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Integration und Karriere in Deutschland

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Flexible Arbeitszeiten

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Barrieren durchbrechen, Zukunft gestalten

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VOM HANDWERK IN DIE IT

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Neue E-Sport Recruiting Kampagne online

Neue E-Sport Recruiting Kampagne online

Der E-Sport-Markt boomt und bietet ein unglaubliches Potenzial für talentierte und leidenschaftliche junge Spieler, die eine Karriere in der IT-Branche anstreben. Aus diesem Grund haben wir im Mai unsere neue Recruiting Kampagne „Leveling UP your career“ gestartet!

Zeitgleich dazu werden wir von Mai-Juli mit unserem speziell für diese Kampagne gebrandeten "Leveling Up your career VW ID Buzz" durch Deutschland fahren und Schulen und Universitäten besuchen. Das Ziel dabei ist die Aufklärungsarbeit im E-Sport (Potentiale und Gefahren), insbesondere in der Förderung von Frauen im Gaming/E-Sport.

Der finale Höhepunkt unserer Kampagne ist unser Messeauftritt auf der diesjährigen Level-Up in Salzburg (01.-02.07.).

Besuche uns auf unserer Seite und informiere dich über Karrieremöglichkeiten bei der All for One Group.

Workation Experience / Christina

Workation Experience / Christina

Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Das klingt schnell nach Widerspruch oder Tagträumerei. Muss aber nicht so sein. Ein gutes Beispiel ist meine Kollegin Christina. Sie arbeitet als Assistentin der Geschäftsführung bei der All for One Customer Experience und hat die Möglichkeit genutzt, Projektmanagement und Urlaubsfeeling unter einen Sonnenhut zu packen. Wie sie ihre Workation erlebt hat, und welche Tipps & Tricks für alle Nachahmer sie im Gepäck hat, erfahrt ihr hier.

Jochen: Erzähl doch einfach mal, wie es zu der Idee einer Workation kam.
Christina: Gern. Schon während meiner Bewerbungsphase wurde ich auf die Benefits, wie auch die Möglichkeit Workation zu machen, aufmerksam gemacht. Da die Möglichkeit, Urlaub und Arbeit zu kombinieren, nicht selbstverständlich ist, hat die All for One Customer Experience bei mir schon mal Pluspunkte gesammelt. Um die Schulferien unseres Sohnes abdecken zu können und das ‚Homeoffice‘ angenehmer für uns als Familie zu gestalten, kam die Idee auf, die Ferienwoche im Oktober im schönen Südtirol zu verbringen. Die Zusage meiner Vorgesetzen war schnell erledigt; dann musste allerdings noch eine Unterkunft gesucht werden, die allen Ansprüchen gerecht werden konnte.

Jochen: Worauf hast du bei der Unterkunft besonders geachtet?
Christina: Ein freundlicher Arbeitsplatz mit stabilem Internet war mir genauso wichtig, wie eine interessante Freizeitgestaltung und Vitamin D (Sprich: Sonne) für uns Alle. Wir haben auch schnell etwas Passendes gefunden. Dann ging es an die offizielle Beantragung. Das war relativ unkompliziert, weil der Prozess dafür im Unternehmen sehr gut organisiert ist. Es gibt eine eigene Infoseite dazu auf unserem SharePoint (Hinweis: unser zentraler Ablageort im Unternehmen für wichtige Unterlagen und Informationen), inklusive einer sehr praktischen Checkliste. Nach der Beantragung wurden dann auch alle Formalitäten erledigt, wie die offizielle Genehmigung oder das A1 Formular.

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Den vollständigen Artikel zum Thema Workation findest du hier.

Beyond a Hackathon

Beyond a Hackathon

Beyond a Hackathon - SAP #Hack2Build: AI Innovationsentwicklung im Beratungsalltag

Als eines von weltweit 13 Unternehmen hat avantum consult am SAP #Hack2Build teilgenommen, um auf der neuartigen Cloudplattform SAP AI-Core eine Lösung zu entwickeln.

Als Berater:in bei avantum consult setzt du nicht nur spannende Business Analytics Projekte bei Kunden um, sondern bist auch immer am Puls der neuesten Technologien – wie zum Beispiel bei dem SAP Artificial Intelligence Hackathon #Hack2Build.
Vom 08.-15. Dezember 2021 haben Karsten Krause, David Trisl, Eric Helbig, Dr. Daniel Jorde, Connor Reed, Jakob Procher, Dr. Torben Hügens und Joachim Schirra am virtuellen SAP Artificial Intelligence #Hack2Build teilgenommen. Ziel war es eine AI basierte Lösung auf der neuartigen Cloudplattform SAP AI-Core zu entwickeln. Hier berichten David Trisl und Eric Helbig vom virtuellen Event und ihren Erfahrungen.
Karo: Hi David und Eric, ihr habt am SAP #Hack2Build teilgenommen – was war das Ziel des Hackathons?
Eric: Das Ziel war, eine Idee zu entwickeln und diese in einen marktreifen Zustand bringen: Also ein konkretes Produkt zu entwickeln, keine „Spaßlösung“.

David: Außerdem war für uns als Team das Ziel, dabei Erfahrungen mit der neuen SAP AI-Core Lösung zu sammeln und in der konkreten Anwendung dazuzulernen.

„Ich fand es besonders spannend die neue SAP-AI Plattform kennen zu lernen und unsere Machine Learning Lösung direkt damit produktiv zusetzen."

