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“Ingenieure sind kreativer als ihr Ruf” – warum es in der Vorentwicklung bei Vorwerk um mehr als Technik geht

10.01.2019

Ingenieure gelten häufig als aufs Detail fokussierte Techniker. Für Niklas van Teeffelen hat sich in der Vorentwicklung bei Vorwerk hingegen schnell herausgestellt, dass der Beruf mehr bietet als eine reine Fachlaufbahn. Denn wer neue Ideen zur Marktreife und Serienentwicklung bringt, arbeitet mit vielen verschiedenen Fachbereichen zusammen und benötigt auch eine gute Portion Überzeugungskraft, wie Niklas uns im Interview verraten hat.

Niklas, mit was beschäftigt sich ein Vorentwickler bei Vorwerk?

Ich schaue mir an, wie Menschen leben und ihren Alltag gestalten. Das hört sich im ersten Moment nicht nach einer typischen Aufgabe für einen Ingenieur an. Doch sinnvolle, technische Produkte kann man nur entwickeln, wenn man versteht, wie sie den Menschen helfen bzw. einen Mehrwert bieten können. Als Vorentwickler liefern wir die ersten Ideen für ein Produkt, entwickeln sie gemeinsam mit Kollegen aus anderen Fachbereichen voran, bis wir diese später als Serienprojekt in den Markt bringen. Insofern steht die Vorentwicklung ganz am Anfang eines Prozesses, wie wir Produkte entwickeln.

Klingt nach einer kreativen Aufgabe. Wie viel konzeptionelle Arbeit steckt in Deinem Job?

Ein großer Teil. Zu Beginn versuchen wir, eine Idee zu entwickeln und diese innerhalb des Unternehmens durchzubringen. Sobald dies geschehen ist, gehen wir schnell in die konzeptionelle Arbeit über. Da wir eine technische Vorentwicklung sind, liegt es auch in unserer Hand, die technische Basis für die Produkte zu schaffen. Wenn zum Beispiel klar ist, dass der Kunde nicht mehr von Hand staubsaugen will und wir einen Saugroboter entwickeln, entstehen viele fachliche Fragen, etwa zum Antrieb oder zur Bürstengeometrie.

Um für diese eine Lösung zu finden, erstellen wir oftmals erste Prototypen und verschiedene Varianten einer Produktidee. Hierfür kann es sein, dass wir schnell andere Abteilungen hinzuziehen, um auch andere wichtige Aspekte und das Gesamtbild nicht aus den Augen zu verlieren. Zuletzt haben wir zum Beispiel sofort gemeinsam mit der Konstruktion an einem neuen Konzept gearbeitet.

Mit wem arbeitest Du im Unternehmen noch zusammen?

Früher oder später gibt es zu allen Fachabteilungen eine Schnittstelle. Zu Beginn ist der Austausch mit der Marktforschung und dem Innovations- bzw. Produktmanagement wichtig. Wenn das Konzept kurz vor der Umsetzung steht, spricht man mit dem Controlling und dem Einkauf sowie der Produktion und der Montage. Auch ein Gespräch mit dem Vertrieb kann nicht schaden.

Einen typischen Arbeitstag beginne ich aber mit einem Informationsaustausch unter Kollegen aus der Vorentwicklung. Zwar haben wir alle unterschiedliche Projekte, stehen aber häufig vor ähnlichen Herausforderungen. Wir nutzen das Treffen, um voneinander zu lernen und etwaige Fehler nicht ein zweites Mal zu machen.

Wie sah Dein Karriereweg vorher aus und warum hast Du Dich für einen Job bei Vorwerk entschieden?

Bei mir war schon früh in der Schule und später in der technischen Einheit der Bundeswehr klar, dass ich technische Dinge entwickeln möchte, wobei ich offen dafür war, ob es große Systeme wie Flugzeuge und Autos sind oder kleinere wie Konsumelektronik. Dann bin ich ins Maschinenbaustudium gestartet und habe entdeckt, dass mich die Konzeptentwicklung von Produkten am meisten interessiert, woraufhin ich mein Wissen in ersten praktischen Projekten vertieft habe.

Zum Ende meines Bachelor-Studiums bin ich dann zum ersten Mal mit Vorwerk in Berührung gekommen und habe meine Abschlussarbeit in der Vorentwicklung geschrieben. Die praxisnahen Problemstellungen und die kreative Arbeitsweise haben mir gut gefallen. Im darauffolgenden Masterstudium habe ich mich stark auf das Thema Industriedesign konzentriert. Diese Schnittstelle zwischen Design und Technik beschäftigt sich intensiv mit dem Kunden und seiner Art zu leben. Durch eine Initiativbewerbung bin ich schließlich nach einem Auslandsaufenthalt in Südamerika zu Vorwerk zurückgekehrt. An die gute Zeit im Unternehmen wollte ich anknüpfen.

Was schätzt Du an Vorwerk als Arbeitgeber besonders?

Zum einen natürlich die Aufgaben: Als Ingenieur kann ich hier kreativ an Produkten arbeiten, die etwas Besonderes sind, denn unser Anspruch an Innovation und Technik ist sehr hoch. Zum anderen gestaltet sich das Arbeiten sehr familiär, wir haben eine klasse Feedbackkultur und ich fühle mich wertgeschätzt, weil mir sehr viel Vertrauen entgegengebracht wird. Dass ich für ein Produkt verantwortlich sein kann, freut mich und diese Aufgabe nehme ich sehr ernst. Denn ich sehe, dass ich hier die Möglichkeit bekomme, mich innerhalb des Unternehmens weiterzuentwickeln.

Welche besonderen Fähigkeiten benötigt man für Deinen Beruf?

Bei uns arbeiten Physiker, Informatiker und Elektrotechniker. Das heißt: Man muss nicht zwingend Maschinenbau studiert haben, um technische Produkte zu entwickeln. Ein solides technisches Grundverständnis sollte dennoch vorhanden sein.

