Ein zuverlässiger Arbeitgeber, aber Bestnoten kann man hier nicht erwarten.
Gut am Arbeitgeber finde ich
In Callcentern sind Mitarbeiter in der Kundenbetreuung oft projektabhängig. Geht das Projekt, muss der Mitarbeiter gehen. Das ist hier nicht so. Geht ein Projekt, erhält der Mitarbeiter Angebote, in anderen Projekten zu arbeiten und braucht so nicht um seinen Arbeitsplatz zu fürchten.
Sehr flexibel, was Arbeitszeiten angeht (innerhalb des Projektrahmens).
In den meisten Projekten enge Bindung an den Teamleiter, das schafft ein wenig "Büro-Atmosphäre". Auch die Kommunikationsapp "Teams" trägt dazu bei.
Die Möglichkeit, im Unternehmen selbst aufzusteigen und (was ich wichtig finde), wenn der neue Job nicht passt, ggfs. weiter im Unternehmen zu bleiben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Deutliche Benachteiligung des Homeoffice-Bereichs.
Mindestlohn ohne Zulagen für anspruchsvolle Projekte.
Keine Strom/Internetzulagen für Homeoffice-Arbeitende
Kommunikation fast nur "unten" gegeben.
Wertschätzung fast nur "unten" gegeben
Verbesserungsvorschläge
Mehr Wertschätzung gerade den Kundenbetreuern gegenüber.
Mehr Transparenz, mehr Unterstützungsangebote.
Krankheit ist nicht schön für den Arbeitgeber, aber es kann nicht sein, dass Mitarbeiter nicht oder viel zu spät zum Arzt gehen und Krankenzeit mit der Angst vor Entlassung verbringen.
Faire Bezahlung, statt Mindestlohn. Mindestlohn bringt oft Mindestarbeit. Engagement über das hinaus kann dann nicht zwingend erwartet werden.
Kompetentes Personal für Vertragsverhandlungen - es kann nicht angehen, dass ständig nicht einhaltbare Vereinbarungen getroffen und dann die Mitarbeiter dafür "bestraft" werden.
Software, die verlässlich arbeitet und nicht (meist im Sinne des AG) das anzeigt, was Mitarbeiter eingegeben haben.
Individuelle Zwischen- und Endzeugnisse. Einen Arbeitnehmer kann man nicht allein mit Zensurnoten im Multiple Choice bewerten. Fragt die, die jeden Tag mit den Mitarbeitern arbeiten.
Wertschätzung, Kommunikation, Wertschätzung, Kommunikation. Die fehlt hier bzw. kommt maximal von Team- und Abteilungsleitung.
Im Homeoffice Zulage für Strom/Internet. Die Menschen arbeiten für Mindestlohn, müssen aber die Zusatzkosten selbst tragen - die muss ja nicht mal einheitlich sein, sondern kann nach Wochenarbeitszeit gestaffelt werden.
Arbeitsatmosphäre
Es kommt darauf an, über wen und was man spricht. Projektbezogen auf Abteilungsleitung, Teamleitung, Mitarbeiter, Steuerung, Projektleitung, IT etc. habe ich nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Aber alles über diese Stufe hinaus besteht nur aus Zahlen und Druck, der Mensch ist Nebensachen. Wertschätzung ist nur ein Wort. Maximale Ergebnisse bei minimalem Einsatz ist die Devise.
Image
Nein, wirklich gut wird nicht über die Firma gesprochen und das entspricht auch der Realität. Das Image im Rahmen der Projektgruppen ist da besser, aber auch eher im unteren Bereich.
Work-Life-Balance
Es besteht genug Flexibilität für eine gute Work-Life-Balance. Auf Mitarbeiter mit Kindern oder pflegebedürftigen Personen im Haushalt wird größtmögliche Rücksicht genommen. Auch spontane Termine werden im Rahmen der Möglichkeiten berücksichtigt. Wobei es auch hier sehr auf die Abteilung, das Projekt, die Beteiligten ankommt.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt Schulungen, auch weiterführende, in Bezug auf das Projekt. Diese werden per Trainer und/oder/auch E-Learning vermittelt.
Ja, innerhalb des Unternehmens gibt es die Möglichkeit, sich "hochzuarbeiten", in verschiedene Richtungen.
Gehalt/Benefits
Mindestlohn für Kundenbetreuer, darüber dann so wenig wie möglich für soviel wie möglich.
Bonussystem wurde extrem eingekürzt und ist nicht transparent genug. Es gibt Rabattmöglichkeiten, die aber nicht wirklich angesprochen werden und die hinterlegten Unternehmen sind überwiegend auch mit Rabatt nicht für Mindestlohnbezieher attraktiv.
Es gibt für alle Mitarbeiter auf Wunsch eine Edenred-Bezahlkarte, über die eine bestimmte Anzahl von Plusstunden mtl. steuerfrei aufgebucht werden kann. Damit sind auch Einkäufe bei Discounter, Tankstellen etc. möglich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umwelt - nun ja, wir sind im Homeoffice - das ist sicherlich umweltfreundlicher als ein Standort.
Sozialbewusstsein gibt es, bis zum Abteilungsleiter. Darüber: mehr oder weniger 0, nur das, was vom Gesetzgeber vorgegeben ist.
Kollegenzusammenhalt
In den "unteren Rängen" gut. Man unterstützt sich, so gut es im Homeoffice halt geht.
Umgang mit älteren Kollegen
Grundsätzlich werden keine Unterschiede gemacht, bei Bedarf aber auf besondere Bedürfnisse eingegangen.
Vorgesetztenverhalten
Absolut top. Die Abteilungsleitung schafft den Spagat als Bindeglied zwischen "oben" und "unten". Er steht vor uns, kämpft für uns wenn nötig und unterstützt uns in allen Belangen.
Arbeitsbedingungen
Im Homeoffice entscheide ich selbst, wie mein Arbeitsumfeld gestaltet ist. Die Hardware wird zur Verfügung gestellt - wer eigenes Equipment bei Tastatur, Monitor, Headset, Maus nutzen möchte, kann das tun, sofern es den Voraussetzungen entspricht.
Kommunikation
Bis hin zur Abteilungsleitung ist die Kommunikation gut. Alles was danach kommt: "Das Schweigen im Walde" bis zu einem Punkt, wo es nicht mehr anders machbar ist.
Gleichberechtigung
Ob nun weiblich, männlich, divers - hier werden keine Unterschiede gemacht. Wo es allerdings keine Gleichberechtigung gibt, ist zwischen Standort und Homeoffice. Dort sind die Unterschiede zu Gunsten des Standorts zum Teil gravierend.
Interessante Aufgaben
Das kommt auf das Projekt an - mag man das Thema und ist es dazu noch komplexer, dann ergeben sich interessante Aufgaben. Aber auch wer es einfacher mag, kann hier das richtige Projekt finden.