Karo: Das klingt spannend! Was war euer Ergebnis?
David: Wir haben ein Forecasting-Produkt basierend auf SAP-Daten entwickelt, welches wir S.A.L.E.S (Self-service AI-based Low-cost estimator for Sales) genannt haben.
Eric: Wir haben das vollständige Setup des Produktes vorgenommen und haben nun als Arbeitsergebnis einen sehr guten Zwischenstand, der im Anschluss an den Hackathon noch erweitert wird, etwa durch ein User Interface.
Karo: Welchen Mehrwert bringt das Produkt für Unternehmen?
Eric: Der Nutzen für den Endkunden stand vom Anfang an im Fokus. Aktuell erstellen viele Unternehmen im Mittelstand noch Prognosen basierend auf ihrem Bauchgefühl und manuell. Unsere automatisierte Lösung resultiert nicht nur in genaueren Vorhersagen, sondern befreit auch Angestellte von der lästigen manuellen Arbeit bei der Forecast Erstellung.
Karo: Nehmt ihr als avantum consult Berater regelmäßig an Hackathons teil?
Eric: Für mich persönlich war der SAP Hack2Build der erste Hackathon. Das avantum Team nimmt aber regelmäßig an Hackathons teil. Technologieunternehmen veranstalten Hackathon dieser Art regelmäßig. Wir freuen uns auch schon auf die Teilnahme an den nächsten Events.

David: Gleichzeitig gehört der Inhalt vom Hackathons, das Entwickeln von Ideen und der Produktivsetzung von Machine Learning Lösungen, zum Alltag eines Data Scientist bei der avantum.

Karo: Welchen Mehrwert hatte das Event für euch ganz persönlich?

David: Wir konnten neue Tools und Frameworks kennenlernen und Erfahrung in brandneuer SAP-AI Technologie sammeln.
Eric: Für mich die intensive Zusammenarbeit mit den Kollegen! Trotz der intensiven Zusammenarbeit und vieler stressiger Momente hatten wir einen sehr angenehmen und respektvollen Umgang miteinander. Das war eine tolle Erfahrung für uns als Team: Das Wissen, dass man im Team unterstützt wird, neue Dinge auszuprobieren kann und einem bei Fehlern auch Verständnis entgegengebracht wird, also eine richtige Fehlerkultur.

Karo:
Was war euer persönliches Highlight beim SAP #Hack2Build?

David: Für mich war es die erfolgreiche Produktivsetzung unseres Machine Learning Produktes.
Eric: Und ich fand den Austausch auf Augenhöhe mit Kollegen von SAP und aus dem Data Science Umfeld wirklich super!

Karo: Vielen Dank für die spannenden Einblicke!

Diversity als Chance

Diversity als Chance

Diversity als Chance - Carina über das Projekt Changemakers 2.0 und ihre Funktion als Ambassador.

Wie gelingt nachhaltige Integration in die Gesellschaft? Und wie bringt man Geflüchtete und Unternehmen am besten zusammen? Ein Weg: Machen, statt quatschen. Das Projekt Changemakers 2.0 ist so ein Beispiel dafür. socialbee treibt das Projekt zusammen mit SAP und acht engagierten Partnerfirmen, zu denen auch die All for One Group gehört, unternehmerseitig voran. Aber welche Menschen treiben das Thema? Mit einem haben ich zu dem Thema gesprochen.

Jochen: Carina, bevor wir über das Projekt Changemakers 2.0 und deine Rolle darin sprechen, wär´s super, wenn du kurz was zu dir sagst …
Carina: Gerne. Mein Name ist Carina Rauscher, ich komme aus Graz und bin verantwortlich für alle Themen rund um HR bei B4B Solutions, einem Tochterunternehmen der All for One Group.
Jochen: Was muss man sich unter dem Projekt Changemakers vorstellen?
Carina: Bei Changemakers handelt sich um ein Integrationsprojekt von socialbee mit dem Ziel Menschen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, in den SAP-Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Teilnehmer werden innerhalb von drei Monaten zu SAP Consultants ausbildet – eine Win-Win-Situation. Denn die Teilnehmenden erhalten eine fundierte Ausbildung und einen Job im SAP Umfeld, und wir als Partner kommen zu wertvollen neuen Mitarbeitern.
Jochen: Du bist als Ambassador im Projekt eingebunden. Wie muss man sich das vorstellen?

Carina:
Als Ambassador bin ich sowohl die erste Anlaufstelle für die Teilnehmenden, als auch die Ansprechpartnerin für meine Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen. Ich trage dazu bei, den Einstieg für alle Beteiligten zu erleichtern. Wir bekommen hierzu auch viel Input von socialbee, zum Beispiel verschiedene Workshops, etwa zu den Themen Kommunikation, kulturelle Unterschiede oder auch Willkommenskultur.

