TRUST+ Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
TRUST+ als leitenden Unternehmenswert auszurufen und währenddessen Mitarbeiter kleinlichst zu kontrollieren.
Verbesserungsvorschläge
Lebt bitte das Führungsbild, dass ihr von euren Führungskräften erwartet und fangt oben damit an.
Arbeitsatmosphäre
Sehr düster. Es herrscht in der ganzen IT ein Misstrauen. Gruppen- oder Abteilungsübergreifend wird gar nicht mehr zusammengearbeitet. Man tut nur das absolut Nötigste. Ein guter Mitarbeiter ist ein Mitarbeiter der nichts sagt. Widerworte oder Meinungsaustausch gilt es zu vermeiden, da sonst die Führungskraft dafür einstehen muss.
Image
Stark gelitten. Intern völlig kaputt und auch beim Kunden mittlerweile nicht mehr im Premiumsegment wahrgenommen.
Work-Life-Balance
War bis 2026 sehr gut mit optionalen 4d Homeoffice-Möglichkeiten. Heute nur noch 3d Homeoffice möglich und demnächst nur noch 2d. Die Leute werden ins Büro gedrängt, um mit ANC-Kopfhörern nebeneinander im Meeting zu sitzen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen dürfen nur mit besonderer Erlaubnis noch genommen werden. Extern ist nahezu unmöglich - sofern man kein Freund der oberen Chefetage ist.
Gehalt/Benefits
Tarifgebunden - kann man nachlesen und für sich selbst entscheiden. Die letzte Tarifrunde lag unter der Inflationsrate, weil es dem Unternehmen schlecht ginge. Für Softwarelizenzen scheint es immer Geld zu geben.
Benefits gibt es einiges, aber nichts besonderes.
Es gibt ein paar Wasserspender. Kaffeemaschine muss man selbst zahlen und einen Obstkorb sucht man vergeblich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Eco Vadis Platinum. Es wird einiges unternommen - allerdings nur für das Image und die Auszeichnung. Es gibt keine tatsächlichen, nachhaltigen Maßnahmen im Alltag.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Teams ist der Umgang meist kollegial und unterstützend. Über Teamgrenzen hinweg zeigt sich jedoch seit 2026 eine andere Entwicklung. Die Organisation wirkt zunehmend fragmentiert, Abstimmungen werden schwieriger und die Bereitschaft zur bereichsübergreifenden Zusammenarbeit nimmt ab. Dadurch bleiben viele Themen an Schnittstellen hängen, anstatt gemeinsam vorangetrieben zu werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Innerhalb der Teams gibt es keine nennenswerten altersbedingten Unterschiede oder Diskriminierungen. Ältere Kolleginnen und Kollegen werden im Arbeitsalltag grundsätzlich respektiert und wertgeschätzt.
Ansonsten werden ältere Kollegen auch kurz vor Renteneintritt noch gekündigt oder Freunde des Vorstands auch kurz vor Renteneintritt in kritische Positionen eingestellt.
Vorgesetztenverhalten
Die Qualität der Führung variiert je nach Bereich und Person. Insbesondere die Gruppenleitungen sind engagiert, ansprechbar und nah am Tagesgeschäft. Allerdings verfügen sie nicht immer über die Informationen, die für eine transparente Kommunikation notwendig wären.
Ab Bereichsleitung wird nur noch von oben herab angewiesen. Andere Meinungen oder Diskussionen werden nicht zugelassen.
Während das Unternehmen bestimmte Führungsgrundsätze vorgibt, entsteht der Eindruck, dass deren Umsetzung und Vorbildfunktion nur den unteren Führungskräften vorbehalten ist.
Arbeitsbedingungen
Obwohl die Unternehmensführung mit „TRUST+“ ein klares Signal in Richtung Vertrauenskultur sendet, nehmen viele Beschäftigte die internen Prozesse aktuell eher als kontrollorientiert wahr. Dadurch entsteht eine Diskrepanz zwischen kommuniziertem Anspruch und gelebter Praxis.
Kommunikation
Es gibt leider weder transparente noch hinreichende Kommunikation. Als Mitarbeiter wird man bewusst im Unklaren gelassen.
Die Abschaffung der Betriebsvereinbarung zu Homeoffice wurde 4d vorher kommuniziert. Alle Mitarbeiter haben sich laut gemacht, da das nicht zu bewerkstelligen war, deshalb hatten wir einen Monat "Gnadenfrist". Die Kommunikation ist mieserabel.
Niemand weiß, wie wir nächsten Monat noch arbeiten oder wie das Organigramm aussehen wird.
Besonders problematisch finde ich den Umgang mit Personalentwicklung. Es werden Karriereperspektiven in Form von Gruppenleitungen und Abteilungsleitungen in Aussicht gestellt und am Ende nicht umgesetzt. Das ist sehr frustrierend für alle Mitarbeitenden.
Gleichberechtigung
Das Thema Diversität ist ein Randthema. Insbesondere in den oberen Führungsebenen sind Frauen weiterhin wenig vertreten.
Kritisch sehe ich außerdem, dass Personalentscheidungen nicht immer nachvollziehbar erscheinen. Obere Führungskräfte werden nach Nasenfaktor und nach Folgsamkeit eingestellt. Fachlichkeit spielt keine Rolle mehr.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind da und müssen erledigt werden, sie dürfen häufig nicht umgesetzt werden. Entscheidungen werden beliebig hinausgezögert und niemand fühlt sich mehr verantwortlich. Es wird von oben ermahnt, dass man mehr Verantwortung übernehmen solle, tut man dies, so wird man als Querulant dargestellt und würde eigenmächtig handeln. Verantwortung wird also gefordert und gleichzeitig bestraft - das ist für "das Gefolge" maximal frustrierend.