Um hier gut miteinander arbeiten zu können, sollte man offen und lernbereit sein. Denn egal, wie gut man in seinem Expertengebiet ist, ein Projekt wird immer Schnittstellen zu anderen Fachbereichen im Unternehmen haben. Die Erfahrung der Kollegen muss man zu schätzen wissen, um ein erfolgreiches Projekt durchzuführen.

Weiterhin brauchen wir als Vorentwickler eine gute Portion Durchsetzungsvermögen und Überzeugungsfähigkeit, weil nicht jede Idee von Anfang an jede Person im Unternehmen begeistert. Mit Kritik muss man also umgehen und sie einordnen können, um das Produkt noch besser oder eben anders gestalten zu können.

Kollegen von einer neuen Idee begeistern: Ist das auch die größte Herausforderung im Alltag?

Ja, und es ist auch eine Herausforderung, kritische Gegenfragen ernst zu nehmen. Herausfordernd kann dabei sein, alle Fachbereiche bei der Verteidigung einer Idee zu vertreten. Beispielsweise möchte der Designer, dass das Produkt schlank wirkt.  Der Konstrukteur braucht aber mehr Platz für seine Elektronik. Da muss man als Vorentwickler die Argumente beider Seiten verstehen, gemeinsam im Team darüber diskutieren und auch Information darüber heranziehen, welchen Einfluss die gefundene Lösung für das Controlling, für den Einkauf usw. hat.

Wichtig ist auch, die erhaltenen Informationen richtig einzuordnen. Welche davon sind priorisiert zu behandeln und was ist zu tun, wenn der Kostendruck steigt? Um das Projekt in die richtige Richtung zu lenken, hilft es, wenn man diese Aufgaben auch mal eigenverantwortlich löst.

Jetzt bist Du 1,5 Jahre bei Vorwerk: Gibt es etwas, worauf Du schon stolz bist?

Es ist schön zu sehen, wie schnell ich bei Vorwerk mitgestalten kann. Einige Ideen, die das Team und ich  zu meiner Anfangszeit angestoßen habe, laufen gerade in Richtung Marktreife – es macht mich stolz, daran mitgewirkt zu haben. Ein weiterer Höhepunkt, den wir hier erleben, ist die Reaktion des Kunden auf das Produkt. Mit dem Feedback aus dem Vertrieb oder vom Kunden selbst können wir das Produkt beim nächsten Mal noch ein Stückchen besser machen.

Was möchtest Du in den nächsten Jahren beruflich erreichen?

Mein nächster Schritt wäre die Position des Junior-Projektleiters, der ein Produkt übernimmt, wenn es aus der Vorentwicklung herausgeht. Allgemein habe ich das Bestreben, coole Produkte auf den Markt zu bringen. Dieses Ziel kann man hier bei Vorwerk natürlich in vielen verschiedenen Positionen im Unternehmen verfolgen. Was mir auf jeden Fall wichtig ist, ist eine Schnittstelle zur Technik zu behalten, denn die technische Komponente meiner Arbeit möchte ich auch künftig nicht missen.

Welchen Beruf würdest Du ausüben, wenn Du nicht in der Vorentwicklung tätig wärst?

Für mich wird es immer in Richtung Produktentwicklung gehen, das kann man ja in verschiedenen Bereichen machen. Damit meine ich nicht Staubsauger oder Flugzeuge, sondern auch eine Marketingstrategie ist ein Produkt was es zu entwickeln gilt. Ich will auf jeden Fall kreativ arbeiten und möchte immer eine Idee bewegen und etwas voranbringen. Im Kern kann ich mir jeden Beruf vorstellen, der genau das beinhaltet: Ideen in die Tat umsetzen


Zur Person:

Niklas van Teeffelen ist bei Vorwerk seit 2017 in der Forschung und Entwicklung / Vorentwicklung tätig. Der 28-Jährige hat Maschinenbau an der RWTH Aachen studiert und konnte bereits im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit erste Erfahrungen in der Vorentwicklung des Unternehmens sammeln. Nach seinem Master-Studium und einem Auslandsaufenthalt zog es ihn zurück nach Wuppertal.


Frühsport statt Kaffee trinken

29.11.2018

Den Großteil unserer Zeit verbringen wir am Arbeitsplatz. Was liegt also näher, als sich auch dort zu bewegen? Am Wuppertaler Hauptsitz von Vorwerk stehen Sport und Fitness schon seit langer Zeit auf dem Tagesplan vieler Mitarbeiter. Sie trainieren im firmeneigenen Fitnessstudio, nehmen an Lauftrainings teil oder nutzen gar den Weg zur Arbeit, um fit in den Tag zu starten. Wir haben drei Vorwerk Mitarbeiter getroffen, die rund um ihren Job in Bewegung bleiben wollen. Was Sport im Arbeitsalltag bewirken kann – hier berichten sie von ihren Erlebnissen.


Rückenschmerzen, Nackenverspannung, Gelenkprobleme: Die häufigste Ursache für gesundheitliche Beschwerden ist zu wenig Bewegung. „Ein kurzes Sportprogramm kann hier schon Wunder bewirken“, sagt Simone Gebauer, verantwortlich für den Fitnessbereich bei Vorwerk. Daher haben Vorwerk Mitarbeiter schon seit vielen Jahren die Möglichkeit im firmeneigenen Fitnessstudio vor, zwischen oder nach der Arbeit Fitness in ihren Alltag zu integrieren. Vor der Nutzung erhält jeder Sportwillige einen Termin zum „Check-up“ mit den dort anwesenden Trainern, um zu schauen, welche Ziele der Mitarbeiter mit dem Sport erreichen will. Anschließend wird ein persönlicher Trainingsplan erstellt. So wie in manch anderen Sportstudios in der Stadt auch – mit dem Unterschied, dass Vorwerk seinen Mitarbeitern den Service kostenfrei auf dem Firmengelände anbietet und so Arbeit und Fitness besser kombiniert werden können.


