Nach außen perfekt, nach innen toxisch
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Im Moment versucht das Unternehmen aktiv, sein öffentliches Bild zu beeinflussen. Mitarbeitenden wird ein kleiner Bonus (Urban Sports oder Socken!) in Aussicht gestellt, wenn sie eine kununu-Bewertung abgeben und den Link als Nachweis an zuständige Abteilung weiterleiten. Man hat das Gefühl, dass Kritische Stimmen dadurch übertönt und ein verzerrtes Bild nach außen erzeugt werden soll.
Mitarbeitende, die Probleme oder Verbesserungspotenziale ansprechen, haben teilweise den Eindruck, dass offene Kritik nicht immer erwünscht ist. Vor dem Hintergrund vermehrter Aufhebungsverträge wird Mitarbeitenden nahegelegt, bei bestimmten Äußerungen vorsichtig zu sein. Dadurch äußern manche Ihre Meinungen inzwischen bevorzugt anonym, etwa in Betriebsversammlungen. In einigen Fällen entsteht das Gefühl, dass kritische Rückmeldungen eher zurückhaltend aufgenommen werden, was zu Unsicherheiten führt.
Auch wenn die Geschäftsführung betont, dass Mitarbeitende sich jederzeit an sie wenden können, haben viele die Erfahrung gemacht, dass solche Gespräche häufig ohne konkrete Ergebnisse/Verbesserungen bleiben.
Die Geschäftsführung geht aus Mitarbeitenden Sicht nur begrenzt auf diese Anliegen ein. Auch vom Betriebsrat wünsch sich die Beschäftigte eine aktivere Unterstützung und stärkere Interessenvertretung.
Insgesamt entsteht aus Mitarbeitenden Sicht der Eindruck, dass der Fokus stark darauf liegt, gegenüber internationalen Führungsebenen ein möglichst positives Bild zu vermitteln, unabhängig von der tatsächlichen Situation vor Ort.
Mitarbeitende werden zunehmend wie austauschbare Spielfiguren behandelt. Erfahrung, Wissen und gewachsene Kundenbeziehungen gehen verloren.
Besonders im Bereich Hardlines werden Führungspositionen mit Personen besetzt, die aus Sicht der Mitarbeitenden nicht immer über ausreichende Fachkenntnisse, Marktverständnis oder Führungskompetenzen verfügen. Hinzu kommen erhebliche Sprachbarrieren, wodurch Meetings oft unverständlich sind.
Früher galten die Mitarbeitenden als größtes Kapital des Unternehmens. Heute werden sie eher als Störfaktoren wahrgenommen, die sich unterordnen sollen. Die Fluktuation ist hoch, viele Mitarbeitende planen den Absprung, sobald sich eine neue Möglichkeit bietet.
Verbesserungsvorschläge
Bitte nehmt eure Mitarbeitenden ernst – ihre Sorgen, Ängste, aber auch ihr Ärger sind real.
Arbeitsatmosphäre
war mal richtig gut
Kommunikation
wenig wertschätzend
Kollegenzusammenhalt
nope
Work-Life-Balance
schwierig
Vorgesetztenverhalten
unmöglich


