2 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Der Bewerbungsprozess war insgesamt freundlich und professionell, dennoch haben mich einige Aspekte enttäuscht.
Das Unternehmen hat mich direkt über LinkedIn kontaktiert, ich habe mich also nicht selbst auf die Stelle beworben. Entsprechend habe ich viel Zeit und Engagement in einen sehr umfangreichen Auswahlprozess investiert, der sich über sechs Gesprächs- bzw. Auswahlrunden erstreckte.
Gerade deshalb hätte ich mir mehr Transparenz gewünscht. Erst am Ende wurde deutlich, dass weiterhin andere Kandidaten im Auswahlverfahren waren. Diese Information hätte meines Erachtens deutlich früher kommuniziert werden sollen, insbesondere wenn Transparenz als Unternehmenswert hervorgehoben wird.
Darüber hinaus wurde mir vermittelt, dass das Kennenlernen des Teams im Wesentlichen eine Formalität sei. Rückblickend war dies offenbar nicht der Fall, da auch dieser Termin noch entscheidenden Einfluss auf die finale Auswahl hatte. Eine klarere Kommunikation über die tatsächliche Bedeutung der einzelnen Schritte wäre fairer gewesen.
Enttäuschend war außerdem das abschließende Feedback. Nach einem so langen und intensiven Auswahlprozess hätte ich mir eine offene und konkrete Begründung für die Entscheidung gewünscht. Stattdessen blieb die Rückmeldung sehr allgemein und wenig aussagekräftig.
Mein Gesamteindruck ist daher, dass die tatsächlich erlebte Transparenz leider nicht den Erwartungen entsprochen hat, die im Verlauf des Prozesses vermittelt wurden.
Ich hatte insgesamt drei Gespräche im Bewerbungsprozess – zunächst mit dem Personaler, dann mit dem Personaler und Team Lead, anschließend eine Case Study mit Präsentation vor zwei Abteilungsleitern.
Die Präsentation verlief in Ordnung, das anschließende Gespräch empfand ich jedoch als unangenehm und wenig professionell. Einer der Abteilungsleiter, der wohl mein zukünftiger Vorgesetzter gewesen wäre, las mehrere Fragen einfach ab, ohne auf meine Antworten einzugehen. Dadurch entstand kaum ein echter Dialog oder Interesse an meiner Person.
Zwei Tage später erhielt ich eine telefonische Absage. Mir wurde mitgeteilt, dass die Entscheidung nichts mit meiner Präsentation oder dem Gespräch zu tun habe, sondern mit einer Umstrukturierung aufgrund des Weggangs des Team Leads. Da die Stelle allerdings weiterhin online ist, wirkt diese Begründung für mich leider nicht glaubwürdig.
Ich bin ein ehrlicher Mensch und hätte eine offene, transparente Rückmeldung deutlich mehr geschätzt als eine ausweichende Erklärung. Ehrlicherweise hatte ich nach dem letzten Gespräch selbst nicht mehr das Gefühl, dass es menschlich gut passen würde – insofern war die Entscheidung am Ende vermutlich für beide Seiten richtig.
Eine Absage ist völlig in Ordnung – sie gehört zum Prozess dazu. Schade ist nur, wenn man Bewerber nicht ehrlich einbezieht. Mein Feedback soll keine Abrechnung sein, sondern eine ehrliche Einschätzung, damit zukünftige Bewerber wissen, was sie erwartet.