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Bewertung

Nach außen professionell – intern habe ich Druck, Diskriminierung und fehlende Fairness erlebt

1,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Zeppelin Baumaschinen GmbH in Oberhausen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Tätigkeit bot fachlich interessante Einblicke und ich konnte wertvolle Erfahrungen sammeln. Außerdem habe ich einzelne Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, die ich menschlich sehr geschätzt habe. Das Unternehmen verfügt grundsätzlich über spannende Produkte, eine starke Marktposition und viel Potenzial.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Widersprüchliche Kommunikation, fehlende Verbindlichkeit, monatelange Konfliktprozesse, unzureichende Einarbeitung, diskriminierende Erfahrungen aufgrund meiner Herkunft und ein Führungsverhalten, das ich zunehmend als psychisch belastend empfunden habe.

Besonders enttäuschend war für mich der interne Klärungsprozess. Von einer Arbeitnehmervertretung erwarte ich Neutralität, Vertraulichkeit und einen geschützten Raum. Nachdem zunächst ausdrücklich eine vertrauliche Vorgehensweise vereinbart worden war, wurde ich später darüber informiert, dass die betreffende Person vor dem geplanten Gespräch bereits über das Thema informiert worden war. Dadurch verlor ich erheblich an Vertrauen in eine wirklich unabhängige und geschützte Aufarbeitung. Mehrere Gespräche mit unterschiedlichen Beteiligten führten für mich letztlich zu keiner nachhaltigen Lösung.

Der über Monate entstandene psychische Druck und das zunehmende Gefühl, dass keine echte Lösung mehr erreicht werden würde, waren schließlich wesentliche Gründe für meine Kündigung. Ich bin nicht gegangen, weil mir meine Arbeit keinen Spaß gemacht hat oder weil ich den Anforderungen nicht gewachsen war. Ich bin gegangen, weil ich nach zahlreichen Gesprächen, unbeantworteten beziehungsweise aus meiner Sicht unzureichend beantworteten Anliegen und monatelangen Klärungsversuchen das Vertrauen in Führung, Kommunikation und einen fairen Umgang vollständig verloren hatte.

Verbesserungsvorschläge

Probleme nicht aussitzen oder über Monate verschleppen, sondern frühzeitig, transparent und verbindlich lösen. Führungskräfte sollten Verantwortung für getroffene Zusagen übernehmen und auf Beschwerden sowie wichtige E-Mails zeitnah reagieren. Psychische Belastungen von Beschäftigten müssen ernst genommen werden, bevor eine Situation eskaliert. Diskriminierende und herkunftsbezogene Grenzüberschreitungen benötigen eine klare Haltung und konsequente Aufarbeitung.

Interne Klärungsprozesse müssen objektiv, nachvollziehbar und tatsächlich vertraulich sein. Wenn einem Mitarbeiter Vertraulichkeit zugesichert wird, muss er sich darauf verlassen können. Arbeitnehmervertretung und Führungsebene sollten für Beschäftigte außerdem klar als unterschiedliche und unabhängige Rollen erkennbar bleiben.

Neue Mitarbeitende und neue Ideen sollten als Chance gesehen werden und nicht als Störung langjähriger Strukturen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich über längere Zeit als angespannt, zermürbend und psychisch stark belastend erlebt. Konflikte und offene Fragen wurden aus meiner Sicht nicht konsequent gelöst, sondern teilweise über Monate hinausgezogen. Dadurch entstand bei mir zunehmend der Eindruck, dass der entstandene Druck eher bestehen blieb, als dass ernsthaft versucht wurde, die Situation nachhaltig zu lösen.

Kommunikation

Die Kommunikation war für mich von Widersprüchen, fehlender Verbindlichkeit und mangelnder Transparenz geprägt. Mündliche Aussagen und spätere schriftliche Bewertungen passten teilweise nicht zusammen. Wichtige Informationen wurden aus meiner Sicht nicht vollständig weitergegeben, und auf verschiedene Anliegen beziehungsweise E-Mails erhielt ich teilweise keine oder erst sehr spät eine Antwort. Dadurch ging mein Vertrauen in eine offene und faire Kommunikation vollständig verloren.

