15 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
15 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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15 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Die Organisation des Prozesses war insgesamt gut strukturiert, insbesondere durch die Integration von zwei Case Studies sowie einem anschließenden Interview. Die gesamte Dauer von etwa zwei Stunden empfand ich jedoch für ein Erstgespräch als lang, was für mich persönlich ein etwas belastendes Spannungsfeld darstellte.
Die Interviewtechnik war anspruchsvoll und zielgerichtet, um Arbeitswissen, Methodenkompetenz sowie den Umgang mit Drucksituationen zu erfassen. Es war deutlich spürbar, dass die InterviewerInnen eine hohe Identifikation mit dem Arbeitgeber aufweisen, was sich auch in der Gesprächsführung widerspiegelte. Dies wurde für mein Empfinden nicht immer durch eine offene Dialogkultur ergänzt, was die Gesprächsdynamik beeinflusst hat.
Mir fehlten an einigen Stellen tiefere Einblicke ins Tagesgeschäft, die durch die Einbindung eines Teammitglieds, das anwesend war, hätten vermittelt werden können. Dies hätte möglicherweise zu einer lebhafteren Diskussion geführt und den Austausch bereichert. In anderen Interviews habe ich ähnliche Formate erlebt, bei denen eine solche Ergänzung den Dialog und damit eine positive Candidate Experience erfahrbar gemacht haben.
Umgang mit Arbeitsdruck, Prioritäten, Fachfragen, Wechselmotivation, Fragen zur Persönlichkeit und Teamfähigkeit
Ich ging zum Vorstellungsgespräch mit einem dreiseitigen Lebenslauf, der meine Kenntnisse in IT-Programmen, Finanzen und Recht zeigt. Doch sie stellten mir Fragen wie: „Wissen Sie, dass wir im Büro keine Telefone haben und elektronisch über Jabber kommunizieren?“
Oh, wirklich? Ich habe ein Zertifikat in Power BI, SAP und anderen Tools. Ich bin mindestens 25 Jahre alt, Teil der digitalen Generation Z – wie kann man so eine Frage überhaupt stellen? Als ich selbstbewusst mit „Ja, natürlich“ antwortete, schienen sie enttäuscht zu sein.
Sie hatten eine Liste mit Fragen, die sich über drei doppelseitige Seiten erstreckte. Nach jeder Frage haken sie sie ab und kommentierten Dinge wie: „Sehen Sie? Wir sind schon bei der Hälfte der Fragen. Jetzt sind nur noch fünf übrig!“ Oder: „Wie gefällt Ihnen unser Interview? Läuft es gut? Was halten Sie von uns?“
Jetzt frage ich Sie, ist das wirklich die Qualität der Personalbeschaffung einer der erfolgreichsten Universitäten des Landes?
Wenn eine Stelle besetzt werden soll, die eine hohe Leistungsbereitschaft erfordert und ausschließlich Menschen im Assessment Center eingeladen sind, die in ihrem Leben schon viel geleistet haben - warum müssen diese ihre Zeit damit verbringen, die Logik der Anordnung von Rechtecken und Kreisen herauszufinden?
Das Verfahren ist komplett von Drittanbietern dominiert, die eigentlichen "Player" und zukünftigen Vorgesetzen durften weder etwas sagen und schon gar nicht die Mimik verziehen. Objektivität in einem Auswahlverfahren ist ja schön, aber man darf nicht alles nur diesem Kriterium unterwerfen. Denn es gibt noch etwas anderes, Wichtiges, in einem Verfahren: Die Bewerbenden. Und die Akzeptanz der Bewerber ist gem Heinz Schuler ein wichtiges, weiteres Entscheidungsmerkmal, das hier aus meiner Sicht nicht berücksichtigt wurde
Auch, wenn mir die Anforderungen an ein wissenschaftlich valides Verfahren durchaus bekannt sind: Ich fühlte mich weder ernst- noch wahrgenommen, in fast jeder Übung ging es nur darum, mit Menschen, die Widerstand üben und herumnöhlen umzugehen. Teamfähigkeit, die Fähigkeit zur Kollaboration, digitale Kompetenz, internationale Kompetenz, Wissen über die Entwicklungen seines Fachbereiches, konzeptionelles Denken und Handeln - diese Skills wurden gar nicht gefragt. Diese Außenwirkung, die unsere Uni hier zeigt, ist unrealistisch und wirkte fast toxisch und abschreckend.
Die Übungen waren altbacken und wirkten, als wäre eine Szene aus 1980 nur immer wieder neu mit dem Namen des Auftraggebers überschrieben worden, um "realistisch" und "auftraggeberkonform" zu wirken.
