9 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
9 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
9 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Wo soll man anfangen? Mitarbeiter werden aus meiner Sicht nicht als Menschen mit Grenzen, sondern als ständig verfügbare Ressourcen behandelt. In der IT verschwimmen Arbeitszeit und Freizeit, On-Call gehört zum Alltag und wird nicht angemessen kompensiert. Man kommt morgens zur Arbeit und weiß trotzdem nicht, wann der Arbeitstag wirklich endet.
Dazu kommen enormer Druck, fehlendes Vertrauen und ein Führungsverhalten, bei dem persönliche Nähe teilweise wichtiger zu sein scheint als Leistung. Das Ergebnis ist eine toxische Arbeitskultur, in der viele irgendwann nur noch versuchen, den nächsten Tag zu überstehen.
Ich bin letztendlich gegangen, weil ich gemerkt habe, dass diese Arbeitsweise auf Dauer meine psychische Gesundheit gefährdet. Ein Arbeitsplatz, bei dem man sich ernsthaft Gedanken über Burnout machen muss, sollte dringend seine Kultur und seine Führungsstrukturen hinterfragen.
Als Erstes sollte das Unternehmen aufhören, permanente Überlastung als normalen Teil des IT-Arbeitsalltags zu behandeln. On-Call-Dienste müssen fair kompensiert werden und es muss klare Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit geben. Führungskräfte sollten nach Leistung und objektiven Kriterien handeln und nicht nach persönlicher Nähe.
Vor allem aber muss die Gesundheit der Mitarbeiter ernst genommen werden. Wenn Menschen dauerhaft gestresst sind, nicht abschalten können und Richtung Burnout gehen, ist nicht der Mitarbeiter das Problem – dann ist das System das Problem.
Stellt euch ein IT-Team vor, in dem Tag und Nacht ineinander übergehen. Abschalten? Kaum möglich. Es gibt einen On-Call-Dienst, der zusätzliche Belastung bedeutet, aber nicht angemessen kompensiert wird. Dazu kommen permanenter Druck, Stress und eine Atmosphäre, in der man ständig aufpassen muss, was man sagt. Von Vertrauen oder echter Wertschätzung kann meiner Erfahrung nach keine Rede sein. Für mich war das auf Dauer ein direkter Weg Richtung Burnout.
Nach außen wirkt das Unternehmen international und modern. Die Realität im Arbeitsalltag habe ich teilweise komplett anders erlebt. Ein modernes Logo und internationale Büros bringen wenig, wenn die Menschen dahinter dauerhaft unter Druck stehen und ausbrennen.
Work-Life-Balance existiert hier aus meiner Erfahrung praktisch nicht. In einem IT-Umfeld sollte man sich überlegen, ob es normal sein kann, auch nach Feierabend ständig erreichbar sein zu müssen. On-Call, zusätzliche Arbeit und die Erwartung, im Zweifel trotzdem verfügbar zu sein, führen dazu, dass Arbeit irgendwann nicht mehr endet. Freizeit ist keine echte Freizeit mehr, wenn man jederzeit mit dem nächsten Anruf rechnen muss.
Für Weiterentwicklung bleibt wenig Raum, wenn man hauptsächlich damit beschäftigt ist, die permanente Arbeitsbelastung auszuhalten. Langfristige Karriereplanung war für mich unter diesen Bedingungen nicht realistisch.
Wenn von Mitarbeitern erwartet wird, auch außerhalb der normalen Arbeitszeit verfügbar zu sein, muss diese zusätzliche Belastung entsprechend honoriert werden. Das war für mich nicht der Fall. Die tatsächliche Belastung stand aus meiner Sicht in keinem vernünftigen Verhältnis zu dem, was dafür zurückkommt.
Wer seine Mitarbeiter dauerhaft überlastet und dabei akzeptiert, dass Arbeit und Privatleben verschwimmen, sollte nicht von einer gesunden Unternehmenskultur sprechen. Mitarbeiter sind keine Ressourcen, die man rund um die Uhr abrufen kann. Gesundheit und psychische Belastbarkeit sollten keine nachrangigen Themen sein.
Die Kollegen waren größtenteils nicht das Problem – die Strukturen waren es. Wenn Menschen dauerhaft unter Druck stehen, kaum abschalten können und Angst vor den Konsequenzen offener Kritik haben, leidet zwangsläufig auch der Zusammenhalt. Viele versuchen irgendwann nur noch, irgendwie durch den nächsten Tag zu kommen.
Einer der größten Kritikpunkte. Es entsteht sehr deutlich der Eindruck, dass Nähe zur Führung wichtiger sein kann als Leistung. Wer auf der richtigen Seite steht, hat es leichter. Wer Probleme anspricht oder nicht einfach mit allem mitgeht, hat es deutlich schwerer. Das schafft kein Vertrauen, sondern ein Umfeld, in dem Mitarbeiter lernen, lieber den Mund zu halten.