Kollegenzusammenhalt

Es gab einzelne Kolleginnen und Kollegen, die ich menschlich sehr geschätzt habe. Insgesamt habe ich jedoch stark eingefahrene Strukturen erlebt. Neue Mitarbeitende und neue Ideen hatten es nach meinem Eindruck schwer, insbesondere wenn bestehende Abläufe hinterfragt oder Veränderungen angestoßen wurden. Offenheit für Neues habe ich deshalb nur eingeschränkt wahrgenommen.

Work-Life-Balance

Eine gesunde Work-Life-Balance war für mich unter diesen Rahmenbedingungen kaum möglich. Hohe Zielvorgaben erforderten nach meinem Erleben teilweise erheblichen zusätzlichen Einsatz, auch außerhalb der regulären Arbeitszeit und teilweise am Wochenende. Hinzu kam die dauerhafte psychische Belastung durch ungeklärte Konflikte, Unsicherheit und immer wieder ausstehende Entscheidungen.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten habe ich als zermürbend, wenig wertschätzend und nicht ausreichend lösungsorientiert erlebt. Trotz mehrfacher Gespräche wurden zentrale Probleme über Monate nicht abschließend geklärt. Meine Belastung war bekannt, dennoch änderte sich an der Situation aus meiner Sicht kaum etwas. Mit zunehmender Dauer entstand bei mir der deutliche Eindruck, dass keine tragfähige Lösung mehr gesucht wurde und der psychische Druck letztlich dazu führte, dass ich selbst die Konsequenz zog und kündigte.

Interessante Aufgaben

Die eigentliche Tätigkeit war teilweise interessant und bot fachliches Lernpotenzial. Diese positiven Aspekte wurden für mich jedoch zunehmend durch interne Konflikte, fehlende Unterstützung und die belastenden Rahmenbedingungen überschattet.

Gleichberechtigung

Gleichbehandlung habe ich persönlich nicht durchgängig erlebt. Aufgrund meiner Herkunft hatte ich wiederholt das Gefühl, mehr leisten und mich stärker beweisen zu müssen, um vergleichbare Anerkennung zu erhalten. Zusätzlich habe ich diskriminierende beziehungsweise herkunftsbezogene Grenzüberschreitungen sowie politisch aufgeladene Aussagen im Arbeitsumfeld erlebt. Für mich entsprach dies nicht einem modernen, vielfältigen und respektvollen Arbeitsumfeld.

Umgang mit älteren Kollegen

Langjährige Mitarbeitende hatten aus meiner Sicht einen starken Einfluss auf gewachsene Strukturen.

Arbeitsbedingungen

Eine echte Einarbeitung habe ich kaum erlebt. Statt klarer Abläufe, fester Ansprechpartner und systematischer Wissensvermittlung musste ich mir einen großen Teil der notwendigen Kenntnisse selbst aneignen. Gerade für jemanden, der neu aus einer anderen Branche kommt, halte ich das für völlig unzureichend.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das nach außen vermittelte soziale und verantwortungsbewusste Unternehmensbild habe ich im internen Umgang nicht immer wiedererkannt. Gerade bei psychischer Belastung, Gleichbehandlung, sensiblen Beschwerden und diskriminierenden Erfahrungen hätte ich wesentlich mehr Konsequenz, Verantwortungsbewusstsein und Schutz erwartet.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt selbst war nicht mein entscheidender Kritikpunkt. Problematisch war für mich vielmehr der Umgang mit zugesagten Leistungen. Eine über Monate konkret in Aussicht gestellte Leistung wurde immer wieder verschoben beziehungsweise relativiert und letztlich nicht so umgesetzt, wie sie ursprünglich kommuniziert worden war. Dadurch verlor ich viel Vertrauen in die Verbindlichkeit von Zusagen.

Image

Das Unternehmen verfügt nach außen über ein sehr professionelles und starkes Image. Genau deshalb war die Diskrepanz zu meinen persönlichen Erfahrungen intern für mich besonders enttäuschend. Zwischen Außendarstellung und meinem tatsächlichen Erleben lagen teilweise Welten.

Karriere/Weiterbildung

Eine strukturierte, verlässliche und individuell begleitete Mitarbeiterentwicklung habe ich für mich kaum erlebt. Bereits bei der Einarbeitung fehlte ein klarer Entwicklungsplan. Vieles hing von Eigeninitiative ab, während neue Ideen und Veränderungen nach meinem Eindruck nicht immer willkommen waren.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.