Jochen: Kümmerst du dich in der Group allein um das Thema?
Carina: Nein, wir haben dazu ein mehrköpfiges Team am Start, das aus mehreren Ambassadors besteht. Das sind einerseits People Success Manager, andererseits Recruiter und schlussendlich auch die Führungskräfte, die das Programm begleiten.
Jochen: Gibt es einen bestimmten Grund, warum du dich für dieses Projekt engagierst?
Carina: Ich finde die Mission dieses Projektes und des Unternehmens, das dahintersteckt, extrem wichtig. Die eigene Heimat verlassen zu müssen, sich in einem neuen Land, dessen Kultur und Arbeitsmarkt zurechtzufinden – das ist nicht einfach. Oftmals werden die Qualifikationen, die im Herkunftsland erworben wurden, nicht gleichermaßen anerkannt oder man hat trotz Erfahrung und Qualifikation im Bewerbungsprozess dennoch schlechtere Karten. Es ist schön, zu sehen, dass es Unternehmen wie socialbee gibt, die mittels Integrations-Initiativen Personen mit Fluchterfahrung mit Unternehmen zusammenbringen, die Fachkräfte suchen. Für uns zählt der Mensch selbst und das Interesse, sowie der Wille, sich in unserem Tätigkeitsbereich zu entwickeln.
Jochen: Reden wir doch mal etwas konkreter über das Projekt. Wie ist denn der aktuelle Stand?
Carina: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in den letzten Wochen fleißig gelernt und sich fundierte Kenntnisse der SAP S/4HANA-Module angeeignet sowie Coachings zu Soft Skills und Professional Development bekommen. Somit haben sie die Welt von SAP schon etwas näher kennengelernt.
Jochen: Das heißt, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, ihr Wissen in die Tat umzusetzen und das Unternehmen, den potenziell zukünftigen Arbeitgeber, kennenzulernen.
Carina: Genau. Sie haben jetzt das nötige Rüstzeug für die Praktikumsphase. Wir begrüßen im nächsten Schritt einen Teilnehmer, der bei uns ein zweiwöchiges Praktikum im Bereich Commerce Development absolvieren wird.
Jochen: Hast du den Kandidaten auch schon persönlich kennengelernt?
Carina: Leider nein, ich habe bisher nur die Lebensläufe der Teilnehmer gesehen. Die Gespräche mit den Kandidaten haben die Recruiter und Führungskräfte geführt. Was ich dem Lebenslauf aber entnehmen kann: Es sind tolle Kandidaten mit vielseitiger Erfahrung, die bereits gute bis sehr gute Sprachkenntnisse mitbringen. Ich freue mich schon darauf, mich in der Praktikumsphase mit ihnen persönlich auszutauschen.
Jochen: Klingt gut! Kannst du uns einen Ausblick geben, was noch geplant ist?
Carina: Jetzt steht das Praktikum für die Teilnehmenden an. Wenn wir als Partner die Teilnehmenden überzeugen können und sie von sich, werden wir Nägel mit Köpfen machen und Jobangebote unterbreiten.
Jochen: Wünschst du dir für die Zukunft noch etwas in Bezug auf das Projekt?
Carina: Ich wünsche mir, dass das Changemakers-Projekt für möglichst viele Teilnehmende und Partnerfirmen ein Erfolg auf ganzer Linie wird und sich so langfristige Anstellungen verwirklichen lassen. Darüber hinaus fände ich es fantastisch, wenn sich noch mehr Arbeitssuchende mit Interesse an der Beratung an das Thema SAP herantrauen und Firmen auch bereit sind, Zeit und Ressourcen zu investieren, um Interessierten einen Quereinstieg zu ermöglichen, unabhängig vom Herkunftsland.

#weareone

SAP und Mut im Blut

SAP und Mut im Blut

SAP und Mut im Blut - Mit Frauenpower und SAP Verstand zur Projektleitung

Wer es bis auf die Ebene SAP Projektleitung und darüber hinaus schaffen will, braucht ein Erfolgsrezept. Welche Zutaten braucht man? Wie sieht der SAP Projektalltag bei der All for One aus? Vor welche Herausforderungen und Hürden stellt einen die „Männerdomäne SAP Consulting“? Und welche Rolle spielen Mut und Unternehmergeist für den Erfolg? Darüber habe ich mit meiner Kollegin Michaela gesprochen, die von sich sagt, dass sie mit SAP ihr Hobby zum Beruf gemacht hat.

Jochen: Hi Michaela, kannst du mir kurz etwas zu dir erzählen, bevor wir tiefer ins Thema reingehen?
Michi: Gern. Mein Name ist Michaela Schweitzer-Gutjahr. Da mein Name so lang ist, bin ich kurz und knackig die Michi. Ich komme aus der Südsteiermark – Österreich und bin seit Mai 2020 als Projektleiterin und Delivery Executive bei der All for One Austria.
Jochen: Du bist seit gut einem Jahr bei uns und hast viel Erfahrung als Projektmanagerin und SAP Consultant. Wie bist du ausgerechnet zur All for One gekommen?
Michi: Zur All for One bin ich durch einen Headhunter gestoßen. Ich war vorher Inhouse Consultant und allein für Basis und Applikationsmanagement im SAP zuständig. Nach einiger Zeit wollte ich dann die Fronten wechseln und suchte ein Beratungshaus, wo ich hineinpassen könnte. Ich halte sehr viel von nachhaltiger Beratung und guten Lösungen für den Kunden. Ich hatte einige Job-Angebote, aber ich wusste nach meinem Vorstellungsgespräch, dass ich zur All for One gehöre und dort auch hinpasse mit meinem Mindset.

DER SAP PROJEKTALLTAG

Jochen: Wie sieht dein Arbeitsalltag als Projektmanagerin aus? Kannst du uns ein konkretes Szenario, Projekt oder Thema beschreiben, an dem du arbeitest?
Michi: Ich habe diese Woche meine Brownfield-Conversion bei Wintersteiger als Projektleiterin zu Ende gebracht. In nur sieben Monaten vom alten ECC-System in die neue Welt von S/4HANA – das war ein sehr spannendes und intensives Projekt, aber: der Humor fehlte uns intern im Team nie. Ich lege sehr viel Wert auf Begegnung auf Augenhöhe und das Einhalten unseres Werteverständnisses, auch wenn es „heiß” hergeht und daraus auch mal Konflikte entstehen. Mein Arbeitsalltag sieht so aus, dass ich die Projekte gut strukturiere, die Projektteammitglieder in einem Jour-Fix informiere und koordiniere, unter Umständen externe Mitglieder zur richtigen Zeit einbinde, den Kunden über den Status informiere und bei einer Mitwirkungspflicht diesen auch entsprechend eintakte.

Jochen: Du sagst von dir selbst, du hast dein Hobby zum Beruf gemacht. Woher kommt deine Begeisterung?
Michi: Ich habe schon so viele ERP-Systeme kennen gelernt und niemals war ich so zufrieden mit den systematischen Prozessabläufen wie mit SAP. Ich startete als Einkäuferin mit SAP MM (Material Management), sowie SAP PM (Plant Maintainance) und lernte dort sehr viel, brachte mir aber auch sehr viel selbst bei, weil ich einfach ein neugieriger Typ bin. Dann entwickelte ich mich zur SAP-Key-Userin und letztendlich stand ich nach sehr vielen Jahren im Einkauf, technischen Einkauf und Einkaufsleiterin vor der Entscheidung: entweder weiter im Einkauf oder SAP. Ich habe mich für SAP entschieden, weil ich gerne mit den Usern zusammenarbeite und mir dann Freude bereitet, wenn ich im Customizing Prozesse optimiere.
Jochen: Dein ältester Sohn steht noch ganz am Anfang seiner Berufslaufbahn und ist auch schon im SAP Umfeld tätig. Liegt euch SAP in der Familie also einfach im Blut?