Sport am morgen oder nach der Arbeit – wie es am besten zum Alltag passt

„Frühaufsteher nutzen unser Angebot bereits ab 6:30 Uhr am Morgen, um fit in den Tag zu starten. Ab 14:00 Uhr trainieren viele Mitarbeiter aus der Produktion und ab 16:00 Uhr die meisten anderen Mitarbeiter, um Stress abzubauen“, sagt Gebauer. Jeder Besucher hat seine Vorlieben: Die einen setzen auf Ausdauer und bevorzugen die Kardio-Geräte, andere auf funktionelles Training und (Eigen-)Gewichte und wieder andere besuchen das angebotene Lauftraining oder den Outdoor-Kurs.


Tanja Walbrecht
Leiterin IOT Informationstechnologie


So wie Tanja Walbrecht (43), die mindestens zwei Mal pro Woche ins Studio geht. Am liebsten früh morgens um 7:00 Uhr. „Abends ist der Schweinehund etwas schwieriger zu überwinden“, meint sie. Tanja nutzt das Fitnesstraining als Ergänzung zu ihrem Hauptsport, dem Golfen. „Im Winter trainiere ich im Studio Kraft und Ausdauer, damit ich eine Basis für die Golfsaison habe, im Sommer ist es eher ein Erhaltungstraining, weil ich dann viel auf dem Golfplatz bin“, erzählt sie.

Das freie Training liegt Tanja mehr als ein Kurs. „Ich bin froh, von den Trainern hin und wieder Unterstützung zu bekommen. Da wird z.B. geschaut, dass freie Übungen mit Eigengewicht oder mit Hanteln genau ausgeführt werden“, sagt sie. Wobei es eine Weile gebraucht hat, bis sie das Angebot für sich entdeckt hat. Davor probierte sie andere Fitnessstudios in der Nähe ihres Wohnorts aus. „Dass das Fitnessstudio hier auf dem Gelände liegt, ist ein wahnsinniger Vorteil. Man kann das Auto stehen lassen und einfach rüber gehen. Danach wird geduscht und sich für die Arbeit fertig gemacht“, sagt sie.

Tanja findet, dass man sich bewegen sollte, wenn man den ganzen Tag im Büro sitzt. „Was ich nicht gedacht habe, ist, dass ich morgens nach dem Sport zwar ausgepowert bin, aber auch fitter und frischer zur Arbeit gehe“, erzählt sie. „Ich habe dann schon meine körperliche Auslastung hinter mir und kann mich im Job voll und ganz auf das Geistige konzentrieren.“ Nach der Arbeit freut sie sich auf den Feierabend. „Ich kann mich dann guten Gewissens auf die Couch legen“, lacht sie.

Dass sie im Studio ihre Kollegen im Sportoutfit trifft, macht ihr nichts aus. Im Gegenteil: „Oftmals nutzen wir die zufälligen Treffen für den persönlichen Austausch. Man unterhält sich viel über Sport, nutzt aber auch den Anlass, sich für später zu verabreden“, sagt sie.

Till Brühne
IT Holding Demand Manager


Kraft und Ausdauer sind auch die Disziplinen von Till Brühne. Der 36-jährige IT-Mitarbeiter startet seit sechs Jahren seinen Arbeitstag mit einem halb- bis einstündigen Aufenthalt im Vorwerk Fitnessstudio. Nach dem Motto „mit frischem Kopf den Tag entdecken“, aktiviert er seinen Kreislauf, indem er ein wenig Ausdauersport beim Rudern, Fahrradfahren oder auf dem Crosstrainer macht und danach die wichtigsten Muskelpartien dehnt. Vervollständigt wird sein Fitnessprogramm durch Krafttraining, um für den Arbeitstag vorbereitet zu sein, der meistens im Sitzen stattfindet.

„Sport ist mir sehr wichtig, da ich so keinen Kaffee brauche, um motiviert und energieoptimiert meine Arbeit im Büro zu beginnen“, sagt er. Zeitgleich hilft ihm der Sport, sich besser konzentrieren zu können und etwas für seinen Körper zu tun.

Unterstützt und motiviert wird er von den Trainern im Fitnessstudio. „Es ist sehr gut, dass uns jemand, der Know-how hat, bei den Übungen kontrolliert und sieht, wenn man etwas falsch gemacht hat oder etwas optimiert werden sollte“, erzählt er. Damit unterscheide sich der Service deutlich von anderen Studios. Gut am Vorwerk Fitnessbereich findet er auch seine besondere Lage: „Es ist nicht überlaufen, es liegt auf dem Weg zur Arbeit und es sind meistens nette Kollegen/innen da, die mir mal bei einer Übung helfen.“ Auch die Lauftreffs machen ihm Spaß: „Sie bringen mich nach einem anstrengenden Tag an die frische Luft.“ Zur Vorbereitung auf den Schwebebahnlauf nimmt er mehrmals die Woche daran teil – sonst geht er privat gern im Wald oder auf den Wuppertaler Trassen laufen, um fit zu bleiben. Dem nicht genug: Das Sportass übt sich auch regelmäßig in Tai-Chi, dem chinesischen Schattenboxen, das zur innerer Ruhe, Meditation und Entspannung beitragen soll - in einem stressigen IT Job ein wichtiger Ausgleich.


Dr. Maximilian Bode
Head of Corporate Strategy


Maximilian Bode (38) hat zwei kleine Kinder, die er vor und nach dem oft intensiven Büroalltag gern sehen möchte. „Sport ist etwas, das dabei leicht in den Hintergrund gerät“, erzählt er. Um eine Möglichkeit zu finden, Sport unter der Woche mit Beruf und Familie zu verbinden, überlegte er sich, ab und an mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Von Düsseldorf, seinem Heimatort, nach Wuppertal zu Vorwerk und umgekehrt – das sind 28 Kilometer pro Strecke. Normalerweise braucht er hierfür 40 Minuten mit dem Auto. Auf seinem umgebauten Rennrad benötigt er für die Strecke etwa die doppelte Zeit. Aber die Zeit sieht er als gut investiert an. „Ich komme hier morgens mit frischem Geist an und abends kann ich auf den Fahrten sehr gut mental abschalten“, sagt er.

