So sind wir eben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den starken Zusammenhalt und das Miteinander unter den Kollegen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
fehlende Transparenz, schlechte Kommunikation, langsame Entscheidungen, mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten, Gehalt/Benefits, unterschiedliche Behandlung von Mitarbeitenden
Verbesserungsvorschläge
Den Fokus wieder stärker auf die Mitarbeitenden legen. Es wird viel erwartet, aber aus meiner Sicht zu wenig zurückgegeben. Kritik wird regelmäßig geäußert, sichtbare Veränderungen bleiben jedoch häufig aus.
In den monatlichen Meetings wurde darauf hingewiesen, dass Kritik direkt an Führungskräfte oder Ansprechpartner herangetragen werden soll, anstatt auf Plattformen wie Kununu veröffentlicht zu werden. Grundsätzlich ist das nachvollziehbar.
Das Problem ist jedoch, dass viele Mitarbeitende genau das bereits getan haben. Themen werden angesprochen, Vorschläge eingebracht und Probleme benannt. Wenn über längere Zeit dennoch das Gefühl entsteht, nicht gehört zu werden oder keine Veränderung zu sehen, darf man sich nicht wundern, wenn Mitarbeitende irgendwann andere Wege wählen, um ihre Erfahrungen zu teilen.
Auch die Aussage, Kritik auf Kununu sei häufig nicht sachlich richtig oder für die Geschäftsleitung nicht nachvollziehbar, halte ich für schwierig. Meiner Meinung nach werden viele der dort genannten Punkte seit Jahren angesprochen. Statt die Plattform selbst zu kritisieren, sollte man sich vielleicht stärker damit beschäftigen, WARUM bestimmte Themen immer wieder auftauchen.
Arbeitsatmosphäre
Die Kollegen machen den Arbeitsalltag erträglich. Der Zusammenhalt untereinander ist sehr stark und viele Probleme werden letztlich durch die gegenseitige Unterstützung aufgefangen. Ich habe den Eindruck, dass sich ohne die Kollegen deutlich mehr Mitarbeitende nach einer anderen Stelle umsehen würden. Für mich ist das Miteinander aktuell einer der wenigen Punkte, die ich am Unternehmen noch wirklich positiv wahrnehme.
Kommunikation
Für mich ist die Kommunikation einer der größten Schwachpunkte des Unternehmens. Es wird viel angekündigt, vorgestellt und besprochen. Nach vielen Meetings bleibt trotzdem oft unklar, was eigentlich entschieden wurde oder was als Nächstes passieren soll. Wichtige Informationen kommen teilweise sehr spät oder gar nicht bei den Mitarbeitenden an.
Meinem Eindruck nach ziehen sich Entscheidungen oft über Wochen bis Monate, obwohl die Probleme längst bekannt sind. Gleichzeitig wird erwartet, dass Aufgaben und Projekte vorankommen. Wer dann selbstständig handelt, damit überhaupt etwas passiert, bekommt später unter Umständen genau dafür Kritik.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist sehr stark. Man hilft sich gegenseitig, unterstützt sich bei Problemen und hält zusammen, wenn es schwierig wird.
Ich habe den Eindruck, dass vieles im Arbeitsalltag nur deshalb funktioniert, weil die Kollegen sich gegenseitig unterstützen. Viele Probleme werden nicht durch Prozesse oder Strukturen gelöst, sondern durch die Hilfsbereitschaft der Mitarbeitenden.
Work-Life-Balance
Für mich ist die Work-Life-Balance weder besonders schlecht noch besonders gut. Homeoffice und flexible Arbeitszeiten sind grundsätzlich möglich, in der Praxis hängt vieles jedoch vom jeweiligen Bereich oder den verantwortlichen Personen ab.
Ich habe den Eindruck, dass nicht für alle Mitarbeitenden die gleichen Maßstäbe gelten. Während manche ihre Arbeitszeiten sehr flexibel gestalten können, brauchen andere für vergleichbare Dinge deutlich mehr Abstimmung.
Vorgesetztenverhalten
Meiner Meinung nach sind Führungskräfte nur schwer erreichbar. Rückmeldungen auf E-Mails, Anträge oder Anfragen dauern teilweise sehr lange oder bleiben ganz aus. Wichtige Entscheidungen ziehen sich oft über Wochen bis Monate, obwohl die Auswirkungen auf den Arbeitsalltag bekannt sind.
