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Imaging
Bewertung

Guter Ruf, verlorenes Vertrauen

2,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Ziehm Imaging GmbH in Nürnberg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die hochwertigen Produkte, die vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen sowie den respektvollen Umgang miteinander. Besonders positiv empfinde ich die Flexibilität bei persönlichen Anliegen und das Engagement für Gleichberechtigung und Chancengleichheit. Viele Mitarbeiter identifizieren sich stark mit dem Unternehmen und leisten trotz schwieriger Rahmenbedingungen jeden Tag einen wichtigen Beitrag.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Am meisten stört mich die Diskrepanz zwischen den bekannten Problemen und der tatsächlichen Umsetzung von Verbesserungen. Viele engagierte Mitarbeiter arbeiten seit Jahren an ihrer Belastungsgrenze, während strukturelle Herausforderungen bestehen bleiben. Dadurch habe ich zunehmend das Vertrauen verloren, dass sich die Situation nachhaltig verändern wird.

Verbesserungsvorschläge

Weniger Lippenbekenntnisse, mehr Umsetzung. Viele Probleme sind seit Jahren bekannt, werden diskutiert, lösen sich jedoch nicht nachhaltig. Klare Prioritäten, realistische Personalplanung und verbindliche Entwicklungswege würden die Situation spürbar verbessern. Die IT sollte stärker als Wertschöpfungsfaktor und nicht nur als Kostenstelle betrachtet werden. Damit ließen sich Überlastung, Fluktuation und Frustration langfristig reduzieren.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre wird leider von dauerhaft hohem Arbeitsdruck geprägt. Zwar ist der Umgang im Team grundsätzlich respektvoll und kollegial, jedoch sorgt die anhaltende Überlastung regelmäßig für Anspannung. Aus meiner Sicht stehen die Anforderungen an die technische IT nicht im Verhältnis zu den verfügbaren Ressourcen. Zusätzliche Rollen und Verantwortlichkeiten werden häufig übernommen, ohne dass bestehende Aufgaben reduziert werden. Die daraus resultierende Mehrarbeit und viele Überstunden führten in meinem Fall sogar zu einem Burnout. Auch die Führungssituation wirkte über Jahre wenig stabil, was die Herausforderungen zusätzlich verdeutlicht. Die Ursachen sehe ich dabei nicht bei einzelnen Personen, sondern vielmehr in strukturellen Problemen, die langfristig nicht ausreichend adressiert werden.

Image

Ich identifiziere mich nach wie vor mit dem Unternehmen, den Produkten und vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen. Die Produkte genießen aus meiner Sicht zurecht einen guten Ruf. Mein Vertrauen in das Unternehmen hat jedoch durch viele nicht eingehaltene Versprechen und ausbleibende Veränderungen deutlich gelitten. Insbesondere die hohe Fluktuation in der IT und wiederkehrende strukturelle Probleme trüben mein Bild nachhaltig. Das externe Image ist aus meiner Sicht deutlich besser als die Erfahrungen, die ich intern gemacht habe.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance wird aus meiner Sicht vor allem durch die hohe Arbeitsbelastung beeinträchtigt. Überstunden und zusätzliche Verantwortlichkeiten gehörten über längere Zeit zum Alltag und führten in meinem Fall sogar zu einem Burnout. Positiv hervorzuheben ist jedoch die Flexibilität bei privaten Terminen sowie der verständnisvolle Umgang mit persönlichen Anliegen. Auch geplanter Urlaub musste nach meiner Erfahrung nicht aufgrund betrieblicher Anforderungen verschoben oder abgesagt werden. Die Herausforderung liegt daher weniger in fehlender Kulanz, sondern vielmehr in der dauerhaft hohen Arbeitslast.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung wird zwar grundsätzlich angeboten, in der Praxis scheitert sie jedoch häufig an fehlenden Ressourcen und Prioritäten. Die Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der IT empfinde ich als sehr begrenzt. Entwicklungspläne wurden trotz Nachfrage nicht unterstützt. Zudem musste ich bereits mehrfach geplante Weiterbildungen aufgrund von Personalengpässen und kurzfristigen Anforderungen absagen. Inzwischen investiere ich häufig meine eigene Zeit und mein eigenes Geld in Schulungen, um fachlich am Ball zu bleiben.

