100 % Corporate
Arbeitsatmosphäre
Seit dem Eigentümerwechsel angespannt
Kommunikation
Im daily business oft aufgebauscht, Abstimmungstermine in Vorbereitung auf Abstimmungstermine. Wenig über E-Mail, überwiegend über MS Teams, soweit zeitgemäß. Es gab ein Ticket-System, das aufgrund seiner Unübersichtlichkeit von der Mehrheit gemieden wurde. Was die Leadership-Kommunikation betraf: regelmäßige Formate, bei denen auch Fragen gestellt werden konnten. In Dosis und Frequenz angemessen.
Kollegenzusammenhalt
Fast alle sind fast immer im Home Office, fürs social life tut der Job also nichts. Man ist zwar einem Team zugeordnet, innerhalb des Team arbeiten idR alle für unterschiedliche Businessbereiche / Produkte. Es ist möglich, dass man mit seinen Teamkollegen nie inhaltlich zu tun hat. Es fehlt der fachliche Austausch, das gemeinsame Denken, insgesamt das Teamerlebnis. Da helfen auch gut gemeinte Team-on-sites nicht.
Work-Life-Balance
Mit Ausnahme beim Kundenservice galt eine 80% Homeoffice Regel, 1 Officetag pro Woche. Die Arbeitszeiten wurden nicht streng verfolgt, Vertrauensbasis. Solange man seine Arbeit erledigte, konnte man ohne Weiteres auch mal einen privaten Termin legen, ohne groß um Erlaubnis zu bitten. Viele Mitarbeiterinnen hatten Kinder und schätzen diese Flexibilität sehr.
Vorgesetztenverhalten
Es gibt einige sehr gute, fachlich kompetente und menschlich angenehme Führungskräfte, jedoch auch ein paar speziellere Leads. Man kann Glück und Pech haben. Die Kommunikation der Geschäftsführung fand ich zuletzt fragwürdig und unterkühlt.
Interessante Aufgaben
Zwar wäre das Unternehmen gern dynamisch und innovativ, geht es um einzelne Rollen, ist die Haltung der Leads eher: „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Ich empfand meine Tätigkeit als sehr eintönig und habe mehrfach proaktiv versucht, weitere Zuständigkeiten und Tasks zu übernehmen. Begrüßt wurde das nicht.
Gleichberechtigung
Die Belegschaft ist divers und über Gleichberechtigung herrscht Konsens. Das Leadership ist jedoch mit wenigen Ausnahmen männlich. Abgesehen davon hatte ich das Gefühl, dass interne Besetzungen im Unternehmen nicht transparent gehandhabt werden. Dass es zB interne Ausschreibungen gegeben hätte, wäre mir nicht bekannt. Dass eine Stelle intern besetzt würde, erfuhr man immer erst, wenn sie eben schon intern neubesetzt war.
Umgang mit älteren Kollegen
Die allermeisten Mitarbeiterinnen sind vermutlich zwischen 40 und 50. 60+ gibt es mW wenige. Ich hatte nie das Gefühl, dass Alter, auch junges Alter, in irgendeiner Form zu Problemen führte.
Arbeitsbedingungen
Es war für alles gesorgt, Tools, Zugänge, Berechtigungen, Hardware. Zu Beginn gibt es ein umfassendes Onboarding. Dahingehend ist man gut organisiert. Es war auch stets Bereitschaft da, neue Software/Services anzuschaffen. Soetwss wurde offen besprochen, evaluiert und meistens auch schnell umgesetzt. Die Offices sind modern, technisch gut ausgestattet und öffentlich gut erreichbar. Ein Minuspunkt waren für mich die alten Dell-Laptops, die brummen wie Traktoren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gab Bestrebungen wie den Social Day und Mülltrennung. Ein glaubhafter Spirit für Umwelt und Soziales existiert im Unternehmen meiner Meinung nach aber nicht.
Gehalt/Benefits
Man verdient nicht schlecht, branchenüblich. Ab dem Eigentümerwechsel schien jedoch Sparkurs zu herrschen, Gehaltserhöhungen unwahrscheinlich. Der Merit Increase Prozess wurde einfach ausgesetzt. Auch Inflationsanpassung hielt man 2026 für zu viel verlangt, schließlich habe man diese ja bereits 2021 und 2022 berücksichtigt. Interessant! Es gab aber ein nettes Paket an Benefits, Rabatt-Portal, Pluxee-Gutscheine, Vergünstigungen bei Wellpass, Deutschlandtricket, Bike-Leasing, Betriebliche Altersvorsorge.
Image
Ambivalent. Im Unternehmen verstand man sich als das seriöse Portal in Mission für Verbraucher. Außen kennen alle nur den durchgeknallten Fuchs.
Karriere/Weiterbildung
Kein Merit Increse, intransparente interne Postenbesetzung, für mich war wenig Karriere zu erkennen. Weiterbildungsmaßnahmen, Kurse, Fach-Events, gibt es punktuell durchaus. Aber in erster Linie ist man dem KI-Wahn verfallen. Am besten sollte sich einfach jeder mit KI in Eigenregie neu aufstellen.


