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Zeppelin 
Konzern
Bewertung

Im Moment eher nicht zu empfehlen. Schade, eigentlich soldides Unternehmen.

3,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich IT bei Zeppelin Baumaschinen GmbH in Garching bei München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Kollegenzusammenhalt, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance sind (waren) in Ordnung. Bezahlung ist ebenfalls in Ordnung. Wer mag kann sich mit dem Arbeitgeber gut identifizieren. Es gibt, wie überall, tolle Kolleg:innen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Unnötige Intrasparenz, das Gefühl sich in einer Behörde zu befinden Erzeugen ein deutliches Störgefühl. Ein starkes "Ober sticht Unter" Verhalten ist immer wieder anzutreffen. Die Restrukturierungen folgten keinem erkennbaren Muster, man hat hier ohne größere Not eine Menge kaputt gemacht. An den Folgen wird der Konzern noch ein paar Jahre zu knabbern haben. Wer nicht gut netzwerken kann ist in der Konzernzentrale verloren, ohne Beziehungen geht bei Zeppelin traditionell wenig. Es fehlt sehr deutlich an Innovationswillen.

Verbesserungsvorschläge

Bessere Kommunikation auch gegenüber nicht gut vernetzten Kollegen. Mehr Transparenz von oben. Mehr Agilität wagen, Dinge auch mal auf den Prüfstand stellen. Raus aus dem "Das haben wir schon immer so gemacht" Zustand weniger "Ober sticht Unter System". Selbst für die eher traditionelle Baumaschinenbranche ist Zeppelin in der digitalen Steinzeit verblieben. Ohne CAT sähe es noch weitaus schlimmer aus.
Zustände in Konzernzentrale und Niederlassungen angleichen. Eine korrekte Inventarisierung und eine anständige Wissensablage würden helfen Redundanzen aufzulösen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist gut, durch die Coronajahre allerdings stark abgeflacht da nicht mehr viel Anwesenheit in den Offices vorhanden ist.
Man versucht die Leute einzubinden, stellt in Garching eine gute Infrastruktur bereit, in anderen Standorten sieht das allerdings nicht mehr ganz so rosig aus. Es wird versucht Angebote zu machen, Kantine, Kaffeeautomaten etc., im Office selbst sind mittlerweile flexible Arbeitsplätze relativ normal.
Die Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Monate haben allerdings Ihre Spuren hinterlassen, Arbeitsplätze wurden nach Indien ausgelagert und die Offices sind eher leer, die Atmosphäre hat sehr gelitten und die Arbeitsbelastungen für die verbliebenen Mitarbeiter sind stark gestiegen. Zudem wird weiter restrukturiert und bei den Kolleg:innen ist ein Klima der Angst vor dem Jobverlust sehr deutlich zu bemerken.
Untereinander wird damit offen umgegangen, nach oben hin wird das unter dem Deckel gehalten. Es bleibt sehr zu hoffen das man zu dem alten, sehr angenehmen Arbeitsklima zurück findet, im Moment sieht es da ganz anders aus.

Kommunikation

Kommt extrem auf die Abteilung an. Je nach Führungskraft wird entweder sehr transparent oder so gut wie gar nicht kommuniziert. Ich habe Beides erlebt. Generell gilt das man sich die Dinge selbst besorgen muss, da Zeppelin sehr stark von Beziehungen lebt ist das für gut vernetzte Kolleg:innen einfach, für nicht am Standort arbeitende oder neue Kolleg:innen so gut wie unmöglich. Alles fühlt sich ein wenig wie Behörde an, träge und langsam. Ober sticht Unter ist an der Tagesordnung. Die offizielle Konzernkommunikation besteht nur aus positiven Meldungen, was schief läuft wird, entgegen dem entsprechenden Grafensatz, nicht kommuniziert. Mit weitreichenden Folgen für das Geschäft, man läuft dann eben immer in die gleichen Fallen weil man nicht daraus lernen kann.
Generell ist ein großer Unterschied zwischen dem Kommunikationsverhalten von Gleichgestellten und den Führungskräften zu beobachten.

Kollegenzusammenhalt

Untereinander sehr gut. früher auch mehr mit der Führungsebene, seit den Strukturierungsmaßnahmen hat das sehr nachgelassen. Im Rahmen dieser Maßnahmen gab es auch unschöne und unnötige Momente, das hat nicht geholfen den Kollegenzusammenhalt zu verbessern. Ich gebe zu, schwierig wenn man eben haufenweise Leute entsorgen muss. Aber hätte man zweifellos eleganter machen und damit weniger kaputt machen können.

