Ein wirklich schlechter Arbeitgeber.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nichts. Ich freue mich lediglich darüber, nicht mehr hier zu arbeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Eigentlich alles.
Verbesserungsvorschläge
Von Grund auf neu gestalten.
Führungskräfte anständig schulen (mit externen Fort-/Weiterbildungen).
Faule Angestellte nicht einfach akzeptieren.
Eine HR-Abteilung aufbauen, die für den Angestellten ist und nicht rein die Führungskräfte vertritt (HR-Bussiness-Partner sind absolut verbesserungswürdig).
Und vieles mehr.
Arbeitsatmosphäre
Absolut schlecht. Dir werden immer mehr Aufgaben außerhalb deines Aufgabenbereichs aufs Auge gedrückt. Eine Gegenleistung erhältst du dafür jedoch nicht.
Entsprechend ist die generelle Stimmung nicht gut.
Kommunikation
Miserabel. Dieser Arbeitgeber ist unfassbar intransparent und verheimlicht Entscheidungen. Man erfährt Neuigkeiten grundsätzlich erst einmal nur über den Flurfunk. Der Flurfunk ist aber erstaunlich wahrheitsgetreu.
Kollegenzusammenhalt
In einzelnen Bereichen noch sehr gut, teamübergreifend jedoch absolut bescheiden. Jedes Team versucht Aufgaben los zu werden und sie anderen Teams aufs Auge zu drücken. Einige Teams sitzen dabei so hoch in ihrem Elfenbeinturm, dass es von führender Ebene sogar noch supportet wird.
Work-Life-Balance
Bescheiden. Sämtliche Freiheiten werden einem weggenommen. Einstige Benefits existieren nicht mehr, weil es förderlich ist, Leute, die in Office-Nähe wohnen, ins Büro zu zwingen, damit sie mit ihren Kolleg*innen, die weiter weg wohnen, den Teams-Call aus dem Office wahrnehmen können.
Trotz der existierenden Kernarbeitszeit (10-16 Uhr und Freitags 10-14 Uhr) werden Meetings immer wieder außerhalb der Kernarbeitszeit gelegt, sodass „flexible Arbeitszeiten“ ein Wunschdenken bleibt.
Hunde dürfen lediglich in sogenannte Dog-Büros mitgenommen werden. Davon existieren nur sehr wenige und im Büroraum muss der Hund angeleint werden und er darf seine Decke nicht verlassen. Lediglich für eine Person gelten diese Regeln nicht. Diese Person hat die Dog Policy verfasst. Große Hunde werden nicht geduldet, weil ihre kleinen Hunde Angst vor großen Hunden haben. Die Hunde dieser Person müssen auch nicht angeleint sein.
Auch ein sehr schönes Beispiels von Trusted Shops‘ Vetternwirtschaft.
Vorgesetztenverhalten
Schlecht, schlechter, „Führungskräfte“ bei Trusted Shops.
Teammitglieder werden mit unterschiedlichen Maßstäben behandelt. Diejenigen, die einwandfrei ihren Job erledigen, bekommen immer mal wieder unberechtigte Kritik an den Kopf geknallt.
Diejenigen, die es mit ihrer Arbeitszeit nicht so genau nehmen, die vor oder nach Urlauben immer „krank“ sind, ihre Aufgaben solang hinauszögern, dass sie sie vor ihrem langen Wochenende leider nicht mehr schaffen, werden in Schutz genommen und kommen mit ihrer „Arbeitsweise“ ungestraft durch.
Allgemein erfolgt bei TS eine unbeschreibliche Vetternwirtschaft. Wenn du deiner*deinem Vorgesetzten/Director o.ä. nur oft genug den roten Teppich ausrollst und ihr*ihm genug nach dem Mund redest, hast du die Chance auf einen weiteren Step auf der Karriereleiter. Dabei wird leider nie auf die Fähigkeiten geschaut, sondern lediglich, ob diese Person Corporate Identity im Blut hat. Ergo werden Mitarbeiter zu Führungskräften ernannt, die besser in ihrem vorherigen Job hätten verweilen sollten.
Für eine Führungskräfte gilt auch das völlige Ausscheiden aus dem Tagesgeschäft, sodass sie nicht einmal mehr eine Idee haben, was so abgeht tagein und tagaus.
Interessante Aufgaben
Nicht vorhanden.
Gleichberechtigung
TS versucht ein Image zu erhalten, das Frauen in Führungspositionen fördert und LGBTQ+ freundlich ist, was auf den ersten Blick auch der Wahrheit entspricht.
Ist man aber erstmal eine Zeit beschäftigt, fällt einem auf, dass die Gehaltsspanne sehr groß ist und dass männliche Angestellte vorgezogen werden, wenn es um Titel geht.
Arbeitsbedingungen
Null „Trust“ für die eigenen Mitarbeiter, weitere Kontrollelemente werden regelmäßig hinzugefügt. Die Teamleiter werden scheinbar dazu angehalten, dir zu unterstellen, du würdest deinen Job nicht anständig machen. Außer du gehörst zu der Sorte der Angestellten, die ich bei der Kategorie „Führungsverhalten“ beschrieben habe.
Benefits werden reihenweise gestrichen.
Es gibt eine große Spannbreite, wie Angestellte behandelt werden. Einige dürfen sich alles erlauben und haben zahlreiche Sonderrechte, andere wiederum werden unbegründet behandelt wie Staatsfeinde.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Existiert nicht.
Gehalt/Benefits
Hungerlohn. Wie bereits bei anderen Kategorien erwähnt, dir werden regelmäßig neue Aufgaben aufs Auge gedrückt, dafür erhältst du aber keine Gegenleistung.
Einmal im Jahr gibt es die Möglichkeit der Gehaltsanpassung. Die Führungskraft erhält Satz X und darf das auf das Team verteilen. Da kommt aber selten mehr als zwei Prozent rum.
Gute Benefits werden stückweise weggenommen. Es bleiben unnötige Pseudo-Benefits.
Image
Absolut schlecht. Die „goldenen“ Jahre von TS sind lange vorbei. Viele falsche Entscheidungen und fragliche Verkaufstaktiken haben dem Unternehmen nicht nur auf Kundenseite, sondern auch auf Arbeitnehmerseite einen klaren Image-Abstieg beschert.
Karriere/Weiterbildung
Existiert nicht. Du musst zwar in jedem Jahresgespräch Weiterbildungswünsche angeben und angeblich existiert ein Weiterbildungsbudget. Faktisch werden dir aber nur Schulungen von „In-house-Coaches“ angeboten. Hierbei kann man jedoch leider nicht von Fortbildung/Weiterbildung sprechen.
Sofern du externe Fortbildungen benennst, wird nach dem Jahresgespräch nie wieder ein Wort darüber verloren, außer „habe ich eingekippt.“ seitens der Führungskraft. Es folgt nur nichts.