Mit frischem Geist fit in den Tag starten, genau darum geht es. Denn wer wie Maximilian stark konzeptionell arbeitet und häufig mehr als 40 Stunden pro Woche im Büro und in Meetings verbringt, braucht einen Ausgleich für die Denkanstrengung im Sitzen. Auch nach der Arbeit hilft ihm der Sport. „Manchmal fahre ich mit einem vollen Kopf los und verarbeite die ersten 20 Minuten noch ein paar Problemstellungen, bis irgendwann die mentale Entlastung einsetzt und ich mich nur noch auf den Sport konzentriere“, erzählt er. Das helfe ihm auch, „Grübelthemen“ von der Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen.

Maximilian empfiehlt auch anderen, es einfach mal zu probieren, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Die Logistik hierfür ist ganz einfach: Am Vortag muss die Kleidung für den Folgetag im Büro liegen, damit diese nicht auf dem Fahrrad transportiert werden muss. Zum Duschen und Umziehen nutzt man das Vorwerk Fitnessstudio: Schnell raus aus der Radkleidung, rein in den Anzug und dann ab ins Büro.

Agile Teamarbeit bei Vorwerk

05.11.2018

Innovative Produkte entstehen heute oft durch moderne, agile Teamarbeit. Ursprünglich in der Software-Industrie entstanden, hinterfragen agile Methoden die Rollen, Prozesse und Pläne des klassischen Projektmanagements. Neu ist, dass Werte und die geteilte Verantwortung ins Zentrum rücken. Warum diese Art der Teamarbeit so besonders ist und wie das Agile-Prinzip bei Vorwerk eingesetzt wird, erklärt Ramazan Koca, Agile Coach in der Abteilung Digital IT innerhalb der Corporate IT.



Herr Koca, Sie arbeiten als Agile Coach bei Vorwerk. Wie können sich Außenstehende Ihre Tätigkeit vorstellen?

Als Agile Coach bin ich in der Abteilung „Digital IT“ angesiedelt – mit der Kernaufgabe, agile Arbeitsmethoden zu vermitteln und zu etablieren. Wir sind derzeit vier Agile Coaches und sehen uns als Teil des Projektteams, indem wir unsere Kollegen bei der Produktdefinition, dem Anforderungsmanagement und der Umsetzung ihrer Themen unterstützen.

Unser Ziel ist bei allen Maßnahmen, die für uns neue Methodik der agilen Produktentwicklung bestmöglich einzusetzen. Dafür berate ich das Management und die Kollegen auch bei der Definition der neuen agilen Rollen und leite selbst interne Workshops zum agilen Anforderungsmanagement sowie zur agilen Führung.

Welche Voraussetzung muss man mitbringen, um Agile Coach zu werden?

Ich kann skizzieren, wie wir dies bei Vorwerk sehen, denn es gibt eine Menge unterschiedliche Beschreibungen: Agile Coaches sollten sich in der Welt der Produktentwicklung und Projektdurchführung auskennen – am besten speziell auf die Branche bzw. die Produkte des Unternehmens bezogen.

Hinzu kommen Kenntnisse der agilen Methoden wie „Lean“, „Scrum“ oder „Kanban“. Wenn man dann noch eine pragmatische Arbeitsweise an den Tag legt und die Projekte der Kollegen respektiert, hat man die besten Vorraussetzungen, bei uns ein Agile Coach zu werden.

Gibt es auch eine spezielle Ausbildung im agilen Projektmanagement?

Die meisten kommen schon mit Kenntnissen in den oben genannten Bereichen zu uns. Kollegen, die sich zum Agile Coach weiterentwickeln möchten, bieten wir Lehrgänge an, die sie zunächst zum Scrum Master, den Moderator bzw. Vermittler im agilen Projektteam, dann zum Coach für andere Scrum Master und schließlich zum Coach für agiles Projektmanagement befähigen.

Worin liegt der Hauptvorteil der agilen Methode?

Der große Vorteil liegt darin, dass Werte eine entscheidende Rolle im Prozess spielen. Wenn Offenheit, Transparenz, Fokus und Verbindlichkeit feste Bestandteile unseres Vorgehens sind, schafft dies zufriedenere Teams und bessere Arbeitsergebnisse.

Hinzu kommt, dass Produkte gemeinschaftlicher entwickelt werden und Verantwortung auf alle Beteiligten verteilt wird – das betrifft insbesondere die Teams aus dem Projektmanagement, dem Produktmanagement und der Umsetzung.

Menschen können sehr gefangen sein in ihren eigenen Routinen. Dabei ist ein offener Geist extrem wichtig, um neue Ideen entstehen zu lassen. Wie fördern Sie diesen?

Durch Workshops und Meetings wie das Design Thinking, die dazu befähigen, überzeugende Lösungen zu finden, die Kunden später kreativ und spielerisch anwenden können. Ebenso coache ich zu so genannten „Refinements“, bei denen die Anforderungen der Endnutzer hinterfragt werden und die das Querdenken fördern.

Bei unseren Veränderungsprozessen müssen wir dann auch neue Wege der Zusammenarbeit finden sowie neuen Ideen Raum geben – wobei Raum an dieser Stelle auch im Sinne von Zeit verstanden werden muss.

Was tun Sie, um Ihr Team zu motivieren?

Daran erinnern, dass man im Kleinen wie im Großen Erfolg haben kann. Es ist sehr wichtig, kleine und große Ziele im Team zu vereinbaren und zu visualisieren, denn so erkennen wir Erreichtes und können uns mit unserer Arbeit und den Ergebnissen identifizieren. Dafür nehmen wir uns Ziele sowohl im Monats- als auch im Quartalsrhythmus vor.

Und wie lösen Sie Denkblockaden?

Gemeinsam „grübeln“, gemeinsam laut denken und gemeinsam visualisieren.

Was ist aus Ihrer Erfahrung der größte Kreativitätskiller beim Arbeiten in agilen Teams?

Wenn Werte wie Transparenz, Verbindlichkeit und Respekt nicht gelebt werden, oder wenn wir so viel Multitasking betreiben, dass es schon schädlich ist. Wenn wir an zwei bis drei unterschiedlichen Tätigkeiten parallel arbeiten, nimmt unsere Effektivität bereits um 50 Prozent ab. Ab fünf Themen, die eine Person gleichzeitig behandelt, arbeitet sie nur noch zu 30 Prozent effektiv. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Kollegen auch fokussiert bleiben können.

