Mehr Schein als Sein!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt kommt immerhin pünktlich. Auch wenn es von der Führungsebene oft heißt: „Wir müssen kein Schmerzensgeld zahlen, die Mitarbeiter arbeiten gerne hier“ – doch, genau das müssen Sie tun! Das Schmerzensgeld ist mittlerweile der einzige Grund, überhaupt noch dort zu bleiben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wenn ich damit anfange, liest sich das keiner mehr durch.
Verbesserungsvorschläge
Führungsstab komplett auswechseln
Arbeitsatmosphäre
Katastrophal! Man denkt, die Stimmung könnte nicht noch schlechter werden, aber die Geschäftsführung hat immer wieder aufs Neue etwas auf Lager.
Kommunikation
Nicht vorhanden! Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Dabei wird viel versprochen und nichts eingehalten oder umgesetzt – alles nur heiße Luft.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen in der Produktion halten teilweise zusammen. Allerdings werden einige Personen komplett ausgegrenzt und isoliert. Zudem tanzen viele langjährige Mitarbeiter den neuen Schichtführern auf der Nase herum, ohne dass dagegen etwas unternommen wird. Von den Teamleitern möchte ich gar nicht erst anfangen.
Work-Life-Balance
Nicht vorhanden! Das Schichtmodell mit Ausgleichsschichten und spontaner Samstagsarbeit, die ebenso spontan wieder abgesagt wird, ist eine Zumutung. Dazu kommen verpflichtende Samstagsschulungen. Die Übergabezeiten wurden gestrichen und werden jetzt pauschal mit einem lächerlichen Betrag abgespeist. Hauptsache die Bänder laufen – das steht hier über allem.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe noch nie eine so schlechte Führung erlebt wie hier. Die Schichtleiter sind zu 80 % weder fachlich noch disziplinarisch geeignet. Teilweise wurden einfach Einrichter zu Schichtleitern befördert, ohne diese überhaupt zu schulen oder zu befähigen. Eine Ebene drüber sieht es genauso aus. Es gibt keine disziplinarische Führung – jeder macht, was er will. Einige haben mehr zu sagen, andere wiederum weniger. In der gesamten Führung gibt es leider nur vereinzelte Ausnahmen, die jedoch aufgrund von fehlendem Rückhalt resigniert haben.
Gehalt/Benefits
Jeder Mitarbeiter hat mit den steigenden Kosten zu kämpfen, alleine schon auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Obwohl es dem Unternehmen wirtschaftlich nicht schlecht geht, wird ein harter Sparkurs auf dem Rücken der Produktion gefahren. Einige Mitarbeiter verlieren eine Menge Geld, weil sie von der 3- zur 2-Schicht wechseln müssen. Zudem wurden die Schichtzulagen gekürzt und die Sonntagszulagen komplett gestrichen. In der Verwaltung habe ich von derartigen Einschnitten noch nichts mitbekommen. In der Produktion ist man Mensch 3. Klasse und wird auch genau so behandelt!
Image
Nach außen stellt sich das Unternehmen als guter Arbeitgeber dar, doch langsam spricht sich herum, wie der Laden tatsächlich mit seinen Mitarbeitern umgeht. Von Familienfreundlichkeit oder einem „Top-Arbeitgeber“, wie es der Inhaber gerne hervorhebt, ist man meilenweit entfernt. Hier lebt man gedanklich fernab jeglicher Realität!
Karriere/Weiterbildung
Es werden Mitarbeiter befördert und beispielsweise zu Teamleitern gemacht, die niemals disziplinarische Verantwortung tragen sollten. Diese Personen können teilweise nicht einmal eine E-Mail schreiben, ohne dass man beim Lesen den Google-Übersetzer anschmeißen muss, um den Inhalt halbwegs entziffern zu können. Die Beförderungs- und Weiterbildungspolitik setzt dem Ganzen jedoch die Krone auf: Viele Mitarbeiter, die kaum Leistung zeigen, haben höhere Entgeltstufen und machen, was sie wollen. Neue oder ruhige Mitarbeiter bleiben hingegen da, wo sie sind.

