Interessante aber fordernde Projekte, super Kollegen
Arbeitsatmosphäre
Die Firma lebt vom Projektgeschäft. Dass effektives Arbeiten hier vor allem in den "heißen Phasen" Grundvoraussetzung für Wirtschaftlichkeit ist, sollte klar sein. Der Druck ist dadurch jedoch stets sehr hoch. Durch Mikromanagement der Team- und Projektleiter oder unterschwellige Aussagen der Geschäftsführung wird er stellenweise noch erhöht. Insgesamt wird einem jedoch meist viel Vertrauen entgegengebracht.
Work-Life-Balance
Bei Wenger gibt es flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum Homeoffice. Das ermöglicht in Absprache mit den Kollegen auch mal einen halben Tag frei zu nehmen. Sollten es die Projekte erfordern stehen dafür auch mal ordentlich Überstunden auf der Tagesordnung - ob unterwegs oder im Büro. Diese können zwar auch flexibel wieder abgebaut werden, aber werden bis zu einem gewissen Grad dann auch erwartet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dass die Firma im Wasserstoffsektor bzw. den erneuerbaren Energien zu Hause ist, ist kein Zufall. Die Ausrichtung ist bewusst aus Umweltbewusstsein heraus gewählt. Fakt ist aber auch, dass aus bequemen oder wirtschaftlichen Gründen doch auch häufiger mal Inlandsflüge genommen werden.
Kollegenzusammenhalt
Das Team ist größtenteils recht jung und lebt vom Austausch. Alle verbindet die Begeisterung für die Projekte - man zieht an einem Strang, trotz oder gerade wegen des Drucks in den Projekten.
Vorgesetztenverhalten
Auch die Teamleiter bei Wenger sind im Druck der Projekte gefangen, zumal sie meist selber Projektleiter sind. Dadurch wird häufig auch mal das Wohl einzelner Mitarbeiter dem Erfolg eines Projekts untergeordnet. Die Teamleiter achten nicht auf die Belastung der Mitarbeiter, das muss man als Mitarbeiter selber tun. Wenn man auf sich aufmerksam macht, wird dann aber meist auch eine Lösung gefunden.
Kommunikation
Einmal im Monat nimmt sich der Geschäftsführer die Zeit, alle Mitarbeiter darüber zu informieren, was ihn gerade beschäftigt. Das geschieht nicht immer optimal vorbereitet, sodass nach einem solchen Termin häufig auch mal mehr Fragezeichen bei den Mitarbeitern zurückbleiben als davor. Grundsätzlich ist diese Runde aber ein gutes Forum. Ansonsten sind die gelegentlichen Rundmails vom Geschäftsführer zwar meist unmissverständlich aber nicht immer zu 100% sachlich.
Die Führungsetage setzt sich häufig zusammen, um über Lösungen für Probleme in der Firma zu beraten. Die Lösung wird der Allgemeinheit meist erst am Ende präsentiert, ebenso, dass sich überhaupt mit bestimmt Problemen auseinandergesetzt wird. Nur zu Einzelnen sickern vorher schon Einzelheiten durch, was über das Stille Post Prinzip in einem "40-Leute-Unternehmen" schnell zu Verunsicherungen führen kann.
Gehalt/Benefits
Hier entwickelt sich Wenger stetig weiter und versucht, marktübliche Gehälter zu zahlen. Das gelingt allerdings nicht immer, obwohl von den Mitarbeitern überdurchschnittliche Leistungen erwartet werden. Viel Verantwortung wird nicht immer entsprechend honoriert. Es gibt zwar seit etwa einem Jahr ein Gehaltssystem, in dem zum Teil auch Stufen mit klaren Verantwortungen definiert sind, aber für die Mitarbeiter ist dieses weitestgehend undurchsichtig - manchmal auch frei nach dem Motto so viel wie nötig, so wenig wie möglich
Interessante Aufgaben
Die Projekte selber sind fordernd aber eigentlich immer interessant. Dadurch dass die Firma noch relativ klein ist, merkt man auch direkt, welchen Anteil man selber am Erfolg eines Projekts hat und was am Ende für den Kunden der direkte Mehrwert ist. Die aktuellen Projekte sind eigentlich alle in der Wasserstoff-Branche angesiedelt, die verwendete Technologie nicht immer Marktreif, wer Herausforderungen mag, ist hier richtig.