Wo Licht ist, ist auch Schatten
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre innerhalb des Teams war sehr angenehm und von gegenseitiger Unterstützung geprägt. Abteilungsübergreifend war die Zusammenarbeit jedoch teilweise schwieriger. Insbesondere die IT wurde bei Problemen aus meiner Sicht häufig vorschnell in die Verantwortung genommen, auch wenn die Ursachen an anderer Stelle lagen. Dies wirkte sich gelegentlich negativ auf die allgemeine Arbeitsatmosphäre aus.
Kommunikation
Die Zusammenarbeit zwischen IT und Fachabteilungen war teilweise schwierig. Anforderungen wurden zwar umgesetzt, bei Problemen durch fehlerhafte Nutzung der bereitgestellten Systeme wurde die Verantwortung jedoch häufig bei der IT gesucht. Dadurch entstand oft der Eindruck, dass die IT als erster Schuldiger betrachtet wurde.
Kollegenzusammenhalt
Unter den Kollegen unterstützt man sich gegenseitig. Es gibt immer jemanden, der einem bei Fragen oder Problemen hilft. Am Kollegenzusammenhalt gibt es aus meiner Sicht nichts auszusetzen.
Work-Life-Balance
Die Urlaubsplanung war unkompliziert und dank Gleitzeit sowie Überstundenabbau bestand eine gewisse Flexibilität im Arbeitsalltag. Homeoffice wurde jedoch eher ungern gesehen, was aus meiner Sicht gerade im IT-Bereich nicht mehr zeitgemäß ist.
Vorgesetztenverhalten
Mein direkter Vorgesetzter war stets ein verlässlicher Ansprechpartner und setzte sich für sein Team ein. Auf höheren Führungsebenen sowie bei einigen anderen Abteilungsleitungen hatte ich jedoch häufig den Eindruck, dass die IT bei Problemen vorschnell in die Verantwortung genommen wurde. Die Einschätzungen und Empfehlungen der IT wurden aus meiner Sicht nicht immer ausreichend berücksichtigt, wodurch Entscheidungen teilweise an der praktischen Umsetzung vorbeigingen.
Interessante Aufgaben
Es gab stets ausreichend Aufgaben und nur selten Leerlauf. Die Arbeit war abwechslungsreich und es wurde darauf geachtet, die Themen möglichst gleichmäßig auf die Mitarbeiter zu verteilen. Die Aufgaben waren insgesamt interessant, boten jedoch noch Potenzial für mehr fachliche Herausforderungen und Weiterentwicklung.
Gleichberechtigung
Geschlecht spielte aus meiner Sicht keine Rolle. Wer engagiert arbeitete und Verantwortung übernahm, konnte unabhängig davon etwas erreichen.
Arbeitsbedingungen
Alle Mitarbeiter verfügten grundsätzlich über eine vergleichbare technische Ausstattung, unabhängig von Abteilung oder Position. Die bereitgestellte Hardware war für die meisten Aufgaben ausreichend. Aus meiner Sicht könnten IT-Mitarbeiter für ihre täglichen Aufgaben teilweise von leistungsfähigerer technischer Ausstattung profitieren, insgesamt gab es jedoch keinen wesentlichen Grund zur Beschwerde.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt im IT-Bereich ist aus meiner Sicht ausbaufähig. Die Gehaltszahlungen erfolgten stets pünktlich und zuverlässig. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass Gehaltsverhandlungen oder der Wunsch nach einer Gehaltsanpassung nicht immer positiv aufgenommen wurden. Möglichkeiten zur finanziellen Weiterentwicklung waren daher nur eingeschränkt vorhanden.
Image
Nach außen wirkt das Unternehmen modern und mitarbeiterorientiert. Intern hatte ich jedoch häufig den Eindruck, dass mehr Energie in die Außendarstellung als in die Zufriedenheit der Mitarbeiter investiert wird. Dadurch entstand für mich eine spürbare Diskrepanz zwischen Image und Realität.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten für IT-Mitarbeiter waren praktisch nicht vorhanden. Trotz mehrfacher Nachfrage und Zusagen, sich dem Thema anzunehmen, wurden keine konkreten Maßnahmen umgesetzt. Positiv ist, dass das Unternehmen seine Auszubildenden fördert und dort investiert. Für die Weiterentwicklung bestehender Mitarbeiter besteht jedoch deutliches Verbesserungspotenzial.