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Transfer 
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Co. 
KG
Bewertung

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Demotivierendes Arbeitsumfeld und schlechte Führung

1,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei Transfer GmbH & Co. KG in Nürnberg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Arbeit mit der Zielgruppe hatte inhaltlich Potenzial und kann gesellschaftlich sinnvoll sein. Einige Kolleg*innen vor Ort waren engagiert und haben trotz schwieriger Rahmenbedingungen versucht, gute pädagogische Arbeit zu leisten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ich habe bei der TRANSFER GmbH in Leipzig in einem Projekt gearbeitet. Insgesamt war es für mich die schlechteste Arbeitserfahrung, die ich bisher gemacht habe.
Die Arbeitsbedingungen waren sehr unflexibel: Es gab starre Arbeitszeiten und keinerlei Möglichkeit zum Homeoffice – obwohl ein Teil der Aufgaben dies zugelassen hätte. Gleichzeitig waren die Büros stark überbelegt, Arbeitsplätze teilweise nicht geplant, und es herrschte insgesamt zu wenig Raum für die Mitarbeitenden. Die Bezahlung orientierte sich am pädagogischen Mindestlohn, meines Wissens unabhängig von Berufserfahrung oder Qualifikation.
Die Arbeitsatmosphäre habe ich als demotivierend und kräftezehrend erlebt. Schon in den ersten Tagen fiel mir auf, wie demotiviert und frustriert viele Kolleg*innen wirkten. Strukturen und Absprachen fehlten häufig, Dokumente waren nicht auf dem neuesten Stand und Informationen mussten mühsam bei mehreren Personen eingeholt werden. Das hat die Zusammenarbeit extrem verlangsamt und oft wenig konstruktiv gemacht.
Die technische Ausstattung war ebenfalls problematisch. Der Server fiel regelmäßig aus, wodurch zeitweise kein Zugriff auf wichtige Dateien möglich war. Zudem konnte jeweils nur eine Person an bestimmten Cloud-Dokumenten arbeiten, während alle anderen warten mussten. Ich habe außerdem gehört, dass das WLAN einmal über mehrere Wochen ausgefallen sein soll – was für mich glaubwürdig klang, angesichts der allgemeinen technischen Schwierigkeiten.
Die Fluktuation im Team war außergewöhnlich hoch: In den wenigen Monaten, in denen ich dort gearbeitet habe, sind etwa drei Viertel der Mitarbeitenden in meinem Bereich entweder gegangen (worden), wurden nicht weiterbeschäftigt oder sind längerfristig ausgefallen. Das hat die ohnehin angespannte Situation zusätzlich verstärkt.
Besonders belastend fand ich die Führungskultur. Entscheidungen wurden überwiegend zentral von der Geschäftsführung am anderen Standort getroffen, oft ohne Einbindung des Teams vor Ort. Viele sorgfältig ausgearbeitete pädagogische Ideen wurden abgelehnt – oft ohne nachvollziehbare Begründung. Ich habe den Umgang seitens der Leitung als kontrollierend, wenig wertschätzend und teilweise sehr impulsiv erlebt. Die Kommunikation wirkte oft laut, druckvoll und wenig lösungsorientiert, was die Arbeitsatmosphäre deutlich verschlechtert hat.
Auch die Ressourcennutzung erschien mir nicht transparent: Obwohl das Projekt über ein relativ hohes Fördervolumen verfügte, wurde nur ein vergleichsweise kleiner Teil tatsächlich für Angebote und Maßnahmen genutzt. Zahlreiche inhaltlich sinnvolle Vorschläge wurden abgelehnt, teils mit Begründungen, die für das Team schwer nachvollziehbar waren.
Ein Beispiel für die fehlenden Strukturen war, dass eine neue Mitarbeiterin eines Morgens einfach vor der Tür stand, ohne dass das Team über ihre Einstellung informiert worden war oder klar war, wo sie sitzen sollte. Solche Situationen wirkten auf mich chaotisch und unprofessionell.
Bei der Personalpolitik hatte ich den Eindruck, dass wenig darauf geachtet wurde, wie es den Mitarbeitenden geht. Die Atmosphäre vermittelte mir das Gefühl, dass Beschäftigte eher austauschbar seien – denn viele verließen das Unternehmen schnell oder wurden zeitnah ersetzt.
Auch im Bereich Weiterbildung und Entwicklung war kaum Unterstützung vorhanden. Für Fortbildungen standen lediglich rund 200 € jährlich zur Verfügung – ein Budget, mit dem realistisch kaum berufliche Weiterqualifizierung möglich ist.