Work-Life-Balance

Ist in der Konzernzentrale sehr gut. Man achtet darauf das die Kolleg:innen Ihre Möglichkeiten nutzen können. Sieht anders aus wenn man die Konzernzentrale verlässt, aber das ist ja immer so. Nachdem nun umstrukturiert wird herrscht allerdings ein Klima der Angst und die Arbeitsbelastung ist deutlich nach oben gegangen, insofern geht das auch zu Lasten der Work-Life-Balance. Alles hängt auch sehr stark von der Abteilung ab und der Führungskraft ab.

Vorgesetztenverhalten

Sehr ambivalent. Stark hierarchiegetrieben, sehr über Kontakte laufend. Wer gut vernetzt ist wird respektiert, wer nicht muss sehen. Die Transparenz früherer Zeiten hat unter dem neuen Konzernchef stark abgenommen, das sieht man leider auch in der Hierarchie darunter. Die Restrukturierungen machen auch einen Teil der althergebrachten Hierarchie überflüssig, auch hier sieht man dann entsprechende Angstreaktionen. Auch hohe Posten werden annähernd kommentarlos entsorgt, und so kümmert sich halt Jede/r um die eigenen Pfründe. Vermutlich normal bei Maßnahmen dieser Art, aber nicht gerade angenehm.

Interessante Aufgaben

Gibt es. Im Moment muss man halt schauen was geht und sehen wie das Pensum zu bewältigen ist. Man könnte sehr viel mehr machen wenn man wüsste wie der Konzern überhaupt aufgestellt ist, es gibt geradezu horrend viele Redundanzen und durch die nunmehr fehlenden Mitarbeiter hat sich die Wissenslage darüber noch einmal negativ verschärft. Es gäbe viel zu tun, aber die Strukturen verhindern oftmals das man überhaupt um Probleme weiß und diese dann auch angehen kann. Zudem werden überholte Strukturen geschützt, "Das wurde schon immer so gemacht." ist hier gängig. Schwer das zu modernisieren, insofern wäre mehr drin ist aber eher aufgrund der Umstände schwer umsetzbar.

Gleichberechtigung

Wird eigentlich gelebt. In der Realität aber mehr in der Konzernzentrale als ausserhalb, es ist halt ein Baumaschinenkonzern und insofern ein klassischer alter weiße Männer Laden. Merkt man immer mal wieder, vor allem ausserhalb in den Niederlassungen oder auf Messen. Es wird wohl besser, aber es ist und bleibt ein langer Weg. Die Bemühungen sind da und werden auch von der einzigen Frau in der Geschäftsführung entsprechend unterstützt.

Umgang mit älteren Kollegen

Daran gibt es nichts auszusetzen. Ältere Kollegen sind gewöhnlich bei Zeppelin besser vernetzt und insofern entsprechend geschätzt.

Arbeitsbedingungen

Im Moment nicht gut da die Umstrukturierungen die normalen Abläufe trüben. IT seitig ambivalent, die Hardwareausstattung ist da eher wenig auf die Bedürnisse abgestimmt und mit HP als Partner generell nicht auf dem besten Niveau. Als IT Mitarbeiter bin ich da eigentlich Besseres gewohnt. Für die normalen Mitarbeiter dürfte es aber ok sein.
DIe Arbeitsplätze sind in der Konzernzentrale modern und ergonomisch, ausserhalb sieht es da durchaus auch mal anders aus.
Meist Großraumbüros, wer telefonieren will oder muss hat entsprechende Plätze zur Verfügung. Da meist eh kaum Leute da sind ist's eher sehr ruhig.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Gibt es, wird vorangetrieben, gibt regelmäßige CSR Reports, auch hier ist die Konzernzentrale von den Niederlassungen eher getrennt zu betrachten. Natürlich ist man letztendlich auf den Fertigungspartner CAT angewiesen.

Gehalt/Benefits

Ist ok, im Münchner Vergleich keine Spitzengehälter aber solide. Es werden die üblichen Sozialleistungen angeboten.

Image

Interne und extrene Wahrnehmung weicht stark voneinander ab. Grafensätze sollen als golden rules fungieren, funktionieren aber überhaupt nicht. Durch die Restrukturierungen ist das Image intern auch nicht mehr wie es war. Baumaschinen und IT sind auch keine direkt zusammenhängenden Felder, insofern ist der Name eher unsexy. Nach aussen hin in der Baumschinenwelt eine sehr gute Marke, ausserhalb der Branche denken die Leute an Luftschiffe. Es wird intern viel Zusammenhalt beschworen, in Wirklichkeit gibt es den aber nur noch eingeschränkt.

Karriere/Weiterbildung

Gibt es in Form von eLearnings, durchaus auch mal Kursangebote, aber auch hier unterscheiden sich Konzernzentrale und Niederlassungen stark. Karrierefortgang hat viel mit der jeweiligen Führungskraft und dem Vernetzungsgrad im Unternehmen zu tun, somit sehr individuell.

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Arbeitgeber-Kommentar

Zeppelin HR TeamSpecialist Employer Branding

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.