Michi: Gut möglich. Mein Sohn hat im Mai die Lehre zum Bürokaufmann im Vertrieb absolviert und hat in seinem Unternehmen viel mit SAP zu tun. Auch ihm gefällt es sehr gut, weil er weiß, dass er zuhause seinen Consultant – mich zum Austausch und als Sparring Partner hat. Ich lerne auch von ihm oft Neues dazu. Wer hätte das gedacht? (lacht) Und auch andere Familienmitglieder arbeiten mit SAP und sind sich alle einig, dass es nur ein gutes, mächtiges ERP-System gibt – nämlich SAP.

SAP CONSULTUNG – EINE MÄNNERDOMÄNE?

Jochen: 2019 lag der Frauenanteil in der IT Branche bei 17%. Das IT & SAP Umfeld ist also immer noch eine Männerdomäne. Was glaubst du, woran das liegt?

Michi: Ich glaube es liegt daran, dass Frauen sich oft selbst unterschätzen, sich selbst unter den Scheffel stellen und an sich zweifeln. Ich habe festgestellt, dass sich Männer heute noch wesentlich leichter tun mit dem Thema „nach oben kommen”, als eine Frau. Solche Erfahrungen führen dann meist dazu, dass sich die Frauen nicht mehr zutrauen, irgendwann auf eine Führungsposition oder ins obere Management zu kommen.
Jochen: Also einfach eine gesunde Portion Selbstvertrauen tanken und schon läuft´s …
Michi: Ja. Ich persönlich finde tatsächlich, dass man niemals den Mut verlieren sollte. Außerdem hab ich so viele Ideen und ich brenne für meinen Job und noch mehr brenne ich für SAP. Und wer weiß: vielleicht bin ich gerade deswegen die erste oder nächste Frau im Top-Management bei der All for One. Können würde ich es, zutrauen würde ich es mir auch und dass ich gerade als Frau einen ganz großen Mehrwert in der Männerdomäne einbringe, ist sicher nicht zu übersehen. Im Gegenteil!
Jochen: Kannst du konkretisieren, woran du das festmachst?

Michi: Seien wir doch mal ehrlich: Wer hält trotz aller möglichen Umstände Haus und Familie zusammen? In vielen Fällen die Frau. Wir arbeiten meist Vollzeit, schmeißen den Haushalt mit allem was dazugehört, spielen alle möglichen Rollen für unsere Kinder, fiebern am Fußballplatz oder in Judoturnieren mit, lachen und weinen mit unseren Liebsten, pflegen nebenbei noch unsere Freundschaften und so ganz nebenbei bilden wir uns weiter, liefern im Job Topleistungen ab und brillieren in vielen Dingen. Das dürfen wir Frauen uns nicht nehmen lassen. Wir sind stark, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht :-)

SAP PROJEKTMANAGEMENT: „BE A LEADER NOT A BOSS"

Jochen: Was muss man aus deiner Sicht noch mitbringen, um als Projektmanagerin im SAP Umfeld erfolgreich zu sein?
Michi: Neben einem guten Fachwissen, sollte man die Fähigkeit haben, ein Projekt gut durchzustrukturieren. Für mich gibt’s nichts Schrecklicheres, als die Vorstellung, dass mein Team nicht genau weiß, was momentan zu tun ist. Das möchte ich nicht. Und meine Einstellung als Projektleiterin ist, dass jedes Projekt nur erfolgreich sein kann, wenn man auf Augenhöhe agiert. Von oben herab oder hierarchische Denkweisen haben in der heutigen Zeit eher ausgedient. Außerdem ist mein Team von Experten besetzt, die ich gegenüber dem Kunden immer wieder nach oben hebe und wenn mal was passiert (Fehler sind menschlich und der beste Lerneffekt), dann halte ich gerne mal die Backe hin. Neben Mut braucht man gegenüber dem Kunden auch mal eine dicke Elefantenhaut.

Und als Projektmanagerin kann ich sagen, dass es die Königsdisziplin der Menschenführung ist – denn ich habe keine disziplinarische Funktion gegenüber dem Team und muss motivieren, damit es Spaß macht.

Das gelingt mir sehr gut. Da fällt mir immer wieder der Satz meines Professors ein, mit dem heute noch in sehr gutem Kontakt stehe: “Be a leader, not a boss!”

Jochen: Unterscheidet sich der SAP Beraterjob bei der All for One von anderen Beratungshäusern? Wenn ja, wie?
Michi: Ja, die Unterschiede zu anderen Beratungshäusern sind signifikant. Als Inhouse-Beraterin und Key-Userin hab ich mich in der Vergangenheit oft gewundert, dass es keine vorgefertigten Lösungen gab. Einführungsprojekte oder Entwicklungen gestalteten sich als sehr zeitfressend und manchmal waren die Resultate nicht gerade das, was man sich gewünscht hat – zu wirklich überteuerten Preisen. Bei der All for One ist es so, dass man auf die Wünsche des Kunden so gut wie möglich eingeht, aber auch sagt, wo dann die Grenzen sind. Ich sag immer: “Bei der All for One kommt zuerst der Kunde, dann kommt der Kunde!” Was mir auch gefällt ist, dass man auch die Key-User auf Kundenseite befähigt und im Customizing auch einiges zeigt.

Was die Kunden alles lernen ist ein Wahnsinn! Das war in den Beratungshäusern aus meiner Vergangenheit immer ein Buch mit sieben Siegeln.

Dann gefällt mir unsere Geschäftsprozessbibliothek sehr gut. Das bringt so viele Vorteile und macht eine Einführung oder eine Prozsessoptimierung so viel schneller. Als Conversion-Verliebte (da liegt jetzt in der Zukunft das meiste Potenzial) steh ich auch auf unser Conversion/4. Man merkt sehr stark, dass wir drauf und dran sind mit unseren Lösungen, die wir kreieren einen Mehrwert für den Kunden und eine Vereinfachung zu schaffen – warum kompliziert und teuer, wenn es auch einfach und kosteneffizient geht?

