Kommunikation können wir – jetzt bitte auch nach innen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist, dass das Unternehmen die aktuelle Stimmung wahrnimmt und aktiv daran arbeitet, Verbesserungen anzustoßen. Formate wie die Feedbackbox zeigen, dass die Meinung der Mitarbeitenden gehört werden soll. Entscheidend wird sein, die daraus gewonnenen Erkenntnisse langfristig in konkrete Maßnahmen umzusetzen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die größte Schwäche liegt aus meiner Sicht weniger in der Arbeit selbst als in der Unternehmenskultur. Es fehlt stellenweise an Kommunikation auf Augenhöhe, gelebter Wertschätzung und einem stärkeren Wir-Gefühl. Zwischen den Teams entsteht häufig eher ein Nebeneinander als ein Miteinander und Erfolge werden aus meiner Sicht zu wenig gemeinsam gefeiert. Hinzu kommen starre Arbeitszeiten, begrenzte Karriereperspektiven aufgrund der Unternehmensgröße sowie das Gefühl, dass die monetäre Wertschätzung und Gleichbehandlung nicht immer ausgewogen sind.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Miteinander statt Nebeneinander. Mehr Kommunikation auf Augenhöhe, mehr Wertschätzung im Alltag und ein stärkeres Wir-Gefühl würden die Unternehmenskultur nachhaltig stärken. Erfolge sollten sichtbarer gefeiert und Herausforderungen offen, transparent und wertschätzend kommuniziert werden. Auch flexiblere Arbeitszeiten würden den Arbeitsalltag vieler Mitarbeitender erleichtern und die Work-Life-Balance weiter verbessern. Fachlich ist die Agentur hervorragend aufgestellt – nun sollte der gleiche Fokus auf die Menschen gelegt werden, die diesen Erfolg jeden Tag möglich machen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre wird insgesamt als eher schwierig empfunden. Der Zusammenhalt zwischen den einzelnen Teams ist aus meiner Sicht ausbaufähig, sodass häufig eher ein Nebeneinander als ein Miteinander entsteht. Auch im Alltag fehlt es teilweise an kleinen Gesten wie einem freundlichen „Hallo“ oder kurzem Small Talk, was die Atmosphäre insgesamt etwas distanziert wirken lässt. Zudem hatte ich häufig den Eindruck, dass offene und ehrliche Kommunikation nicht immer gelebt wird. Unterschiedliche Meinungen werden nicht immer wertschätzend aufgenommen und konstruktiv diskutiert, sodass man sich mit einer klaren Haltung manchmal eher ausgebremst als gehört fühlt.
Image
Das Image des Unternehmens hat aus meiner Sicht nachgelassen. Die fachliche Kompetenz und Professionalität werden nach wie vor wahrgenommen, jedoch scheint die Außenwirkung – auch aufgrund der zunehmend kritischen Bewertungen – etwas an Strahlkraft zu verlieren. Intern wird das Image zunehmend durch die Unzufriedenheit vieler Mitarbeitender geprägt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist insgesamt solide. Positiv hervorzuheben ist die 60/40-Remote-Regelung, die flexibel genutzt werden kann und auch für Teilzeitkräfte gut funktioniert. Auch die Urlaubsplanung gestaltet sich innerhalb der Teams unkompliziert – selbst kurzfristige Urlaubswünsche sind in der Regel möglich. Verbesserungspotenzial gibt es bei den Arbeitszeiten: Diese sind vergleichsweise starr und bieten wenig Flexibilität, den Arbeitstag individuell zu gestalten.
Karriere/Weiterbildung
Im Bereich Karriere und Weiterbildung wird einiges geboten. Insbesondere jüngere Mitarbeitende werden gefördert und erhalten die Möglichkeit, sich fachlich weiterzuentwickeln. Formate wie Kreativ-Offsites, Beratungsrunden oder Schulungen – beispielsweise zum Thema KI – zeigen, dass Weiterbildung einen hohen Stellenwert hat. Karriereperspektiven sind aufgrund der Unternehmensgröße jedoch begrenzt. Mit wenigen Teams und bereits besetzten Führungspositionen sind die Aufstiegsmöglichkeiten naturgemäß eingeschränkt.