Die Gedanken einer Transformationalen Führung sind nicht angekommen - das Setting war immer noch: Ich sitze hinter dem Tisch, die anderen vor dem Tisch, damit bloß kein Gespräch auf Augenhöhe stattfinden kann. Eine uralte Vorstellung vom männlich-dominanten ehrgeizigen, leistungsorientierten Leiter durchzog sämtliche Tests. Änderungen waren nicht erwünscht. Interaktion war nicht erwünscht.
Ich fühlte mich vollkommen aus der Zeit gebeamt. So möchte ich weder arbeiten noch führen und ich glaube auch nicht, dass die Realität so gestaltet wäre. Aber ich weiß es nicht und würde daher niemals einen guten Job aufgeben, nur um zu erfahren, ob das, was simuliert wurde, auch bitte nicht der Wahrheit entspricht
Es wird Zeit, dass die neue Welt, Diversität (nicht jede:r führt gleich) und der Gedanke der Willkommenskultur in dieser praktizierenden Eignungsdiagnostik ankommt und berücksichtigt wird. Ansonsten bekommt man Leute, die wunderbar mit motivationalen Low-Performern umgehen können, ein tolles Durchsetzungsvermögen haben, aber keine Ahnung davon, wie man mit Menschen wertschätzend und mit positiver Zugewandtheit zusammen gute Sachen auf den Weg bringt..
Denn inzwischen sollte man bei der Entwicklung des Auswahlverfahrens berücksichtigen, dass sich auch die Bewerbenden fragen: Ist der Arbeitgeber überhaupt für mich geeignet?
Die Jahre, in denen alle Bewerber auf der Stange sitzen und unbedingt den Job haben wollen, dafür alles in Kauf nehmen, auch die unpassenden Fragen & die sind vorbei. Zum Glück.
(Anm. Es handelt sich hier um meine ganz persönliche Meinung und Erfahrung)
Bewerbern rechtzeitig eine Rückmeldung geben.
Ich hatte ungefähr acht Bewerbungen abgeschickt, darunter auch an die Uni Hamburg. Ich erhielt in der Regel (von den anderen Arbeitgebern) binnen drei Tagen eine Antwort, hatte Vorstellungsgespräche, bekam schließlich eine Anstellung.
Und nach zwei Monaten (!) hat sich die Uni auch mal gemeldet :D
Ich habe in den letzten Jahren keinen langsameren Prozess gesehen. Das ist ja wie in den 80ern.
- Bewerber:innen nach dem Gespräch nicht wochen- oder monatelang hinhalten. Wenn man weiß, dass man die Person nicht auswählen wird, sollte man das zeitnah mitteilen
- Klare Kommunikationskanäle zwischen Bewerber:in und zuständiger Stelle (am selben Tag Mail aus dem Sekretariat, dass der Prozess noch dauert, 2 Std später aus der Personalabteilung dann eine Absage. Eine Hand weiß nicht, was die andere macht)
- Prozessablauf vollkommen unklar
- Wenn man Beispiele gibt, die die Person "bearbeiten" soll, sollten Rückfragen zu dem zu bearbeitenden Szenario beantwortet werden
Hatte mich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Biologie beworben und nach viel zu langer Zeit eine Absage bekommen. Die Begründung hat eindeutig gezeigt, dass die Bewerbung nicht gelesen wurde, es wurde gemeint, dass bestimmte Kenntnisse fehlen würden, welche aber mein Spezialgebiet sind. Nach etwas umhören war schnell klar, dass hier extremst auf Vetternwirtschaft gesetzt wird.
Wenn Absagen verschickt werde, haben viele schon einen neuen Job - so lange dauert der Prozess an der Uni HH. Merkt ihr was? Klar die Eingangsbestätigung kommt rasch, aber das ist ein Standard-Brief wo man nur den Namen eintragen muss. Rückfragen werden nicht beantwortet, die Absage kommt nach Monaten (auch ein Standard-Brief).
Es sollte von Grund auf das Bewerbungsystem der Universtät Hamburg überprüft werden. Sowas schlechtes habe ich noch nicht miterlebt. Und solche Einrichtungen bekommen öffentliche Gelder....
Geplante drei Monate zwischen Bewerbung und erster Rückmeldung sind eigentlich schon weltfremd, so findet man keine interessanten Bewerber (bzw. haben die dann alle in der Zwischenzeit schon was anderes gefunden).
Eine Rückmeldung erst über 24 Wochen nach der Bewerbung ist allerdings völlig inakzeptabel.
Tatsächlich wurde das Bewerbungsverfahren wohl abgebrochen - Rückfragen dazu blieben aber unbeantwortet.
Gesamteindruck: Noch viel schlimmer als von einer Behörde sowieso schon erwartet...
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