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Bewertung

Mehrfachbewertung

Da muss sich grundlegend etwas ändern

2,3
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei All for One Group SE in Filderstadt gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Nur die Kollegen ...

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Das Klima der Angst und des Egoismus,
- allgemein die Entwicklung der letzten 5 Jahre,
- man läuft den Trends hinterher anstatt selbst innovativ zu sein,
- das Geschäftsmodell scheint nicht mehr tragfähig, man ändert es aber nicht,
- wie mit den KollegInnen umgegangen wird,
- große Teile der Führung sehen nur ihren eigenen Vorteil,
- uvm ...

Verbesserungsvorschläge

- ernsthaft Zuhören (v.a. den MitarbeiterInnen, dem SE Betriebsrat, den Kunden)
- sich wieder den Kunden zuwenden, nicht nur dem "gehobenen Mittelstand"
- Innovation fördern
- Veränderungen komplett umsetzen, aber nach der Umsetzung auch eine Zeit geben, dass man überhaupt in einen eingeschwungenen Zustand kommen kann, damit eine realistische Bewertung stattfinden kann

- das Klima der Angst überwinden
- Vertrauen wieder aufbauen
- Versprechen einhalten
- sich von nachweislich inkompetenten Führungskräften trennen

Arbeitsatmosphäre

In Ausnahmefällen äußert jemand (wenn keine Führungskraft) noch einen Verbesserungsvorschlag. In der Belegschaft herrscht die Angst, der nächste auf einer dubiosen nicht nachvollziehbaren Liste der zu kündigen MitarbeiterInnen zu werden, sollte man Kritik an einer Strategie o.ä. mitteilen.
So bekommt man den Eindruck, dass manche Führungskraft weit entfernt von der Realität, vom Markt oder den einzelnen Kunden in einer Parallelwelt dahin vegetiert und niemand die Traute hat, sie in die Realität zurück zu holen.
So wurschtelt man halt vor sich hin, und versucht Eskalationen zu verhindern, damit die Führung nicht involviert wird.

Kommunikation

Wenn man Linkedin und auch hier den Kommentaren der Employer Branding KollegInnen glauben darf, wird ne Menge und zielgerichtet und situationsadäquat kommuniziert.
Als MitarbeiterIn sind das viel zu viele Erfolgsmeldungen (mein Erleben ist ein anderes) und wenig Selbstkritik, viel Feststellung, wenig Fragen, wenig Zuhören.
Vielleicht ist der Graben zwischen Entscheidern und "Untergebenen" aufgrund der Vielzahl der Fehlentscheidungen schon zu tief, vielleicht hat man zu lange von oben belehrt und kritische Stimmen mundtot gemacht.

Kollegenzusammenhalt

KollegInnen zu helfen ist hier der Standard in der täglichen Zusammenarbeit.
Man hilft sich gegenseitig in jeder Situation, obwohl viele demotiviert oder völlig "landunter" sind.
Das habe ich in keiner Firma bisher erlebt, wenn es menschenmöglich ist, lässt man die KollegInnen oder Kunden nicht im Regen stehen.
Egal ob nachts, am Wochenende, ob in Deutschland, Türkei, Polen, Ägypten oder egal wo, wenn es aussichtslos erscheint --> die KollegInnen halten zusammen!
Leider wird das aufgrund des Kostendrucks, der Fakturaziele, unterschiedlicher persönlicher Ziele oder auch konkurrierender Bereiche nicht unterstützt.
Wenn hier auch viele schlimme Dinge passieren, bin ich stolz (noch)
ein(e) All for One Kollegin/Kollege zu sein!

Work-Life-Balance

Wir sind in der IT, wir sind Dienstleister, wir haben schlechte Prozesse, wir tun uns schwer diese zu befolgen ... Man muss selbst im Rahmen der Möglichkeiten Grenzen setzen, es gibt Führungskräfte, die da mitgehen ...
Habe schon gehört, dass das in anderen Abteilungen zu Problemen führt.

Vorgesetztenverhalten

Vor 2 Jahren wurden viele KollegInnen und Führungskräfte freigesetzt, jetzt wieder.
Aus Fehlern wird nicht gelernt, das hat der Prozess der Freisetzung des Personals gezeigt.
Beispielsweise wurden Zeitpläne nicht eingehalten, es wurden Termine in die Urlaube der betroffenen Kollegen gelegt, man schickt die Einladung am Abend vor einem Feiertag, danach starteten viele in die Ferien.

Wer die Aufgaben der gegangenen Kollegen übernehmen soll, ist unklar.
Manche haben Struktur, oft Halt gegeben, dem/der einen oder anderen hat man sogar vertraut.
Es gab sogar Führungskräfte die der Empathie mächtig waren.

Momentan versucht jeder, seine eigene Haut zu retten, einige Führungskräfte wurden vor dem Verkauf nochmal schnell befördert.
Von Mitarbeitern denen dieses "Glück" zuteil wurde, ist nichts überliefert ...

Wenn die 2 Vorstände vorne stehen, wenn man wieder die zu hoch gesetzten Jahresziele weit verfehlt, sind immer die Pandemie, die bewaffneten Konflikte in der Ukraine und Iran, die Energiekrise und die Konjunktur schuld.
Ach ja, die Mitarbeiter müssen noch mehr fakturierbare Tage leisten, sonst wird das nix.

