120 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
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120 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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120 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Alles richtig gemacht
Freundlichkeit,hilfsbereit
Das Erstgespräch für die Teamleitungsstelle verlief auffallend gut: Ich wurde noch im Gespräch direkt zur zweiten Runde eingeladen. Irritiert hat mich, dass die Stelle unbefristet ausgeschrieben war, obwohl im Gespräch die bevorstehende Elternzeit der bisherigen Stelleninhaberin als Hintergrund genannt wurde.
Danach erhielt ich eine umfangreiche Case Study zu einem konkreten Unternehmensszenario. Ich sollte nach einer ausführlichen Analyse dafür sechs konkrete und praxisnahe Maßnahmen entwickeln, „die sich tatsächlich umsetzen lassen“. Die Ergebnisse sollte ich in der nächsten Runde vor Ort nachvollziehbar und übersichtlich präsentieren. Diesen Umfang empfand ich als unbezahlte Konzeptarbeit. Deshalb bot ich an, stattdessen meinen strategischen Ansatz vorzustellen.
Darauf erhielt ich keine Antwort mehr, auch nicht auf meine Nachfrage vor dem vereinbarten Termin. Schließlich sagte ich den Termin selbst ab.
Nach der direkten Einladung und dem positiven Gespräch empfand ich dieses vollständige Ghosting als unprofessionell und wenig wertschätzend.
Gefühlt gab es keine Vorbereitung auf das Gespräch seitens des AG. Die Gesprächsführung war grundsätzlich eher chaotisch und tendenziell ziellos. Auf Fragen, die darauf ausgerichtet waren, eine gute Vorbereitung abzuklopfen, folgte kein sinnvoller Austausch, sondern die nächste Frage, mit dem erneuten Versuch eine mangelnde Vorbereitung zu enttarnen. Eine kritische Fragen wurde mit der individuellen Vorstellungskraft begründet. Grundsätzlich hatte man den Eindruck, der Gesprächspartner ist wenig konzentriert und abgelenkt. Zum Ende des Gesprächs wurde eine grundlegende Rechtfertigung gefordert, die man dann kurz nach dem Ansatz einer Antwort unterbrach, um das Gespräch abrupt minutengenau abzubrechen. So entstand folgender Eindruck: Die Machtasymmetrie die einem Bewerbungsgespräch innewohnt, wurde unangenehm ausgenutzt: Es fehlte das Interesse an einer konstruktiven Gesprächsführung; es fehlten grundlegende Aspekte einer Anschlussfähigkeit, es fehlten grundlegende Aspekte von Empathie.
Das Gespräch mit dem Geschäftsführer begann fachlich stark. Antworten und Fragen wurden explizit gelobt, der inhaltliche Austausch war auf Augenhöhe. Soweit so gut.
Was dann folgte, war ungewöhnlich — und das ist der Teil den Bewerber kennen sollten.
Noch während des laufenden Interviews — nicht in einer nachträglichen Absage, sondern direkt im Gespräch — signalisierte der Geschäftsführer, dass wir "nicht zusammenpassen". Der Eindruck war der eines Gesprächspartners der das Interview möglichst schnell beenden wollte. Auf Nachfrage warum kamen folgende Begründungen: mein äußeres Erscheinungsbild passe nicht zu LinkedIn-Profil und Lebenslauf, ich sei "zu extravagant". Das Interview fand per MS Teams statt. Sichtbar war ausschließlich mein Oberkörper: weißes Hemd, schwarzer Seidenpullover, Ohr-Piercings. Klassisches Business-Casual für ein Remote-Gespräch auf Führungsebene.
Zusätzlich wurde nach meinem Alter gefragt. Die Reaktion darauf sprach für sich.
Hinzu kommt: Der Gesprächspartner interpretierte das "Open to Work"-Banner auf meinem LinkedIn-Profil als Zeichen von Arbeitslosigkeit — und formulierte das als weiteren Zweifel. Tatsächlich bin ich zum Zeitpunkt des Gesprächs als Interim Head of HR aktiv tätig — was aus meinem Lebenslauf klar hervorgeht, den er offensichtlich nicht aufmerksam gelesen hatte. "Open to Work" bedeutet bekanntlich "ich bin offen für neue Möglichkeiten" — nicht "ich habe keinen Job." Dass dieser Unterschied dem Geschäftsführer eines Unternehmens mit 250 Mitarbeitenden und einem People-&-Culture-Team von 20 Personen nicht bekannt ist, sagt ebenfalls etwas.
Auf meinen Hinweis dass solche Urteile Ausdruck von unbewusstem Bias sind — und dass eine Einordnung zwar menschlich ist, eine Ablehnung auf dieser Grundlage aber nicht akzeptabel — wurde nicht inhaltlich reagiert, sondern nur wiederholt.
Der Gesprächspartner selbst saß mit offenem Hemd im Call. Die Maßstäbe galten erkennbar nur in eine Richtung.
In über 15 Jahren Berufserfahrung, in sieben verschiedenen Unternehmen, habe ich nicht ein einziges Mal eine solche Kritik erlebt. Weder an Kleidung noch an Ohr-Piercings — Themen die in modernen Arbeitsumgebungen längst keine Rolle mehr spielen. Dass ausgerechnet ein Unternehmen das soziale Verantwortung und Menschlichkeit als seine Mission bezeichnet, in einem Bewerbungsgespräch genau diese Maßstäbe anlegt, macht es nicht besser — sondern deutlich schlimmer.
Meine Empfehlung an alle Bewerber: Wenn bereits das Vorstellungsgespräch auf solchen Grundlagen entschieden wird — und das mitten im Gespräch, nicht einmal in einer späteren Absage — was sagt das dann über Entscheidungskultur und Führung in diesem Unternehmen?
Keine
Lief optimal
Keine
Vom Bewerbungsprozess her hat mir alles gefallen. Ich habe keine Verbesserungsvorschläge.
Mir war nicht ganz bewusst, dass ich in der Simulation des Gesprächs wirklich nur auf das Beispiel in dem Leitfaden eingehen soll und auch nur Pflegeprodukte erwähnen soll, die auf der Webseite angeboten werden. Ein kleiner Hinweis dazu im Leitfaden wäre super.
Update: 12.08.25, ich möchte gern einmal wissen, was die Kontaktaufnahme bringen soll, wieso wird sich mehr Mühe gegeben hierauf zu antworten, als einfach mal ans Telefon zu gehen, wenn es drauf ankommt? Bitte mal eine Nummer da lassen und ich melde mich. Per Mail sicher nicht mehr.
Alles Gute.
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Hier ist niemand erreichbar, die Ansprechpartner in der Stellenausschreibung sollen von 14 bis 15 Uhr erreichbar sein. Es geht keiner ran. Ruft man die Zentrale an, hat da keiner eine Ahnung und die betreffende Person ist, trotz der angegebenen Stunde gerade im Meeting. Zentrale kann über absolut nichts eine Auskunft geben.
Es sind so viele Stellen zu besetzten, man bekommt keine Auskunft, es geht einfach nicht voran. Da verlieren die Leute irgendwann die Geduld, gerade in der Pflege sollte man sich sputen.
So verdient kununu Geld.