TüvNord eine Institution, die in den letzten Jahre sehr stark abgebaut hat…
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Gehaltszahlung sind immer pünktlich und einige Mitarbeiter:innen haben den Laden noch nicht aufgegeben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meine genannten Punkte oben.
Verbesserungsvorschläge
Es wäre Wünschenswert wenn der TÜV Nord sich den Anliegen seiner Mitarbeiter:innen annimmt und auch Anfängt seine Führungskräfte zu hinterfragen / zuprüfen und nicht nur die Mitarbeiter:innen in unteren Bereichen.
Dies ist aus meiner Sicht kein Einzelfall. In einigen Bereichen verlassen immer wieder kompetente und erfahrene oder junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Unternehmen bzw. die jeweilige Abteilung. Wenn eine solche Fluktuation über einen längeren Zeitraum besteht, sollte aus meiner Sicht dringend hinterfragt werden, welche Ursachen dahinterliegen und welchen Anteil die jeweilige Führungssituation daran haben könnte oder warum die Mitarbeiter:innen keine Perspektive mehr beim TüvNord haben.
Ein Studium oder ein bestimmtes Bildungsniveau sind selbstverständlich keine automatische Voraussetzung für gute Führungskompetenz. Führung bedeutet aus meiner Sicht auch, Mitarbeitende zu unterstützen, Vertrauen entgegenzubringen, Verantwortung zu übernehmen, angemessen zu kommunizieren und ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne und dauerhaft arbeiten.
Gerade in Bereichen wie der Personalabrechnung/Administration, in denen bereits eine hohe Arbeitsbelastung und gleichzeitig eine auffällige Fluktuation bestehen, sollte daher genauer hingeschaut werden. Aus meiner Sicht sollte die Führungssituation dort überprüft und auch die persönliche sowie fachliche Eignung für eine Führungsposition regelmäßig hinterfragt werden. Ziel sollte es sein, die Ursachen der Fluktuation zu erkennen und dafür zu sorgen, dass kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht aufgrund der Führungssituation das Unternehmen verlassen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre wird zunehmend angespannter. Immer mehr Mitarbeitende wenden sich vom Arbeitgeber ab, und die Fluktuation nimmt spürbar zu. In Teilen des Teams sowie in anderen Bereichen überwiegt zunehmend die Kontrolle durch die Führungskräfte, was sich negativ auf das Vertrauen, die Motivation und die Zusammenarbeit auswirkt. Ob in verschiedenen Teams in Essen, Hannover oder Hamburg.
Image
Langsam sinkt die Stimmung und das Schiff stetig.
Work-Life-Balance
Die bisherige Homeoffice- und Mobile-Work-Strategie wurde mit der neuen TN-Serviceleitung kurzfristig geändert und wieder auf zwei Tage Office und drei Tage mobiles Arbeiten umgestellt. Bei vielen Mitarbeitenden entsteht dadurch der Eindruck, dass die zuvor bestehende Regelung nicht ausreichend berücksichtigt wurde.
Gerade angesichts der stark gestiegenen Lebenshaltungs- und Spritkosten ist diese Entwicklung für viele Beschäftigte eine zusätzliche Belastung. Besonders betroffen sind beispielsweise junge Mütter in Teilzeit oder Mitarbeitende, die zusätzlich Angehörige betreuen oder pflegen.
Auch unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten ist die Entscheidung schwer nachvollziehbar. Als Begründung werden häufig der persönliche Kontakt, der Teamzusammenhalt und kürzere Kommunikationswege genannt. Im Zusammenhang mit den gleichzeitig zunehmenden Kontrollmaßnahmen entsteht jedoch bei einigen Mitarbeitenden der Eindruck, dass diese Argumente eher vorgeschoben wirken. Dadurch wird das Vertrauen in die Entscheidungen der Führungsebene zusätzlich geschwächt.
Karriere/Weiterbildung
Ist oft den höheren Mitarbeitern:innen vorenthalten.
Gehalt/Benefits
Auch die Vergütung ist aus Sicht vieler Mitarbeitender deutlich verbesserungswürdig. Im Vergleich zum TVöD fällt die Bezahlung teilweise geringer aus. Gleichzeitig bietet die zunehmende Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt für vergleichbare Aufgabenbereiche teilweise 500 bis 1.000 Euro brutto mehr im Monat.
Diese Differenz macht es zunehmend schwieriger, für Mitarbeitende.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Habe ich oben bereits beschrieben.
Kollegenzusammenhalt
Viele Kolleginnen und Kollegen haben zunehmend Angst um ihre Entfristung bzw. um eine negative Bewertung während der Probezeit. Dadurch werden Mitarbeitende immer zurückhaltender und äußern ihre Meinungen oder Bedenken teilweise nicht mehr offen oder arbeiten neue Mitarbeiter:innen nicht mehr korrekt ein. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass sich Mitarbeitende untereinander zunehmend beobachten und gegenseitig melden, um sich dadurch einen besseren Stellenwert bei den Führungskräften zu verschaffen. Dies fördert ein Klima des Misstrauens und der Konkurrenz untereinander, anstatt den Teamzusammenhalt und eine offene Kommunikation zu stärken.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten ist in manchen Bereichen eine große Herausforderung und Belastung für die Mitarbeitenden. In meinem eigenen Bereich ist die Situation zum Glück noch nicht ganz so ausgeprägt. Allerdings gibt es andere Bereiche, in denen die Situation deutlich kritischer wahrgenommen wird, beispielsweise in der Personalabrechnung.
Dort kommt es zu einer ständigen Fluktuation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Gleichzeitig findet eine sehr starke Kontrolle durch die dortige Führungskraft statt. Die Mitarbeitenden werden regelmäßig kontrolliert, ermahnt und mit zusätzlichen Aufgaben bzw. Kontrollen belastet. Dazu gehört unter anderem auch das ständige Führen etlicher Listen.
Mein Bereich erstellt die Verträge, schriftlichen Änderungen und weitere notwendige Unterlagen und übermittelt diese anschließend an die Personalabrechnung. Dadurch bekommt man auch mit, wie stark die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits ausgelastet sind. Trotzdem werden sie zusätzlich von der Abteilungsleitung bzw. Führungskraft kontrolliert und ermahnt, anstatt ihnen bei der bestehenden Arbeitsbelastung den notwendigen Rückhalt und das Vertrauen entgegenzubringen.
Arbeitsbedingungen
Habe ich oben bereits beschrieben.
Kommunikation
Die Kommunikation wird von Tag zu Tag rauer. Aussagen der Führungskräfte wie „Wir klären das!“ tragen leider nicht dazu bei, das Vertrauen zu stärken, wenn darauf anschließend keine konkreten Maßnahmen oder Lösungen folgen. Dadurch wächst die Skepsis gegenüber den Kollegen und insbesondere gegenüber den Führungskräften zunehmend.
Es werden Versprechungen gemacht und Themen als oberste Priorität bezeichnet, doch am Ende des Tages bleibt vieles unverändert. Dadurch entsteht bei den Mitarbeitenden zunehmend der Eindruck, dass ihre Anliegen nicht ernst genommen werden und weder die Führungskräfte noch der TÜV ein ausreichendes Interesse an den Bedürfnissen und der Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden zeigen.
Interessante Aufgaben
Der TN-Service hat unzählige Aufgaben, viele können sehr interessant sein.