Gehalt/Benefits
Mit Gehalt und Benefits war ich persönlich insgesamt zufrieden – mehr geht natürlich immer. Dennoch entsteht der Eindruck, dass die monetäre Wertschätzung innerhalb des Unternehmens nicht immer ausgewogen ist und sich nicht alle Mitarbeitenden fair vergütet fühlen. Teilweise wirkte es zudem so, als hätten Männer bei der Gehaltsentwicklung Vorteile.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Eine fundierte Bewertung fällt schwer, da Aktivitäten in diesem Bereich intern kaum kommuniziert werden.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Teams ist der Kollegenzusammenhalt sehr gut. Die Zusammenarbeit ist unterstützend und kollegial. Auch teamübergreifend sind gute Kontakte möglich, wenn der gegenseitige Austausch aktiv gelebt wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Dazu kann ich keine fundierte Einschätzung abgeben, da ich hierzu keine ausreichenden Berührungspunkte hatte.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhältnis zu den Vorgesetzten ist aus meiner Sicht ausbaufähig. Positiv ist, dass der Eindruck entsteht, dass die Geschäftsführung zunehmend versucht, geschlossen aufzutreten und an einem Strang zu ziehen. Im täglichen Miteinander wünsche ich mir jedoch mehr Präsenz, Wertschätzung und Kommunikation auf Augenhöhe. Oft sind es die kleinen Gesten – ein kurzes Nachfragen, wie es den Mitarbeitenden geht, oder ein persönlicher Austausch –, die einen großen Unterschied machen. Gerade in einer Kommunikationsagentur sollte eine offene, authentische und nahbare Kommunikation vorgelebt werden. Entscheidungen müssen getroffen werden und sind nicht immer einfach, dennoch können sie transparent, respektvoll und nachvollziehbar vermittelt werden. Weniger Distanz und Hierarchie, dafür mehr Authentizität und Dialog würden aus meiner Sicht zu einer noch besseren Führungskultur beitragen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt gut. Die notwendige Ausstattung für den Arbeitsalltag ist vorhanden und wenn etwas benötigt wird, wird in der Regel unkompliziert darauf eingegangen und eine passende Lösung gefunden. Einzelne Beschaffungs- oder Abstimmungsprozesse könnten zwar etwas schneller sein, insgesamt gibt es hier jedoch wenig Anlass zur Kritik. Wer fragt - gewinnt :)
Kommunikation
Die interne Kommunikation bietet aus meiner Sicht noch Entwicklungspotenzial. Es gibt zwar ein wöchentliches Meeting, in dem aktuelle Themen und Informationen geteilt werden, häufig jedoch eher in kompakter Form. Es sollte mehr Raum für "Austausch" geben – sowohl über Erfolge als auch über Herausforderungen. Gerade gemeinsam gewonnene Pitches oder besondere Meilensteine könnten stärker gefeiert werden, um den Teamgeist und den gemeinsamen Stolz zu fördern. Auch im Umgang mit kritischen Themen sollte es eine transparentere Kommunikation geben, die stärker das „Wir“ in den Mittelpunkt stellt. Es ist erkennbar, dass daran gearbeitet wird, dennoch sehe ich hier noch Potenzial.
Gleichberechtigung
Das Thema Gleichberechtigung könnte aus meiner Sicht stärker in den Fokus rücken. Teilweise entsteht der Eindruck, dass Männer in bestimmten Situationen/Positionen Vorteile genießen oder schneller Gehör finden. Mehr Sensibilität für unterschiedliche Perspektiven und eine konsequent gelebte Chancengleichheit würden die Unternehmenskultur weiter stärken.
Interessante Aufgaben
Die Agentur überzeugt mit einem abwechslungsreichen Kundenportfolio und spannenden Projekten aus unterschiedlichen Branchen. Dadurch wird der Arbeitsalltag vielfältig und bietet immer wieder die Möglichkeit, neue Themen und Herausforderungen kennenzulernen.


