Ihr Unternehmen?

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Transfer 
GmbH 
& 
Co. 
KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Große Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität

1,0
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Transfer GmbH & Co. KG in Dresden gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen versteht sich selbst klar als „Discounter“ im Bereich der Maßnahmenumsetzung. Dieses Selbstverständnis spiegelt sich jedoch vor allem in den Arbeitsbedingungen wider und geht maßgeblich zulasten der Mitarbeitenden. Unter hohem Druck wird sehr viel Leistung erwartet, oft unter schwierigen und belastenden Rahmenbedingungen. Nach innen wie nach außen entsteht der Eindruck, dass geringe Kosten und maximale Auslastung Priorität haben. Fehlzeiten werden kritisch betrachtet, und es wird deutlich, dass eine möglichst durchgängige Verfügbarkeit erwartet wird. Für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder für Mitarbeitende mit familiären Verpflichtungen (z. B. krankheitsbedingte Ausfälle von Kindern) ist dieses Arbeitsumfeld daher kaum geeignet. Es besteht die Wahrnehmung, dass höhere Krankheitszeiten nicht akzeptiert werden. Insgesamt leidet das Image des Arbeitgebers stark darunter, dass wirtschaftliche Interessen deutlich über das Wohl und die langfristige Gesundheit der Mitarbeitenden gestellt werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende sind insgesamt sehr schlecht. Entscheidungen werden von oben herab getroffen und delegiert, ohne Einbindung oder ernsthaften Austausch mit den Mitarbeitenden. Rückmeldungen oder Mitsprache finden praktisch nicht statt, selbst bei kleinsten organisatorischen Fragen.

Kündigungen erfolgen teilweise kurzfristig und ohne transparente Kommunikation, was zu einer Atmosphäre von Angst, Druck und permanenter Unsicherheit führt. Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden ist kaum spürbar.

Zudem gibt es kaum bis keine realistischen Aufstiegs- oder Entwicklungsmöglichkeiten. Engagement und Ideen werden weder gehört noch gefördert.

Kommunikation

Die interne Kommunikation ist insgesamt sehr schleppend und wenig transparent. Wichtige Informationen werden von oben nach unten kaum oder nur unvollständig weitergegeben.

Es gibt kaum strukturierte oder professionelle Kommunikationswege. Gespräche finden überwiegend „zwischen Tür und Angel“ statt und nicht in einem Rahmen, der einen echten Austausch ermöglicht. Feste Zeiten oder Formate für Feedback, Rückfragen oder das Ansprechen von Bedürfnissen sind nicht vorgesehen.

Nur wenn Mitarbeitende sich aktiv und eigenständig bemühen, kommt es vereinzelt zu Gesprächen, von Seiten der Führung wird dies jedoch nicht initiiert, gefördert oder gewünscht. Insgesamt ist die Kommunikation unzureichend und verbesserungsbedürftig.

Work-Life-Balance

Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist unter diesen Bedingungen kaum möglich. Die ständige Unsicherheit hinsichtlich des Arbeitsplatzes belastet den Alltag erheblich. Mitarbeitende müssen jederzeit damit rechnen, ohne Vorankündigung oder Begründung eine schriftliche Kündigung im Briefkasten zu erhalten, ohne darauf vorbereitet oder informiert zu sein.

Kurz gesagt: Kündigungen erfolgen ohne vorherige Gespräche, weder mit der Teamleitung noch mit den betroffenen Mitarbeitenden selbst. Stattdessen wird ein Kündigungsschreiben per Post zugestellt, was bei den Mitarbeitenden Angst, Druck und ein dauerhaftes Gefühl von Unsicherheit erzeugt.

Diese Rahmenbedingungen wirken sich stark negativ auf das persönliche Wohlbefinden und die psychische Belastbarkeit aus und lassen kaum Raum für eine gesunde Trennung zwischen Arbeit und Privatleben.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten stellt den größten negativen Faktor in diesem Unternehmen dar, sowohl auf Ebene der Regionalleitung als auch der Geschäftsführung. Mitarbeitende werden grundsätzlich nicht angehört, ihre Anliegen und Bedürfnisse finden keine Beachtung.
Selbst grundlegende Arbeitsvoraussetzungen (z. B. angemessene technische Ausstattung oder genügend Räumlichkeiten) werden nicht ernsthaft besprochen. Stattdessen wird regelmäßig argumentiert, dass diese Anforderungen „nicht notwendig“ seien.
Insbesondere das Auftreten der Geschäftsführerin wird als sehr grenzüberschreitend erlebt. In Gesprächen kommt es zu abwertenden, vorwurfsvollen und teils beleidigenden Äußerungen. Einzelgespräche sind besonders problematisch, da Aussagen widersprüchlich sind, Mitarbeitende gegeneinander ausgespielt werden und ein erheblicher Druck aufgebaut wird. Zusagen oder Absprachen haben häufig keine Verlässlichkeit und können sich kurzfristig ändern. Dieses Verhalten schafft ein Klima von Unsicherheit, Misstrauen und psychischer Belastung.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt unzureichend und entsprechen in vielen Bereichen nicht einmal grundlegenden Standards. Es fehlt bereits an elementarer Ausstattung: Nicht alle Mitarbeitenden verfügen über eigene PCs oder Laptops. Die Raumsituation ist äußerst angespannt. In Dresden arbeiten in der Regel etwa acht Mitarbeitende in einem Raum, mit neuen Maßnahmen steigt diese Zahl weiter an. Gleichzeitig gibt es deutlich zu wenige Beratungsräume für Gespräche mit Klient*innen. Trotz Raumplanung und Absprachen ist eine verlässliche Nutzung kaum möglich, da schlicht nicht genügend Räume vorhanden sind. Verbesserungen der Arbeitsbedingungen entstehen ausschließlich durch das Engagement der Mitarbeitenden selbst, die versuchen, sich den Arbeitsalltag gegenseitig erträglicher zu gestalten. Die Geschäftsleitung kann sich glücklich schätzen, Mitarbeitende zu haben, die aufeinander achten.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt liegt, wie leider in Teilen der pädagogischen Branche üblich, auf dem pädagogischen Mindestlohn und damit schätzungsweise rund 30 % unter dem Einkommen vergleichbarer Tätigkeiten in ähnlichen Berufsfeldern. Es gibt keine Jahressonderzahlungen, kein Weihnachtsgeld und keinerlei Perspektive auf eine Gehaltsentwicklung. Anpassungen erfolgen ausschließlich dann, wenn sie tariflich oder gewerkschaftlich eingefordert werden. Die Anzahl der Urlaubstage liegt bei 29. Der 24.12. sowie der 31.12. müssen jeweils als Urlaubstag genommen werden. Eine im Jahr 2024 bestehende Regelung, die hiervon abwich, wurde 2025 wieder zurückgenommen mit der Begründung, es habe sich lediglich um einen freiwilligen, einmaligen Entgegenkommensakt der Geschäftsführung gehandelt. Mitarbeitende fühlen sich eher als Kostenfaktor denn als wertvoller Bestandteil des Unternehmens.

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