An Innovationen zu arbeiten, bedeutet für jedes Unternehmen auch Risiko. Schließlich wissen Sie nicht, was genau dabei herauskommt. Wie gehen Sie im Team mit der Angst vor Fehlern und dem Scheitern um

Scheitern und Fehler gehören dazu. Wichtiger ist, von einer „Lernkultur“ statt einer „Fehlerkultur“ zu sprechen und eine Kultur zu pflegen, in der gescheitert werden darf. Wir sollten dabei auch daran denken, dass das Scheitern genauso wie der Erfolg allen im Unternehmen gehört.

Aber unser offenes, inkrementelles und iteratives Vorgehen aus dem agilen Projektmanagement hilft uns dabei, Fehler schneller zu erkennen und aus ihnen zu lernen. 

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Erfolg heißt, Ziele zu erreichen – und zwar schon im Prozess. Denn während wir Produkte realisieren, lernen wir dazu, und erreichen vieles, was der Kunde so nicht sieht, uns aber voranbringt. Am Ende des Tages sind wir natürlich dann erfolgreich, wenn der Kunde unsere Produkte jenen der Konkurrenz vorzieht.

Aus der Erfahrung gesprochen: Wann wird eine Idee schließlich zur Innovation?

Eine Idee wird meiner Ansicht nach zur Innovation, wenn wir herausgefunden haben, dass diese realisierbar und einzigartig ist. So kann schließlich ein Mehrwert für unsere Kunden generiert werden.

Zum Schluss noch ein Tipp für angehende Agile Coaches: Wo sollte ich im Unternehmen anfangen, wenn ich das agile Arbeiten an neuen Ideen fördern will?

Im Produktmanagement und in der Produktentwicklung, denn vor allem diese Bereiche sind in der Lage, das Unternehmen voranzutreiben und neue Wege zu gehen. Ausschlaggebend ist aber die Unternehmensführung, da diese agile Teamarbeit wollen und treiben muss.

Welche Grundvoraussetzung müssen Unternehmen für Innovation schaffen?

Wir brauchen interdisziplinäre Teams mit den nötigen Skills. Das bedeutet, dass wir alle Fähigkeiten im Team vereinen, die es ermöglichen, eine bestimmte Aufgabe zu lösen. Und ganz wichtig: Wir benötigen eine Kultur des Vertrauens und der Zuversicht sowie Zeit und Räume, in denen wir arbeiten können.

Was denken Sie: Braucht in Zukunft jedes Unternehmen eine agile Arbeitsweise?

Ja – um der gestiegenen Komplexität und Diversität der Produkte sowie den verschiedenen Business-Modellen besser gerecht werden zu können, benötigen wir ein agiles Vorgehen.



Alltag einer Innovationsmanagerin

05.11.2018

Innovativ mussten Unternehmen schon immer sein, um Erfolg zu haben. Doch selten zuvor wurden neue Ideen und Produktinnovationen so sehr als Kennzeichen erfolgreicher Unternehmen gesehen wie heute. In Zeiten der Digitalisierung können und müssen Lösungen innerhalb kürzester Zeit auf den Markt gebracht werden. Dazu braucht es Menschen, die diese Prozesse managen und vorantreiben. Bei Vorwerk übernimmt unter anderen Sarah Werhahn diese Rolle. Wir haben mit der Innovationsmanagerin gesprochen und gefragt: Wieso widmet sie sich dem Thema Innovationen? Und wie lassen sich diese am besten fördern?


Frau Werhahn, was genau machen Sie als Innovationsmanagerin bei Vorwerk?

Als Innovationsmanagerin gehöre ich zum Produktmanagement im Thermomix-Team. Hier diene ich mit meinen unterschiedlichen Verantwortungsbereichen als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Abteilungen im Unternehmen – also zum Beispiel zwischen der Vorentwicklung bei den Elektrowerken, dem Marketing oder Vorwerk Digital – und trage Sorge dafür, dass wir mit diesen Teams Lösungen für die Zukunft entwickeln.

Wie sehen Ihre Aufgaben dabei aus?

Im Grunde beschäftigen mich zwei Dinge: Zum einen geht es darum, sich die Frage zu stellen, welche Kundenprobleme wir als Unternehmen überhaupt lösen möchten und dann entsprechende Ideen und Lösungsvorschläge einzuholen. Zum anderen müssen diese Ideen aber auch richtig priorisiert, im Unternehmen platziert und mit den Projektteams zielgerichtet gesteuert werden.

Wie sieht das bei Vorwerk in der Praxis aus? Wie treiben Sie Innovationen konkret voran?

Indem wir Ideen und Lösungsansätze, die aus den verschiedenen Bereichen kommen, in eine Perspektive setzen. Wir haben dafür ein so genanntes „Innovation Board“, in dem wir mit den betroffenen Teams und Parteien besprechen, welche Ideen gerade auf dem Tisch liegen und welchen Status die einzelnen Projekte haben. Wir prüfen, ob eventuell weitere Team-Mitglieder mit ihrem Know-how hinzugezogen werden müssen. Und natürlich stellt sich mitunter auch die Frage, ob wir ein Projekt vielleicht abbrechen müssen.

Zusätzlich gehen wir auch den Weg über Design Thinking Workshops, in denen wir versuchen, aus Kundenperspektive zu denken und dann direkt ein „Minimum Viable Product“ (wörtlich ein „minimal überlebensfähiges Produkt“, Anm. d. Red.) zu entwickeln, das mit Kunden getestet werden kann. Diese Methode ist uns sehr wichtig und etabliert sich gerade überall im Unternehmen. Wir haben Millionen begeisterte Kunden, die gewillt sind, ihr Feedback zu geben. Das ist unser Schatz, den wir nutzen möchten.

Was sind die größten Herausforderungen beim Thema Innovationen?

