkt man auch bei den alltäglichen Dingen wie Mülltrennung etc.
Karriere/Weiterbildung
Hab letzt festgestellt, dass ich der Zeit, die ich in diesem Unternehmen bin (fast 3 Jahre) nur einen einzigen Tag Fortbildung hatte. Zwei weitere Fortbildungen wurden mir verwehrt. Bei meinem Bewerbungsgespräch hieß es noch, hierfür gäbe es pro Mitarbeitenden ein festes Budget. Intern gibt es hier auch nur wenig Angebote.
Kollegenzusammenhalt
Wie so oft das positivste an einem Unternehmen. Sollte man mal durch fehlende Dokumentation von (Legacy-)Produkten nicht weiterkommen, kann man immer bei Kolleg:Innen anrufen und kriegt die entsprechenden Informationen.
Vorgesetztenverhalten
Team-Leads in der Entwicklung hängen teilweise noch voll in der Entwicklung mit drin und sind daher zu technisch unterwegs. Teilweise gehen dabei dann Management-Aufgaben unter, deren Erfüllung aber den Teammitgliedern in der täglichen Arbeit sehr helfen würde.
Die erwähnte Büro-Pflicht welche vom Entwicklungs-Management anberaumt wurde spricht denke ich für sich. Und zu diesem findet auch keine direkte Kommunikation statt. Gehaltserhöhungen laufen bspw. komplett über diese Personen, man spricht jedoch immer nur direkt mit seinem Team-Lead darüber. Als ob man hier der direkten Kommunikation ausweichen möchte. Das ist einfach komisch...
Teilweise werden auch E-Mails einfach nicht gelesen und nicht respektiert, wenn man Meetings ohne Sinn und Zweck absagt.
Arbeitsbedingungen
Durch die erwähnten Dinge wie fehlende Prozesse, teilweise Planlosigkeit, eher unterdurchschnittlichem Gehalt und dem Rückschritt bei mobilem Arbeiten eher Mittelmaß.
Kommunikation
Es gibt regelmäßige Town-Halls, sowohl von der Gruppe der TOMRA Sorting zugehört, als auch vom Sorting-Sektor selber oder gar nur auf den Standort bezogen. Hier werden wichtige Themen präsentiert und es gibt immer die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Man kann sowohl online als auch in Präsenz (wenn am passenden Standort) teilnehmen. Sollten Fragen nicht in der Zeit der Veranstaltung beantwortet werden können, werden diese auch meist im Nachgang schriftlich beantwortet. Das läuft alles sehr geordnet und man ist informiert. Zusätzlich gibt es eine Sharepoint-Instanz auf der man auch ältere Themen nochmal nachrecherchieren kann. Man verpasst also bspw. auch nichts wenn man man länger im Urlaub oder krank ist.
In dem jetztigen Prozess des Personalabbaus war aber die Kommunikation von der Personalabteilung aus ausreichend bis wirklich schlecht. Fragen wurden mit langer Verzögerung oder gar nicht beantwortet, man musste auch oft nochmals nachhaken. Auch Termine, die dann auch die Planung von Urlaub und Übergaben betreffen, hätten deutlich früher kommuniziert werden müssen. Man hat sich immer so als "Wir sind für eure Fragen da" verkauft, das war aber mehr Schein als Sein.
Gehalt/Benefits
Gehalte unterdurchschnittlich und für jede gerechtfertigte Erhöhung muss man kämpfen. Teilweise wird hier auch von Management getrickst, in dem man Feedback-Gespräche erst im neuen Jahr ansetzt, wenn die Budgets schon feststehen.
Die weiteren Benefits wie Geschäftshandy, welches man auch privat nutzen kann sowie Firmenfittness-Anbieter federn das dann etwas ab.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird durch die vorhandenen ERG-Gruppen vorangetrieben. Dies wird auch von der Personalabteilung und der Geschäftsführung unterstützt.
Interessante Aufgaben
Beim Themengebiet konnte ich mich nicht beschweren. Man versucht hier auch immer am Stand der Technik zu bleiben, bspw. aktuelle Frameworks zu verwenden.