Die Arbeitsbedingungen waren für mich einer der Hauptgründe zu gehen. Dauerhafter Stress, ständige Erreichbarkeit, On-Call und eine fehlende klare Grenze zwischen Arbeit und Privatleben sind keine nachhaltigen Arbeitsbedingungen. Wenn ein IT-Mitarbeiter nachts auf sein Handy schaut und sich fragt, ob er jetzt wieder arbeiten muss, läuft etwas grundlegend falsch. Ich habe die Belastung als so hoch erlebt, dass ich ernsthafte Burnout-Symptome befürchtet habe.
Kommunikation funktioniert vor allem dann gut, wenn man keine kritischen Fragen stellt. Probleme anzusprechen kann schnell zum eigenen Problem werden. Vieles wird von oben entschieden und nach unten weitergegeben. Offene Kommunikation und ehrliches Feedback habe ich deutlich vermisst.
Von Gleichberechtigung kann ich aus meiner Erfahrung nicht wirklich sprechen. Es gibt einen deutlichen Eindruck von Bevorzugung bestimmter Personen aufgrund persönlicher Nähe. Wenn für manche andere Regeln gelten als für andere, zerstört das jede Motivation und jedes Vertrauen.
Die eigentliche Arbeit könnte interessant sein. Das Problem ist das Umfeld. Selbst interessante Aufgaben machen keinen Spaß mehr, wenn man permanent unter Druck steht, ständig erreichbar sein soll und das Gefühl hat, dass die eigene Gesundheit dabei keine Rolle spielt.
Das innovative Umfeld bei Trendyol ist wirklich beeindruckend. Die Zusammenarbeit im Team funktioniert hervorragend und die Kollegen sind sehr hilfsbereit und kompetent. Die Aufgaben sind abwechslungsreich und spannend, wodurch man sich ständig weiterentwickeln kann. Die Work-Life-Balance ist ausgezeichnet - flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum Homeoffice machen das Arbeiten sehr angenehm. Die Führungskräfte sind sehr unterstützend und fördern die berufliche Entwicklung aktiv.
Teilweise hohe Arbeitsbelastung in Peak-Zeiten
Im Großen und Ganzen gut, jedoch gibt es in Stoßzeiten mehr Arbeitsaufwand.
Die Führungskräfte sind meistens unterstützend, gelegentlich fehlt jedoch proaktive Kommunikation.
Der Vorgesetzte schränkt die Inanspruchnahme Ihres Jahresurlaubs ein.
Der Vorgesetzte schränkt die Inanspruchnahme Ihres Jahresurlaubs ein.
Noch nicht abwechslungsreich. Hier arbeiten viele Türken.
Was mir am meisten gefällt, ist ein cooles Team voller großartiger Fachleute, die von führenden europäischen Unternehmen wie Zalando, Amazon, HelloFresh, usw. kommen und einzigartige Fähigkeiten und Expertise mitbringen, um voneinander zu lernen und sich auszutauschen
Interne Projekte erfordern ständige Abstimmung mit dem türkischen Team, was die Entscheidungsfindung zu einer anstrengenden Aufgabe macht
Ich schlage vor, dass Trendyol sich darauf konzentriert, mehr diverse Menschen an Bord zu holen und sie in wichtige Entscheidungsprozesse einzubeziehen
Ich genieße meine Zeit hier. Natürlich gibt es, wie in jedem Job, Höhen und Tiefen, aber zu sehen, wie dynamisch und nachhaltig das Wachstum ist und wie begeistert die Teams sind - all das lässt mich wirklich an die Strategie des Unternehmens glauben, die gesetzten Ziele zu erreichen.
Der internationale Teil des Unternehmens hat die Herausforderung, eng mit dem Ansatz des türkischen Hauptquartiers verbunden zu sein, aber das ist nicht der Fall. Die Prozesse in den internationalen Büros sind viel dynamischer und herausfordernder, was jeden Tag zu einem coolen Tag voller interessanter Projekte macht
Trendyol International dreht sich viel mehr um Work-Life-Balance und Teamarbeit als alle anderen Unternehmen, für die ich gearbeitet habe
Die Gehälter liegen weit über dem allgemeinen Berliner Markt
Einfach super!
Trendyol hat eine direkte und offene Kommunikation, Teamkollegen geben ständig Feedback
Keine Ellenbogengesellschaft, sehr viel Raum für Ausgestaltung und jeder übernimmt so viel Verantwortung, wie er/sie es für mich richtig erachtet. Trendyol folgt dem Situational Leadership Konzept. Hierdurch ist die Rolle es Managers eher die des Problemlösers und Coaches und nicht die eines Mikro-Managers.