Es ist wichtig, dass wir Teams haben, die sich Gedanken über mögliche Innovationen machen können, einen freien Kopf für neue Ideen haben – und zwar ungebunden von der sonst laufenden Projektarbeit. Das ist bei uns sehr gut möglich. Zum Beispiel bekomme auch ich den Rücken freigehalten, um mich allein dem Innovationsprozess zu widmen.

Die größte Herausforderung ist sicherlich, die Relevanz von neuen Ideen richtig herauszuarbeiten. Und dafür ist es wichtig, nicht mehr „nur“ im Bereich Hardware, also an neue Geräte, sondern ganzheitlich zu denken. Letztlich gehört es im Bereich Innovationen auch zu unseren Aufgaben, die richtigen Trends und Technologien zu erkennen sowie zu versuchen, die Zukunft vorauszusagen. Schließlich müssen die Ideen für uns als Unternehmen zukunftsrelevant sein.


Große Unternehmen wie Vorwerk verlangen außerdem oft nach einer gewissen Ordnung, ohne die nur wenig funktionieren würde. Wie finden Sie die richtige Balance zwischen Freiraum und Strukturen? 

In erster Linie gelingt uns das durch die Zusammenstellung der Teams, in denen wir ein ausgewogenes Setup an strukturierten und kreativen Leuten haben und die unterschiedlichsten Kompetenzen aus dem Digital-Bereich, aus Hardware- und Software-Entwicklung zusammenbringen.

Grundsätzlich gilt: Ohne eine gewisse Art von Ordnung können kreative Ideen auch nicht in konkrete Lösungen umgesetzt werden. Gewisse Strukturen geben Halt, um Kreativität ausleben zu können. Wir arbeiten sogar daran, neue Strukturen für Innovationen zu schaffen, die es vorher so nicht gab.


Können Sie uns ein Beispiel nennen?

Wir haben einige Innovationsprozesse übereinandergelegt, sodass nicht nur unsere Vorentwickler die Zeit haben, an neuen Ideen zu arbeiten, sondern eben auch Fachkräfte aus anderen Kompetenzbereichen. Zusätzlich versuchen wir durch eine neue Meeting-Struktur den regelmäßigen Austausch zwischen den Bereichen zu fördern – und zwar direkt nachdem eine Idee entstanden ist anstatt erst dann, wenn sie bereits eine bestimmte Reife in der Entwicklung erreicht hat. Das einfachste Beispiel ist aber meine Position: Die gab es bis vor einem Jahr so noch nicht und wurde extra neu geschaffen.


Wie wird man denn zur Innovationsmanagerin?

Ich habe Wirtschaftswissenschaften studiert und während meines Studiums unter anderem im Bereich Produktmanagement und in einer Marketing-Agentur sehr unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, vor allen Dingen auch im Digital-Bereich. Nach meinem Master in International Marketing Management bin ich dann per Direkteinstieg von der Uni zu Vorwerk gekommen. Wegen meiner umfassenden Ausbildung, in der ich gelernt habe, die Dinge sehr holistisch, also ganzheitlich anzugehen, hat mein Chef gesagt: „Das passt!“


Was ist denn das Spannendste an Ihrem Job?

Es reizt mich unglaublich, weil ich vieles neu gestalten darf. Außerdem ist der Job sehr abwechslungsreich und es gibt eigentlich keinen fixen Tagesablauf. Manchmal tausche ich mich in Telefonkonferenzen mit dem Team aus, am nächsten Tag bin ich bei der Vorentwicklung in Wuppertal, um einen Workshop durchzuführen. Dazu kommt, dass ich mit Kollegen aus verschiedenen Ländern wie Frankreich oder Spanien zusammenarbeite. Wenn von dort eine Idee oder Initiative kommt, suche ich den persönlichen Kontakt und bin dann auch vor Ort.

Hinzu kommt, dass ich regelmäßig auf Events und Messen unterwegs bin, um einerseits zu schauen, wie andere Unternehmen das Thema Innovationen angehen, und andererseits neue Trends zu entdecken. So lernt man häufig, eine eigene Idee noch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten.


Stichwort Trends: Gibt es Themen, die Sie momentan besonders beschäftigen?

Wir schauen uns natürlich ganz genau an, was sich im Bereich Smart Home tut und wie wir daraus Rückschlüsse für die Küche und speziell die Smart Kitchen ziehen können. Dabei dreht sich weiterhin viel um die Verbesserung der Konnektivität zwischen den Geräten.

Gerade hier gilt es, ganzheitlich zu denken und das „Ecosystem“ rund um den Thermomix und das Kochen weiter zu gestalten. Die wichtigste Entwicklung ist, sich nicht mehr nur über den Bereich Hardware zu definieren, sondern zu verstehen, dass man auf unterschiedlichsten Ebenen neue Dinge schaffen kann, indem man bereits Bestehendes integriert – ob nun auf Rezept-Ebene oder beim Einkauf der Lebensmittel. Unsere Kooperation mit REWE ist zum Beispiel eine relativ einfache Lösung, das Kocherlebnis zu verbessern. Die Ausgangsfrage war, wie der Kunde noch einfacher an die Zutaten für ein Rezept kommt. Und da Thermomixnatürlich keinen neuen Lebensmittelhandel aufmacht, war es logisch, auf ein bestehendes und funktionierendes Lieferservice-System zurückzugreifen. Diese einfache Art der Öffnung ist ein gutes Beispiel dafür, wie man innovative Lösungen finden kann. Das ist die Art, wie wir die Dinge angehen möchten.


Die ersten 100 Tage

05.11.2018 Was macht die Arbeit bei Vorwerk besonders und wie sahen die ersten Monate aus? Markus Wasch, Redakteur in der Unternehmenskommunikation, berichtet von seinen ersten 100 Tagen bei Vorwerk in Wuppertal.

Einstieg bei Vorwerk

05.11.2018

Anne Möller hat von Dezember 2015 bis März 2017 ihr Traineeship bei Kobold Deutschland absolviert. Heute ist sie Junior Kampagnenmanagerin. In diesem Video gewährt sie uns einen Blick hinter die Kulissen und erzählt von ihren Erfahrungen bei Kobold Deutschland. Klicken Sie doch mal rein!

