Vertrauensbruch statt Modern Working
Verbesserungsvorschläge
Vertrauen Sie Ihren Mitarbeitern wieder: Sie sind diejenigen, die das Unternehmen am Laufen halten. Never change a running system.
Wachen Sie auf: Das Argument, dass 5 Tage Büro früher 'normal' waren, zieht nicht mehr. Wir schreiben das Jahr 2026 – passen Sie die Arbeitsmodelle einer modernen, digitalen Welt an.
Heute bestellt schließlich auch kein Bauer mehr seinen Acker mit Pferden.
Schaffen Sie Fairness: Sorgen Sie für transparente Gehaltsbänder und gleichen Sie die gestiegenen Kosten durch die Präsenzpflicht finanziell aus.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung sinkt spürbar, eine Umorientierung findet bereits jetzt bei vielen statt. Es gibt aktuell viel zu viele Baustellen und der Workload ist selbst für top-organisierte Mitarbeiter kaum noch gesund zu bewältigen. Ein Festhalten an Prioritätslisten ist kaum möglich. Leider wurden in der Vergangenheit schon viele gute und engagierte Kollegen „verbrannt“. Es herrscht ein spürbarer Kontrollwahn trotz nachweislich guten Betriebsergebnissen. Dem Management würde es guttun, die eigene „Bubble“ zu verlassen und wieder zu realisieren, was die Mitarbeiter an der Basis tagtäglich leisten. Nur weil der Mutterkonzern Vorgaben macht, muss ein moderner IT-Dienstleister diesen nicht blind folgen. Hier fehlt es der Geschäftsführung an Mut und eigenen Entscheidungen.
Kommunikation
Entscheidungen werden verkündet. Mitsprache kaum vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Mit einem Wort: Einzigartig
Work-Life-Balance
Mit Work-Life-Balance sollte hier besser nicht mehr geworben werden. Durch den HO-Stopp nimmt der Arbeitgeber bewusst in Kauf, dass Mitarbeiter sehr viel wertvolle Lebens- und Familienzeit im Berufsverkehr verlieren.
Die Vereinbarkeit von Familie, Kinderbetreuung und Beruf wird somit komplett zum reinen Problem des Arbeitnehmers erklärt und damit noch komplizierter, als es sowieso schon ist. Mehr Produktivität und Motivation erreicht man durch diese Gleichgültigkeit ganz sicher nicht - eher das Gegenteil - nämlich Umorientierung.
Vorgesetztenverhalten
Unter den direkten Kollegen und Teamleitern herrscht großes Vertrauen.
Am eigentlichen täglichen Tätigkeitsfeld und den Herausforderungen der Mitarbeiter besteht in den oberen Führungsebenen kaum echtes Interesse.
Arbeitsbedingungen
Die Großraumbüros sind leider viel zu laut, überfüllt, zu warm und stickig. Für IT-Projekte ist jedoch Deep Work nötig, um Fehlerquoten niedrig zu halten. Unter den aktuellen Bedingungen vor Ort ist konzentriertes Arbeiten extrem schwer.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter sind weder marktüblich noch regional angemessen. Gehaltsanpassungen hinken der Inflation hinterher. Lob von Teamleitern für Meilensteine kommt im Geldbeutel kaum an – und wenn, dann nur in der variablen Vergütung, auf die man kaum Einfluss hat. Die Streichung des Mobile Office zwingt die Mitarbeiter in Zeiten steigender Mobilitäts- und Energiekosten zu hohen privaten Ausgaben. Das ist eine Lohnkürzung durch die Hintertür, von der Umweltbelastung ganz zu schweigen.
Image
bröckelnd
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung und Entwicklungschancen vorhanden. Meistens fehlt die Zeit auf Grund von durchgehend hohem Workload. Wichtige IT-Zertifizierungen sind selten möglich. Karriere macht hier primär, wer eine sehr lange Betriebszugehörigkeit absitzt.