Gehalt/Benefits

Die Benefits sind gut, können die Schwächen bei Gehalt und Entwicklung jedoch nicht ausgleichen. Trotz zusätzlicher Verantwortung gab es über Jahre kaum Gehaltsentwicklung. Die Leistungsbewertung empfinde ich als wenig nachvollziehbar, da Höchstbewertungen faktisch nicht erreichbar erscheinen. Zudem liege ich nach meiner Einschätzung trotz meiner Rolle als IT-Security-Spezialist unter dem marktüblichen Gehaltsniveau vergleichbarer Positionen. Eine faire Leistungsbewertung und klare Entwicklungsperspektive fehlen mir.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Unternehmen zeigt aus meiner Sicht ein gutes soziales Bewusstsein. Themen wie Gleichberechtigung, Wiedereinstieg und Mitarbeiterunterstützung werden aktiv gefördert und durch HR begleitet. Besonders positiv empfinde ich die verschiedenen Angebote zum Austausch und zur Chancengleichheit. Beim Umweltbewusstsein sehe ich noch Potenzial, insgesamt überwiegt jedoch der positive Eindruck.

Kollegenzusammenhalt

Unterstützung wird grundsätzlich angeboten, ist aufgrund der hohen Arbeitsbelastung jedoch nicht immer zeitnah möglich. Oft ist jeder damit beschäftigt, seinen eigenen Arbeitsalltag zu bewältigen, wodurch echter Teamzusammenhalt im Tagesgeschäft zu kurz kommt. Neue Mitarbeiter werden aus meiner Sicht nicht ausreichend eingearbeitet, da viele Prozesse historisch gewachsen sind und Wissen häufig nur über Nachfragen und Learning-by-Doing vermittelt wird. Auch ich musste mir einen Großteil meines Wissens selbst erarbeiten.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kollegen wird im täglichen Miteinander überwiegend respektvoll und wertschätzend gelebt. Gleichzeitig habe ich den Eindruck gewonnen, dass langjährige Mitarbeiter kurz vor dem Ruhestand nicht immer die Unterstützung erhalten, die sie sich wünschen würden. Gerade beim Thema Altersteilzeit oder der Gestaltung des Übergangs in den Ruhestand sehe ich Verbesserungspotenzial. Schade finde ich außerdem, dass das Wissen und die Erfahrung langjähriger Mitarbeiter nicht systematischer an jüngere Kollegen weitergegeben werden. Ein Mentoren- oder Buddyprogramm könnte hier sowohl den Wissenstransfer als auch die gegenseitige Wertschätzung weiter stärken

Vorgesetztenverhalten

Mein direkter Vorgesetzter ist menschlich und sozial aus meiner Sicht vorbildlich. Anliegen und Probleme werden ernst genommen, und ich habe mich jederzeit gehört und respektiert gefühlt. Er versucht, das Team bestmöglich zu unterstützen und Belastungen abzufangen. Leider scheitern viele Verbesserungen an strukturellen Rahmenbedingungen außerhalb seines Einflussbereichs. Die daraus entstehende Belastung wirkt sich teilweise auch auf die tägliche Arbeit aus. Dennoch ist für mich klar erkennbar, dass es nicht am Engagement der Führungskraft mangelt, sondern an den Rahmenbedingungen.

Arbeitsbedingungen

Moderne Ausstattung und gute Büroräume sind vorhanden. Die größten Schwächen liegen jedoch in den Prozessen. Klare Arbeitsanweisungen und verbindliche Standards fehlen teilweise oder werden nicht konsequent gelebt. Viele Themen hängen von Einzelpersonen ab, was die tägliche Arbeit unnötig erschwert.

