UHB Software Bochum / Gute Kollegen, aber schwache Führung und schlechte Kommunikation
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die einzelnen Kolleginnen und Kollegen, mit denen man zusammenarbeitet hat.
Verbesserungsvorschläge
Ein größeres Vertrauen in die Mitarbeitenden wäre sehr wünschenswert. Offene Fragen sollten von der Führungskraft ernst genommen und mit klaren Antworten unterstützt werden. Außerdem wäre es wichtig, weniger Druck auf einzelne Mitarbeitende aufzubauen. Statt übereinander zu reden, sollte der Fokus stärker auf einem offenen Miteinander liegen. Auch die Kommunikation seitens der Führungskräfte könnte deutlich verbessert werden.
Arbeitsatmosphäre
Ich habe dort nette Bekanntschaften gemacht. Abgesehen davon gibt es leider nichts Positives zu erwähnen – da man hier aber etwas angeben muss, bleibt es bei diesem Punkt.
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Die Fluktuation im Unternehmen ist sehr hoch. Schon wenn man neu anfängt, bekommt man von einigen Kollegen direkt mitgeteilt, dass die Firma nicht besonders empfehlenswert sei. Zudem reden einige Mitarbeitende lieber übereinander als miteinander. Teilweise erfährt man sogar Dinge über sich selbst, die nicht der Wahrheit entsprechen. Spricht man die betroffenen Personen direkt darauf an, wird es entweder abgestritten oder einfach totgeschwiegen.
Work-Life-Balance
Im Bewerbungsgespräch wird mit Homeoffice geworben, in der Praxis ist es vom Bereichsleiter aber nicht gerne gesehen. Nicht alle Mitarbeitenden haben die gleichen Möglichkeiten: Während einige regelmäßig von zu Hause arbeiten dürfen, wird es anderen kaum ermöglicht. Wenn man einen wichtigen Grund vorbringt, wird Homeoffice zwar erlaubt, jedoch spürt man deutlich den Unterton des Bereichsleiters, dass es eigentlich nicht erwünscht ist.
Auch mit Überstunden geht man widersprüchlich um: Einerseits werden sie nicht gerne gesehen, andererseits ist das Arbeitspensum so hoch, dass sie sich fast zwangsläufig ansammeln. Den Abbau gestaltet sich schwierig – und wenn man doch einmal Überstunden abbauen kann, werden die eigenen Aufgaben in dieser Zeit weder übernommen noch weiterbearbeitet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dazu kann ich nicht viel sagen. Es wird immerhin wenig gedruckt, ansonsten ist mir in diesem Bereich nichts Besonderes aufgefallen.
Karriere/Weiterbildung
Aufstiegschancen gibt es im Unternehmen nicht. An Fort- oder Weiterbildungen habe ich nicht teilgenommen – solche Angebote wurden aber auch nicht aktiv kommuniziert oder gefördert.
Kollegenzusammenhalt
Bei Fragen an die Führungskraft bekommt man meist nur schwammige Antworten, weshalb man sich lieber an Kollegen wendet. Es gibt zwar vereinzelt Kolleginnen und Kollegen, die wirklich zusammenhalten und im Team arbeiten, doch das sind Ausnahmen. Insgesamt kämpft jeder eher für sich – ein echtes Teamgefühl entsteht dadurch nicht.
Vorgesetztenverhalten
Von den Führungskräften ist kaum Unterstützung zu erwarten. Wer Fragen hat oder Hilfe braucht, bekommt meist nur schwammige Antworten und sucht sich deshalb lieber Rat bei Kolleginnen und Kollegen. Zwar gibt es vereinzelt Mitarbeitende, die wirklich zusammenhalten, doch das bleibt die Ausnahme. Insgesamt entsteht dadurch wenig echtes Teamgefühl.
Zusätzlich baut der Bereichsleiter erheblichen Druck auf: Aufgaben sollen am besten sofort erledigt sein. Werden sie nicht genau nach seinen Vorstellungen umgesetzt, gibt es umgehend Kritik – und die Arbeit wird kurzerhand selbst übernommen. Verantwortung übernehmen möchten die Vorgesetzten generell nicht. Auffällig ist auch der Umgang mit alltäglichen Aufgaben: Während Mitarbeitende das Telefon möglichst sofort annehmen sollen, greifen die Vorgesetzten selbst nur selten zum Hörer. Und während sie pünktlich Feierabend machen, bleiben Mitarbeitenden länger, da sie noch Aufgaben erledigen müssen.
Arbeitsbedingungen
Entscheidungen der Führungskraft wirken häufig von Sympathie geprägt. Mitarbeitende werden unterschiedlich behandelt – nicht nach objektiven Kriterien, sondern danach, wen die Führungskraft mehr oder weniger bevorzugt.
Kommunikation
Die Führungskräfte tauschen sich zwar regelmäßig aus, jedoch ist unklar, welche Themen in diesen Meetings tatsächlich besprochen werden. Gibt man selbst etwas Wichtiges mit, wird es nicht immer aufgegriffen, und ein Feedback erhält man nur gelegentlich. Im Büro wird zudem viel übereinander statt miteinander geredet. Wichtige Informationen kommen meist nur stückchenweise und oft unvollständig an. Auch der direkte Austausch zwischen den Führungskräften ist schwach ausgeprägt. Verlässlicher funktioniert die Weitergabe von Informationen über die Mitarbeitenden selbst – weniger über die Führungskräfte.
Gehalt/Benefits
Es gibt Kolleginnen und Kollegen, die die gleiche Arbeit leisten und trotzdem ein deutlich unterschiedliches Gehalt bekommen – die Gehaltsstrukturen wirken insgesamt willkürlich. Gehaltserhöhungen erfolgen nicht regelmäßig und fallen, wenn überhaupt, nur sehr gering aus. Weihnachtsgeld wird nicht jedes Jahr gezahlt, und Urlaubsgeld gibt es gar nicht.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind abwechslungsreich und interessant – es liegt nicht jeden Tag das Gleiche auf dem Tisch. Zwar gibt es viel zu tun, aber man lernt dabei einiges, was einem auch für das weitere Berufsleben nützlich ist. Zudem hat man die Möglichkeit, seine Englischkenntnisse kontinuierlich zu verbessern.