„Freiraum bedeutet mehr, als mit dem Longboard zur Arbeit zu rollen“ - So arbeitet die Generation Y bei Vorwerk

05.11.2018

Die Generation Y: neugierig, kreativ – aber nicht belastbar? Seitdem die ersten „Ypsiloner“ vor einigen Jahren auf den Arbeitsmarkt drängten, ist so viel über sie geschrieben und diskutiert worden wie wohl über kaum eine andere Generation zuvor. Wir räumen mit ein paar Mythen auf und haben Vorwerk Mitarbeiter gefragt, was ihnen im Arbeitsalltag wirklich wichtig ist.


Seit Jahren versuchen Sozialforscher und Arbeitsmarktexperten die Generation Y zu durchschauen. Die jungen Menschen, die zwischen 1980 und der Jahrtausendwende geboren sind, sehen sich dabei einigen Vorurteilen ausgesetzt. Denn der Grundtenor vieler Studien, Umfragen und Berichte lautet: Die Generation Y will im Team am großen Rad drehen und Neues voranbringen – aber doch bitte ohne Druck und zu viel Verantwortung.

Niklas van Teeffelen kann mit solchen Generalisierungen nur wenig anfangen. „Mit vielen Leuten aus meiner Generation habe ich nicht mehr gemeinsam als das Geburtsjahr“, sagt der 28-Jährige, der seit einem Jahr in der Forschung und Entwicklung bei Vorwerk arbeitet. „Ich freue mich über Verantwortung und treibe gerne Projekte und Ideen voran. Schließlich ist es mein Ziel, neue Produkte auf den Markt zu bringen.“ Aber dazu müsse man auch vom Arbeitgeber befähigt werden, ergänzt er.

Auch André Bleser hadert mit einigen Mythen, die rund um seine Generation entstanden sind – zum Beispiel, dass diese besonders sprunghaft und wenig entscheidungsfreudig sei. „Dass ich erst einmal viel ausprobiere, heißt nicht, dass ich keine Verantwortung übernehmen möchte oder andauernd meinen Job wechsle“, so der 31-Jährige, dessen Lebenslauf seine Neugier eindrücklich nachweist. Erst eine Ausbildung zum Medienkaufmann im Verlag, dann ein Business-Studium in den Niederlanden, Glasgow, Dortmund und Oxford und seit 2017 ein Platz im Traineeprogramm von Vorwerk im Marketing und Vertrieb. „Zu Beginn meines Traineeships habe ich drei Monate im Vertrieb hospitiert und als Kundenberater selbst Staubsauger verkauft“, ergänzt Bleser.

Bleser und van Teeffelen sind sich bewusst, dass der Lebenslauf ihrer Eltern und Großeltern meist noch gradliniger verlief und sie heute mehr Freiheiten genießen. „Doch Freiraum heißt nicht, um 11 Uhr mit dem Longboard zur Arbeit zu rollen und erstmal im Bällebad Kreativrunden zu drehen“, erklärt van Teeffelen. „Sondern es heißt einfach, das Vertrauen zugesprochen zu bekommen, ein Projekt oder kleines Team zu leiten und mich mit Führungskräften auf Augenhöhe auszutauschen

Diesen Wunsch würden sicher auch viele Kollegen der alten Generation unterschreiben. Also: Hat sich gar nicht so viel geändert? Lisa Alexa Kopka, die seit 2017 als Online Marketing Managerin im e-Commerce Team von Vorwerk Kobold arbeitet, findet schon: „Wir haben als Generation Y eine andere Sicht auf die Welt als noch die Generation der Babyboomer. Unsere Eltern waren größtenteils an finanzieller Sicherheit interessiert. Wir hingegen sind in einer Zeit aufgewachsen, in der so gut wie nichts mehr Sicherheit bietet.“ Genau darauf hätten sich jüngere Menschen eingestellt, erklärt die 25-Jährige – weshalb ihre Generation mitunter auch als egozentrisch gesehen würde.

„Ich will keinen Job, bei dem ich von meinem Chef einfach die To-do-Liste auf meinen Schreibtisch bekomme, um diese dann stupide und brav nach Vorschrift abzuarbeiten. Wir stellen uns häufiger die Frage, warum wir etwas machen und wir möchten aktiv mitwirken statt nur daneben zu sitzen.“ An diesen Ansprüchen müsste sich laut Kopka auch eine moderne Arbeitswelt orientieren. Und sie und ihre Kollegen erleben auch, wie die jüngere Generation klassische Hierarchien aufbricht und die Arbeitsweise bereits verändert hat – auch die in einem so großen Unternehmen wie Vorwerk.

In Kreativ-Sessions und Workshops könne sich jeder mit neuen Ideen einbringen. „Für mich ist es elementar, dass Entscheidungen nicht über die Köpfe von anderen im Team hinweg getroffen werden“, erklärt Kopka, „wobei es natürlich wichtig ist, dass am Ende klare Ansagen die Projekte voranbringen.“ Die flachen Hierarchien im Unternehmen sorgen heute aber auch dafür, dass sich die Kollegen auch über ihre Teams hinaus und außerhalb der Arbeitszeit austauschten. Der Kontakt und eine Atmosphäre, in der es nicht unnötig formell zugehe, mache für die Vorwerk Kollegen auch die Qualität einer Arbeitsstelle aus.