Kommunikation

Die Kommunikation auf Unternehmensebene empfinde ich grundsätzlich als positiv. Mehrmals im Jahr finden Betriebsversammlungen statt, in denen Geschäftszahlen, aktuelle Themen und Fragen der Mitarbeiter offen angesprochen werden. Dabei wird bewusst versucht, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären, um alle Beschäftigten mitzunehmen.
Verbesserungsbedarf sehe ich jedoch bei der Transparenz von Entscheidungen und der Umsetzung von Feedback. Viele Themen werden diskutiert und Rückmeldungen entgegengenommen, konkrete Ergebnisse oder nachvollziehbare Entscheidungen bleiben jedoch häufig aus. Dadurch entstehen gerade für die IT immer wieder kurzfristige Anforderungen, auf die lediglich reagiert werden kann, anstatt vorausschauend zu planen und zu agieren. Dies trägt zusätzlich zur ohnehin hohen Belastung bei.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung wird aus meiner Sicht aktiv gelebt und gefördert. Insbesondere HR engagiert sich mit verschiedenen Angeboten für Chancengleichheit und Integration. Für Wiedereinsteiger gibt es gezielte Unterstützung und eine strukturierte Begleitung. Positiv hervorzuheben sind zudem Initiativen wie Frauennetzwerke und regelmäßige Austauschformate. Auch in Führungspositionen empfinde ich die Verteilung zwischen Männern und Frauen als ausgewogen. Persönlich hatte ich nie den Eindruck, dass Geschlecht, Herkunft oder andere Merkmale eine größere Rolle spielen als die Person und ihre Leistung

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind grundsätzlich sehr spannend, abwechslungsreich und bieten viel Verantwortung. Gerade in den Bereichen IT, Informationssicherheit und Datenschutz gibt es viele interessante Themen und Möglichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung. Leider werden Prioritäten häufig kurzfristig geändert oder neue Themen höher eingestuft. Dieser Eindruck beschränkt sich nicht nur auf die IT, sondern ist auch in anderen Bereichen des Unternehmens erkennbar. Dadurch bleiben Projekte oft länger offen als notwendig, was zu Frust und teilweise auch zu unangenehmen Diskussionen führt. Eine klare und nachvollziehbare Priorisierung habe ich häufig vermisst, wodurch vieles gleichzeitig wichtig erscheint, aber nur wenig konsequent abgeschlossen wird.d

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Arbeitgeber-Kommentar

Ihr, HR Team
IhrHR Team

Guten Tag,

vielen Dank für Ihr offenes und konstruktives Feedback. Wir schätzen es sehr, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen so differenziert zu teilen.

Es freut uns zu hören, dass Sie die Qualität unserer Produkte, das Engagement vieler Kolleg:innen und den respektvollen Umgang miteinander positiv wahrnehmen. Besonders erfreulich ist Ihr Feedback zur Gleichberechtigung und zu unserem sozialen Bewusstsein.

Gleichzeitig nehmen wir Ihre Kritik bezüglich der strukturellen Herausforderungen sehr ernst. Die von Ihnen beschriebenen Belastungen durch hohen Arbeitsdruck, unzureichende Ressourcenplanung und fehlende Entwicklungsperspektiven sind wichtige Hinweise für uns. Wir verstehen, dass diese Situation zu Frustration und im schlimmsten Fall zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Ihre Beobachtungen zur Diskrepanz zwischen bekannten Problemen und deren nachhaltiger Lösung sind für uns ein wichtiger Impuls. Wir sind uns bewusst, dass Verbesserungen Zeit brauchen, aber auch, dass konkrete Schritte und sichtbare Fortschritte notwendig sind.

Gerne möchten wir mit Ihnen das persönliche Gespräch führen, um Ihre Erfahrungen besser zu verstehen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Bitte zögern Sie nicht, sich bei uns in der Abteilung Human Resources zu melden.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.