Verbesserungsvorschläge

- Führungskultur grundlegend überarbeiten: Mehr Transparenz, Respekt und verlässliche Kommunikation. Lautes oder impulsives Verhalten vermeiden, klare Orientierung geben.
- Struktur schaffen: Zuständigkeiten klären, Dokumente aktuell halten, Teams zuverlässig informieren (z. B. über neue Mitarbeitende oder Änderungen im Projekt).
- Personalprozesse professioneller gestalten: Onboarding planen, Arbeitsplätze vorbereiten, neue Mitarbeitende nicht unvorbereitet „ins Team stellen“.
- Technik modernisieren: Stabile Server, zuverlässiges WLAN, funktionsfähige Geräte bereitstellen.
- Arbeitsorganisation verbessern: Homeoffice ermöglichen, wo es sinnvoll ist; Büroräume entlasten; Großraumsituationen entzerren.
- Mitarbeiterbindung fördern: Wertschätzung zeigen, Fluktuation ernst nehmen, Beschäftigte nicht als austauschbar behandeln.
- Weiterbildungsmöglichkeiten erweitern: Budget erhöhen, Qualifizierung aktiv fördern.
- Transparenz bei Entscheidungen: Fördermittel nachvollziehbar und fachlich begründet einsetzen.

Arbeitsatmosphäre

Häufig frustrierte und erschöpfte Stimmung, wenig Motivation im Team, unklare Strukturen und ständiges Nachfragen nötig, Atmosphäre insgesamt eher belastend als unterstützend

Kommunikation

Kaum klare Absprachen oder feste Zuständigkeiten, wichtige Infos mussten bei vielen verschiedenen Personen erfragt werden, Entscheidungen wurden nicht transparent kommuniziert, Rückmeldungen zu Projektideen oft ohne Begründung eher niederschmetternd

Kollegenzusammenhalt

Zusammenhalt unter Kolleg*innen litt unter ständigen belastenden Arbeitsatmosphäre und hoher Fluktuation, viel Getuschel und Gerüchte untereinander, viel intransparente Kommunikation zwischen Tür und Angel, wenig Zeit und Raum für echten Austausch

Work-Life-Balance

Recht starre Arbeitszeiten (Anwesenheit zwischen 07:30-16:30, je nach Arbeitsumfang), keine Flexibilität, kein Homeoffice, obwohl einzelne Aspekte der Arbeit es zugelassen hätten und die volle Besetzung im Büro entlastet hätte, energetisch sehr fordernd durch die Arbeitsatmosphäre vor Ort

Vorgesetztenverhalten

Aus meiner Sicht katastrophal: zentrale Entscheidungen der Geschäftsführung oft nicht nachvollziehbar und intransparent, kontrollierender und eher geringschätzender Führungsstil, Ideen wurden häufig ohne klare Begründung abgelehnt, Kommunikation von oben oft unangemessen (Angestellte anschreien z. B.) und wenig konstruktiv

Interessante Aufgaben

Zielgruppe und Inhalte teilweise sinnvoll und gesellschaftlich relevant, pädagogisches Potenzial wäre vorhanden, Umsetzung guter Ideen jedoch häufig durch Leitung blockiert

Arbeitsbedingungen

Sehr beengte Büroräume, fehlende Arbeitsplätze für neue Mitarbeitende, veraltete technische Ausstattung, die ständig die Arbeit behindert (PC hängen sich auf) mit häufigen Serverausfällen, geringe Weiterbildungsbudgets (ca. 200 € jährlich), Bezahlung nach pädagogischem Mindestlohn, meines Wissens nach unabhängig von Erfahrung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Wenig Transparenz und Nachvollziehbarkeit beim Einsatz von Fördermitteln, auf Umweltbewusstsein wurde nur geachtet, damit Netzwerkpartner*innen ein gutes Bild haben.

Gehalt/Benefits

Bezahlung nur nach pädagogischem Mindestlohn, meines Wissens nach unabhängig von Berufserfahrung, für die Anforderungen der Tätigkeit eher unterdurchschnittlich, keine nennenswerten Zusatzleistungen wie Jobrad / BGM / glaube kein Weihnachts- und Urlaubsgeld, - immerhin wurde der Kaffee gestellt.

Image

Nach außen sozial engagiert, intern jedoch organisatorische und strukturelle Probleme, hohe Fluktuation fällt intern deutlich auf, viele Schwierigkeiten werden nach außen nicht sichtbar, wirken sich aber stark auf das Team aus

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsbudget von ca. 200 € jährlich – realistisch kaum nutzbar, wenig Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Organisation, Weiterqualifizierung wird kaum aktiv unterstützt

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.