Ich habe den Eindruck, dass viele Probleme im Arbeitsalltag nicht durch die Mitarbeitenden entstehen, sondern durch fehlende Entscheidungen und mangelnde Kommunikation auf Führungsebene. Rückmeldungen dauern teilweise sehr lange, Verantwortlichkeiten sind nicht immer klar und wichtige Informationen werden häufig erst spät weitergegeben.
Insgesamt fehlt es aus meiner Sicht an Transparenz, Verlässlichkeit und einer offenen Kommunikation auf Führungsebene.
Interessante Aufgaben
Aus meiner Sicht sind die Aufgaben sehr ungleich verteilt. Interessante Projekte und neue Themen landen häufig bei denselben Personen, während andere Mitarbeitende nur selten die Chance bekommen, sich fachlich weiterzuentwickeln oder neue Erfahrungen zu sammeln.
Ich habe den Eindruck, dass die Sicherstellung des laufenden Betriebs oft wichtiger ist als die langfristige Entwicklung der Mitarbeitenden. Dadurch bleiben Potenziale ungenutzt und interessante Aufgaben konzentrieren sich auf einen kleinen Personenkreis.
Wer nicht zu diesem Kreis gehört, hat meiner Erfahrung nach nur begrenzte Möglichkeiten, neue Themen kennenzulernen oder sich weiterzuentwickeln.
Gleichberechtigung
Auch beim Umgangston sehe ich Verbesserungspotenzial. Ich habe nicht immer den Eindruck, dass alle Mitarbeitenden mit dem gleichen Maß an Respekt und Wertschätzung behandelt werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Nachteile aufgrund des Alters sind mir nicht aufgefallen.
Arbeitsbedingungen
Für den Arbeitsalltag reicht die Ausstattung aus, für ein modernes Unternehmen hätte ich jedoch mehr erwartet. Ich habe den Eindruck, dass der Umzug in größere Räumlichkeiten nicht wirklich genutzt wurde, um die Arbeitsbedingungen spürbar zu verbessern.
So gibt es beispielsweise pro Raum oft nur einen einzigen höhenverstellbaren Schreibtisch. Bei der Anzahl der Mitarbeitenden wirkt das auf mich wenig ergonomisch und nicht mehr zeitgemäß.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Initiativen sind entweder nicht vorhanden oder für mich nicht sichtbar kommuniziert.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung liegt aus meiner Sicht unter dem Marktniveau und ist nicht nachvollziehbar geregelt. Meiner Wahrnehmung nach verdienen neue Mitarbeitende teilweise deutlich mehr als langjährige Kollegen in vergleichbaren Positionen.
Beim Thema Weihnachts- und Urlaubsgeld wird regelmäßig darauf verwiesen, dass diese bereits im Jahresgehalt enthalten seien und man das Gehalt deshalb durch 14 teilen solle. Für mich wirkt dieses Argument wenig überzeugend, da die Gehälter meiner Meinung nach bereits ohne diese Rechnung eher im unteren Bereich liegen.
Meiner Erfahrung nach ziehen sich Gehaltsgespräche häufig lange hin oder verlaufen am Ende anders als erhofft. Insgesamt habe ich nicht das Gefühl, dass Vergütung und Benefits zu den Erwartungen und Anforderungen passen, die an die Mitarbeitenden gestellt werden.
Image
Das Image lebt zum Teil noch von dem Ruf vergangener Jahre. Ich habe den Eindruck, dass die Außendarstellung und das, was viele Mitarbeitende im Alltag erleben, inzwischen deutlich auseinandergehen.
Obwohl das Unternehmen mittlerweile Teil eines größeren Konzerns ist, merke ich persönlich von den damit verbundenen Vorteilen im Arbeitsalltag nichts.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt ein Weiterbildungsbudget von 1000€. Darüber hinaus sind Karriereaufstieg oder persönliche Weiterentwicklung meiner Meinung nach nur sehr eingeschränkt möglich. Ich habe den Eindruck, dass viele Mitarbeitende anstatt gezielt weiterentwickelt zu werden über Jahre in denselben Rollen bleiben, damit der laufende Betrieb funktioniert.
Aus meiner Sicht wird hier auch nicht immer mit den gleichen Maßstäben gemessen. Während manche Mitarbeitende Schulungen oder Hardware erhalten die nur wenig mit ihrer eigentlichen Tätigkeit zu tun haben, werden ähnliche Anfragen anderer Kollegen mit Verweis auf Budgets oder Richtlinien abgelehnt.