Jochen: Du hast jetzt sehr viel in Richtung Kunde geschwärmt. Was ist dir im Umgang miteinander aufgefallen?
Michi: Wir sind ehrlich, wir sind transparent, wir gehen offen mit Fehlern um und genau das ist das, was uns von anderen Beratungshäusern abhebt – wir sind menschlich geblieben und kommen uns nicht wie die Beratungs-Götter vor (lacht).
Jochen: Wir befinden uns mitten im selbst ausgerufenen Wertejahr. Gibt es einen Wert, den du besonders wichtig findest?

Michi: Für mich ist „Entrepreneurial Mindset” wichtig.

Ich arbeite jeden Tag so, als ob es mein eigenes Unternehmen wäre, mit allem was dazugehört. Nur so kann man persönlich erfolgreich sein, sich wertvoll fühlen und auch seinen Arbeitsplatz erhalten – denn am Ende des Tages zahlt der Kunde unsere Brötchen. Das darf man nicht vergessen.

Jochen: Dass SAP Beratung dein absoluter Traumberuf ist, weiß ich. Gibt´s trotzdem Punkte, die dich manchmal nerven? Und wenn du dir von der All for One einen Wunsch erfüllen dürftest, welcher wäre das?

Michi: “Nerven” ist da jetzt ein hartes Wort. Mich stört vielleicht manchmal, dass der ein oder andere Kollege sich nicht zeitnah meldet, auch wenn es sich um ganz dringende Probleme handelt, aber: Da muss man ehrlich und fair sein und sagen, dass es unmöglich ist, alles gleichzeitig zu machen und dass wir noch mehr Verstärkung gut gebrauchen könnten.

Jochen: Was durchaus eine Herausforderung im österreichischen SAP Consulting Umfeld ist. Mit dem IT Fachkräftemangel haben nicht nur wir zu kämpfen …
Michi: Ein Lösungsansatz wäre, mehr für unser Traineeprogramm zu werben und wo es möglich ist, verstärkt Junior Berater auszubilden. Dazu gehört auch, sich Gedanken zu machen, wie wir mit der Generation Z umgehen und wie wir ihre Arbeitswelt gestalten, damit sie sich wohl fühlen. New Work ist da so ein Schlagwort. Das kommt meiner Meinung nach (noch) etwas zu kurz. Außerdem müssen wir sichtbar werden und nicht nur auf der Uni bei jungen Studierenden, sondern auch bei denen, die gerade ihre Lehre abgeschlossen haben. Das ist etwas, was mich „stört”, weil wir noch zu wenige sind, was zu Kapazitätsengpässen führt. Damit laufen wir im schlimmsten Fall irgendwann Gefahr, für den Kunden keinen guten Service mehr anbieten zu können. Da muss etwas getan werden.

Jochen: Hast du das Gefühl die All for One unterstützt dich bei deiner persönlichen Weiterentwicklung? Wenn ja, woran machst du das fest?

Michi: Also, wenn ich das Gefühl nicht hätte, dann wäre ich nicht mehr bei der All for One. Da bin ich ganz ehrlich, denn ich hab das in der Vergangenheit leider zu oft erlebt, dass man mir leere Versprechungen machte. Da bin ich schon sensibel. Bei uns ist das aber gerade gegenteilig. Ich will jetzt nicht schleimen, aber ich hab einen wirklich grandiosen Chef – Christoph Pail, dem ich vertraue und der mir auch vertraut. Das gibt Motivation, einen tollen Job abzuliefern. Alles, was er gesagt und versprochen hat, wurde eingehalten – top Vertrauensbeweis! Und dann gibt’s auch Christian Rauch. Er ist unser Geschäftsführer.

Wenn es Probleme gibt und ich einen Sparring Partner brauche, dann läuft das einfach über den kurzen Dienstweg – Handy, anrufen, fertig.

Und ich krieg immer zeitnah Feedback, ohne Stille Post zu spielen oder auf das ZV-Gespräch zu warten. Das ist mir schon wichtig. Als Stammkundenmanagerin arbeite ich auch mit dem Vertrieb stark zusammen und da sehe ich mich als Einheit. Da sind mir Georg Barzcewski und Christian Scheichl auch zu ganz tollen Kollegen geworden, von denen ich sehr gerne Tipps mitnehme. Und auch bei den Beratern erfahre ich Unterstützung und dort haben sich auch schon Freundschaften etabliert. Da kam mal sogar die Aussage von einem Berater bei der All for One Austria: „Als ich erfahren habe, dass du die Projektleitung machst, hab ich mich so gefreut und sofort ja gesagt.” Das ist für mich ein schönes Lob und eine großartige Unterstützung. Wir heißen nicht umsonst All for One. Das wird wirklich so gelebt, egal auf welcher Ebene. Da wird jede Meinung und jede Idee ernst genommen.

#weareone

WE ARE ONE

WE ARE ONE

WE ARE ONE - Was über 2.600 Mitarbeiter:innen zusammenhält

Das letzte halbe Jahr stand bei der All for One ganz im Zeichen unseres großangelegten Werteprojektes. Von Serious Sustainability und Respectful Communication über Pure Enthusiasm und Smart Innovation bis hin zu Enterpreneurial Mindset und Valuable Space rückte jeden Monat ein anderer zentraler Unternehmenswert in den Fokus. Es wurde viel diskutiert, zahlreiche Challenges bestritten, kreative Ideen auf den internen Kommunikationsplattformen ausgetauscht und viele neue Denkanstöße für das Miteinander gegeben. Den Abschluss bildet nun der Wert WE ARE ONE.