Trendyol ist in der Türkei die größte Plattform. In Deutschland und Europa noch ein Underdog, aber in Zukunft wird Trendyol eine wichtige Rolle spielen.
Natürlich gibt es ein hohes Arbeitspensum, die jedoch nicht höher als in anderen Unternehmen ist. Es variiert von Team zu Team und Projekten, aber grundsätzlich ist man ziemlich frei, was die zeitliche Ausgestaltung aussieht.
Trendyol hat keine Hierarchien im eigentlichen Sinne. Es gibt keine Titel, an denen man sich orientiert. Vielmehr kommt es auf den Impact an.
Top Gehalt. Deutlich über dem Durchschnitt.
Ich denke, dass wir in diesem Bereich noch besser werden können.
Da das internationale Team noch sehr klein ist, fühlt es sich wie eine Familie an. Jeder ist für jeden da und bei Problemen kommen Kollegen/innen proaktiv auf dich zu.
Sehr respektvoll.
Immer für mich da und hält mir den Rücken frei.
Die gängigen Arbeitsmittel. Schönes Office im Herzen von Berlin.
Sowohl innerhalb der Teams als auch abteilungsübergreifend gibt es einen transparenten Informationsaustausch. Wichtige Updates zur Organisation, Events, Trends oder sonstige Infos werden innerhalb der Teams geteilt. Natürlich gibt es immer Luft nach oben, aber der Status Quo ist schon auf einem hohen Level.
Keine negativen Besonderheiten aufgefallen. Alle sind gleich.
Du bestimmt deine Aufgaben selbst. Sofern du mehr Verantwortung übernehmen möchtest oder interessante Ideen hast, steht dir niemand im Weg.
Obwohl es anfangs hieß "Fragen Sie bitte, falls Sie Hilfe brauchen, wir sind jederzeit für Fragen offen", sah die Realität leider anders aus. Vom ersten Tag an wird von Ihnen erwartet, dass Sie sich technisch zu 100% in das Team einbringen. Onboarding gibt es gar nicht. Sehr schade ist vor allem, wenn man mit dieser Art von Unternehmen eng zusammenarbeiten muss. So macht Arbeiten keinen Spaß.
Das Image von Trendyol Group ist nach außen sehr gut. Die Chefetage ist auch sehr bemüht, das Image weiterhin zu pflegen z.B. Wie das Öffnen gefälschter YouTube-Konten, um auf Kritik zu reagieren, die gegen sie geäußert wird.
Das ist mein größter Kritikpunkt an Trendyol Group. Die Work-Life-Balance stimmt überhaupt nicht und die Arbeitsbedingungen sind nicht mehr zeitgemäß. Bei einer 40-Stunden-Woche gab es keine Gleitzeit (!) Außerdem gab es keine Zeiterfassung, so dass Überstunden nicht registriert und damit auch nicht kompensiert wurden. Zu allem Übel herrschte auch ein gewisser Gruppenzwang zur Mehrarbeit. Stellen Sie sich ein IT-Team vor, das bis Mitternacht als Gruppe arbeitet. Jetzt können Sie der Fantasie ein Ende setzen, denn die Trendyol Group hat sie bereits in die Tat umgesetzt. Die Chefetage ging davon aus, dass man die übrige (Arbeits-)zeit eben von seiner privaten Freizeit opfern musste... Faktisch hatten also die meisten Kollegen eine 40+ Stunden-Woche. Die Überstunde wurde natürlich auch nicht kompensiert... Das Privatleben musste hinten angestellt werden.
Es gab einige Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit schwer fiel. Es gab auch viel Getuschel und Zickereien.
Obwohl bewusst und vermehrt junge Kollegen eingestellt wurden, war der Umgang mit den älteren Kollegen sehr gut.
Sie haben noch keine Büros, die sie Mitarbeitern anbieten können.
Die Chefetage hat sich bemüht, die Belegschaft in regelmäßigen Meetings über die aktuelle Situation des Unternehmens zu informieren.
Das ist mein zweiter großer Kritikpunkt an Trendyol Group. Leider gab es keinerlei zusätzliche, motivierende finanzielle Zuwendungen in Form von Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Trotzdem wäre eine Motivation in Form eines 13. Gehalts förderlich gewesen, wenigstens eine kleine Anerkennung für die vielen unbezahlten Überstunden beispielweise. Das Unternehmen floriert, am Geld kann es also nicht gelegen haben....
Leider hatte ich den Eindruck, dass Teile der Chefetage das klassiche Rollenverständnis verinnerlichten. Der Beziehungsstatus von weiblichen Kollegen war beispielsweise öfter thematisiert worden als der von männlichen Kollegen.