Interessante Aufgaben

Viel Administration, viel Beschäftigung mit uns selbst, wenig Innovation, erst war Cloud der Hype, jetzt AI, als Mitarbeiter sieht man noch nicht richtig, wohin das führt.
Ich habe über die Jahre immer interessante Aufgaben bekommen oder mich für diese beworben.
Das hat rückblickend mehr zu meiner Entwicklung beigetragen als irgendwelche inhouse Schulungen.

Gleichberechtigung

Kann ich nicht beurteilen, fühle mich in keiner Konstellation benachteiligt.

Umgang mit älteren Kollegen

Keine Bewertung

Arbeitsbedingungen

Eine Kollegin sagte mir, sie habe das Gefühl auf einer Schnitzeljagd zu sein, wenn Sie Verantwortlichkeiten suche oder wie interne Prozesse funktionieren.
In vielen Dokumenten stehen noch Verantwortliche, die lange nicht mehr bei uns sind.
Selten steht jemand auf und bekennt sich zu seiner Verantwortung.
Ansonsten hat man eine gute Arbeitsausstattung, Notebook, Peripherie etc.
Firmenhandy gibt es nur in der Variante Standard oder per monatlicher Zuzahlung.
Die Büros sind vorzeigbar, bin leider zu selten dort, da ich oft keinen Parkplatz mehr bekomme, oder der im internen Tool gebuchte Arbeitsplatz von einem Kollegen besetzt ist, der behauptet, er sitze immer da.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Wichtiger Aspekt, ja, der Müll wird getrennt, mit Zuzahlung könnte man ein E-Fahrzeug fahren.

Gehalt/Benefits

Starker Beginn, fast alle persönlichen Ziele übererfüllt, sehr oft die vielzitierte Extrameile gegangen ...
Wird zunehmend schwieriger, da in letzter Zeit die wiederholte Nicht-Erreichung von utopischen Unternehmenszielen dagegen steht.
Insgesamt ist der Zuwachs unter den Erwartungen, was die Zufriedenheit stark dämpft.
Grading führt v.a. bei den älteren oder länger zugehörigen meist männlichen Kollegen dazu, dass diese keine oder eine Gehaltserhöhung unter der Inflationsrate bekommen ...

Image

Intern schlimm ... der Markt bekommt das leider mit.

Karriere/Weiterbildung

Solange es kein Geld kostet ...

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Arbeitgeber-Kommentar

Rafael Wedemeyer, Team Employer Branding
Rafael WedemeyerTeam Employer Branding

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

wir danken dir für dein sehr ausführliches und differenziertes Feedback. Es wird mehr als deutlich, dass du die aktuelle Arbeitsatmosphäre, als belastend empfindest. Angesichts der aktuellen Situation, die von vielen weitreichenden Restrukturierungen und Veränderungen geprägt ist, können wir diesen Eindruck gut nachvollziehen. Besonders ernst nehmen wir deine Aussage, dass Mitarbeitende aus Angst vor negativen Konsequenzen Kritik zurückhalten. Unser Anspruch ist ein ganz anderer: Wir wollen eine Kultur, in der unterschiedliche Perspektiven offen und respektvoll geäußert werden können.

Ein Blick auf die jüngsten Ergeignisse (Ad-hoc-Mitteilung) zeigt, wie wir uns dieser Herausforderung stellen wollen. Weitreichenden Entscheidungen werden so zeitnah wie möglich von gruppenweiten Info-Veranstaltungen, ausführlichen Q&A Sessions und einer transparenten Dokumentation via SharePoint begleitet. Zudem bieten wir ein dauerhaftes Angebot, über unser Askmeanything-Postfach alle Fragen und Bedenken zu jedem Zeitpunkt loszuwerden. Dass unsere Kommunikation dennoch weiter optimiert werden kann, zeigt dein Kommentar.
Auch Deine Kritik an den personellen Veränderungen, ihrer Durchführung und der anschließenden Aufgabenverteilung nehmen wir als wertvollen Input mit. Wir sind uns bewusst, dass vereinzelt Fehler passiert sind, und dass Trennungsprozesse Transparenz, Verlässlichkeit und Empathie erfordern.

Bei aller geäußerten Kritik, freut es uns, wie positiv du den außergewöhnlichen Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft unter den Kolleg:innen beschreibst. Dieses Engagement, auch über Teams, Länder und reguläre Arbeitszeiten hinweg, ist alles andere als selbstverständlich. Wir nehmen auch mit, dass Du deine Aufgaben über viele Jahre als interessant erlebt hast und die technische Ausstattung sowie unsere Büros grundsätzlich positiv bewertest.
Ernsthaft Zuhören, Selbstkritik, Kundennähe abseits vom gehobenen Mittelstand, ausreichend Zeit für die nachhaltige Umsetzung von Veränderungen: Auch das sind wertvolle Impulse.
Wir möchten uns nochmal bedanken, dass du trotz Kritik weiterhin Verbundenheit mit deinen Kolleg:innen und der All for One zum Ausdruck bringst.

Wir wünschen dir weiterhin eine gute Zeit und spannende Projekte.

Team Employer Branding

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Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.