WE ARE ONE: WAS SOLL DAS EIGENTLICH HEISSEN

WE ARE ONE – das kann Vieles bedeuten und klingt für den ein oder anderen sicher erst mal nach einer Marketingphrase. Für uns ist aber klar: Das ist keine leere Worthülle, sondern unser Unternehmenswert schlechthin. Er steht für ein starkes Miteinander, das von Vertrauen, Wertschätzung und Zusammenhalt geprägt ist. Das Hinarbeiten auf ein gemeinsames Ziel und das aufeinander achtgeben. Genau diese Faktoren bilden den Grundstein für unseren Erfolg und haben uns nicht zuletzt auch gut durch die Pandemie gebracht. Ein Wert, den man in Projekten, bei Teamevents und im daily business deutlich spüren kann und der von Hamburg bis Istanbul aktiv gelebt wird.
Und trotzdem: WE ARE ONE, also eins zu sein, das ist bei über 2.600 Mitarbeiter:innen, die auf unterschiedlichste Standorte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Türkei verteilt sind, gar nicht immer so einfach. Es zeigt aber auch, dass es gerade auch die Vielfalt und die unterschiedlichen Hintergründe, Charaktere und Lebenswelten sind, die das große Ganze der All for One ausmachen. Und schlussendlich auch eine klare Stärke sind. Von der Delivery über Marketing und Vertrieb bis hin zu internen Projekten kann von den vielfältigen Ideen und Erfahrungen profitiert und so neue, originelle Konzepte und Strategien entwickelt werden.

KLINGT GUT AM PAPIER, ABER WIE SIEHT ES IN DER PRAXIS AUS?

Zusammenhalt stärken, auf eine gemeinsame Mission hinarbeiten, geschlossen an einem Strang ziehen – das hört sich zunächst einmal einfach und eigentlich auch ganz selbstverständlich an. Wie aber schaut die Umsetzung eines solchen Wertes in der Praxis aus? Und ist es im täglichen Geschäft überhaupt möglich, wenn es um das Einhalten von Deadlines, die Umsetzung von Projekten und die Erfüllung von Kundenanforderungen geht? Auf die Frage, wo Kolleg:innen den Wert WE ARE ONE zum Anfassen erleben, zeigt sich, wie vielfältig auch hier die Auslegung ist.
„Im Support treffen alle möglichen Anfragen unserer Kunden ein. Um diese schnell und vor allem auf einem hohen Level bearbeiten zu können, müssen die unterschiedlichsten Bereiche gut ineinandergreifen und alle gemeinsam anpacken. Wenn wir hier nicht im Sinne von WE ARE ONE handeln, leidet die Qualität unserer Arbeit – und das merkt der Kunde sofort.“, betont etwa Markus (Director Support) die Wichtigkeit einer wertschätzenden, konstruktiven Zusammenarbeit.

„Gerade weil es im Kundengeschäft oft schnell gehen und man Auskünfte und Infos aus unterschiedlichsten Bereichen zusammentragen muss, ist die rasche Unterstützung der Kolleg:innen essentiell – alleine steht man schnell mal an."

Pia (Sales Operations) ergänzt den Stellenwert des unternehmerischen und respektvollen Miteinanders in der Unternehmensgruppe so:

„Es ist ein tolles Gefühl, dass man sich auf andere verlassen kann und auch kurzfristig oder auch mal nach Feierabend noch eine Rückmeldung bekommt. Da geht man dann auch gerne für den anderen die Extrameile.“

WENN 2.000 MITARBEITER:INNEN AN EINEM STRANG ZIEHEN ...

... dann werden schon mal ordentliche Kräfte frei. Und genau so soll es auch sein – gemeinsame Stärken sollen gekonnt genutzt und zum Erfolg aller eingesetzt werden. So leistet jeder seinen ganz persönlichen Beitrag, um als Unternehmen voranzukommen. Und das im besten Fall ganz im Einklang mit unseren Unternehmenswerten, die das Herzstück unserer Zusammenarbeit darstellen und Sicherheit und Orientierung geben.
Gerade die Werte Respectful Communication, Enterpreneurial Mindset oder auch Valuable Space finden sich stark im Leitsatz WE ARE ONE wieder und zahlen auf unsere Mission ein. Ein respektvolles Miteinander, in dem jedem der nötige Freiraum gegeben wird, um sich entsprechend seiner Kompetenzen, Talente und Fähigkeiten bestmöglich einzubringen und zu entfalten hilft uns dabei, unsere gemeinsam gesteckten Ziele zu erreichen. Gemeinsam schaffen wir so Großes, auf das wir als Einheit stolz sein können und das unsere Kunden, das Unternehmen und uns als Mannschaft voranbringt.

#weareone

E-SPORT @ALL FOR ONE GROUP

E-SPORT @ALL FOR ONE GROUP

Interview mit Susanne Krause-Hennemann // E-Sports im Employer Branding bei der All for One Group

E-SPORT @ALL FOR ONE GROUP

Der positive Effekt von E-Sport auf das Personalmarketing

Viele Unternehmen haben unlängst das Potenzial von Gamern und E-Sportlern für sich erkannt und schätzen diese als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Vor allem in der schnelllebigen IT-Welt, die sich rasant weiterentwickelt, legt man darauf großen Wert. Schnelle Reaktion, eine hohe Auffassungsgabe, Teamplay und Multitasking, das sind Eigenschaften, die zunehmend gefragt sind und über die jeder E-Sportler verfügt. Eben diese Zielgruppe rückt zunehmend in den Fokus von Unternehmen, da sie sich optimal auf neue Problemstellungen einstellen, diese analysieren und auf entsprechende Herausforderungen adäquat und schnell reagieren kann.

Ebenso wie der Markt selbst, wächst auch die Zielgruppe begeisterter E-Sportler von Jahr zu Jahr. E-Sport ist kein kurzweiliger Trend mehr, sondern unlängst im Mainstream angekommen und entwickelt sich mehr und mehr zu einem Milliarden-Markt. Allein 2019 verzeichnete der E-Sport 443 Mio. Zuschauer weltweit, Tendenz steigend. Live Übertragungen von hitzigen Multiplayer-Matches mit hochdotierten Preisen und begeisterten Zuschauern füllen in vielen Ländern der Welt ganze Stadien.

