Interessante Aufgaben, doch man muss glück haben, dass die "Nase" passt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr vielfältige Aufgaben (wenn man darum bittet), tolle Kollegen, zukunftsfähig,
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Starkes Gefälle bei Führungskräften und "einfachen Mitarbeitenden". Führungsebene (an Land) wird oft hofiert und hervorgehoben, während alle anderen wie Luft sind.
Verbesserungsvorschläge
Für fundamentales allgemeine Regelungen finden, um Ungerechtigkeit zu vermeiden (z. B. Unterstützung bei Weiterbildungen), mehr Wertschätzung (Lob, zuhören...) den Mitarbeitenden gegenüber. Viele haben tolle Ideen, doch werden abgebügelt oder trauen sich nicht etwas zu sagen, weil sie das Gefühlt haben es ändert sich eh nichts. Stellt einen Feel Good Manager ein.
Arbeitsatmosphäre
Untereinander super nett, doch man merkt die Anspannung und den Stress vieler Kollegen, aufgrund vieler Überstunden und immer mehr Aufgaben.
Work-Life-Balance
Wenn man wirklich darauf achtet und sich "weigert" dauerhafte Überstunden zu machen, dann geht es. Doch man wird schief angeschaut, wenn man pünktlich geht und Überstunden waren, wie erwähnt, bei einigen Jobs (nicht nur Führungsebene) normal.
Karriere/Weiterbildung
Es gab hin und wieder Angebote, doch eher selten. Man konnte sich selbst darum kümmern, doch ob es finanziell übernommen wurde oder nicht war von Person zu Person unterschiedlich (hängt wohl auch vom Abteilungsleiter*in ab). Auch ob man freigestellt wurde oder Urlaub nehmen musste wurde unterschiedlich gehandhabt.
Gehalt/Benefits
Gehalt mal Branchengerecht, mal nicht. Das kommt stark darauf an, ob man gemocht wird, irgendein Studium hat und weniger nach Leistung. Ansonsten gibt es nichts und auch Boni (z. B. Corona Bonus) werden nur an ausgewählte Mitarbeitende ausgeschüttet. Auch Personen die die gleiche Stelle haben, verdienen extrem unterschiedlich. Wieder unabhängig von der Leistung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Spielt in Entscheidungen wenig mit rein. Nur wenn es Förderungen dafür gibt oder andere Subventionen.
Kollegenzusammenhalt
In den Abteilungen super (4 Sterne). Unter den Abteilungen herrscht auch schon mal starke Konkurrenz und Fehler werden von einem auf den anderen geschoben (2 Sterne).
Umgang mit älteren Kollegen
Sie fühlen sich oft übersehen, doch sie haben eindeutig die besten Gehälter und werden durchaus wertgeschätzt (aus Sicht eines jungen Mitarbeitenden). Doch da sie eben als "teuer" gelten werden lieber frische Studienabsolventen eingestellt.
Vorgesetztenverhalten
Es kommt wohl stark auf die Person an. Mitarbeiter sind Nummern, es wird Verständnis für die Firmenangelegenheiten gefordert, doch Verständnis, Wertschätzung oder Lob für Mitarbeiter gibt es nur für ausgewählte Personen, jedoch unabhängig von der Qualität der Arbeitsleistung. Andere werden ignoriert und als selbstverständlich genommen.
Arbeitsbedingungen
Nicht mehr zeitgemäß. Home Office nur freitags und nach vorheriger Anmeldung möglich (was schon ein Erfolg war), überfüllte Büros, private Gegenstände und Pflanzen sind verboten, kein Lärmschutz. Mittagessen montags kostenlos.
Kommunikation
Nur Dinge die den Arbeitsalltag des einzelnen treffen, teilweise wurden Änderungen jedoch ohne Begründung genannt, einfach weil man das ja nicht wissen muss, gehört ja nicht nur Aufgabe. Später hin und wieder Firmentreffen, auf denen wurde aber wenig substanzielles gesagt und oft wichtige Abteilungen beim Lob vergessen.
Gleichberechtigung
Das passt, beim Geschlecht und was ich mitbekommen habe auch bei Menschen mit Behinderungen (zumindest an Land). Doch beim Gehalt geht es nicht darum, ob man die gleichen Aufgaben macht, sondern ob man irgendwas studiert hat, auch wenn es überhaupt nichts mit den Aufgaben zu tun hat. Also jemand der Sport studiert hat und jetzt in den Einkauf möchte, wird mehr Geld bekommen, als die Person die eine Ausbildung hat und schon Jahre dort arbeitet.
Interessante Aufgaben
Man kann super abwechslungsreiche Aufgaben haben. Dadurch, dass es kein Konzern, sondern ein mittelständisches Unternehmen ist, hat man viele Möglichkeiten Projekte mitzugestalten und international zu arbeiten. Einen Stern Abzug gibt es, weil das nur gilt, wenn man auch starke Eigeninitiative zeigt. Zurückhaltendere Personen werden hier übersehen, auch wenn sie für die Aufgaben geeignet wären.

