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Bewertung

Von "Hui" zu "Pfui" in weniger als 2 Jahren

2,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei United Internet Corporate Services GmbH in Karlsruhe gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Bezahlung ist in Ordnung.
- Manche Kantinen der UI allgemein sind gut.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Self-Service und zu viele unnötige Tools sind in diesem Unternehmen epidemisch. Es ist lästig sich um alle Kleinigkeiten selbst kümmern zu müssen anstatt eine kompetente Person kurz anzurufen und zu beauftragen um sich auf die eigene Kernarbeit konzentrieren zu können. Für Beantragung von Dienstreisen, Ausstellung Lohnzettel, Festlegung der Quartalsziele, Kontakt von Haustechniker oder IT bei Problemen, Bestellung von Büroausstattung, Hard- & Software noch einmal separat bis hin zur fachlichen Beurteilung von Bewerbern muss ich für alles ein eigenes Tool anwenden obwohl nichts davon mein eigentlicher Job ist.
- Manche Kantinen der UI allgemein sind schlecht.

Verbesserungsvorschläge

- Gerade bei Kollegen/-innen mit juristischer Prägung und in Spitzenposition: Weniger reden und dafür mehr mit Mehrwert tun.

Arbeitsatmosphäre

- Die Arbeitsatmosphäre ist in Ordnung, wenn man es abkann, dass Kollegen/-innen auf der einen Seite sehr viel reden, aber auf der anderen Seite distanziert sind.
- Vorgesetzte loben häufig, verursachen aber auch einige unnötige Probleme.
- Wo ich mich früher phasenweise auf die Arbeit freute, habe ich heute Schlafstörungen bei den Gedanken an die Arbeit.

Kommunikation

- Unter den juristisch geprägten Personen herrscht eine enorme Geschwätzigkeit, wie ich es noch in keinem anderen Unternehmen zuvor erlebt hatte. Das reicht von Werkstudenten/-innen über normale Angestellte bis hin zu Führungskräften.
- Zudem sind Führungskräfte bekannt für überlange und zu häufige Meetings bei denen über alles mögliche geredet wird. Das betrifft alltägliches ebenso wie Themen mit Arbeitsbezug, die allerdings nur für die wenigsten Teilnehmer relevant sind.
- Arbeitsrelevante Infos erhält man auf der anderen Seite manchmal auch erst dann wenn es schon zu spät ist.
- Alles in allem kostet es viel Kraft, wenn man sich einfach nur auf die eigene Arbeit konzentrieren will.

Kollegenzusammenhalt

- Teils teils, wenn auch mit Tendenz zu unkollegial. Es gibt hilfsbereite und nette Kollegen/-innen auf der einen Seite, aber auch solche die viel Schwatzen, Kaffe trinken, die Arbeit aufgrund von Lustlosigkeit lahmlegen und sich durch ihre "Meinungsstärke" auszeichnen.
- Es wird sich darüber beschwert, dass andere Bereiche Arbeit abladen, man tut das aber selbst auch gerne.

Work-Life-Balance

- Es gibt fast nur Vollzeit-Arbeit mit 40 Stunden Wochenarbeitszeit, die auf Vertrauensarbeitszeit basiert.
- Bisher gab es noch keine Probleme bei der Wahl der Urlaubtage.

Vorgesetztenverhalten

- Wirken meist nett, aber hören sich gerne selbst reden. Verursachen unnötige Meetings, die dann auch sehr gerne stark überzogen werden.
- Lösen gerne technische Projekte aus, die bei der Arbeit selbst bei optimaler Umsetzung nicht weiterhelfen würden und nicht nur nicht technisch ausgereift sind sondern mehr schaden als nutzen.
- Besprechen Probleme zu Tode statt sie als Führungskräfte selbst zu lösen. Besonders deutlich wird dies anhand einer schlecht designten und nicht besonders erfolgreichen Befragung der Unternehmensangestellten. Hier wäre es ein Arbeitsauftrag der Angestellten an Führungskräfte gewesen die Situation selbstständig zu verbessern, stattdessen landete es bei den Mitarbeitern. Damit wird die produktive Arbeit erfolgreich ausgebremst.
- Beratungsresistenzen vorhanden.

Interessante Aufgaben

- Die Aufgaben werden aufgrund zunehmender Digitalisierung immer eintöniger, da man inzwischen nicht mehr vom Monitor wegkommt oder in lästigen Besprechungen sitzt.

Arbeitsbedingungen

- Die Kontrolle durch den Arbeitgeber nimmt zu. An der Datenschutzkonformität habe ich bei der Arbeitsokumentation Zweifel, da Kollegen innerhalb eines Teams Einsicht bei anderen haben auch wenn es noch nicht einmal fachliche Überschneidungen gibt.
- Frühere Freiheiten gehen verloren ebenso wie die Produktivität, da inzwischen viel Zeit für administrative Dinge aufgebracht werden muss.
- Zunehmend restriktive Internetnutzung, die auch Themen mit indirektem Arbeitsbezug betreffen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

- Es gibt E-Ladestationen zum kostenpflichtigen Laden.
- Es wird viel für Diversity geworben.
- Fair Trade oder besondere Klima- & Umweltschutzmaßnahmen sind nicht bekannt.
- 2 Tage Homeoffice pro Woche.

Gehalt/Benefits

- Das Grundgehalt ist solide, es kann mit Quartalsboni (wenn auch nicht immer ohne Unregelmäßigkeiten) aufgestockt werden.
- Zuschuss zum Deutschlandticket und Corporate Benefits vorhanden.
- Spitzenleistungen wurden aber nicht honoriert.

Image

- Die Firma bietet hausintern Merchandising an. Aber anstatt dieses wenigstens kostenlos zur Verfügung zu stellen, wenn Mitarbeitende schon für den Arbeitgeber als laufende Littfaßsäulen unterwegs sind, wird dieses noch zu Wucherpreisen angeboten.

Karriere/Weiterbildung

- Trotz eines virtuellen Campus oder Zugang zu LinkedIn Learning kann das Weiterbildungsangebot innerhalb der Firma bestenfalls als Einstieg in ein Thema dienen, es hat unter Mitarbeitern einen durchwachsenen Ruf. Dadurch ein hohes Maß an Kompetenz zu erlangen ist nicht möglich, man kann auch keine Zertifikate erlangen, die bspw. einer Bewerbung würdig wären.
- Vor Beginn der Zusammenarbeit wurde mündlich vereinbart, dass ich für meine Stelle noch passende externe Weiterbildungen besuchen kann um thematisch fundiertere, theoretische Kenntnisse zu erlangen. Diese Vereinbraung wurde gebrochen. Stattdessen wurde mir der Besuch von Weiterbildungen aufs Auge gedrückt, die den Namen nicht verdienen und unnötig sind.


Gleichberechtigung

Umgang mit älteren Kollegen

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