E-SPORT: POTENZIAL & STELLENWERT

Auch bei der All for One Group hat das Thema seit einiger Zeit einen hohen Stellenwert eingenommen. Diese unterhält eigene E-Sports Teams für League of Legends und Rocket League, welche professionell ihren Liga-Alltag bestreiten. Darüber hinaus bieten wir auch für World of Warcraft Fans eine eigene Plattform, bei der sich unsere Community bestehend u.a. aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, entspannte und spaßige Wettkämpfe liefern kann.

Im Zuge unseres diesjährigen All for One Gaming Boot Camps, das vom 04.-08.08.2021 in der Zentrale der All for One Group in Filderstadt abgehalten wurde, hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, unserem League of Legends Team hautnah bei seinen Trainingseinheiten und der Vorbereitung auf die kommenden Relegationsspiele in der Prime-League über die Schulter zu schauen.

Parallel dazu hat unsere Kollegin Susanne Krause-Hennemann (Director People & Culture) das Team in Filderstadt begrüßt und uns einen kleinen Einblick in die Entstehungsgeschichte der All for One Gaming Teams gegeben. In unserem Interview verrät sie uns, welche Verknüpfung sie zwischen E-Sport und Recruiting sieht, wie es zur Gründung eines eigenen Teams gekommen ist, und wie die weiteren Pläne für die Zukunft aussehen.

INTERVIEW MIT DIRECTOR & PEOPLE & CULTURE EXPERT

Rafael: Zu Beginn des Interviews würde es mich interessieren, ob du persönlich einen Bezug zum Thema E-Sport hast?

Susanne: (lacht) In der Tat, ich persönlich hatte bis dato keine Berührungspunkte mit dem Thema E-Sport. Ich kann mich jedoch noch gut daran erinnern, als mein Vater damals Zuhause das erste Mal für mich und meine Schwester ein Computerspiel installiert hat. Während meine Schwester wie gebannt vor dem Computer gesessen hat, habe ich schon nach zwei Runden aufgegeben. Meine beiden Töchter spielen aber sehr gern. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass mein jüngster Sohn, sobald er etwas älter ist, irgendwann nachzieht.

Rafael: Was ist bei deinen Töchtern gerade angesagt?

Susanne: Minecraft ist gerade sehr angesagt bei meinen Kindern, ebenso wie Clash of Clans. Letzteres spielt auch mein Mann, jedoch nur punktuell wegen unserer Kinder.

Rafael: Wie kam es dazu, dass sich die All for One Group dazu entschieden hat, ein eigenes E-Sports Team aufzubauen und dieses mit seinem Know-How zu betreuen und zu supporten?

Susanne: Das Thema kam tatsächlich vor knapp zwei, zweieinhalb Jahren bei uns intern auf. Unsere Kollegin Pia Hopfner (Head of Experience Management), kam auf uns zu, nachdem sie sich ausgiebig in dieses Thema eingearbeitet und Studien zu diesem Thema gesichtet hatte. Sie erkannte früh das große Potenzial, das man mit E-Sports und der Verknüpfung zum Thema Personalmarketing und Employer Branding herstellen konnte. Ihr ging es in erster Linie dabei nicht nur um die Gamer, sondern um die Zielgruppe der Schüler und Studenten, männlich wie weiblich, die sich dafür begeistern, Spiele ihrer Lieblingsmannschaften online zu verfolgen. Mit dieser Idee im Gepäck ging sie auf unseren CEO Lars Landwehrkamp zu, der sich für dieses Thema schnell gewinnen ließ. Nachdem er dann im Anschluss ein ausgefeiltes Konzept vorgelegt bekommen hatte, fiel recht schnell der Startschuss, für dieses große Projekt. An dieser Stelle muss ich noch erwähnen, dass Lars auch Gamer ist, daher hatte Pia sehr gute Karten in der Hand. Der Rest ist dann Geschichte (lacht).

Pia ist bis heute ein großer E-Sport Fan und betreut nach wie vor das All for One Gaming Team mit ihrer Expertise. Neben Pia unterstützen sogar noch zwei weitere Kolleginnen und ein Kollege, alle drei passionierte E-Sportler, das Team der All for One Group, und das sogar ehrenamtlich in Ihrer Freizeit.

Rafael: Wie ich erfahren habe, nutzt das All for One Gaming Team dieses Boot Camp nicht nur zum Training und als Vorbereitung auf die kommenden Relegationsspiele in der Prime-League, das Ganze hat auch einen karitativen Charakter. Kannst du uns das näher erklären?

Susanne: Das ist richtig. Während der Planung dieses Boot Camps hier bei uns in Filderstadt kam uns die Idee, eine Charity Week auszurufen. Das All for One Gaming Team hat vor und während des Boot Camps seine Gaming Community über die eigenen Social-Media-Kanäle dazu aufgerufen Geld für die „Aktion Deutschland Hilft“ zu spenden. Die während der Charity Week und der laufenden Gaming-Streams eingenommen Spenden sollen dann die Hochwasserhilfe in Deutschland unterstützen. Da wir von der All for One Group diese Idee so klasse fanden, haben wir uns überlegt, dass wir das Ganze unbedingt supporten wollen. Für jeden Euro, der während des Boots Camps zusammenkommt, wollen wir einen weiteren Euro an die Hilfsorganisation „HeartGaming Foundation“ spenden. Diese Organisation unterstützt u.a. Kinder und Jugendliche während des Heilungsprozesses in Krankenhäusern mit Spielekonsolen und passenden Spielen, damit der ansonst triste und langwierige Alltag wie auch die Behandlung erfreulicher für sie sind.

Rafael: Das ist definitiv eine sehr schöne Idee. Ich drücke euch die Daumen, dass während dieses Boot Camps genügend Spenden zusammenkommen.

Ich würde als nächstes gern von dir wissen, inwieweit die All for One Group das Thema E-Sports konkret für sich nutzt?

