vom erfolgreichen familiären Möbelhaus zum Konzern
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nach all den Jahren im Unternehmen fällt es mir schwer, aktuell noch positive Aspekte am Arbeitgeber selbst zu benennen. Die Entwicklungen der letzten Jahre haben meine Sicht auf das Unternehmen stark geprägt. Die Enttäuschung über den Verlust der früheren Unternehmenskultur, die fehlende Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern und die zunehmende Distanz zwischen Unternehmensführung und Belegschaft überwiegen für mich mittlerweile die positiven Erinnerungen.
Die positiven Erfahrungen, die ich gemacht habe, verbinde ich hauptsächlich mit meinen Kolleginnen und Kollegen sowie dem starken Teamzusammenhalt. Diese Menschen haben die Arbeit über viele Jahre hinweg bereichert. Auf Unternehmensebene erkenne ich jedoch heute nur noch wenig von den Werten wieder, die das Unternehmen früher aus meiner Sicht ausgezeichnet haben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aufgrund meiner Erfahrungen der letzten Jahre würde ich das Unternehmen aktuell nicht weiterempfehlen. Nicht wegen der Kollegen oder der eigentlichen Arbeit, sondern wegen der aus meiner Sicht fehlenden Wertschätzung, mangelnden Einbindung von Fachkräften und der veränderten Unternehmenskultur.
Früher galt Weko als sehr attraktiver Arbeitgeber, und viele Mitarbeitende waren stolz darauf, Teil des Unternehmens zu sein. Heute hat sich dieser Eindruck aus meiner Sicht deutlich verändert. Die Entwicklung der letzten Jahre führt dazu, dass ich das Unternehmen als Arbeitgeber nicht mehr weiterempfehlen würde.
Verbesserungsvorschläge
Fachwissen und Erfahrung der Mitarbeiter wieder stärker nutzen.
Entscheidungen transparenter kommunizieren.
Getroffene Vereinbarungen konsequent einhalten.
Wertschätzung gegenüber langjährigen Mitarbeitern sichtbar zeigen.
Die Balance zwischen Prozessen und operativer Praxis verbessern.
Menschliche Werte und respektvollen Umgang wieder stärker in den Mittelpunkt stellen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war früher um einiges familiär und von gegenseitigem Vertrauen geprägt. In den letzten Jahren wurde sie zunehmend von nicht realisierbarem Umsatzdruck, Unsicherheit und fehlender Transparenz wie Mehrarbeiten beeinflusst.
Image
Die ursprünglichen familiären Werte gingen im Zuge der Umstrukturierung zunehmend verloren. Wirtschaftliche Kennzahlen standen aus meiner Sicht immer öfter im Vordergrund, während Menschlichkeit, Vertrauen und Wertschätzung an Bedeutung verloren.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbelastung war teilweise sehr hoch. Insbesondere in verantwortungsvollen Positionen wurde erwartet, dass man über das normale Maß hinaus Einsatz zeigt. Hier musste man sich klar zwischen einem Privatleben oder seiner Führungsposition entscheiden.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren grundsätzlich vorhanden. Allerdings hatte ich teilweise den Eindruck, dass die Chancen nicht immer ausschließlich von Leistung und Qualifikation abhängig waren. Zudem wurde häufig erwartet, dass berufliche Anforderungen Vorrang vor dem Privatleben haben.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war angemessen. Enttäuschend war jedoch, dass nicht alle vereinbarten Leistungen eingehalten wurden und dies erst im Nachhinein mit der verschlechterten wirtschaftlichen Lage begründet wurde. Solche Entscheidungen sind nachvollziehbar, sollten jedoch frühzeitig und transparent kommuniziert werden. Die fehlende beziehungsweise verspätete Kommunikation hat hier unnötig für Unmut gesorgt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen legt großen Wert darauf, sich nach außen als umwelt- und sozialbewusst zu präsentieren. Was intern geschieht, bleibt jedoch für Außenstehende unsichtbar und entspricht nicht immer diesem Bild. Hier wäre mehr Authentizität und ein konsequentes Vorleben der kommunizierten Werte wünschenswert.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war stets eine der größten Stärken des Unternehmens. Gerade in herausfordernden Zeiten konnte man sich aufeinander verlassen und gemeinsam Lösungen finden.
Umgang mit älteren Kollegen
Langjährige Mitarbeiter verfügen über wertvolle Erfahrung. Leider hatte ich zuletzt den Eindruck, dass dieses Wissen und die langjährige Betriebszugehörigkeit nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Vorgesetztenverhalten
Die Qualität der Führung war stark von einzelnen Personen abhängig. Insgesamt hätte ich mir mehr Offenheit, Verlässlichkeit und die Einhaltung getroffener Vereinbarungen gewünscht. Hier fehlen in meinen Augen die Strukturen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen könnten deutlich verbessert werden. Teilweise entsteht der Eindruck, dass mit zu wenig Personal zu viele Aufgaben bewältigt werden müssen. Dies führt zu zusätzlichem Druck und erschwert es, die erwartete Qualität dauerhaft aufrechtzuerhalten. Mehr Unterstützung und eine realistischere Personalplanung wären wünschenswert.
Kommunikation
Die Kommunikation hat sich im Laufe der Zeit deutlich verschlechtert. Wichtige Entscheidungen wurden häufig nicht ausreichend erklärt oder nachvollziehbar kommuniziert. Mitarbeiter wurden zu selten in Veränderungen eingebunden und letztendlich vor vollendete Tatsachen gestellt.
Gleichberechtigung
Nicht nur diejenigen, die an vorderster Front stehen, tragen zum Erfolg des Unternehmens bei. Dies rückt aber immer mehr in Vergessenheit.
Gerade die Mitarbeitenden im Hintergrund sorgen dafür, dass alles reibungslos funktioniert und Kunden einen positiven Eindruck erhalten. Ihre Arbeit wird häufig als selbstverständlich angesehen, obwohl sie für das Gesamtbild des Unternehmens unverzichtbar ist. Hier sollte die Anerkennung deutlich stärker und unabhängig von der jeweiligen Position erfolgen.
Interessante Aufgaben
Das Aufgabengebiet war abwechslungsreich und bot viele Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen. Gerade die Arbeit mit Mitarbeitern und Kunden war immer spannend und erfüllend.