Vom mitarbeiterfreundlichen Konzern zu einem profitgesteuerten Unternehmen ohne Herz
Gut am Arbeitgeber finde ich
Aktuell gibt es aus meiner Sicht keine Aspekte mehr, die ich positiv hervorheben kann.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Menschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mitarbeitenden sind auf ein Minimum geschrumpft. Selbst nachdem feststand, dass ich das Unternehmen im Zuge des Outsourcings verlassen soll, vergingen 3,5 Wochen, bis ich offiziell informiert wurde – weil der persönliche Urlaub des verantwortlichen Programmleiters offenbar wichtiger war. Es wurde in dieser Zeit nicht einmal nach einer Vertretung gesucht, die mir diese Entscheidung hätte mitteilen können.
Verbesserungsvorschläge
Zeppelin sollte sich wieder auf die menschlichen Werte besinnen, die das Unternehmen früher ausgezeichnet haben – genau deshalb hatte ich mich damals bewusst entschieden, hier zu arbeiten. Alternativ sollten die Grafensätze abgenommen werden, denn mit den ursprünglichen Werten identifiziert sich das Unternehmen heute ohnehin nicht mehr.
Arbeitsatmosphäre
Man spürt überall die Unsicherheit, ob der eigene Arbeitsplatz noch sicher ist.
Image
Die Außendarstellung ist sehr professionell und positiv – intern zeigt sich jedoch ein ganz anderes, deutlich problematischeres Bild.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist stark unausgeglichen – es gibt viel ‚Life‘, aber kaum echte inhaltliche Herausforderungen.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen sind derzeit nicht existent. Durch umfangreiche Outsourcing-Maßnahmen und dem damit verbundenen Stellenabbau spielt persönliche Weiterentwicklung aktuell keine Rolle.
Gehalt/Sozialleistungen
Zum Zeitpunkt meiner Gehaltsverhandlung war das Gehalt überdurchschnittlich gut. Wie ein heutiges Einstiegsgehalt ausfallen würde, kann ich jedoch nicht beurteilen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein aktives Umweltbewusstsein ist im Arbeitsalltag nicht erkennbar. Auch im sozialen Umgang mit Mitarbeitenden – insbesondere in der IT – fehlt es deutlich an Wertschätzung und Verantwortungsbewusstsein.
Kollegenzusammenhalt
Von Teamarbeit kann keine Rede sein – es wurde nie versucht, ein funktionierendes Team zu formen.
Umgang mit älteren Kollegen
Bis zur aktuellen Restrukturierung wurde mit älteren Kolleginnen und Kollegen sehr respektvoll umgegangen. Inzwischen hat sich dies stark verändert: Langjährige Mitarbeitende werden teilweise gedrängt, ein Freiwilligenprogramm zu akzeptieren, weil künftig ohne sie geplant wird – während anderen, die freiwillig gehen möchten, dieser Schritt verwehrt wird.
Vorgesetztenverhalten
Führungskompetenz scheint bei Zeppelin keine hohe Priorität zu haben. In sechs Jahren hatte ich sechs verschiedene Vorgesetzte – Kontinuität oder echtes Leadership waren dabei sehr selten bis nie zu spüren.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt durchschnittlich: Das Großraumbüro ist teilweise laut, das IT-Equipment entspricht dem Standard, und viele Meetingräume sind schlecht belüftet.
Kommunikation
Gerade in Zeiten der zahlreichen Umstrukturierungen wird die Kommunikation auf ein absolutes Minimum reduziert – Mitarbeitende bleiben häufig im Unklaren über wichtige Entwicklungen.
Gleichberechtigung
Die Gleichberechtigung wird im Unternehmen sehr ernst genommen und gut umgesetzt – alle Mitarbeitenden werden unabhängig von Geschlecht und Herkunft gleich behandelt.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben sucht man hier vergeblich.