Und was ist der Generation Y sonst noch wichtig, um mit Spaß und innovativ arbeiten zu können? Für van Teeffelen gehört auf jeden Fall die funktionierende Feedbackkultur zu den entscheidenden Faktoren. „Konstruktive Kritik zeigt mir, dass der andere Interesse an meiner Arbeit hat.“ Auch André Bleser, dem als Trainee eine eigene Mentorin zur Seite gestellt wurde, schätzt Feedback und Anerkennung. Außerdem legen alle drei Kollegen auf ein Büroumfeld und eine IT-Infrastruktur wert, in der man sich spontan zum Meeting treffen, aber auch in Ruhe zum Arbeiten zurückziehen könne. „Um produktiv und kreativ arbeiten zu können, brauche ich manchmal einen räumlichen Tapetenwechsel“, erklärt Kopka. „Bei uns hat man die Möglichkeit, auch mal temporär in der Lounge oder im Homeoffice zu arbeiten“

Ganz allgemein wünschen sich die jungen Vorwerk Kollegen persönliche Entwicklungschancen. Talente könnten eigentlich immer noch früher identifiziert und besser gefördert werden – zumal die nächste Generation schon wieder in den Startlöchern steht. „Die Jüngeren, die jetzt ins Studium starten, kennen die Welt nicht ohne Internet, Digitalisierung und soziale Netzwerke. Und sie kommunizieren noch einmal ganz anders, teilweise viel unbekümmerter als wir“, so van Teeffelen. Wer allerdings Spaß an seinem Job habe, behalte auch die Lust und den Willen, sich mit Neuem auseinanderzusetzen. „Und das ist immer eine Typ- und keine Generationenfrage.“

Zu den Personen:

Niklas van Teeffelen ist seit 2017 im Advance Development von Vorwerk tätig und arbeitet dort hauptsächlich an Produktentwicklungen rund um den Thermomix. Der 28-Jährige hat Maschinenbau studiert und konnte bereits für seine Bachelor-Arbeit erste Erfahrungen im Unternehmen sammeln.

Lisa-Alexa Kopka ist seit 2017 Online Marketing Managerin im e-Commerce Team von Vorwerk Kobold. Die 25-Jährige fand Ihren Einstieg bei Vorwerk durch ein Praktikum, welches sie im September 2015 nach ihrem Studium in Medien- und Kommunikationsmanagement absolvierte.

André Bleser absolviert seit September 2017 das Vorwerk Traineeprogramm im Marketing & Vertrieb bei Kobold. Nach einer Ausbildung zum Medienkaufmann absolvierte der heute 31-Jährige ein Studium in International Business & Management Studies mit Schwerpunkt Marketing.

Generation Y: Drei Fragen an Lucas Clemot, Vorwerk Recruiter in Nantes

05.11.2018

Lucas Clemot arbeitet seit viereinhalb Jahren bei Vorwerk und ist heute für die Bereiche Recruiting und Karriere in Nantes, Frankreich verantwortlich. Als Mitglied der Generation Y weiß er um die Bedürfnisse der Millennials und kennt die Herausforderungen, sie für ein Unternehmen wie Vorwerk zu gewinnen.


Herr Clemot, zu Ihren Aufgaben gehört es, immer wieder junge Talente und Berufsteinsteiger zu finden - auch aus der Generation Y. Welche besonderen Erwartungen haben diese Bewerber?

Einer der größten Unterschiede zu älteren Generationen ist, dass die Generation Y eine Position sucht, in der sie ihr Wissen direkt zum Einsatz bringen kann. Die jüngeren Arbeitnehmer wollen ihre Chancen und Potenziale sofort nutzen und nicht erst irgendwann auf ihrem späteren Karriereweg. Sie legen großes Augenmerk auf alles, was ein Unternehmen zu bieten hat – auch auf die gelebten Werte und Möglichkeiten, sich fortlaufend fortzubilden. Oftmals gehen sie hier keine Kompromisse ein und achten weniger auf die Außendarstellung eines Unternehmens, als vielmehr darauf, wie in einem Unternehmen tatsächlich gearbeitet wird.

Welche Recruiting-Strategien funktionieren bei der Generation Y einfach nicht?

Die Herangehensweise der Generation Y bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber ist ähnlich der beim Kauf eines Produktes. Sie vergleicht, nimmt Ratschläge an und manchmal will sie sogar ein wenig verführt werden. Was also nicht funktioniert, ist eine klassische Hierarchie, in der der Personaler Fragen wie in einer Prüfung stellt und die gesamte Kontrolle über Gespräch und Auswahl hat. Der Einstellungsprozess muss auf Augenhöhe geschehen und als klare Zielsetzung eine Win-Win-Situation für den Arbeitgeber und den potenziellen Arbeitnehmer anstreben.

Young Professionals brauchen Anerkennung und das Gefühl, dass sie involviert sind. Sonst lehnen sie den Job ab oder verlassen die Position schnell wieder. Grund dafür ist, dass sie flexibler sind als frühere Generationen und kein Problem damit haben, öfter mal ganz neue Karrierewege einzuschlagen. Meiner Meinung nach ist das ein weiterer großer Unterschied zur Generation unserer Eltern oder Großeltern.

Was genau macht ihr Team und Vorwerk im Allgemeinen, um attraktiv auf jüngere Talente zu wirken?

Am Ende sind es die einfachen Dinge: Transparenz während der Vorstellungsgespräche und vor allem, dass Kandidaten einen so tiefen Einblick in das potentielle Arbeitsumfeld erhalten wie nur möglich. Während des Einstellungsprozesses geben wir ihnen die Möglichkeit, zukünftige Vorgesetzte, die Personalabteilung und natürlich ihr potentielles Team kennenzulernen – so können sie ein Gefühl dafür entwickeln, welche Arbeitsatmosphäre sie erwartet und welche Mission und Prinzipien ein Team verfolgt.

Der Einstellungsprozess ist aber natürlich nur der Anfang. Im Anschluss stehen wir als Unternehmen vor der Herausforderung, das Interesse und die Motivation der neuen Arbeitnehmer aus der Generation Y zu erhalten. Dies erreichen wir, indem wir Ihnen umfangreiche Aufgabengebiete und Verantwortung zutrauen – beispielsweise in neuen Projekten, in die sie ihre Visionen und Ideen einfließen lassen können.

Sehr smart: Vorwerk fährt elektrisch!

05.11.2018 Sehr smart: Vorwerk fährt elektrisch! Mal eben den Standort wechseln und dabei CO2 einsparen? Die ersten beiden Elektro-Fahrzeuge von Vorwerk ermöglichen Dienstfahrten im Raum Wuppertal. Die zwei Smart fortwo electric drive werden übrigens mit Grünstrom betankt und reduzieren neben CO2 auch die Feinstaubbelastung.