Susanne: Wir haben innerhalb unseres People & Culture Teams erkannt, dass das Thema E-Sport in der Ansprache unserer Zielgruppe der Bewerber immer mehr an Relevanz gewinnt und wir unsere Augen vor dieser rasanten Entwicklung nicht verschließen dürfen. Immerhin gibt es, Stand jetzt, knapp 43 Mio. aktive Gamer in Deutschland, online wie offline. Das fängt bei Kindern und Jugendlichen an und geht weiter bis ins hohe Alter. Neben wichtigen Social-Media-Kanälen wie Instagram, Youtube und Co. tummeln sich potenzielle Bewerber der „Generation Z“ vermehrt auf Kanälen wie Twitch, Discord oder Twitter und verfolgen dort live die Spiele ihrer Lieblings-E-Sport-Mannschaft, bekannter Influencer oder Streamer der Szene, oder tauschen sich untereinander eben zu diesem Thema aus. Für uns war klar, dass, wenn wir diese Zielgruppe erreichen wollen, wir eine Brücke zwischen E-Sport und dem Thema Employer Branding schaffen müssen. Dies ist uns auch vor allem personell geglückt. Im August dieses Jahres konnten wir einen Experten aus dem Bereich E-Sport anheuern, der auf der einen Seite unser eigenes All for One Gaming Team betreut und auf der anderen Seite konzeptionell und projektseitig die Schnittstelle zu unserem Employer Branding und People & Culture Team bildet. Bevor wir unseren neuen Kollegen, Harun Laasri für uns gewinnen konnten, hatte er bereits einige Zeit das All for One Gaming Team als Manager betreut und geleitet. Mit ihm an unserer Seite werden wir thematisch die Themen E-Sport und Employer Branding weiter vorantreiben, um das E-Sport Team noch erfolgreicher zu machen und dadurch auch die Bekanntheit unserer eigenen Arbeitgebermarke zu stärken.

Rafael: Du hast gerade von der Zielgruppe gesprochen, die ihr mit diesem Projekt auf euch aufmerksam machen wollt. Kannst du in diesem Punkt etwas konkreter werden?

Susanne: Gern. Es ist mittlerweile keine Neuigkeit, und dies wird auch durch genügend Studien belegt, dass sich das Mediennutzungsverhalten der jüngeren Generation im Alter zwischen 14 und 20 Jahren stark verändert hat. Diese Zielgruppe kommuniziert nicht nur über digitale Kanäle miteinander, sondern ruft auch jegliche Informationen über die Lieblings-Social-Media-Kanäle ab. Wir sprechen bei dieser Zielgruppe auch von Digital Natives, die mit diesem Medium aufgewachsen sind. Haben wir noch vor wenigen Jahren diese Zielgruppe auf Jobbörsen und Messen angetroffen und für uns als Unternehmen begeistern können, müssen wir mit unserer Ansprache heute dorthin, wo wir Schüler und Studenten antreffen - das ist hauptsächlich online.

Rafael: Ist das die einzige Zielgruppe, die ihr mit diesem Thema abholen wollt?

Susanne: Nein, bei weitem nicht. Als das E-Sports Thema vor ca. zwei Jahren aufkam, wurde uns erst bewusst, wie viele unserer eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst Gamer sind und sich für dieses Thema begeistern. Das fängt bei den jungen Kolleginnen und Kollegen an und geht hoch bis zu den älteren. Das beste Beispiel ist, wie eben schon erwähnt, unser CEO Lars Landwehrkamp, der begeisterter Gamer ist.

Rafael: Wie reagieren eure Bewerber darauf, dass die All for One Group ein eigenes E-Sports Team betreibt. Werdet ihr im Bewerbungsprozess darauf angesprochen?

Susanne: Man mag es kaum glauben, aber es ist in der Tat so. Wir bekommen vermehrt Bewerbungen von Leuten rein, die nur durch das Thema E-Sport und Gaming auf uns aufmerksam geworden sind und sich u.a. dadurch für uns entscheiden.

Rafael: Eine positiv aufgeladene Arbeitgebermarke wirkt nicht nur nach außen in Richtung der Ansprache potenzieller Bewerber, sondern ebenso nach innen in Richtung der Belegschaft. Gibt es euerseits auch Pläne, um eure Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Thema E-Sports mit einzubeziehen?

Susanne: Ja, tatsächlich. Uns liegt enorm viel daran, die emotionale Bindung und Identifikationen der Kolleginnen und Kollegen mit der All for One Group zu stärken und weiter auszubauen. Dies unterstützen wir bereits mit unserem breiten Angebot an Benefits und einem tollen Arbeitsklima in dem sich jeder entwickeln kann und auch gefördert wird. Ein weiterer zentraler Baustein soll auch das Thema E-Sports sein. Mit dieser Initiative können wir Kolleginnen und Kollegen aus allen 26 Standorten erreichen und ihnen die Möglichkeit geben, sich standortunabhängig untereinander zu connecten. Vor allem unsere Berater, die vor Ort beim Kunden sind und sich abends dann in Hotels befinden, bekommen so die Möglichkeit, beim Zocken abzuschalten und sich gleichzeitig mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Hierzu gibt es einige Pläne und Überlegungen, die wir zukünftig umsetzen möchten. Eine Möglichkeit kann die Austragung von internen E-Sport Turnieren sein, für die sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anmelden können. Das ist eine Idee, die wir in der All for One Group implementieren möchten. Das Turnier soll in regelmäßigen Abständen stattfinden, ob digital oder in Präsenz müssen wir dann sehen. Weitere Möglichkeiten sehen wir ebenfalls beim Thema Onboarding. Hierzu kann ich aber aktuell noch keine klare Aussage machen, da wir uns noch in der Konzeptionierung befinden.

Rafael: Vielen Dank für das Interview und deine Zeit.

Susanne: Sehr gern. An dieser Stelle möchte ich unseren Kolleginnen und Kollegen nochmals meinen Dank aussprechen, dass sie so viel Herzblut und Engagement in dieses tolle Projekt mit einbringen.

#pureenthusiasm